Alex57 hat geschrieben: Mi 11. Dez 2019, 17:37
Für mich gibt es nichts schöneres als beim Hechtfischen mit möglichst dünnen Schnüren einen grossen Hecht zu landen.
Ich weiss zwar genau, wie du das meinst, aber für mich persönlich ist es eine der heikelsten Aussagen seit ner Weile. Sie impliziert, dass du ganz bewusst in Kauf nimmst, dass du Köder abreisst und dass Hechte mit vernageltem Mund umherschwimmen.
Genauso schlimm finde ich, wenn man vom Drillspass bei UL-Gerät schreibt. Klar gibt es einen gewissen Nervenkitzel, wenn man wegen geringer Tragkraft nur begrenzt Druck ausüben kann und sich die Drillzeit ein klein wenig ausdehnt, aber ich finde es falsch, wenn ein Kommentar rüberbringen könnte, dass man nicht wegen dem Fang, sondern wegen dem Drill fischen geht. Wer wegen dem Drill fischen geht, könnte reiner C&R-Fischer sein/werden, was hier in der Schweiz klar verboten ist.
Auch ich habe ab und zu UL-Gerät dabei. Aber sicher nicht, weil ich einen Drill in die Länge ziehen will, sondern weil ich an den zu befischenden Orten keine Drillhindernisse (Bäume, Büsche, nur begrenzt Kraut) habe und mit kleinen Ködern 20-30m werfen können will, wo bei gröberem Gerät nur 10-15m möglich wären.
Auf Egli/Forellen in Flüssen/Bächen/Seen/Bergseen verwende ich Tragkräfte von 2-5kg.
Auf Hecht, gezielt befischt, egal wo, kommt auf der SeeFo-Kombo mindestens 6.8kg Flexonit an 25lb Braid, bei der Hechtkombo 11.5kg Flexonit an 33lb Braid und beim Schleppen 20kg Flexonit an 50lb Mono-Zwischenvorfach und 80-110lb Braid zum Einsatz. 25er Mono als Hauptschnur erachte ich beim gezielten Hechtfischen als zu dünn, ausser man wirft auf Sicht 50-60er Hechtli an.