Bergbachfischen im Lötschental

Hier ist der Platz, um Eure Fänge zu präsentieren.
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Spiti
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Bergbachfischen im Lötschental

Beitrag von Spiti »

Bergbachfischen im Lötschental


So, nun bin ich wiedermal zurück aus meinen Herbstferien im Lötschental. Und kann Euch über eine durchzogene Woche berichten.
Am Montag den 16.9 Morgens gings los bewaffnet mit Rute Nymphen/ Würmern und Wobblern, nachdem ich am Sonntag vorher das Gewässer inspiziert hatte und die Karten für die folgende Woche bezogen hatte.Die Lonza , sonst eine wilde Gesellin mit milchigem Wasser kam ganz manierlich daher, seltene Traumbedingungen trotz Regen.Im Gegensatz zum letzeten Jahr, als ich beim ersten Loch eine schöne 26 er fing verlor ich bereits beim ersten Loch Haken mit sammt Vorfach und Blei. :evil: Flugs neue Montage und weiter gings. Kurz darauf im nächsten Loch der zweite Haken weg. :evil: :evil: Was ist bloss los heute. Auf Czech Nymphe gewechselt nächster versuch und was passiert: Nymphe sammt Vorfach hängen geblieben. :evil: :evil: :evil: . Jetzt reichts aber langsam !Danach auf einer längeren Strecke Loch für Loch abgefischt, kein Biss, kein nachläufer nichts. Muss wohl heute als Schneider nach Hause ? Plötzlich ein Biss, leider eine Untermassige. Am späten Nachmittag ein weiterer Biss, aber was ist das, Bachforelle 30 cm, total zerfetzte Schwanzflosse und bis zur Fettflosse Verpilzt. Ich habe sie von Ihrer Krankheit erlöst und später entsorgt.Schade.
Da am Dienstag und am Freitag die Fische im Oberwallis Schontag haben vielen diese Tage aus.
Am Mittwoch Morgen trotz Regen und Schnee zeitig am Bach, beinahe die Finger abgefrohren und als Schneider nach hause gekommen
Am Donnerstag Dito. Abends erzählte mir der Wirt vom Hotel Petersgrat, er habe am Donnerstag Nachmittag auf Höhe Wiler/Schattseite eine 44 er Bf gefangen, komisch, da war ich doch am Morgen auch :(
Eigentlich wollte ich diese Woche nicht mehr Fischen, aber wie es so kommt, der Ehrgeiz war angestachelt und so marschierte ich am Montag wieder in aller Frühe dem Bach entlang Richtung Kühmad - Fafleralp. Anfangs ohne Erfolg, erst als die Sonne ins Tal kam gings los mit 3 untermassigen. Dann in einem unscheinbaren Hinterlauf zack die erste knapp 30 cm,bin fast noch erschrocken. Kurz darauf hinter einem Stein unter einer Brücke die zweite 30cm, die hat zuerst meine leuchtende Rote Bissanzeige attakiert und Postwendend die Nymphe. Böse Zungen haben bis dahin behauptet ich mache was falsch gegenüber letztes jahr als ich in 3 Tagen 7 Stück überlisten konnte. Am Nachmittag suchte ich nochmals die Stellen von voriger Woche auf. Tatsächlich, beim ersten Wurf zappelte eine schöne am Haken mit Wurm, ich verlor sie aber in der starken Strömung. Weiter oben dasselbe nochmal :( . Also marschierte ich in Gedanken versunken Bachaufwärts, immer ein Auge auf den Bach gerichtet, welche herrlich klares Wasser brachte. Da, da bewegt sich doch was hinter einem mannshohen Steinblock, ich meinte erst es sei ein eingeklemmter Kehrichtsackvom letzen Hochwasser, nein eine Grosse. vorsichtig pirschte ich mich an, ja bedacht die Sonne nicht im Rücken zu haben und möglichst viele Steine als Deckkung. Den letzten Meter auf Knien. Rute vorher vorsichtig auf 5 Meter ausgefahren und langsam abgesenkt. Die Reaktion kam und zwar heftig. Mit mehreren Fluchten in die reissende Ströhmung probierte sie sich vom lästigen Haken zu befreien. Ich wechselte vorsichtig noch meinen Standort vor den Stein und das mit wild pochendem Herzen. Als ich sie dann im Feumer hatte entfuhr mir spontan ein Jauchzer. 38 cm und gut genährt. Auf dem Rückweg zum Auto probierte ich nochmals die Stellen, wo ich die Aussteiger hatte, aber in der Zwischenzeit führte die Lonza wieder mehr Wasser so, dass es an diesen Stellen nicht mehr die gleichen Bedingungen hatte , wie eine Stunde davor. Nun bin ich wieder im Aargau zurück und kann bis zum nächsten Sommer Herbst von meinen Erlebnissen an der Lonza zehren.

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Klaus
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Re: Bergbachfischen im Lötschental

Beitrag von Klaus »

Danke für den Bericht :D

Offtopic: Wird im Wallis allgemein mit so billigem Besatzmaterial besetzt?
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Spiti
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Re: Bergbachfischen im Lötschental

Beitrag von Spiti »

Nein eigentlich nicht, da aber im Herbst 2011 eine Hochwasserkatastrophe praktisch den ganzen Forellenbestand auslöschte, wurden die letzten 2 Jahren neben Sömmerlingen auch Massforellen aus Zucht eingesetzt (24cm +) Auch dieses Jahr wurden im Herbst nochmal 500Kg in den Ferdenstausee gesetzt und in die Lonza. Fängt man heute ein ü 30cm oder sogar ü 40cm sind das reste der überlebenden von vor der Katstrophe. 30er sind wohl solche von 2012.
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Klaus
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Re: Bergbachfischen im Lötschental

Beitrag von Klaus »

@ Spiti

Danke für die Info :)
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Rutenhalter
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Re: Bergbachfischen im Lötschental

Beitrag von Rutenhalter »

Danke fürs zeigen und petri.
das es in ferden einen stausee hat ,habe ich gar nicht gewusst !
habe mich immer gewundert warum die lonza unterhalb goppenstein so wenig wasser führt.nun ist mir
einiges klar.
wie siehts mit der lonza unterhalb goppenstein bis gampel aus?wird dort auch gefischt / ausgesetzt ?
gruss
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Spiti
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Re: Bergbachfischen im Lötschental

Beitrag von Spiti »

War schon öfters unterhalb von Goppenstein am Fischen, mit mässigem Erfolg letztes jahr eine einzige (ü40). Dieses Jahr gar nichts , wobei halt unterhalb der Staumauer immer noch Kies und Geröll abgebaut wird, kam ein braune Brühe runter, ob nach dem Hochwasser Ausgesetzt wurde weiss ich nicht, Einheimische meinen unterhalb läuft nichts. Wobei zu bemerken ist dass es ab oberhalb der 2ten Galerie (von Goppenstein her) bis zum alten Kraftwerk ein traumhaftes Revier wäre, nachher gehts in eine unwegsame Schlucht, in Gampel ist die Lonza kanalisiert. Zwischen Staumauer und Goppenstein hat es ein paar schöne Gumpen,aber diesen Herbst sehr wenig Wasser, rund um Goppenstein ist der Bach strark vermauert und schwer zugänglich.
Hier noch Photos vom Herbst 2012 unterhalb der 2ten Galerie
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