Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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Beni
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Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Beni » Di 30. Dez 2014, 09:20

Wenn es so weitergeht, wird es irgendwann keine Berufsfischer mehr geben auf dem Bodensee.
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Dural
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Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Dural » Di 30. Dez 2014, 10:52

also der fangertrag ist für so ein grosses gewässer wirklich nicht so berauschent.

vergleicht die statistik mal mit denen aus dem bieler, neuenburger und genfersee.
wobei der bodensee wahrscheinlich vom gewässer typ mehr dem vierwaltstätter und thunersee vergleichbar ist und da sieht der vergleich wohl nicht so schlecht aus.

was mir aber mehr zu denken gibt ist der besatz, gerade bei den seeforellen! da wird um x faktoren nicht nur brut sondern auch sömmerlinge mehr besetzt als gefangen wird, da muss man sich fragen was ein besatz wirklich bringt.
Zuletzt geändert von Dural am Di 30. Dez 2014, 11:12, insgesamt 3-mal geändert.

gstar
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Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von gstar » Di 30. Dez 2014, 11:09

Wenns am Léman so weiter geht, ist bald auch nichts mehr mit grossem Ertrag. Die Berufsfischer sehen wo gefangen wird und pflastern dann den ganzen Spot zu. Teilweise sind echt zehn Netze direkt neben einander und machen ein Fischen unmöglich.

Das Schlimmste ist aber das die Berufsfischer die Fischschwärme ausmachen und dann mit dem Netz einkreisen, wenn das Netz dann gehoben wird, wird ein grosser Teil der Vegetation zerstört und die Fische können gar nicht entkommen.

Oder vor ein paar Jahren:

Die Berufsfischer durften währenden der Hecht-Laichzeit fischen und haben Tonnenweise Laichfische abgeschlachtet. Laut den älteren Anglern ist dies immer noch Bemerkbar im Bestand.

Von falsch gekennzeichneten Netzen (z.B Egli, aber Seefonetz drunter obwohl Schonzeit) oder mehr Netze oder Reusen als erlaubt, man hat das Gefühl das die Berufsfischer machen können was sie wollen um den Gewinn konstant zu halten!
Gruss,
Patrick

L'Union Fait La Force - LHC<3

zanderjacksonpro

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von zanderjacksonpro » Di 30. Dez 2014, 14:11

Hier mal noch ein kleiner spannedner Bericht zum Thema...

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Rainbowwarrier
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Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von Rainbowwarrier » Di 30. Dez 2014, 22:43

Ganz ehrlich, ich bin kein Freund der "Berufsfischer" und je schneller der letzte von denen Bankrott ist umso besser! Klingt hart, kommt aber von Herzen!
Ich gehe zur Erholung fischen, der Natur wegen und wenn ich hin und wieder einen Fisch fange, freue ich mich und er wird sofort betäubt und mittels Kiemenschnitt so human als möglich getötet.
Ich beteilige mich an Uferreinigungsaktionen und würde mich auch noch gerne mehr einbringen. Ich bezahle für einige Patente mehrere Hundert Euro.

Die Berufsfischer gehen aus reinem Kommerz fischen, jeder Fischgang MUSS Kostendeckend sein! Daraus resultieren auch diese Aktionen mit den Maschenweiten, die nichts, aber auch gar nichts mit Nachhaltigkeit zu tun haben! Aber genau darum sollte es ihnen eigentlich gehen, wenn ihnen ihr "Beruf" so wichtig wäre!!!
In Wahrheit geht es nur darum, sich noch ein paar Jahre auf Kosten der Natur über Wasser zu halten und das unausweichliche hinaus zu zögern.
Viele dieser Fischer sagen zwar, daß sie ihren "Beruf" der Natur wegen lieben, gleichzeitig schaden sie ihr, die Fische sind für sie keine Lebewesen sondern nur eine Ware mit einem gewissen Preis! Jeder Fisch wird aus dem Netz entnommen und emotionslos in die Fischkiste geworfen, keine Betäubung, kein Kiemenschnitt.....ich habe noch keinen einzigen "Berufsfischer" bei einer Umweltaktion mitmachen gesehen! Nur wenn es darum geht Laichfische für die Brutanstalten zu fangen machen sie mit, weil sie sich damit ein Zubrot verdienen, ohne Eigennutz geht bei denen gar nichts. Wenn einige von ihnen Brutbecken betreiben, ist das ebenfalls nicht für die Natur, auch das ist nur Eigennutz.
Ein "Berufsfischer" bezahlt ca. 1000.- für Patente, aber er verdient im Schnitt auch 100.000 Euro damit, manche mehr und einige vielleicht ein bischen weniger.
"Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht jeder Angeltag ist Fangtag" in Memoriam Auwa Thiemann

zanderjacksonpro

Re: Berufsfischer wollen mehr Phosphate im Bodensee

Beitrag von zanderjacksonpro » Mi 31. Dez 2014, 11:22

:v: :v:
Rainbowwarrier hat geschrieben:Ganz ehrlich, ich bin kein Freund der "Berufsfischer" und je schneller der letzte von denen Bankrott ist umso besser! Klingt hart, kommt aber von Herzen!
Ich gehe zur Erholung fischen, der Natur wegen und wenn ich hin und wieder einen Fisch fange, freue ich mich und er wird sofort betäubt und mittels Kiemenschnitt so human als möglich getötet.
Ich beteilige mich an Uferreinigungsaktionen und würde mich auch noch gerne mehr einbringen. Ich bezahle für einige Patente mehrere Hundert Euro.

Die Berufsfischer gehen aus reinem Kommerz fischen, jeder Fischgang MUSS Kostendeckend sein! Daraus resultieren auch diese Aktionen mit den Maschenweiten, die nichts, aber auch gar nichts mit Nachhaltigkeit zu tun haben! Aber genau darum sollte es ihnen eigentlich gehen, wenn ihnen ihr "Beruf" so wichtig wäre!!!
In Wahrheit geht es nur darum, sich noch ein paar Jahre auf Kosten der Natur über Wasser zu halten und das unausweichliche hinaus zu zögern.
Viele dieser Fischer sagen zwar, daß sie ihren "Beruf" der Natur wegen lieben, gleichzeitig schaden sie ihr, die Fische sind für sie keine Lebewesen sondern nur eine Ware mit einem gewissen Preis! Jeder Fisch wird aus dem Netz entnommen und emotionslos in die Fischkiste geworfen, keine Betäubung, kein Kiemenschnitt.....ich habe noch keinen einzigen "Berufsfischer" bei einer Umweltaktion mitmachen gesehen! Nur wenn es darum geht Laichfische für die Brutanstalten zu fangen machen sie mit, weil sie sich damit ein Zubrot verdienen, ohne Eigennutz geht bei denen gar nichts. Wenn einige von ihnen Brutbecken betreiben, ist das ebenfalls nicht für die Natur, auch das ist nur Eigennutz.
Ein "Berufsfischer" bezahlt ca. 1000.- für Patente, aber er verdient im Schnitt auch 100.000 Euro damit, manche mehr und einige vielleicht ein bischen weniger.

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