Spinnrute für Seeforellen

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GavainamSee

Spinnrute für Seeforellen

Beitrag von GavainamSee »

Guten Abend,

Ich bin ein ziemliche Anfänger was das Angeln angeht und daher dachte ich, dass ich hier am besten mal nach Frage. Nun warum eine neue Rute? Ich war heute mit meinem Kumpel fischen am Greyerzersee und hatte einen Biss einer ca. 60cm gorssen Forelle auf eine eher kleinere Rute mit einem Löffel. Mein Kumpel war mit dem Käscher schon bereit, als die Schnur der Rute riss (zu klein für solche Fische). Das war natürlich ein enormer Rückschlag. :(

Nun will ich mir eine Rute holen, welche für das Fischen auf Seeforellen vom Ufer perfekt ist. Meine Preisvorstellung liegt bei ca. 200.- inklusive Rolle. Was empfehlt ihr mir? :)

Luc
masticore

Re: Spinnrute für Seeforellen

Beitrag von masticore »

Ich habe mir Anfangs Jahr diese hier gekauft: http://www.fishspirit.ch/de/favorite-va ... -662l.html
Bin vollkommen zufrieden damit, für den kleinen Preis sicher eine super Rute! Gibt es auch noch in 2.40m mit 12-35g.

Dazu ne Rolle in der Grösse 2500 oder 3000, am besten mit Ersatzspule. Dann kannst du auf einer ein Mono aufspulen für die Tage mit Minustemperaturen, und auf die andere eine Geflochtene.

Diese Rolle wäre sicher gut, auch wenn sie dein Budget knapp sprengt: http://www.fishspirit.ch/de/daiwa/1908- ... 500-a.html
Habe die 2000er Version seit kurzem, und bis jetzt hat sie sich bewährt. War aber noch nicht so oft am Wasser

gruss
Izaak Walton

Re: Spinnrute für Seeforellen

Beitrag von Izaak Walton »

hallo Luc
natürlich kann dir jeder seeforellenfischer seine meinung schreiben was die beste rute ist aber
GavainamSee hat geschrieben:Nun warum eine neue Rute?
das frage ich mich ehrlich gesagt auch, was kann denn die rute hier dafür? das verstehe ich nicht

hatte einen Biss einer ca. 60cm gorssen Forelle auf eine eher kleinere Rute
wow, bei mir hat noch nie ein fisch auf die rute gebissen :lol:
Kumpel war mit dem Käscher schon bereit, als die Schnur der Rute riss (zu klein für solche Fische)
ok, spass bei seite
also die schnur war zu schwach oder beschädigt und die bremse der rolle war wahrscheinlich gar nicht richtig eingestellt (einfach zu fest zugedreht) vermute ich mal "vom schiff aus"
.... da hätte dir aber eine bessere rute auch nicht geholfen, oder ?! was sollte die denn retten?
meinst du nicht?
ich würde es zuerst mal mit anständiger schnur probieren und unbedingt die rollenbremse auf die tragkraft einstellen
(allerhöchstens, und nicht mehr) dass die richtig auslöst! sonst reissts ...
ab und zu sollte man zuvorderst auch ein stück von der schnur abschneiden, damit man unverwitterte/unausgefranste/ unbeschädigte schnur zum knoten hat, es sollten keine windknoten in der schnur sein und beim knoten zuziehen darf man sie nicht "verbrennen" (gut zu sehen am "kräuseln" vor dem knoten) immer nur nass zuziehen die knoten (viel spucke)
und beim drillen ist geduld gefragt bei grossen fischen .. dass man im rahmen der tragkraft der schnur bleibt - die ist begrenzt, das liegt in der natur der sache - nicht den fisch "rausmurksen" wollen ...
gonefishing

Re: Spinnrute für Seeforellen

Beitrag von gonefishing »

Ich stimme Izaak Walton voll zu, wenn die Schnur reisst ist das kein Problem der Rute sondern einer zu harten Bremseinstellung oder einer schadhaften Schnur.
Dass die Schnur beim Seeforellenfischen reisst ist ohnehin sehr ungewöhnlich, meist schlitzt der Fisch aus lange bevor die Schnur reisst (wobei dieses 'Ausschlitzen' verharmlost dass es der Forelle das halbe Maul zerfetzt).
Die Forelle war daher wohl aussergewöhnlich gut gehakt und durch deine zu 'kleine' (zu weiche?) Rute hast du sie überhaupt bis zum Kescher gebracht und die Schnur ist nicht schon vorher gerissen.

Stellt sich die Frage was du mit zu 'kleine' Rute meinst, zu kurz oder zu weich?
Die Länge der Rute ist Geschmackssache und eine Frage der Fischereimethode. Mit einer kürzeren Rute (ca. 2.4m) lassen sich Kunstköder besser twitchen, mit einer längeren Rute (ca. 3.0m) kann man tendenziell etwas weiter werfen und hat im Drill mehr Kontrolle.
Bei der Aktion der Rute verwenden meiner Meinung nach viele im Hinblick auf irgendwelche Monsterforellen viel zu harte Ruten was zum 'Ausschlitzen' vieler Fische führt. Ich verwende daher eine eher weiche Rute bzw. eine Rute mit sensiblen Spitz.
Grundsätzlich musst du zwischen Wurfgewicht und der Aktion der Rute unterscheiden. Das Wurfgewicht wählst du entsprechend der Köder die du werfen willst und die Aktion möglichst sensibel (aber nicht schwabbelig). Einerseits soll die Rute die Schläge im Drill weich abfedern, andererseits musst du beim Fischen noch maximale Kontrolle über den Köder haben und den Köder spüren.

Bei Bremseinstellung / Schnur habe ich die Bremse sehr weit offen, gerade so dass sie beim Twitchen noch nicht anspricht, bzw. bei einem sehr harten Twitch schon. Demensprechend reicht mir eine Schnur von ca. 5kg Tragkraft, ich fische 15er Geflochtene mit einem 3.5m Fighter Vorfach (Fighter ist eine sehr weiche / dehnbare Mono, wodurch nochmals eine abfedernde Wirkung entsteht).
Trotz der relativ feinen Schnur hat mir noch nie eine Seeforelle die Schnur abgerissen.
GavainamSee

Re: Spinnrute für Seeforellen

Beitrag von GavainamSee »

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten, habe mir alles mal durchgelesen und ich sehe meine Fehler ein. Wie gesagt bin ein ziemlicher Anfänger und hatte die Bremse wahrscheinlich wirklich zu fest eingestellt. Aber naja, Fehler macht man ja um daraus zu lernen. :) Ich werde mir wahrscheinlich trotzdem eine neue Rute holen, da ich bisher noch keine wirklich gute habe. Mit der alten werde ich jedoch trotzdem noch weiterfischen, versuche dabei natürlich alle Fehlerquellen auszuschalten. :)

Gruss
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Mötti
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Re: Spinnrute für Seeforellen

Beitrag von Mötti »

Hoi Luc,

ich habe letztes Jahr mit dem Fischen begonnen und mir nach etwas Beratung hier im Forum eine Allround-Combo zugelegt welche (ohne Schnur) etwa Deinem Budget entspricht. Von der irrigen Meinung mit dieser Combo so gut wie alles abdecken zu können musste ich mich bald verabschieden und durfte dafür weitere Ruten und Rollen begrüssen. Aber vermutlich ist die Combo für SeeFo gar nicht schlecht geeignet. Ich schreibe vermutlich, da es mir an Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten mangelt. So hatte ich noch nie Dein Glück eines SeeFo Bisses, aber auch nicht Dein Pech des Abriss. Das die Schnur nicht unwesentlich ist, wurde Dir ja bereits gesagt. Darum fange ich gleich mal dort an.
Ich fische mit Storft FC1 Vorfach der Stärke 6.4kg, welches ich an einen Ende mittels verbessertem Clinch Knoten an einen Snap mit genügend Tragkraft (z.B. Ever Green Wide Snap 2) binde und am anderen Ende mittels verbessertem Albright-Knoten an die Hauptschnur knüpfe. Zuerst hatte ich es mit einem Rio FC Vorfach versucht, welches sich aber beim ersten Wurf mitsamt eines teuren LC Wander Wobblers (inkl. ausgetauschten Haken die nicht so schnell aufbiegen) davon machte. Ich glaube ich hatte den Knoten gut gemacht und habe daher die Marke gewechselt. Zum Thema Kräfte die auf den Knoten wirken ist auch der Beitrag von Mattu unter viewtopic.php?f=121&t=18336&p=224740#p224740 welcher sehr lange Vorfächer macht interessant. Als Hauptschnur verwende ich eine teure geflochtene (Toray Sea Bass 8x PE) in Stärke 18lb.
Bei der Rolle verwende ich eine Daiwa Lexa in Grösse 2500. Die würde ich zwar empfehlen, weil ich sie gut finde. Aber in der Zwichenzeit gibt es die neue Daiwa Freams, welche nicht viel mehr kostet, bessere Technologie drin hat und mit einer Ersatzspule daher kommt. Die kostet nicht viel mehr und ist auch für etwas weniger als im bereits geposteten Link erhältlich. Vermutlich würde ich heute diese Rolle kaufen.
Als Rute verwende ich eine Daiwa Lexa Spin, 10 -30g WG, 2.40m. Das Wurfgewicht ist wohl etwas höher, zumindest macht sie nicht den Eindruck bei 30g überfordert zu sein.
Da Du Anfänger bist noch einen ungefragen Tipp. Kauf Dir für Deine neue Combo ein gutes Futteral und eine Rollentasche. Wäre doch schade, wenn sie vorzeitig ersetzt werden müsste.

Gruss
Mötti
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