Wir waren diesen Sommer in Schweden in den Ferien und hatten ein ca. 100ha grossen, sehr flachen See für uns alleine. Die durchschnittliche Tiefe betrug ca. 1,5 m und die Hechte waren oft bei den reichlich vorhandenen Felsbrocken im See in einer Wassertiefe unter 1m anzutreffen. An einem wunderbaren Sommerabend war ich also mit meinem Sohn an so einer Stelle bei einer Wassertiefe von ca. 70 cm auf der Jagd nach Hechten mit Gufi.
Plötzlich ein heftiger Ruck; mir war sofort klar, dass das ein anständiger Kerl sein musste. Alles deutete auf einen normalen, schönen Drill hin. 3 Mal konnte ich ihn Richtung Boot ziehen, ehe er wieder losging. Wieder versuchte ich ihn Richtung Boot zu ziehen als der Hecht plötzlich wie eine Rakete
senkrecht aus dem Wasser sprang. So etwas habe ich noch nie gesehen, denn der geschätzte 90er war mit dem Schwanz mindestens 70 cm über dem Wasser und schüttelte sich wie wild!! Das war ein Schauspiel erster Güte und Vater und Sohn brauchten einen guten Moment um zu realisieren, was da geschehen war. Natürlich war dadurch die Spannung auf der Schnur einen Moment weg und es passierte das, was passieren musste; der Fisch war weg und ich schaute blöd aus der Wäsche nach diesem Schauspiel.
Scheinbar haben die Hechte in flachen Gewässern diese Fluchtmethode entwickelt, indem sie mit dem Schwanz am Boden abstossen und hoch in die Luft schiessen. Eigentlich logisch, denn nach unten, wie es bei uns üblich ist, können sie ja nicht gehen...
Gruss
Christoph