Gerne wollte ich meine ersten Eindrücke die ich am Wasser gemacht habe, mit euch teilen.
Ich habe zu meiner Jugendzeit schon einmal gefischt, hauptsächlich mit Spinnern an der Aare, aber irgendwie das Interesse verloren.
Anfangs Juli hatte ich längere Ferien. Um meinen Kopf etwas frei zu bekommen von der Ausbildung und dem Stress, war ich etwas am Wasser spazieren, vorallem an der Aare in Bonningen(SO). Die Natur und das Gewässer gefiel mir sehr gut, auch sah ich einige Fischer. Da bin ich auf die Idee gekommen selber wieder damit anzufagen.
Erstmal Google gefragt wie das läuft mit den Patenten, wo darf ich Fischen, die ganzen Gesetze etc.. Habe mich dann umgehend für den SANA angemeldet Ende Juli. Bis zu dem lang ersehnten SANA-Kurs habe ich natürlich das Buch gelesen und mich auch sonst informiert im Internet, so bin ich auch auf das FF gestossen
Am 31.7. konnte ich dann endlich das Patent lösen und bin natürlich voller Vorfreude an mein Hausgewässer die Dünnern(SO). In meinem Dorf sind einige "Hotspots" die auch noch gut zugänglich sind. Spinner einige male ausgeworfen und über schöne Stelle gezogen, da sah ich wie eine Forelle auf den Köder los ging, jedoch hakte diese nicht und verschwand sofort wieder . Das war ein absolut sensationeller Augenblick für mich, das Gewässer, die Natur, der Biss, einfach wunderbar.
Ich bin dann eine Woche fast täglich an das Gewässer und habe mein Glück versucht, hatte auch immer wieder Bisse, Nachläufer und zum einen oder anderen Drill kam es auch. Die Forellen haben sich aber jeweils nach ihrem obligatorischen dreifach-Salto wieder abgehakt
Nach gut einer Woche blib dann die eine oder andere zu kleine Forelle hängen, ich löste diese, wenn möglich, vorsichtig im Wasser und sie schwammen wieder ihrer Wege... Ich war erleichert, dass ich die Fische gut lösen konnte, denn ich hatte im Vorfeld schon Respekt davor, einen Fisch zu verangeln... Ansonsten waren noch 2 Fische dabei die wohl knapp genug gross gewesen wären, ich wollte diesen aber das Messen ersparen und lies sie wieder frei.
Einige Tage später besuchte ich wieder einen "Hotspot" und da sah ich im Gumpen eine tote Forelle treiben... geschäzt um die 20 cm gross, dass hat mich irgendwie beschäftigt. Ich fragte mich, wie ist sie gestorben? aber auch ob mein Umgang mit den Fischen gut ist oder ob die zu kleinen Fische, die ich gefangen habe, das gleiche Schicksal ereilt hat...
Am Anfang ist man nervös wenn man einen Fisch fängt, unabhängig von der Grösse und macht sicherlich auch Fehler. Danach habe ich aber jedesmal wenn ich Fischkontakt hatte, mein Verhalten reflektiert um einen respektvollen Umgang mit dem Fisch zu haben.
Am Sonntag vor einer Woche konnte ich dann meine erste Forelle nach Hause nehmen, 30 cm gross. Im Drill hat sie sich natürlich angefühlt als wäre der Fisch 1 Meter lang

Ich habe den Fisch nach Hause genommen, ausgenommen und zubereitet.
Für mich ein absolutes Highlight und eines der schönsten Erlebnisse in den letzten Jahren... Gerade Heute, in einer digitalisierten und schnelllebigen Zeit, in der nur noch zum Konsum animiert wird.
Ansonsten habe ich viele Tiere gesehen, die ich sonst wohl nicht zu Gesicht bekommen hätte. Einen Biber an der Aare und ein Dachs, der sich in einem grösserem, alten Abwasserzufluss (oder was auch imer das ist)in die Dünnern niedergelassen hat.
Der Text wird sicher etliche Fehler haben, jedoch wollte ich gerne meine Eindrücke oder die Eindrücke eines Anfängers/Wiedereinsteigers mit euch teilen.
Grüsse Patrick
