Diesen Monat war ich sicher 15 mal am Wasser und habe dabei 4 mässige Egli gefangen.
Das kann doch nicht sein? Ist es wirklich so schlimm am Zürisee?
Die jagenden "Egli-Gangs" mit den grossen Brocken, welche ich morgens am Bürkliplatz an der Oberfläche beobachte, lachen meine Köder nur aus.
Vor einigen Jahren gab es fast keinen Tag, an dem ich nichts gefangen habe.
Wenn nicht, dann hiess die Rettung: Nuggi-Hegene oder Buldo mit Tintenfischli.
Und nun versuche ich alles. Alle Köder. Gezupft, geschleift, gekurbelt. Morgens, mittags, abends, nachts. Hin und her von Spot zu Spot.
Während ich den ganzen Tag keine Egli unterm Steg hervorlocken kann, kommen schnell einige Jungs mit lebenden Köfis vorbei und auf einmal hats plötzlich doch jagende schwärme.

Sie sind also da. Und hungrig sind sie auch.
Aber Bock auf was anderes haben sie nicht. Nicht einmal Würmer!
Die einzigen anderen welche ich fangen sehe, sind die geduldigen, klöpfelnden Dropshoter.
Bisher hatte ich nur nachts, weit nach Sonnenuntergang, an einem gut beleuchteten Spot Erfolg.
Mit einem Gummishrimp am C-Rig im Flachwasser ganz langsam über den Grund geschleift.
Sind die Egli im See in der Nacht aktiver als am Tag oder was?
Wie auch immer, werde ich es weiter vom Ufer aus im Seebecken versuchen und mich sonst an den Fangerfolgen der Haubentaucher erfreuen
