Fischertagebuch von Züriseekalmar

Hier ist der Platz, um Eure Fänge zu präsentieren.
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Lahnfischer

Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von Lahnfischer »

Petri und guten Hunger, sieht ja richtig lecker aus... :D
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Flümi
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Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von Flümi »

DER Flussbarsch ist ja auch Deutsche Rechtschreibung eines Deutschen Wortes. DAS Egli ist die Schweizer Rechtschreibung eines Schweizer Wortes ;)
Gruss, Stefan
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til
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Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von til »

Also Flümi, wenn schon klugscheissen dann richtig:
Das Egli ist korrekt richtig.
"li" ist ja die schweizerdeutsche Version der deutschen Verkleinerungsform "lein" (z.B. Entlein, Becherlein). Und alle mit ...chen oder ..lein verkleinerten Nomen sind sächlich. Sogar das Mädchen, was nicht eine kleine Made ist, sondern eine Maid.
Rolandus

Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von Rolandus »

Das Juli war ein verkleinerter Sommer.....
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Züriseekalmar
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Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von Züriseekalmar »

nächster Fisch:

Melchsee-Frutt

Heute hatte ich die Möglichkeit, das erste Mal den Bergseesalmoniden nachzujagen. Um 4:30 fuhren wir in Zürich ab, um etwa 6:30 waren unsere Köder bereits im Wasser. Das es kühl war störte uns kaum, wir hatten noch genug wärme vom Aufstieg zum Tannensee.

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Und bald schon funkelten uns die ersten Sonnenstrahlen an, wir hatten Glück mit dem Wetter, meistens war es windstill. Das ich mein Gesicht nach dem Duschen am Morgen mit einer dicken Schicht Sonnencreme eingeschmiert hatte, erwies sich als goldrichtig.

Wir versuchten es mit Kunstköder, ich mit Wobbler, mein Kollege (treffender wäre wohl Guide), versuchte es mit einem Löffel. Beide hatten wir Nachläufer, bis um kurz nach 9:00 Uhr ein erster Fisch an meinem Wobbler hing, der Drill war der Beste des Tages, Luftsprung inklusive.

Bild

Bild

Voilà mein erster Namaycush und mit 45cm doch ganz anständig. „Mein Guide“, hatte eine halbe Stunde später auch einen am Haken. Somit konnte einem wundervollen Tag nichts mehr im Wege stehen. Wir umrundten den See und trafen unterwegs viele nette Fischer, aber wohl auch ein paar frustrierte. Das beste Beispiel eines frustierten Fischers möchte ich euch nicht vorenthalten: Beim umrunden des Sees sind wir selbstverständlich an einigen Fischern vorbeigekommen, die mit Zapfen (oder Bulldo's) gefischt haben, nicht das wir denen irgendwie in die Quere gekommen wären, aber eine agressives älteres Sitzfischerexmeplar rief uns schon, ohne jeglichen Anlass zu, dass er uns umgehend die Schnur abschneiden würde, falls wir über die Seine werfen. Naja abgesehen davon, dass wir ihm physisch sowieso überlegen gewesen wären, war er einfach nur bemittleidenswert. Unserer super Laune konnte es sowieso nichts anhaben, wir nahmens mit Humor.
Wir sattelten auf Elritze am System um. Ich hatte auch gleich einen Fisch auf Sicht, welcher den Köder im Mund hatte, jedoch konnte ich ihn nicht haken. Im Verlauf des Nachmittags hatte ich noch 2 weitere Namays, einen um die 35 der andere war knapp unter 45cm. Wie schon erwähnt, haben wir wirklich einen supertag erwischt. Neben dem hervorragenden Angelerlebnis merke jedoch auch ich als Neuling in diesem Sektor, dass das ganze etwas künstlich daherkommt und muss sagen auf Dauer würde es mir keine Befriedigung geben. Da oben gibt es 2x pro Woche Besatz, und so wie ich das verstanden habe, werden die Fisch da auch ziemlich gross eingestetzt. Es liegt also nahe, das ich die Fische fange, die irgendjemand vor wenigen Tagen extra für mich reingeworfen hat. Ich bin zwar mit 28SFr fürs Patent und 3 relativ grossen Namays gut weggekommen, aber irgendwie ist das ja schon etwas Beschiss oder? Was uns zudem noch aufgefallen ist, wir haben heute nur Namaycush gefangen, ich hörte von keinem Fischer unterwegs, dass er einen anderen Fisch gefangen hatte. Wir sahen hin und wieder Regenbogen- und Bachforellen, aber die guckten eher apatisch in der Gegend umher, als dass sie für Köder oder sonstige Dinge zu begeistern gewesen wären. Des Weiteren sahen wir einige tote und relativ viele verpilzte Fische, das gab dem Ganze doch einen etwas fahlen Beigeschmack. Ich frage mich wie gesund so ein künstlich erzeugtes Ökosystem ist. Melchsee-Frutt hinterlässt bei mir doch einen sehr komerzorientierten Eindruck. Die ganzen Betonblöcke und Hotels die da Mitten im Niemandsland stehen geben dem ganzen noch den Rest. Aber die Erfahrung war es auf jedenfall wert.

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Zuletzt geändert von Züriseekalmar am Do 4. Sep 2014, 20:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von primus »

Die Saiblinge werden schon im Laichgeschäfft sein deshalb nur Namys ich hatte vor 2 Wochen einen Saibling der war schon ziemlich im Laichkleid (Männchen)
Gruß und Petri

Manu
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Flümi
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Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von Flümi »

Petri zu den Namays :D

Der Typ mit dem agressiven Unterton ist wohl eine gequälte Seele aus 2 Gründen. Erstens gibts halt auch Spinnfischer, die nur auf 20° genau werfen können und zweitens kommt das durch eine weit verbreitete Krankheit unter Fischern, dem Futterneid. Werde bei Gelegenheit an nem anderen Ort eine Geschichte erzählen, falls ich nicht schon hab. Futterneid kommt durch Neid auf Futter und war wohl in deinem Fall von Bedeutung, da der andere vielleicht nichts hatte? Aber vorsorglich drohen ist doch keine Lösung?

Hatte auch schon paarmal Probleme. Zwar nicht primär wegen Überwerfen, sondern wegen dem Platz. Wenn ich am Bergsee 4-6h zwischen Buldofischern spinnfische, dann kommen so 1-3 Überwürfe durchaus vor. Aber wenn ich zuerst an einem Platz bin und sozusagen 20m befische und Buldofischer kommen neben mich, dann markiere ich halt mal meinen Platz durch paar Würfe auf beide Seiten und alles ist klar; wortlose Kommunikation. Lustig wirds dann, wenn man reingezogen hat und der Buldofischer die Gunst des Augenblicks nutzt, um seinen Wurf zu machen. Wenn der bissl daneben geht (also zuviel zu mir rüber) und er keine Anstalten macht, reinzuziehen und neu zu werfen, dann ist es schon paarmal vorgekommen, dass ich nur noch 3-4m zwischen den Nachbarbuldos zum fischen hatte. Ich werfe dann schön dazwischen und fische so. Falls ich aber aus Platzmangel überwerfe, hat sich noch nie einer beschwert :mrgreen:

Aber man kann ja auch regelmässig die Seite wechseln, dass der Buldofischer zwischen meinem Tackle und mir ist. Kein Problem ;)
Gruss, Stefan
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til
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Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von til »

Wie kommt ihr den so früh zum See hoch? Ich denke die Seilbahn fährt erst um 8 Uhr? Oder darf man dann mit dem Auto?
Rolandus

Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von Rolandus »

Petri zu den schönen Namays
Melchsee-Frutt hinterlässt bei mir doch einen sehr komerzorientierten Eindruck
Das ist ganz klar 100% kommerzorientiert. Kann durchaus auch Spass sein, aber man muss sich nichts vormachen und sich einfach bewusst sein, wo man fischt. Ist ja auch so im Öschi - da war ich im Juli das erste Mal im Leben und hatte mit meinem Sohn anzwei Tagen zwei Mal "Vollpackung". Die lebten sicher auch noch nicht lange im See. Gerade mit Kindern macht's an solchen Orten Spass, dann fangen die auch was und können das Handling gut lernen. Die Umgebung in dann trotzdem sypathischer als in einer kleinen Fischzucht.
Für mich alleine würde ich nicht an solche Orte fischen gehen, dabei ist mir auch Wurscht wenn ich keinen verwertbaren Fisch fange, was auch öfters der Fall ist :oops:
Rassler

Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von Rassler »

Petri Kalkmar.

Die Melchseefrutt war auch mein erster Bergsee und noch so gut in Erinnerung. Ich hab erst paar Wochen gefischt und wollte einen ruhigen Tag beim Bergseefischen geniessen. Ich hatte keinen Plan, aber dem Rudel Fischer am Bach hinter der Kapelle wollte ich mich nicht anreihen. So freundete ich mich vorne am See mit Käthy an. Einer älteren, netten Dame die regelmässig am Melchsee ist, erzählte sie mir. Sie war froh, wenn ich Ihre Verknotungen löste und fragte mich ob ich Ihr dann allenfalls beim Landen helfen könnte, da es ihr nahe am See schwindlig würde. :shock:
Nach einiger Zeit Maden baden wollte ich dann meine neu erlernten Spinnfischer-Kenntnisse testen. Bäääm.... gleich einer fetter Saibling. War ich nervös..... war mein erster Grosser und sauber gelandet.
Nächster Wurf.... bäääm. Nochmals die gleiche Länge. Ich bekam Zweifel, ob ich Noob was illegales machte; denn die Meute hinten fing nämlich nichts. Doch der Patent-Kontrolleur gratulierte mir zu meinen Kanadier (waren aber Saiblinge, wie ich heute weiss).
Auf jeden Fall sprachen sich meine Fänge rum und die ganze Meute reihte sich links und rechts von mir. Da wurde überworfen... die Buldo-Angler wühlten nach Spinnköder in ihren Taschen... der Futterneid schrieb den Leuten ernste Mienen ins Gesicht....
ich beobachtete das Treiben noch ein bisschen und verzog mich dann. Ich war der glücklichste und stolzeste Fischer auf der ganzen Welt. Nur Käthy tat mir etwas leid... :(

Den Melchsee besuche ich seither gerne alle Jahre einmal. Zum Eisfischen.
Shad

Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von Shad »

til hat geschrieben:Wie kommt ihr den so früh zum See hoch? Ich denke die Seilbahn fährt erst um 8 Uhr? Oder darf man dann mit dem Auto?
Ja im Sommer kann man mit dem Auto hoch fahren.
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Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von Züriseekalmar »

Gibt es denn in der Schweiz überhaupt Bergseen in denen die Bergsee-Salmoniden heranwachsen? Und wenn ja, wie heissen diese Seen? Oder werden die Bergseen mit Salmoniden drin, alle bewirtschaftet? Ich hätte ja nichts gegen Besatz, aber der sollte, meiner Meinung nach, als "Spiiesli" stattfinden und nicht ein paar Tage vor dem herausfischen extra reingesetzt werden.
aspidelaps

Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von aspidelaps »

oh ja, das gibt es definitiv!
im Graubünden hat es zig seen, wo sogar noch natürliche verleichung in den zuflüssen stattfindet.
ich würde mal behaupten, in der schweiz gibt's sogar mehr seen wo sömmerlinge besetzt werden, als massfische.
nur sind dies seen, die meist nicht soooo einfach zu befischen sind. durchaus kann es auch passieren, dass du da mit einem nuller oder nur 1-2 fische nach hause kommst.
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Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von davidoff »

Shad hat geschrieben:
til hat geschrieben:Wie kommt ihr den so früh zum See hoch? Ich denke die Seilbahn fährt erst um 8 Uhr? Oder darf man dann mit dem Auto?
Ja im Sommer kann man mit dem Auto hoch fahren.
Genau alle geraden Stunden 40 minuten lang rauf, und die ungeraden 40 minuten lang runter.
EHC OLTEN
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Re: Fischertagebuch von Züriseekalmar

Beitrag von Flümi »

Verlaichung. Das Wort kommt vom Laich, nicht von toten Menschen ;)

Im Kanton Bern wachsen die Seesaiblinge glaubs natürlich heran und nur die Regenbögler und Kanadier werden besetzt. Man sagt auch, dass sich Kanadier fortpflanzen können. Habe im Engstlensee schon paarmal 15cm-Kanadier gefangen. Der Besatz ist schätzungsweise ca. 28-36cm und bei Regenböglern 22-30cm. Zumindest sind das die, die man am einfachsten fängt. Es kann durchaus sein, dass die gefangenen Fische schon Monate oder 1-2 Jahre drin waren. Genau weiss ich es nicht. Müsste zuerst noch die PDF-Dokumente von vol.be.ch studieren ...
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