Fänge in Rekordzeit

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zuma
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Fänge in Rekordzeit

Beitrag von zuma »

Leet_Fish hat geschrieben:Ja wi waren zum Spass oben. Nach 57 Min waren wir auf dem Rueckweg, Vollpackung mit Bachforellen und Saibel. Es hatte bereits am Morgen viel zu viel Fischer (wie erwartet) Gruss Leet
Will nicht den Fangbericht "zumüllen" - deshalb hier.

Habe meine Vollpackung in 7 Minuten erreicht, inkl. Parkticket und anstehen an der Migroskasse und die Fische waren erst noch ausgenommen..... :lol:

Sorry, aber den konnte ich mir nicht verkneiffen!

Im ernst; wie definiert man in der heutigen Zeit Fischerglück? Ist es erstrebenswert, in möglichst kurzer Zeit, nachdem man einige Kilometer mit dem Fahrzeug zurück gelegt hat, seinen Fangerfolg zu haben? Oder gibt es noch andere Werte, welche man in der der Ausübung unseres Hobby finden kann?
Was meint ihr dazu?

Gruss von einem kopfschüttelnden Kurt
Gruss Kurt

(Bambus-&Trockenfliegenpurist)
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miKe
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Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von miKe »

zuma hat geschrieben:Im ernst; wie definiert man in der heutigen Zeit Fischerglück?
Fischerglück heisst nicht zwingend, so viel wie möglich innert kürzester Zeit zu fangen, sondern sich mit dem Zielfisch intensiv auseinader zu setzten, sich über dessen Lebensgewohnheiten und Vorlieben, den äusseren und natürlichen Umständen bewusst zu sein, alles unter einen Hut zu bringen und schlussendlich (mit einem Kunstköder) Erfolg feiern zu dürfen.

Fangen ist nicht = Glück. Die Natur hat weitaus mehr zu bieten als einen Sack voller toter Fische und den "fragwürdigen" Ruhm, unter den Umständen eines Massakers ein "guter" Fischer zu sein.

Kann nicht auch ein Schneidertag ein erlebnisreicher und toller Fischertag sein? Die Stunden am Wasser sind immer noch besser als jede verschwendete Stunde vor der Glotze, in der Beiz, im Puff oder wo auch immer... Jedem das seine. Ich bevorzuge, meine rare Freizeit am Wasser zu verbringen.

Gruss
Mike
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Dural
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Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von Dural »

ich weis nicht wie so viele immer möglichst viele fische fangen wollen, ich finde das genaue gegenteil viel schöner und spannender, die fische zu suchen die richtige köder-führung zu beherrschen und zu fühlen was die fische gerade mögen... oder eben nicht... wenn man zum erfolg kommt ist es umso schöner die bestätigung zu erhalten das man es richtig gemacht hat, aber bitte nicht zu viel fang erfolg, denn wenn man ständig viele fische fängt ist das doch langweilig und es ist überhaupt keine spannung / herausforderung mehr da.

Mit können hat das übrigens nichts zu tun in möglichst kurzer zeit viele fische zu fangen, ehner mit glück am richtigen ort zur richtigen zeit zu sein.
luke_sh

Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von luke_sh »

Glaube das kommt auch auf den Fischer an - ich errinnere mich aber das ich als "kleiner" Junge jeweils das Fischerglück auf jeden Fall an dem definiert hatte wieviel gefangen wurde :D

Heute gehts mir ähnlich wie meinen beiden Vorschreibern, es kommt nicht mehr darauf an ob und wieviel ich fange - das Gesamtpacket zählt. Lieber an einem schönen Ort angeln und nur 1 Fisch fangen als an einem überlaufenen See / Fluss oder was auch immer und dafür "am Laufmeter" fangen...

Gruss
Lukas
gringostar

Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von gringostar »

Hallo,

Klar gehe ich auch zum fischen um was zu fangen. Es gibt ja aber das berühmte Sprichwort "das hobby heisst fischen - nicht fangen".. :-)) . Ich finde es auch sehr schön einfach in der Natur zu sein, die Seele baumeln zu lassen, mit Freunden auch mal ein Bierchen trinken und wenn man dazu etwas fängt ist das für mich DER perfekte Tag. :-) Gruess
fly

Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von fly »

Kurt, vergiss es, es gehen doch alle nur wegen dem Naturerlebnis und im Winter wegen der Schglittelfahrt... was sonst
Wasabi

Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von Wasabi »

@Fly

recht hast du :lol:

Also ich gehe eigentlich schon mit der Absicht einen Fisch zu fangen wenn ich Fischen gehe. Aber es ist mir auch egal wenn ich keinen fange, was für meine Freundin widerum nicht egal ist
oder so oder umgekehrt oder wie auch immer 8)
Arts

Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von Arts »

Hallo,

Ich freu mich über jeden Fisch, und es steigert mein Glücksbefinden nicht gerade wenn ich abschneidere, hmm also geht es mir doch eigentlich um den Fisch? Bild. Sonst kann ich ja meine Rute auch zuhause lassen...

Das Natur und Freizeiterlebnis gehört für mich selbstverständlich zu der Tätigkeit "Fischen" dazu, denn ansonsten könnte ich ja auch Indoor-Angeln gehen

Bild

Also es ist es für mich eine Kombination von beidem, das Fische Fangen und das Naturerlebnis.... Mein Hobby

Wenn jetzt noch zusätzliche Interessen wie die der Bilogie der Fische, Gewässerökologie, nachhaltiger und respektvoller Umgang mit Tier und Umwelt dazukommt, dann betreibt mann ein Leidenschaftliches Hobby.

Aber es bleibt eine Tätigkeit die jemand zum Vergnügen, Spass und zum Lustgewinn betreibt.

Ob jemand nun Vollpackung will, oder aus welchen Gründen auch immer er fischen geht (Turbovollpäcking-Fischen)
Welche Eigenschaften beschreiben den "perfekten" Hobbyfischer Bild

Alle tun es so, wie sie es gerne tun. Der eine denkt an möglichst viel Fische, der andere will nur mit Kunstköder, wieder einer Fly only andere Japan-Tackle und die anderen gehen Indoor-Fischen

Leider wird unter uns sehr viel dogmatisiert und wir sehen nur unsere Art als die "richtige" an.

Was ich jetzt mal behaupte: Wer Fischen als Hobby betreibt, tut dies a priori hedonistisch (gewichtiges Wort ich weis)

Gruss
Thomas
Würmlibader

Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von Würmlibader »

bei mir kommts ein bisschen drauf an...

wenn ich x kilometer fahre, um an einem Puff wie dem öschi zu angeln - geh ich eigentlich schon mit der absicht, auch etwas zu fangen (muss ja nicht gleich die vollpackung sein).
geh ich an einen schöneren und weniger befischten bergsee, kann cih den tag durchaus auch ohne biss geniessen.
wenn ich bei garstigem wetter und minustemperaturen auf den bielersee zum felchelen geh, hoff ich eigentlich auch, dass ich ein paar silbrige aufs znacht einladen kann (muss auch hier absolut nicht die packung sein).
geh ich bei schönem und warmem wetter felchelen ists mir eigentlich noch egal, wie viele mit nach hause kommen, ich kann auch gut ein bitzeli sünnelen und einzelne nicht-zielfische wieder schwimmen lassen
wenn ich an die aare gehe, rechne ich grundsätzlich nicht mit einem fang - zurecht - in 95% der fälle fang ich nix :D
fahre und bewandere ich schönere, flüsse, flüsschen, bäche, bächlein, rinnsale mit der fliege - geniesse ich vor allem die umgebung, setze mich mit dem gewässer auseinander, studiere und probiere und geniesse es, mal irgenwo zu fischen, wo nicht schon jeder war
geh ich welslen, will ich nachts vor allem meine ruhe, keine glöggeli, keine elektronischen bissanzeiger und solchen gugus. ich will einfach meine ruhe! gibts nen wels, hat ÄDU was zum räuchern, gibts keinen, sauf ich ein smirnoff ;)
dipandri

Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von dipandri »

Ädu ich teile deine Ansicht voll und ganz!
Würmlibader

Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von Würmlibader »

ich heiss nicht ädu, das ist nur mein kollege, der räuchern kann ;)
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Rainbowwarrier
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Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von Rainbowwarrier »

miKe hat geschrieben:
zuma hat geschrieben:Im ernst; wie definiert man in der heutigen Zeit Fischerglück?
Fischerglück heisst nicht zwingend, so viel wie möglich innert kürzester Zeit zu fangen, sondern sich mit dem Zielfisch intensiv auseinader zu setzten, sich über dessen Lebensgewohnheiten und Vorlieben, den äusseren und natürlichen Umständen bewusst zu sein, alles unter einen Hut zu bringen und schlussendlich (mit einem Kunstköder) Erfolg feiern zu dürfen.

Fangen ist nicht = Glück. Die Natur hat weitaus mehr zu bieten als einen Sack voller toter Fische und den "fragwürdigen" Ruhm, unter den Umständen eines Massakers ein "guter" Fischer zu sein.

Kann nicht auch ein Schneidertag ein erlebnisreicher und toller Fischertag sein? Die Stunden am Wasser sind immer noch besser als jede verschwendete Stunde vor der Glotze, in der Beiz, im Puff oder wo auch immer... Jedem das seine. Ich bevorzuge, meine rare Freizeit am Wasser zu verbringen.

Gruss
Mike

Den "Kunstköder" hättest du dir verkneiffen können, ansonsten schliesse ich mich Mike vollinhaltlich an!

Gruss Chris.
"Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht jeder Angeltag ist Fangtag" in Memoriam Auwa Thiemann
boron

Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von boron »

Dann ist doch alles in Ordnung....! jedem das seine...so kommts doch rüber und ist auch recht so.

Ich bin da nicht anders. Mir bedeutet nur schon das Zweihandwerfen an einem Fluss soo viel, dass ich sicher
nicht jedesmal auch einen Fangerfolg brauche. Die Faszination des Werfens ist das, was mich fesselt. Ein schöner Fangerfolg dann noch Zugabe.

Aber eben, jedem das Seine!
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SbiroBass
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Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von SbiroBass »

Sogar schon zwei Themen zu einem Fangbericht...

Selber hatte ich schon Fänge in Rekordzeit, vorallem bei Eglis ist das bei mir öfters der Fall aber laaaaange nicht die Regel. Manchmal fange ich an einem Tag ein Dutzend ü30er, manchmal bin ich 5 Tage unterwegs ohne ein einziges das grösser als 30 ist. Das ist der vom ausdauernden Fischer, der viel Zeit investiert und auch regelmässig schöne Fische fängt.

War letztes Wochenende Sa und So am Bielerseeufer unterwegs. Je 5h und 12h. Am Sa gabs nen Schneider, auch an der Birs wo ich mit einem Kolleg am Nachmittag hingefahren bin (nochmals 6h abgeschneidert). Am So war ich mit einem anderen Kollegen, einem Jungfischer dem ich die Kniffe des Kunstköderfischens näherbringe, 12h in der Region Biel/Nidau unterwegs. Ich habe 5 ca. 20er Egli entnommen und er 4 ca. 20er.

Entnehme übrigens nur Fische die eindeutig Mässig sind, also solche wo ich nicht nachmessen muss. Dies weil ich am Anfang meiner Anglerkarriere 2 mal fast eine Busse bekam weil es knapp war... Immer etwas drüber, somit gibt’s keine Diskusionen. Lieber einpaar weniger mitnehmen, dafür solche die sicher mässig sind.
gonefishing

Re: Fänge in Rekordzeit

Beitrag von gonefishing »

Natürlich gehört der Fangerfolg dazu, und dem einen ist er wichtiger, dem anderen weniger.

Obiges Zitat finde ich persönlich aber auch ziemlich krank.
Wer geht denn an einen Bergsee, schaut minutengenau auf die Uhr und rennt nach kürzester Zeit wieder heim?

Also ich gehe vor allem an einen Bergsee oder Bergbach wenn ich Zeit habe, ausspannen und die Natur geniessen will.
Da schaue ich zum einen kaum mal auf die Uhr, zum anderen renne ich nicht gleich wieder runter falls ich nach kurzer Zeit schon genug gefangen habe...

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und vielfach wird unser Hobby mit den gleichen Augen wie der Beruf angesehen, nur 'die Leistung' / 'der Erfolg' zählt. Oder unser Hobby wird als Kompensation für mangelnde Erfolge in anderen Lebensbereichen missbraucht.

Ich habe oben bewusst 'krank' geschrieben, denn mir ist genau das vor ein paar Jahren passiert.
Ich bin in einen Burnout gerasselt, und die 'Leistungen und Erfolge' in Berufs- und Privatleben haben gar nicht mehr gestimmt. In gewissem Rahmen wollte ich das beim Fischen kompensieren, und der Fangerfolg war extrem wichtig.

Heute, da das zum Glück alles Geschichte ist, kann ich rückblickend sagen dass das genau der falsche Weg war.
Was mir gefehlt hat war unter anderem Ruhe und Entspannung, die hätte ich genau beim Fischen finden können habe es aber durch mein Leistungsdenken nicht getan.
Heute ist mir der Fangerfolg so etwas von egal und ich geniesse das Fischen dermassen, dass ich mich auch schon wieder frage ob das nicht krank ist ;-)
War vor kurzem in Schweden und wollte auf Meerforellen fischen, obwohl die Saison vorbei ist. Ich dachte nachts könnte noch etwas gehen, habe aber gemerkt dass ich nachts ja nichts von der Natur und Landschaft sehe. Also bin ich tagelang alleine entlang der Aussenküste geschlichen, habe keine einzige Meerforelle gesehen, und es war einfach nur genial.
Ich hätte innerhalb der Schären eine hervorragende Hechtfischerei erleben können, aber die etwas rauhere Aussenküste hat mir besser gefallen, dort habe ich keinen Menschen getroffen und vor allem hatte ich den entspannenden und befreienden Blick auf den Horizont.
2 Wochen kaum auf die Uhr geschaut, kein Handy und keinen Computer gebraucht und keinen Gedanken an Leistung oder Erfolg verschwendet.
Der Fangerfolg war völlig egal und ich kam total erholt und aufgetankt zurück.

Ich denke es würde vielen gut tun ihr Hobby etwas mehr in diese Richtung zu betreiben, und nicht ständig zu versuchen möglichst schnell und möglichst viel zu fangen. Ich spreche wie gesagt aus Erfahrung, und mir gibt das Fischen heute viel mehr obwohl ich viel weniger fange.
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