Ich möchte euch ein paar Informationen und Bilder zu meiner selbstgemachten Blache geben. Vielleicht gibt es ja Leute die mit dem Gedanken spielen, sich selber etwas Ähnliches herzustellen oder es gar schon gemacht haben. Sinn und Unsinn einer solchen Aktion dürfen gerne diskutiert werden.
Eine Blache anfertigen lassen ist eine teure Angelegenheit, wie vieles, dass in der Schweiz hergestellt und Verkauft wird. Das ist für mich verständlich und auch nachvollziehbar bis zu einem gewissen Grad. Ich wollte einfach nicht so viel ausgeben. Man kann es sich bei einem offenen Boot ohne Kabine, wie es meines ist, einfach machen. Man nimmt ein Plastikwellteil, schneidet dieses zu und bringt eine Befestigung an. Ich wollte aber eine richtige Abdeckung haben, wo sich nicht so viel Wasser/Schnee ansammeln kann, und das Boot einigermassen trocken bleibt.
Das Material kostete mich ca. 80.- CHF. Eine gemachte kostet eine 0 mehr am Schluss
Die Zeit ist der andere Faktor. Es gingen einige Stunden ins Land, bis die Blache fertig war und alles passte. Das Ergebnis ist für einen ungelernten Schneiderling wie mich passabel.
Was man für diese Aufgabe organisieren sollte ist eine Nähmaschine. Ich habe eine Normale verwendet, es geht. So wie ich die Blache gemacht habe, braucht man die alte Blache als Schnittmuster.
In der Landi wurde das Blachematterial für Holzstapel und dergleichen in passender Grösse gekauft sowie ein 4mm dickes UV beständiges Seil in 20m Länge. Im Spiess Idea habe ich mir noch einen Batzen Leder gekauft für die Riemen zum Festzurren. In einem Nähgeschäft habe ich mir ein Pack Geansnadeln gekauft und starkes Garn.
Die alte Blache wird nun an den Nähten zerschnitten, bei mir gab es 3 Teile. Die Teile werden umgekehrt auf das neue Material gelegt und aufgezeichnet. Es muss ein zusätzlicher Abstand dazugerechnet werden, da man das Material bei Nähstellen mindestens einmal umlegen sollte. Damit Regenwasser über die Kante abläuft und sich nicht an der Nahtstelle ansammelt.

Ich habe mir die feinen Schneidernadeln zur Hilfe genommen um alles vor dem Nähen in die richtige Position zu kriegen. Es gibt so natürlich ein paar kleine Löcher, aber ohne diese Fixierung ist es schier unmöglich eine einigermassen gerade Naht hinzubekommen.
Im Rand habe ich ein Seil um die ganze Plane eingenäht, damit man alles festziehen kann. Diesen Randteil habe ich dann an den Rest genäht. An einigen Stellen bin ich noch ein zweites Mal über die Nähte. Wenn die Teile mal miteinander vernäht sind, ist es einfach noch einmal eine Naht darüberzulegen. So wird die Abdeckplane stabiler.


Ich denke die Geschichte wird wohl nicht so lange wie eine gemachte halten. Dafür habe ich aber die alte und zerschnittene Blache in einem Sack im Keller gelassen, um sie als allfälliges Schnittmuster wieder zu verwenden.


Ich hoffe die Informationen können dem ein oder anderen helfen.
Von Fischer, für Fischer!

