Hallo GarrickGarrick hat geschrieben:Der Bündner Alpenrhein 5 Jahre ohne Sunk und Schwall würde zum Paradies für Fische!
Weder die Regenbogen noch die Fischer habe da ein Einfluss über den Bestand an einheimischen und bedrohten Fischarten.
Die sich langsam verabschiedenden und bedrohten Kleinfische auf die Forellen auch nicht. Es hat einfach fast keine Nahrung im Rhein
Nach meiner Schätzung stabilisiert sich der Bestand an Strömern in den letzten Jahren. Auf sehr tiefen Niveau.
Hier ein Link dazu. Studiere mal den Schwarm. Gab es schon viele Jahre nicht mehr.
Ich behaupte dass beim Besatz mit Nasen sich dort auch diese zurzeit halten könnten. Aber sicher nur sehr beschränkt auf diesen Rheinabschnitt begrenzt.
http://www.fv-chur.ch/index.php?page=174
Gruss Garrick
Das Stauwehr schadet den Beständen sicher, das wird sich aber in den nächsten Jahren nicht ändern. Bin auch der Meinung, dass das der Schwall-Sunk massiv den Fischen schadet.
Nasen einzusetzten macht wirklich keinen Sinn, da die heimische Art in Graubünden ausgestorben sein muss.
Über die Groppen weiss ich nicht viel, aber vor drei Jahren hatte ich meine letzte gefangen (zuvor war es immer mal wieder eine). Da ich auch von anderen Fischern nicht mehr höre, dass sie Groppen fangen, nehme ich an, sie werden innert den nächsten Jahren aussterben.
Strömer habe ich schon an verschiedenen Stellen am Alpenrhein gefangen. Einerseits bei Zizers, andererseits mehrere (offenbar ein Scharm) unter der (ex-)untersten Schwelle der Landquart (Einfluss zum Rhein).
Vor zwei Jahren habe ich ausserdem einen Schwarm von ziemlich genau 70 Fischen im Flachwasser bei der grossen Insel mit den Bäumen bei Landquart gesehen. Sie leben also nicht nur bei Friewies, aber vielleicht ist das ihr letzter Laichplatz.
Auf jeden Fall sind wir uns in zwei Punkten nicht einig.
Erstens bin ich ganz klar der Meinung, dass Fischer auch einen Einfluss auf die bedrohten Fischarten haben. Wenn man die letzten Groppen und Strömer, wenn auch unfreiwillig, fängt, ist die Chance gross, dass sie dadurch sterben, auch wenn man sie zurücksetzt.
Zweitens bin ich klar der Meinung, dass wenn es mehr kleine Fische am Rhein gäbe, sich die Forellen von denen auch ernähren würden. Von älteren Fischern habe ich schon öfters gehört, dass wenn sie früher grosse Forellen fingen, diese oft Groppen oder Strömer gefressen hatten. Dass kleine Fische den grossen Räubern als Nahrung dienen ist für mich logisch.
Was ich nicht beurteilen kann, ist ob man Strömer und Groppen überhaupt züchten könnte und ob diese sich dadurch am Rhein halten könnten. Für mich ist auf jeden Fall klar, dass man vor einer ähnlichen Situation wie 1983 bei den Rheinlanken steht. Dass die Kormorane seit diesem Jahr erstmals auch noch am Rhein sind, lässt nichts Gutes für Strömer und Co vermuten.
http://www.bafu.admin.ch/publikationen/ ... ml?lang=de
http://www.naturschutz.landbw.de/servlet/is/67755/

