Hallo
Das ist doch mal eine gute Frage:
Wie definiert man Fischerglück?
Also Fischen ist eigentlich klar definiert und muss nicht erläutert werden aber Glück da wird es spannend.
Glück definiert jeder für sich auf seine Weise. Somit gibt es keine universal gültige Antwort auf diese Frage.
Deswegen möchte ich kurz meine Ansicht einbringen. Für mich ist die Hauptsache, dass ich am Wasser sein kann und dabei eine Tätigkeit ausüben kann. Ich mag es meine Utensilien zu packen, etwas zu Trinken evtl auch etwas zu essen mitzunehmen und los zu marschieren Richtung Wasser. Eine geiegnete Stelle suchen, Zigarettchen drehen und mit dem "Zusammenbau" zu beginnen. Aufs Wasser blicken, den Himmel betrachten und sich für einen Köder zu entscheiden...los geht es! Nun schön Werfen und Einholen, so dass man die gewünschten Stellen abfischt. Köderführung ändern, Neues versuchen. Danach eine kleine Pause einlegen, evtl. den Köder wechseln oder auch nicht, ein kleiner Snack, ein Schluck Kaffe, Tee, Bier, Wein oder Wasser...und weiter geht es. Und bei jedem Wurf kann man sich freuen wenn er so kommt wie man es wollte. Danach die Freude an einer präzisen Köderführung verbunden mit der Spannung ob ein Biss erfolgt.
Das ist mein Glück beim Fischen...aber eben ich spinn(e)-fische.
Erfolgt der Biss, dann schiesst das Adrenalin hoch, der Drill, der erste Sichtkontakt....alles sehr aufregend und spannend.
Nun die Hoffnung auch den gewünschten Fisch am Hacken zu haben in der richtigen Grösse.
Wenn das passt, kommt die Handlandung...hier wird das Glücksgefühl begelitet von Repsekt und Stolz.
Sollte es nicht passen, abhacken und dem Fisch ein langes Leben wünschen, dankbar sein, ein Wildtier so nahe beobachten zu können.
So wie der 40er Hecht...ein toller kleiner Kerl, so ein kleiner junger Frechdachs. Auch das kann Glück sein aber eine andere Art des Glücks.
Ein Tier zu fangen und zu töten ist eben mehr als nur reines Glück. Aber Glücksgefühle kommen trotzdem auf.
Die paar mal die ich fischen ging habe ich immer auch etwas gefangen. Konnte ich den Fisch "behalten" habe ich danach aufgehört zu fischen. Ich will ja uach mal noch ein Steak oder eine Wurst essen nicht nur Fisch!
Somit gilt für mich, dass das Fischen ansich, die Ausübung der Tätigkeit ist mein Glück.
Das Fangen ist der krönende Erfolg der ausgeübteten Tätigekeit und dieser muss nicht quantitavi hoch sein sonder qualitativ.
So etwas langatmig...sorry!
Und ich stelle keinen Anspruch auf Richtigkeit, wie einleitend gesagt, das ist für jeden anders.
PS: an alle weiblichen FischER, sorry dass ich alles in "er" Form habe aber auch Ihr seit angesprochen....