Hier möchte ich die Erfahrungen zu meinem ersten mal fischen teilen. Zur Info: Das Auswerfen und Handling der Fischerrute habe ich bereits vorab geübt.
Um die Erfolgschancen zu erhöhen (Ohne Erfolg) habe ich mich entschieden am Lungernsee mein Glück am Sonntag 1. Mai zu versuchen. Mein Zielfisch war die Forelle. Ausgerüstet mit Tagespatent, einer Major Craft Triplecross TCX-802MH/S 2.40m 5-30g, geflochtener Schnur, 3er Mepps, Stucki Brauen Spinner, Mozzi und alles andere Notwendige Material ging ich los.
Bevor ich überhaupt am See war ist mir bereits mein erster Fehler passiert. Ich wollte eigentlich gegen Sonnenaufgang sprich 0630 am See sein. Ich hatte nur leider vergessen einen Wecker zu stellen.
Ganz verwirrt über die Sonnenstrahlen im Schlafzimmer wachte ich um 0845 auf. Schnell ein kleines Frühstück, meine Sachen gepackt und nach einer 1 Stündigen fahrt war ich endlich gegen 1030 am See. Als Angelgebiet wählte ich die "Bucht" links vom Fischergeschäft. Den Wasserstand schätzte ich als relativ niederig ein.
Beim meinem ersten Spot angekommen merkte ich gleich eines: Ich muss unbedingt die Knoten besser lernen. Nun denn, ich montierte einen 3er Mepps in Kupfer und begann meine ersten Würfe zu machen.
Ich hatte bereits einige YouTube Videos zur Führung von Spinnern geschaut. Ich hielt die Schnur schön im 90° Winkel zur Rute. Beim einziehen der Schnur "spührte" man leicht das rotieren des Spinners. Allerdings fand ich es extrem schwierig etwas zu "spühren". Meine Testwürfe füher habe ich mit Wobbler gemacht. Man hat beim Spinner einen grösseren Wiederstand beim einziehen.
Da ich noch nie einen Fisch gehakt habe fand das extrem schwierig abzuschätzen ob nun einer beisst und ich habe unzählige male ins "nichts" angeschlagen. Auch mit der Einholgeschwindigkeit bin ich mir nicht ganz sicher.
Den Angelspot wechselte ich immer nach ca. 25 Würfen.
Nach ca. 1 Std bei einem Wurf merkte ich plötzlich das da ein Fisch dran war! Leider bin ich so erschrocken, das ich vergessen habe anzuschlagen (extrem peinlich) und schwups der Fisch war weg.
Da war ich da so nervös, dass ich jetzt nicht mehr sagen kann wie es sicht "anfühlt" wenn einer beisst. Ich habe mir fest vorgenommen nichts "zu erwarten". Was leider innerlich nicht ganz angekommen ist. 1.5 Std später kam dann doch etwas Frust hoch. Durch den Frust habe ich so schlecht ausgeworfen, dass die ganze Schnur verheddert war und ich das Ende abschneiden und neu montieren musste.
Ich sah auch die Forellen extrem nahe am Ufer schwimmen als würden sie mich auslachen.
Kurze Zeit später blieb der Spinner an einem Stein hängen und die Schnur riss. Dann war das geschehen was ich mir vorgenommen habe zu vermeiden.
Ich wurde etwas "hässig". Also gut ich montiere einen weiteren Mepps & 2 Würfe später blieb auch dieser hängen und verschwand in den Tiefen des Lungernsees.
Ich dachte ich probiers nochmals und montierte einen Stucki Spinner in Silber/Blau. Ungelogen 3 Minuten später versank ich auch diesen im See (nicht am gleichen Spot logischerweise).
Da war ich echt frustriert und ging als Schneider nachhause. Vorallem da ich schon oft gehört habe im Lungernsee kannst du nicht nichts fangen.
Gruess,
Suti

