JDM
- Mötti
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JDM
Konnichiwa!
Ich will mal mein Halbwissen, mein Unwissen, aus dem Internet zusammengeklaubtes und gehörtes zu JDM hier zum Besten geben. Berichtigungen und Ergänzungen sind herzlichst willkommen.
Was ist JDM?
Das ist eine Abkürzung für Japanese Domestic Market und kam ursprünglich aus der Autoindustrie. Sie stand für Ausstattungsvarianten von Fahrzeugen die für den japanischen Markt gemacht sind. In der Zwischenzeit hat sich der Begriff auch in anderen Industriebereichen durchgesetzt und steht auch z.B. für Rollen die für den japanischen Markt gedacht sind. Analog von diesem gibt es auch EDM (European Domestic Market) und andre xDM.
Ist eine JDM Rolle etwas Besseres als eine andere Rolle?
Sofern stimmt, dass für das Ausland schlechtere Materialen als für den Heimmarkt verbaut werden, dann ganz klar ja. Hier wäre interessant zu wissen wie man herausbekommt, ob dies bei einem bestimmten Modell überhaupt der Fall ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies immer der Fall ist. Und wenn doch: Wie gross ist der Unterschied? Entspricht das JDM Modell einem hiesigen Modell das einen Zehntel, einen Viertel oder die Hälfte mehr kostet? Wieviel wertiger ist das JDM Modell?
Ist jede JDM Rolle „Made in Japan“?
Nein. Beispiel: Ich habe für meine Kinder je eine Daiwa Underspin 80 (2014) bei Axia Sports gekauft. Diese wird soweit ich gesehen habe nur für Japan in roter Farbe hergestellt und ist Made in China. Dass sie wertiger ist als die goldene Variante der Amis, oder die anthrazitfarbene bei uns glaube ich hingegen nicht. Ich denke nur der Lack ist anders.
Ist eine EDM Rolle eine auf die Bedürfnisse des europäischen Konsumenten abgestimmte Rolle?
Sofern es sich um eine Rolle handelt die nur in Europa angeboten wird, so wäre dies durchaus möglich. Dann wäre die Strategie dahinter diese so besser an den Kunden bringen zu können. Ein Beispiel wäre da die Daiwa Infinity Q 3000A (Made in Japan) 2015. Interessant finde ich da, dass sie von den technischen Spezifikationen her etwas schlechter zu sein scheint, als in Europa erhältliche „Made in Japan“ Daiwa Rollen der gleichen Preisklasse. Ich habe die Rolle selber nicht und kann da nichts weiter dazu sagen, aber rein auf dem Papier scheint es da eine Differenz zu geben.
Dann gibt es aber auch Rollen die nicht nur für Europa, sondern auch für mehrere Kontinente aber nicht für Japan gebaut werden. So z.B. die Daiwa Lexa 2500 (Made in China). Eine solche habe ich an meiner Allround-Combo und bin mit ihr sehr zufrieden, würde bei der gegenwärtigen Produktepalette aber vielleicht mich für die neue Daiwa Freams 2500 entscheiden (wird wohl auch in China gemacht, hat aber eine für den Preis erstaunliche Ausstattung).
Bei all diesen Rollen die nicht in Japan in den Regalen stehen, stellt sich die Frage mit was sie sich vergleichen lassen. Sind nicht zumindest die Grundkomponenten von japanischen Modellen entlehnt?
Ist meine Rolle ein JDM Modell?
Da dies wohl nicht in Rolle eingeprägt wird, ist die Frage nicht ganz einfach zu beantworten. Zuerst mal: Ist es überhaupt die eine Rolle des Herstellers der drauf steht? Die Chinesen fälschen mit erstaunlichem Geschick ja nicht nur Uhren sondern so gut wie alles das ein paar Franken Wert hat. Daher wohl sicher auch Rollen. Wenn man sie bereits etwas im Einsatz hat und sie in etwa den Erwartungen entspricht, dann kann man vermutlich davon ausgehen. Dass man es der Rolle rein äusserlich ansieht wenn sie gefälscht sind glaube ich nicht. Beim „trocken“ ausprobieren würde man es bei den teuren Rollen vermutlich merken, sicher bin ich da aber nicht. Aber gehen wir mal davon aus, ja es ist eine Rolle vom Hersteller der auch drauf steht. Was nun?
Da wäre mal ein Ansatz sich zu fragen wo man es gekauft hat. Beispiel: Meine Egli-Combo hat eine Daiwa Luvias 2506 (oder Rubiasu auf japanisch) 2012 dran. Rute und Rolle habe ich bei Mickeys Tackle gekauft. Ist ein toller Typ und ich empfehle ihn gerne. Soweit ich weiss, hat er zumindest zum Teil auch JDM Modelle. Daher wäre es möglich das meine Luvias eines ist, sicher bin ich aber nicht. Made in Japan steht drauf, muss aber nicht gleich JDM sein. Habe auch schon raunen gehört, dass die Luvias zwar eine sehr gute Rolle sei, aber aufgrund ihres Preises kaum in Japan gefertigt worden sein könne. Ich kann das nicht beurteilen und kenne auch die rechtliche Lage nicht. Wieviel muss den in Japan gefertigt sein und/oder in Japan zusammengesetzt worden sein, dass man Made in Japan drauf schreiben darf?
Nun gibt es auch bestimmte Modell-Grössen die in Europa (oder zumindest in einem bestimmten Land in Europa) nicht angeboten werden, in Japan aber schon.
Beispiel ist die Daiwa Certate 3012 (ohne H am Schluss) 2013. Ich habe sie nicht, aber gefallen würde sie mir sehr. Bei uns gibt es nur die höher übersetzte 3012H. Daher könnte eine solche Rolle ein JDM Modell sein. Könnte, denn das Modell wird in dieser Übersetzung nicht ausschliesslich in Japan angeboten.
Kauft man JDM Rollen in Japan?
Das kann man, aber es gibt da ein paar Sachen zu wissen. Bei all diesen Anbietern im WWW gibt es sicherlich auch ein paar schwarze Schafe. Daher sollte man sich gut überlegen, wo man das machen will. Gute Erfahrungen habe ich mit Plat gemacht. Dort habe ich mal ein RCS Spule gekauft. Aber Plat ist teuer. Eventuell wäre Digitaka! einen Versuch wert, ich habe aber keine Erfahrungen mit dem Anbieter. Seine Preisgestaltung ist attraktiv und Versandspesen gibt es keine.
Auch sollte man die Versandspesen und den Zoll nicht vergessen. Die Versandkosten werden bei der Einfuhr auf den Warenwert geschlagen, erst dann wird Einfuhrsteuer berechnet. Sofern man unter etwa 65 CHF ist wird nichts fällig, aber wenn es drüber ist schenkt es ein. Der Ansatz ist überigens höher als z.B. bei Einfuhren aus Deutschland.
Dann gibt es noch die Sache mit der Garantie oder Reparatur zu bedenken. Will ich die Rolle (zu meinen Kosten) nach Japan senden? Der Weg zurück wäre wohl nochmals kostenpflichtig.
Und zu guter Letzt gibt es da noch so Sachen wie die Wartung. Angenommen ich kaufe mir eine Daiwa Certate in Japan. Ich habe Empfehlungen gelesen seine Rollen jährlich mit etwas Nähmaschinenöl zu pflegen. Quick and easy, selbst ist der Mann. Gemacht habe ich das noch nie, habe meine Rollen auch noch kein Jahr. Nun, das Vorgehen wäre bei der Certate aber wohl nicht sehr schlau. Die hat magnetisches Öl drin (MAG SEAL) und das bekomme ich als Privatperson wohl nicht von Daiwa. Ergo müsste ich meine Rolle jährlich nach Japan senden?
Nun gut, Schluss für heute. Muss noch nach meinen Tauwürmern sehen. Nein, keine JDM Modelle, das sind mit 100%er Sicherheit SDM. Habe sie mit Fleiss und Rückenschmerzen selbst gefangen. Und wenn ich ihnen gut zu ihnen schaue bringen sie mir vielleicht bald mal meine erste Trüsche. Wäre langsam Zeit, den Spruch meiner Frau von wegen ich sei kein Fischer sondern ein Würmer will ich nicht mehr hören.
Oyasumi-nasai
Mötti
Ich will mal mein Halbwissen, mein Unwissen, aus dem Internet zusammengeklaubtes und gehörtes zu JDM hier zum Besten geben. Berichtigungen und Ergänzungen sind herzlichst willkommen.
Was ist JDM?
Das ist eine Abkürzung für Japanese Domestic Market und kam ursprünglich aus der Autoindustrie. Sie stand für Ausstattungsvarianten von Fahrzeugen die für den japanischen Markt gemacht sind. In der Zwischenzeit hat sich der Begriff auch in anderen Industriebereichen durchgesetzt und steht auch z.B. für Rollen die für den japanischen Markt gedacht sind. Analog von diesem gibt es auch EDM (European Domestic Market) und andre xDM.
Ist eine JDM Rolle etwas Besseres als eine andere Rolle?
Sofern stimmt, dass für das Ausland schlechtere Materialen als für den Heimmarkt verbaut werden, dann ganz klar ja. Hier wäre interessant zu wissen wie man herausbekommt, ob dies bei einem bestimmten Modell überhaupt der Fall ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies immer der Fall ist. Und wenn doch: Wie gross ist der Unterschied? Entspricht das JDM Modell einem hiesigen Modell das einen Zehntel, einen Viertel oder die Hälfte mehr kostet? Wieviel wertiger ist das JDM Modell?
Ist jede JDM Rolle „Made in Japan“?
Nein. Beispiel: Ich habe für meine Kinder je eine Daiwa Underspin 80 (2014) bei Axia Sports gekauft. Diese wird soweit ich gesehen habe nur für Japan in roter Farbe hergestellt und ist Made in China. Dass sie wertiger ist als die goldene Variante der Amis, oder die anthrazitfarbene bei uns glaube ich hingegen nicht. Ich denke nur der Lack ist anders.
Ist eine EDM Rolle eine auf die Bedürfnisse des europäischen Konsumenten abgestimmte Rolle?
Sofern es sich um eine Rolle handelt die nur in Europa angeboten wird, so wäre dies durchaus möglich. Dann wäre die Strategie dahinter diese so besser an den Kunden bringen zu können. Ein Beispiel wäre da die Daiwa Infinity Q 3000A (Made in Japan) 2015. Interessant finde ich da, dass sie von den technischen Spezifikationen her etwas schlechter zu sein scheint, als in Europa erhältliche „Made in Japan“ Daiwa Rollen der gleichen Preisklasse. Ich habe die Rolle selber nicht und kann da nichts weiter dazu sagen, aber rein auf dem Papier scheint es da eine Differenz zu geben.
Dann gibt es aber auch Rollen die nicht nur für Europa, sondern auch für mehrere Kontinente aber nicht für Japan gebaut werden. So z.B. die Daiwa Lexa 2500 (Made in China). Eine solche habe ich an meiner Allround-Combo und bin mit ihr sehr zufrieden, würde bei der gegenwärtigen Produktepalette aber vielleicht mich für die neue Daiwa Freams 2500 entscheiden (wird wohl auch in China gemacht, hat aber eine für den Preis erstaunliche Ausstattung).
Bei all diesen Rollen die nicht in Japan in den Regalen stehen, stellt sich die Frage mit was sie sich vergleichen lassen. Sind nicht zumindest die Grundkomponenten von japanischen Modellen entlehnt?
Ist meine Rolle ein JDM Modell?
Da dies wohl nicht in Rolle eingeprägt wird, ist die Frage nicht ganz einfach zu beantworten. Zuerst mal: Ist es überhaupt die eine Rolle des Herstellers der drauf steht? Die Chinesen fälschen mit erstaunlichem Geschick ja nicht nur Uhren sondern so gut wie alles das ein paar Franken Wert hat. Daher wohl sicher auch Rollen. Wenn man sie bereits etwas im Einsatz hat und sie in etwa den Erwartungen entspricht, dann kann man vermutlich davon ausgehen. Dass man es der Rolle rein äusserlich ansieht wenn sie gefälscht sind glaube ich nicht. Beim „trocken“ ausprobieren würde man es bei den teuren Rollen vermutlich merken, sicher bin ich da aber nicht. Aber gehen wir mal davon aus, ja es ist eine Rolle vom Hersteller der auch drauf steht. Was nun?
Da wäre mal ein Ansatz sich zu fragen wo man es gekauft hat. Beispiel: Meine Egli-Combo hat eine Daiwa Luvias 2506 (oder Rubiasu auf japanisch) 2012 dran. Rute und Rolle habe ich bei Mickeys Tackle gekauft. Ist ein toller Typ und ich empfehle ihn gerne. Soweit ich weiss, hat er zumindest zum Teil auch JDM Modelle. Daher wäre es möglich das meine Luvias eines ist, sicher bin ich aber nicht. Made in Japan steht drauf, muss aber nicht gleich JDM sein. Habe auch schon raunen gehört, dass die Luvias zwar eine sehr gute Rolle sei, aber aufgrund ihres Preises kaum in Japan gefertigt worden sein könne. Ich kann das nicht beurteilen und kenne auch die rechtliche Lage nicht. Wieviel muss den in Japan gefertigt sein und/oder in Japan zusammengesetzt worden sein, dass man Made in Japan drauf schreiben darf?
Nun gibt es auch bestimmte Modell-Grössen die in Europa (oder zumindest in einem bestimmten Land in Europa) nicht angeboten werden, in Japan aber schon.
Beispiel ist die Daiwa Certate 3012 (ohne H am Schluss) 2013. Ich habe sie nicht, aber gefallen würde sie mir sehr. Bei uns gibt es nur die höher übersetzte 3012H. Daher könnte eine solche Rolle ein JDM Modell sein. Könnte, denn das Modell wird in dieser Übersetzung nicht ausschliesslich in Japan angeboten.
Kauft man JDM Rollen in Japan?
Das kann man, aber es gibt da ein paar Sachen zu wissen. Bei all diesen Anbietern im WWW gibt es sicherlich auch ein paar schwarze Schafe. Daher sollte man sich gut überlegen, wo man das machen will. Gute Erfahrungen habe ich mit Plat gemacht. Dort habe ich mal ein RCS Spule gekauft. Aber Plat ist teuer. Eventuell wäre Digitaka! einen Versuch wert, ich habe aber keine Erfahrungen mit dem Anbieter. Seine Preisgestaltung ist attraktiv und Versandspesen gibt es keine.
Auch sollte man die Versandspesen und den Zoll nicht vergessen. Die Versandkosten werden bei der Einfuhr auf den Warenwert geschlagen, erst dann wird Einfuhrsteuer berechnet. Sofern man unter etwa 65 CHF ist wird nichts fällig, aber wenn es drüber ist schenkt es ein. Der Ansatz ist überigens höher als z.B. bei Einfuhren aus Deutschland.
Dann gibt es noch die Sache mit der Garantie oder Reparatur zu bedenken. Will ich die Rolle (zu meinen Kosten) nach Japan senden? Der Weg zurück wäre wohl nochmals kostenpflichtig.
Und zu guter Letzt gibt es da noch so Sachen wie die Wartung. Angenommen ich kaufe mir eine Daiwa Certate in Japan. Ich habe Empfehlungen gelesen seine Rollen jährlich mit etwas Nähmaschinenöl zu pflegen. Quick and easy, selbst ist der Mann. Gemacht habe ich das noch nie, habe meine Rollen auch noch kein Jahr. Nun, das Vorgehen wäre bei der Certate aber wohl nicht sehr schlau. Die hat magnetisches Öl drin (MAG SEAL) und das bekomme ich als Privatperson wohl nicht von Daiwa. Ergo müsste ich meine Rolle jährlich nach Japan senden?
Nun gut, Schluss für heute. Muss noch nach meinen Tauwürmern sehen. Nein, keine JDM Modelle, das sind mit 100%er Sicherheit SDM. Habe sie mit Fleiss und Rückenschmerzen selbst gefangen. Und wenn ich ihnen gut zu ihnen schaue bringen sie mir vielleicht bald mal meine erste Trüsche. Wäre langsam Zeit, den Spruch meiner Frau von wegen ich sei kein Fischer sondern ein Würmer will ich nicht mehr hören.
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Mötti
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Re: JDM
Hoi zämme
Habe gestern die Daiwa Exist und die Daiwa Freams auf der japanischen und der deutschen Daiwa Homepage verglichen. Vollkommen andere Bremse...
Gruss
Mötti
Habe gestern die Daiwa Exist und die Daiwa Freams auf der japanischen und der deutschen Daiwa Homepage verglichen. Vollkommen andere Bremse...
Gruss
Mötti
-
habakuk
Re: JDM
Apropos Mag Seal. Das ist in der Tat so, dass du das nicht selber warten kannst. Du kannst aber die Mag seal lager auch entfernen und gegen normale Kugellager tauschen. Dann ist sie nicht mehr "versiegelt", abseits vom Salzwasser sollte das aber kein Problem sein. (Garantie erlischt, aber wenn man das ding eh in Japan gekauft hat...
) Schwieriger wirds wie ich gehört habe bei anderen teilen die versiegelt sind (teile vom Body).
Re: JDM
@Mötti,
In Japan gibt es auch bereits die neue Exist, in Europa dürfte man noch das alte Modell erhalten.
Die Luvias kommen doch alle aus Japan, jedenfalls die, die ich bis jetzt in den Händen hatte. Jedoch bin ich der Meinung das der Aufpreis von der Caldia (JDM Version / Made in China) nicht gerechtfertigt ist, aber das muss jeder selber für sich entscheiden. Wobei der Aufpreis gerade in Japan natürlich mit ca. 50.- sehr gering ist.
In Japan gibt es auch bereits die neue Exist, in Europa dürfte man noch das alte Modell erhalten.
Die Luvias kommen doch alle aus Japan, jedenfalls die, die ich bis jetzt in den Händen hatte. Jedoch bin ich der Meinung das der Aufpreis von der Caldia (JDM Version / Made in China) nicht gerechtfertigt ist, aber das muss jeder selber für sich entscheiden. Wobei der Aufpreis gerade in Japan natürlich mit ca. 50.- sehr gering ist.
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Re: JDM
@Dural
Bei Germantackle gibt es die 2015 Exist schon. Aber eben mit UTD und nicht mit ATD wie auf der Daiwa Japan Homepage. Das wäre eine Bremse die sich selber korrigiert um Schnurbruch zu vermeiden.
Auf der Luvias steht Made in Japan
Die Frage die sich hier mein Gesprächspartner stellte war wieviel Japan wirklich drin ist.
Gruss
Mötti
Bei Germantackle gibt es die 2015 Exist schon. Aber eben mit UTD und nicht mit ATD wie auf der Daiwa Japan Homepage. Das wäre eine Bremse die sich selber korrigiert um Schnurbruch zu vermeiden.
Auf der Luvias steht Made in Japan
Die Frage die sich hier mein Gesprächspartner stellte war wieviel Japan wirklich drin ist.
Gruss
Mötti
Re: JDM
hmm auf der Deutschen Daiwa Seite ist die Neue aber nicht gelistet:
http://www.daiwa.de/dw/de/produkte_1/ro ... rdrows2=10
http://www.daiwa.de/dw/de/produkte_1/ro ... rdrows2=10
- Horst Schlümmer
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Re: JDM
Ich habe die neue Exist schon seit 4 Wochen im Einsatz. Sehr geile Rolle!! Kann ich euch vorbehaltlos zum Kauf empfehlen!
MfG
Chris
born to fish - forced to work
"My biggest worry is that my wife (when I'm dead) will sell my fishing gear for what I said I paid for it."
Chris
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Re: JDM
Der Deutsche Daiwa-Katalog 2015 ist im Dezember 2014 rausgekommen (Download HIER). Die Daiwa Exist 2015 ist erst im Januar rausgekommen, oder? Das würde wohl erklären, warum die erst im Deutschen Daiwa 2016er erscheinen wird?
Bei Plat kann man ein Japanisches Daiwa 2015 & Shimano 2015 Katalogset kaufen. Versand nur alleine möglich, nicht mit anderen Sachen zusammen. Falls jemand Fragen zu Tackle in diesen Katalogen hat: ich habe das Set von 2014 und 2015. Da ist ist mehr als doppelt soviel drin im Vergleich zum Deutschen Daiwa-Katalog. Viel geiles Zeug! Das Problem ist halt nur die Sprache. Sehr kompliziert
(Das Katalog-Set kostet incl. Versand um 25-28 Stutz, falls ichs richtig in Erinnerung habe)
Das Produktionsland hat meiner Meinung nach nicht so viel mit dem zu bedienenden Markt zu tun, sondern mit dem Preissegment. Daiwa produziert in Japan, Thailand und China. Die Rollen aus China und Thailand sind eher unteres/mittleres Preissegment und die aus Japan sind halt die teureren, präziser/aufwendiger gefertigten Modelle.

Die Luvias ist meiner Meinung nach ein internationales Modell. Die Japaner haben bei Rollen halt viel mehr Freude an Doppelkurbeln, anderem Kurbelknauf, Kampfbremse (?) und hohen Übersetzungen. Deshalb haben sie viel mehr Modelle (bzw. Varianten) als die Deutschen.
Manche Rollen werden unter verschiedenen Namen vertrieben, sind aber äusserlich gleich. Hab aber nur grad ein Beispiel zur Hand:
Daiwa Catalina: http://www.plat.co.jp/shop/catalog/defa ... alina.html
Daiwa Isla für den Amerikanischen Markt: http://www.tackledirect.com/daiwa-isla- ... reels.html
Die Daiwa Isla (dasselbe wie Catalina) hat einen anderen Kurbelknauf und ist 601g schwer. Die Catalina ist 590g schwer beim 5000H-Modell. Aber was sonst noch anders ist, weiss ich nicht. Im Deutschen 2015er Katalog ist die Catalina nicht mehr drin. Im 2014 war sie drin mit dem Namen Catalina.
Bei Plat kann man ein Japanisches Daiwa 2015 & Shimano 2015 Katalogset kaufen. Versand nur alleine möglich, nicht mit anderen Sachen zusammen. Falls jemand Fragen zu Tackle in diesen Katalogen hat: ich habe das Set von 2014 und 2015. Da ist ist mehr als doppelt soviel drin im Vergleich zum Deutschen Daiwa-Katalog. Viel geiles Zeug! Das Problem ist halt nur die Sprache. Sehr kompliziert
Das Produktionsland hat meiner Meinung nach nicht so viel mit dem zu bedienenden Markt zu tun, sondern mit dem Preissegment. Daiwa produziert in Japan, Thailand und China. Die Rollen aus China und Thailand sind eher unteres/mittleres Preissegment und die aus Japan sind halt die teureren, präziser/aufwendiger gefertigten Modelle.

Die Luvias ist meiner Meinung nach ein internationales Modell. Die Japaner haben bei Rollen halt viel mehr Freude an Doppelkurbeln, anderem Kurbelknauf, Kampfbremse (?) und hohen Übersetzungen. Deshalb haben sie viel mehr Modelle (bzw. Varianten) als die Deutschen.
Manche Rollen werden unter verschiedenen Namen vertrieben, sind aber äusserlich gleich. Hab aber nur grad ein Beispiel zur Hand:
Daiwa Catalina: http://www.plat.co.jp/shop/catalog/defa ... alina.html
Daiwa Isla für den Amerikanischen Markt: http://www.tackledirect.com/daiwa-isla- ... reels.html
Die Daiwa Isla (dasselbe wie Catalina) hat einen anderen Kurbelknauf und ist 601g schwer. Die Catalina ist 590g schwer beim 5000H-Modell. Aber was sonst noch anders ist, weiss ich nicht. Im Deutschen 2015er Katalog ist die Catalina nicht mehr drin. Im 2014 war sie drin mit dem Namen Catalina.
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante
Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren
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- Mötti
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Re: JDM
Das die Exist 2015 eine geile Rolle ist glaube ich gerne und ich will sie mit nichten jemanden madig machen. Auch das mit den Katalogen mag so sein.
Aber die Exist 2015 wurde absichtlich zeitgleich in Japan und in Europa auf den Markt gebracht (http://www.blinker.de/aktuell/branche_u ... ectID=9763). Da macht es mich schon stutzig, dass das Flaggschiff nur in Japan mit der neuen Bremstechnologie bestückt ist. Die Erklärung von wegen der japanischen Vorliebe für Kampfbremsen greift hier zu kurz. Eine Bremse die sich selber korrigiert wäre doch auch in Europa ein Renner. Wenn ich so überlege, dann kommen mir zwei plausible Gründe in den Sinn:
- Daiwa will ausserhalb von Europa zwei mal mit "der neuen" Exist den Reibach machen. Zuerst mit der aktuellen Version und nächstes Jahr mit der neuen Bremse. Im Sinne von nicht alle Trümpfe auf ein Mal auspielen.
- Daiwa will das Risiko minimieren, dass die neue Bremse mit Kinderkrankheiten weltweit den Ruf kaputt machen könnte. Daher als Pilotversuch zuerst den Heimmarkt bedienen, wenn nötig noch etwas nachkorrigieren und dann rauss damit in alle Herren Länder. Insbesondere da auch bei der Daiwa Freams 2015 (welche eine ganz andere Käufferschicht abdeckt) das gleiche gemacht wird, von wegen UTD Bremssystem bei uns, ATD in Japan (und in Australien, habe ich gerade erst bemerkt) könnte auf einen grösseren Feldversuch hindeuten.
Gruss
Mötti
Aber die Exist 2015 wurde absichtlich zeitgleich in Japan und in Europa auf den Markt gebracht (http://www.blinker.de/aktuell/branche_u ... ectID=9763). Da macht es mich schon stutzig, dass das Flaggschiff nur in Japan mit der neuen Bremstechnologie bestückt ist. Die Erklärung von wegen der japanischen Vorliebe für Kampfbremsen greift hier zu kurz. Eine Bremse die sich selber korrigiert wäre doch auch in Europa ein Renner. Wenn ich so überlege, dann kommen mir zwei plausible Gründe in den Sinn:
- Daiwa will ausserhalb von Europa zwei mal mit "der neuen" Exist den Reibach machen. Zuerst mit der aktuellen Version und nächstes Jahr mit der neuen Bremse. Im Sinne von nicht alle Trümpfe auf ein Mal auspielen.
- Daiwa will das Risiko minimieren, dass die neue Bremse mit Kinderkrankheiten weltweit den Ruf kaputt machen könnte. Daher als Pilotversuch zuerst den Heimmarkt bedienen, wenn nötig noch etwas nachkorrigieren und dann rauss damit in alle Herren Länder. Insbesondere da auch bei der Daiwa Freams 2015 (welche eine ganz andere Käufferschicht abdeckt) das gleiche gemacht wird, von wegen UTD Bremssystem bei uns, ATD in Japan (und in Australien, habe ich gerade erst bemerkt) könnte auf einen grösseren Feldversuch hindeuten.
Gruss
Mötti
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Re: JDM
Ich habe selbst verschiedene "JDM" Rollen, allerdings nicht, weil ich denke das sie eine höhere Qualität besitzen, sondern weil die Art von Rollen hierzulande nicht verkauft werden.
In meinen Augen sind die Modelle bis auf einige kosmetische Änderungen wie der Kurbelknauf bei der Catalina/Isla identisch. Die Rollen kosten ja auch in allen Ländern ungefähr gleich viel.
Man stelle sich vor DAIWA verkauft eine Rolle in Japan und in der USA verkauft sie die Rolle ebenfalls. Macht es nun Sinn eine weitere Produktionslinie mit minderwertigen Komponenten zu eröffnen? Die Einsparungen müssten riesig sein, dass sich das lohnt. Zwar würde das vermutlich lange niemand merken, da die wenigsten Angler (Japaner oder nicht) ihre Rollen öffnen und nachschauen, ob jetzt das wirklich CRBB Kugellager sind, aber falls es rauskommt wäre der Reputationsschaden wohl nicht unerheblich.
Weshalb DAIWA zB die Catalina in Japan in Grössen von 3500 bis 6500 und in anderen Ländern erst ab 4000 und dann in 1000er Schritten, mit und ohne H verkauft ist mir allerdings ein bisschen schleierhaft. VIelleicht wollen sie in diesen Ländern die Saltiga nicht konkurrenzieren, welche als einzige andere Rolle bis 6500 daherkommt, wer weiss?
Was den "Automatic Tournament Drag" betrifft, sollte man sich wohl von DAIWAS Marketingabteilung nicht so leicht um den Finger wickeln lassen.
Sofern man dem Englischen mächtig ist, sei die Seite von Alan Hawk (http://www.alanhawk.com) empfohlen. Keine Ahnung was der gute Herr für ein Background hat, aber von Stationärrollen versteht der eine ganze Menge! Seine Reviews stehen alleine weit vorne in der ganzen Angelwelt, wo die meisten Gerätetests eher Sponsored Stories in Angelzeitschriften, oder "Erfahrungsberichte" der Marke "habe die Rolle ausprobiert und sie ist super!" sind.
Er schreibt in seinem Blog zu der Saltiga 2015 über den ATD:
Mir ist es noch nie passiert das eine intakte Schnur durch den Schlag beim Anbiss gerissen ist, da ich die Bremse nie so stark einstelle, dass das passieren könnte. Hält man sich an die Regel einer Bremskraft von 70% der Schnurstärke, dann ist es ausgeschlossen und bei Mono gibt's das Problem wegen der Schnurdehnung überhaupt nicht.
Da es sich um ein Feature handelt, dass sich sehr schlecht nachprüfen lässt und einen marginalen Einfluss auf die Performance der Rolle hat, würde ich mir deswegen keine Gedanken machen. DAIWA verkauft identische Rollen hier in Europa. Im schlimmsten Fall ist das Bremsfett unterschiedlich, aber das ist vielleicht nicht einmal so.
Das sie es nicht vermarkten könnte letztendlich auch Patentrechtliche Gründe haben, aber das wäre Spekulation.
In meinen Augen sind die Modelle bis auf einige kosmetische Änderungen wie der Kurbelknauf bei der Catalina/Isla identisch. Die Rollen kosten ja auch in allen Ländern ungefähr gleich viel.
Man stelle sich vor DAIWA verkauft eine Rolle in Japan und in der USA verkauft sie die Rolle ebenfalls. Macht es nun Sinn eine weitere Produktionslinie mit minderwertigen Komponenten zu eröffnen? Die Einsparungen müssten riesig sein, dass sich das lohnt. Zwar würde das vermutlich lange niemand merken, da die wenigsten Angler (Japaner oder nicht) ihre Rollen öffnen und nachschauen, ob jetzt das wirklich CRBB Kugellager sind, aber falls es rauskommt wäre der Reputationsschaden wohl nicht unerheblich.
Weshalb DAIWA zB die Catalina in Japan in Grössen von 3500 bis 6500 und in anderen Ländern erst ab 4000 und dann in 1000er Schritten, mit und ohne H verkauft ist mir allerdings ein bisschen schleierhaft. VIelleicht wollen sie in diesen Ländern die Saltiga nicht konkurrenzieren, welche als einzige andere Rolle bis 6500 daherkommt, wer weiss?
Was den "Automatic Tournament Drag" betrifft, sollte man sich wohl von DAIWAS Marketingabteilung nicht so leicht um den Finger wickeln lassen.
Sofern man dem Englischen mächtig ist, sei die Seite von Alan Hawk (http://www.alanhawk.com) empfohlen. Keine Ahnung was der gute Herr für ein Background hat, aber von Stationärrollen versteht der eine ganze Menge! Seine Reviews stehen alleine weit vorne in der ganzen Angelwelt, wo die meisten Gerätetests eher Sponsored Stories in Angelzeitschriften, oder "Erfahrungsberichte" der Marke "habe die Rolle ausprobiert und sie ist super!" sind.
Er schreibt in seinem Blog zu der Saltiga 2015 über den ATD:
Kurz übersetzt: ATD unterscheidet sich vom Ultimate Tournament Drag UTD einzig durch die Art des verwendeten Bremsenfetts. Dieses lässt die Spule am Anfang etwas leichter andrehen, und verhindert theoretischen Schnurbruch durch die im Stillstand höhere Haftreibung der Bremsscheiben, welche dann mit der Bewegung etwas abnimmt (erinnert ihr euch an den Physik-Unterricht?).Then comes the ATD (Automatic Tournament Drag) thing which Daiwa put into the 2015 reels. I've been looking at some of the most hilarious claims made about this ATD for months, and did my best to dispel that rubbish whenever a reader asked me about it. They said it does some sort of auto-strike, adjusts itself magically to the amount of line pulled out, and similar misinformation including claims such as (..) ATD uses a new Type of drag washer material (...) Nope, the drag washers are the exact same ones as in the 2010 Saltiga and Expedition, only in this ATD they replaced the drag grease with a proprietary lube containing slippery solid additives. Without going into a load of redundant technical details, that new lube creates momentary slippage in the drag washers when the spool starts to rotate, then in a fraction of a second the fibres of the washers achieve full contact with the drag discs and functions normally at the pre-set drag pressure.(..) The theory is indeed correct, except that in a fishing reel it's only relevant when fishing very small reels with fine lines.
Mir ist es noch nie passiert das eine intakte Schnur durch den Schlag beim Anbiss gerissen ist, da ich die Bremse nie so stark einstelle, dass das passieren könnte. Hält man sich an die Regel einer Bremskraft von 70% der Schnurstärke, dann ist es ausgeschlossen und bei Mono gibt's das Problem wegen der Schnurdehnung überhaupt nicht.
Da es sich um ein Feature handelt, dass sich sehr schlecht nachprüfen lässt und einen marginalen Einfluss auf die Performance der Rolle hat, würde ich mir deswegen keine Gedanken machen. DAIWA verkauft identische Rollen hier in Europa. Im schlimmsten Fall ist das Bremsfett unterschiedlich, aber das ist vielleicht nicht einmal so.
Das sie es nicht vermarkten könnte letztendlich auch Patentrechtliche Gründe haben, aber das wäre Spekulation.