das brutalste für meine nerven ist noch das die berufsfischer eine petion am laufen haben 13000 Unterschriften bereits.
mit dem namen "Rettet den bodensee" ------wer jetzt nicht kotz "ein Juwel hungert" http://www.schweizerfisch.ch/
es müsste heissen rettet die Berufsfischer
zanderjacksonpro hat geschrieben:
Nach diesem Bericht frage ich mich wirklich, weshalb dieser Schritt mit verringerung der Maschenweite!?
gute frage wo der break even sein soll, ich denke es geht immer schlimmer.
der durstige geht solange zum brunnen bis er einstürzt.
letztes jahr war glaub sowieso kein gutes felchenjahr , sehr viel regen im sommer und im frühjahr in der tiefsee auch nicht berauschend.
nach diesem bericht frage ich mich als leihe ....warum warum
Herr Reto Leuch (Präsident, Schweizerischer Berufsfischerverband am Bodensee ) Schreibt auf Schweizerfisch.ch dinge wie: Wie Nachhaltigkeit, Ein Juwel Hungert, Rettet den Bodensee....
PRESSEMITTEILUNG
Rettet den Bodensee: Ein Juwel hungert
Berufsfischer verstärken Ihren Einsatz für ein
ausgewogenes, stabiles
Ökosystem
Bodensee
Neue Hiobsbotschaften belegen, dass sich der
Fangertrag an Bodenseefelchen
im Bodensee-Obersee in wenigen Jahren halbiert hat und weiter sinkt.
Im Jahr 2013 mit rund 465 Tonnen 16 % unter dem ohnehin sehr niedrigen Fang des
Vorjahres. Damit war 2013 das schlechteste Fangjahr überhaupt seit 1954.
Der Ertrag an Felchen halbierte sich damit im Vergleich zum Mittelwert des Fangs,
der letzten 10 Jahre. Blickt man in die 90ziger Jahre zurück, so ist der Rückgang
noch eklatanter.
Im Zehn Jahresschnitt lag der Fang von 1988
97 noch bei 10t
/Fischer, in den letzten beiden Jahren 2012 u. 13 nur noch bei 3 t /Fischer.
"Denn Bodensee und das Angebot von Blaufelchen aus diesem sauberen
See schätzen Anwohner und Gäste schon seit sehr langer Zeit. Wir Fischer
wollen einen Beitrag leisten, dass dies so bleiben kann."
Ich frage mich nach solchen Aussagen und Fakten; warum man dan noch die Maschenweite veringert!??
Es kommt mir so vor als ob die Beufsfischer mit diesem Schritt sich versuchen einwenig länger über Wasser zu halten bis die von Ihnen geforderte Phosphatmengen erreicht sind!? Den laut Aussagen ist ja dies der Schwarze Peter an der ganzen Sache. Nur was ist, wenn es bis dato X keine genügend Laichfähige Felchen, ect gibt? Oder die Petition den Rhein runter geht? Ich denke nicht, dass sich diese ganze Sache nur an dem Liegt. Wie lange würde es Dauern bis sich das Ökosystem erholt hat mir diesem geforderten Werten? 1 Jahr 10 Jahren oder noch länger?
Ganz nach dem Motto: Nach mir die Sinnflut! Und wer von den Berufsfischer hält es länger aus in diesem Beruf?
Wie haben dies eigendlich die anderen Seen in der Schweiz geregelt?
Interessantes Review zu dem Thema:
Fangergebnisse der Bodenseefischerei im Jahr 2015 - Zusammenfassung
Der Gesamtertrag der Berufsfischer am Bodensee-Obersee erreichte 2015 nur noch rund 261 Tonnen (5,5 kg/ha). Dies ist das schlechteste Ergebnis seit 1917! Der Felchenertrag lag mit 152,4 Tonnen um 68,4 % unter dem Zehnjahresmittel (482,7 t). 2005 wurde erstmals nach der Phase der Eutrophierung wieder ein Jahresmittel an Gesamtphosphor (TP) von unter 10 ?g/l im Obersee erreicht. Durch schrittweise Anpassung der Maschenweiten des wichtigsten Fanggerätes zur Befischung des Felchenbestandes, dem Schwebnetzsatz, an das rückläufige individuelle Wachstum der Felchen konnten die Erträge bis 2011 auf für die Nährstofflage vergleichsweise hohem Niveau von 600 bis 800 Tonnen gehalten werden. 2012 trat dann mit gewisser Verzögerung der erwartete Rückgang auf 400 – 600 Tonnen ein. Nun ist der Ertrag allerdings nochmals um 40,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Der Rückgang betrifft beide wichtigen Wirtschaftsfischarten, Felchen und Barsche relativ gesehen in fast gleichem Ausmaß (-49,5 % bzw. -52,8 %). Der Rückgang der Felchenfänge war im Schwebnetz massiv (-61,5 %), insbesondere blieb der übliche Fanganstieg im Sommer aus, während die Bodennetzfänge deutlich weniger stark zurückgegangen sind (-8,9 %), nicht zuletzt durch den erhöhten Felchenbeifang in den Barschnetzen (28 – 32 mm). Der Anteil der Felchen am Gesamtfang beträgt nur noch 58,3 Prozent. Neben der unverändert tiefen Nährstofflage des Sees (7,6 ?g TP /l) wird der außergewöhnlich starken Bestandsentwicklung an Dreistacheligen Stichlingen im Freiwasser eine erhebliche Rolle dabei zugeschrieben. Diese neue Ökoform des Stichlings übt als Nahrungskonkurrent (Planktonkrebse) und Larvenprädator offenbar einen massiven Druck auf die beiden wichtigsten Fischarten der Berufsfischerei am Bodensee-Obersee aus. Beim Seesaibling ist mit 2,6 Tonnen ebenfalls ein Ertragseinbruch im Vergleich zu den Vorjahren festzustellen. Der Ertrag liegt 71,4 % unter jenem des Vorjahres und um 76,4 % unter dem Zehnjahresmittel. Beim Hecht hat sich der seit 2007 zu beobachtende Aufwärtstrend fortgesetzt. Mit 14 Tonnen liegt der Ertrag rund 24,1 % über dem Vorjahreswert und inzwischen schon 90,2 % über dem Zehnjahresmittel. Die Fänge von Seeforellen und Zandern sind gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen (-32,2 % bzw. -16,7 %). Gegenüber dem Vorjahr zunehmende Fänge waren bei den Weißfischen und Brachsen (+7,9 %), Aalen (+14,4%), Karpfen (+34,6 %) und Welsen (+8,5%) zu verbuchen. Während dieses Ergebnis für Weißfische (inkl. Brachsen), Aale und Welse überdurchschnittlich ist (+5 %; +33,2 %; +23,8), liegt es beim Karpfen weiterhin deutlich unter dem Zehnjahresmittel (-48,9%). Dieses Ergebnis wurde von 106 Hochseepatent- und 15 Halden- bzw. Alterspatentinhabern erzielt. Die erhoffte Stabilisierung der Fänge auf dem niedrigen Niveau ist leider nicht eingetreten. Im Gegenteil, die existentielle Krise, in der sich die Berufsfischerei befindet, hat sich weiter verschärft.
Die Angelfischer erreichten im Berichtsjahr mit rund 47,1 Tonnen ein um 3,8 Tonnen höheres Fangergebnis als im Vorjahr. Dieser Ertrag liegt allerdings um 8,3 Tonnen (-15 %) unter dem Zehnjahresmittel. Insbesondere der Ertrag bei Hechten ist 14,2 Tonnen um 31,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr weiter stark angestiegen. Höhere Fänge wurden auch bei Barschen (+10,6 %), Seeforellen (+ 32,1 %), Weißfischen (+6,4 %) und Welsen (+45,2 %) erzielt. Zurückgegangen sind die Fangergebnisse bei Zandern (-27,8 %) und Seesaiblingen (-22,5%). Im Bodensee-Obersee wurden 2015 insgesamt 12.848 Angelkarten ausgegeben, das sind 208 mehr als im Vorjahr.
Man sieht, trotz Verringerung der Maschenweite ist der Ertrag abermals eingebrochen!
Die Netzfischerei, egal ob im Meer oder in unseren Seen ist NICHT Nachhaltig!!!
"Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht jeder Angeltag ist Fangtag" in Memoriam Auwa Thiemann
Man fängt dem Stichling die Nahrungskonkurrenz weg und wundert sich dann, dass er sich vermehrt.
Aber Schuld sind natürlich nicht die Fischer, sondern der Stichling.
Verkehrte Welt.
Was besonders witzig ist, ist die Tatsache das seit 2015 die Phosphatwerte im Bodensee wieder steigen ... auf natürliche weise
Für das Jahr 2016 hat die IBFK einen Wert von 8mg/lt im Durchschnitt bekanntgegeben.
Also könnte es doch an den Netzten und nicht am Nährstoffgehalt liegen.
Diese Diskussion gibt's ja auch in vielen anderen Seen der CH. Zum Glueck regelt die Natur dass von ganz alleine.
Mehr Fischer die mehr fangen wollen und dies mit kleineren Maschenweiten -> weniger Fische fuers naechste Jahr -> weniger Berufsfischer -> dadurch wieder mehr Fische -> und das Ganze wieder von vorne
Leider dauert dieser Zyklus viel zu lange. Aber bis dahin sind die Schuldigen sowieso nicht mehr unter uns. Wie bereits oben beschrieben, aehnlich wie in einem maroden Unternehmen, dass ein 'genialer Manager' gesund geschrumpft hat und bevor die Auswirkungen zu Tage kommen laengst abgehauen ist mitm Gewinn.
Gluecklicherweise fange ich als Hobbyfischer auch wenn die Berufsfischer monieren es haette keine Fische
There's a fine line between fishing and just standing on the shore like an idiot.