Berkley Nanofil Praxisbericht
-
vock
Berkley Nanofil Praxisbericht
Hallo zusammen
Ich habe mir vor einiger Zeit die Berklex nanofil 0.06 geholt. Zuerst war ich restlos begeistert ab den einfach nur geilen Wurfeigenschaften.
Dann kam die Ernüchterung beim Drop-shotten. Eine Kante am Seegrund braucht die Nanofil nur anzuschauen, schon ist sie durchgefickt...
Die ist soowas von heikel auf alles was scharf oder rau ist.
Ich verwende meist ein Fluorocarbon-Vorfach das etwas mehr als die Rutenlänge beträgt. Bei der Knoteigenschaft ist absolut nichts zu bemängeln, solange man einige Wicklungen mehr macht als gewohnt. Trotz diesem Vorfach habe ich viele Montagen verloren..
Auch bei kräftigen Würfen kommt es immerwieder zu Problemen, die ich bis jetzt nich nie gesehen habe. Der Knopf zwischen Vorfach und Nanofil verheddert sich mit der Hauptschnur auf höhe des 2t obersten Rings. Sehr komisch. Doch eigentlich ganz logisch und einfach zu beheben:
Das Vorfach aus Monofil hat eine gewisse Dehnung. Beim Wurf streckt sie sich aus und schnellt wieder zusammen sobald man loslässt. Das bewirkt, dass die ersten Meter Nanofil schneller von der Rolle gezogen werden, als der Köder fliegt und es ensteht eine lose Schlaufe, die dann zwischen den Ringen an der Rute vorbeifliegt und sich mit dem Verbindungsknopf verheddert. Dies häng stark mit der extrem schwachen Schnurreibung der Nanofil beim Wurf zusammen. Bei meinen Knöpfen trenne ich die Enden immer sehr sehr sehr knapp ( <1mm) vom Knoten ab. Trotzdem führt das zu den beschriebenen Verhedderungen.
Dem Abhelfen kann man auf Zwei Arten: Entweder man verwendet ein kürzeres Vorfach, so, dass der Knopf schon ausserhalb der potentiellen Schlaufe ist. Oder aber man verwendet ein viel längeres Vorfach, so, dass sich die gesamte Energie des zusammenziehens ebenfalls auf das Monofil entlädt und erst wenn die Kräfte wieder ausgeglichen sind die Nanofil von der Rolle kommt.
Heute habe ich ersteres ausprobiert und keine Probleme mehr gehabt. Das Zweite kommt für mich nicht in Frage, da der Knoten auf der Rolle doch ein hohes Hängenbleibenpotentia besitzt.
Wegen all diesen sehr speziellen Eigenschaften der Nanofil, verwende ich sie nurnoch für die absolute Oberflächenfischerei mit sehr leichten bis mittleren Ködern und einem vergleichsweise kurzen Monofilvorfach (1m). Bei dieser Methode kann sie aber ihre Stärken voll ausspielen. Es sind seidenweiche und gewaltig weite Würfe mit einer ausgezeichneten und sehr präzisen Köderführung möglich.
Für das Dropshot, C-Rig oder sonstiges Fischen in Grundnähe verwende ich nur noch bewährte geflochtene Schnüre um 0.10 mit einem genügend langen Monovorfach.
Die Nanofil ist ein Nischenbesetzer. Aber ihre Nische besetzt sie verdammt gut! Das wird sich aber in den kommenden Jahren drastisch ändern. Sobald die Schnurentwickler diese Eigenschaften der Nano-Braid mit einem abriebfesten Mantel versehen, wird sie in aller Spin-Spule sein.
Für was verwendet ihr sie?
Manuel Vock
Ich habe mir vor einiger Zeit die Berklex nanofil 0.06 geholt. Zuerst war ich restlos begeistert ab den einfach nur geilen Wurfeigenschaften.
Dann kam die Ernüchterung beim Drop-shotten. Eine Kante am Seegrund braucht die Nanofil nur anzuschauen, schon ist sie durchgefickt...
Die ist soowas von heikel auf alles was scharf oder rau ist.
Ich verwende meist ein Fluorocarbon-Vorfach das etwas mehr als die Rutenlänge beträgt. Bei der Knoteigenschaft ist absolut nichts zu bemängeln, solange man einige Wicklungen mehr macht als gewohnt. Trotz diesem Vorfach habe ich viele Montagen verloren..
Auch bei kräftigen Würfen kommt es immerwieder zu Problemen, die ich bis jetzt nich nie gesehen habe. Der Knopf zwischen Vorfach und Nanofil verheddert sich mit der Hauptschnur auf höhe des 2t obersten Rings. Sehr komisch. Doch eigentlich ganz logisch und einfach zu beheben:
Das Vorfach aus Monofil hat eine gewisse Dehnung. Beim Wurf streckt sie sich aus und schnellt wieder zusammen sobald man loslässt. Das bewirkt, dass die ersten Meter Nanofil schneller von der Rolle gezogen werden, als der Köder fliegt und es ensteht eine lose Schlaufe, die dann zwischen den Ringen an der Rute vorbeifliegt und sich mit dem Verbindungsknopf verheddert. Dies häng stark mit der extrem schwachen Schnurreibung der Nanofil beim Wurf zusammen. Bei meinen Knöpfen trenne ich die Enden immer sehr sehr sehr knapp ( <1mm) vom Knoten ab. Trotzdem führt das zu den beschriebenen Verhedderungen.
Dem Abhelfen kann man auf Zwei Arten: Entweder man verwendet ein kürzeres Vorfach, so, dass der Knopf schon ausserhalb der potentiellen Schlaufe ist. Oder aber man verwendet ein viel längeres Vorfach, so, dass sich die gesamte Energie des zusammenziehens ebenfalls auf das Monofil entlädt und erst wenn die Kräfte wieder ausgeglichen sind die Nanofil von der Rolle kommt.
Heute habe ich ersteres ausprobiert und keine Probleme mehr gehabt. Das Zweite kommt für mich nicht in Frage, da der Knoten auf der Rolle doch ein hohes Hängenbleibenpotentia besitzt.
Wegen all diesen sehr speziellen Eigenschaften der Nanofil, verwende ich sie nurnoch für die absolute Oberflächenfischerei mit sehr leichten bis mittleren Ködern und einem vergleichsweise kurzen Monofilvorfach (1m). Bei dieser Methode kann sie aber ihre Stärken voll ausspielen. Es sind seidenweiche und gewaltig weite Würfe mit einer ausgezeichneten und sehr präzisen Köderführung möglich.
Für das Dropshot, C-Rig oder sonstiges Fischen in Grundnähe verwende ich nur noch bewährte geflochtene Schnüre um 0.10 mit einem genügend langen Monovorfach.
Die Nanofil ist ein Nischenbesetzer. Aber ihre Nische besetzt sie verdammt gut! Das wird sich aber in den kommenden Jahren drastisch ändern. Sobald die Schnurentwickler diese Eigenschaften der Nano-Braid mit einem abriebfesten Mantel versehen, wird sie in aller Spin-Spule sein.
Für was verwendet ihr sie?
Manuel Vock
- Flümi
- Beiträge: 2619
- Registriert: Mo 4. Jun 2007, 19:42
- Meine Gewässer: Aare,Zihl,Schüss,Birs+Bieler,Öschi,Engstlen,Arnen
- Wohnort: Biel
- Has thanked: 28 times
- Been thanked: 101 times

Re: Berkley nanofil praxisbericht
hallo Manuelvock hat geschrieben: Für was verwendet ihr sie?
nur noch zum Felchenfischen. da gehts ganz gut, gibt keine Abnutzung, kein Gefrieren, ist noch nie gerissen bis jetzt.
hier mein Bericht zum Raubfischfischen in einem anderen Thread: viewtopic.php?p=176713#p176713
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante
Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante

Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren
-
habakuk
Re: Berkley nanofil praxisbericht
Gutes Review!
Es gibt fast soviele unterschiedliche Meinungen zu dieser Schnur wie es Fischer gibt - aber nur bei wenigen, so wie bei dir, merkt man dass sie die Erfahurngen wirklich selber gemacht haben.
Ich fische eine dickere (weiss nicht mehr welcher Duchmesser) auf Seeforellen. Probleme hatte ich damit noch keine, die glatte Oberfläche und der dünne Durchmesser lässt die Schnur durch die gefrohrenen Ringe flutschen wie bisher keine. Leider hatte ich nicht mehr so viel Zeit und eine Seeforelle blieb mir verwehrt, aber im Drill von Äschen und Bachforellen hat sie eine gute Figur gemacht.
Eine dünnere fische ich auf der Baitcaster (Calcutta Conquest 51) und auch hier gab es seit einem ärgerlichen Abriss, aufgrund eines Knotens der bereits auf der neu gekauften Spule war, keine Probleme mehr. Hier muss ich aber sagen, dass ich mit der Rute meistens Wobbler fische und selten jigge... Dementsprechend sieht die Schnur nach über einem Jahr noch immer aus wie neu. Mich stört etwas, dass die Schnur kringelt, vor allem die dünnere - aber auswirkungen hat das eigentlich keine, die leichte Steifigkeit ist auf der BC-Rolle womöglich sogar ein Vorteil.
Viele finden, dass ich spinne und mir das nur einbilde - aber versuch mal Fluocarbon als Vorfach, ich finde man spürt schon beim Wurf, dass das Fluo weniger Dehnung hat als eine normale Mono!
Es gibt fast soviele unterschiedliche Meinungen zu dieser Schnur wie es Fischer gibt - aber nur bei wenigen, so wie bei dir, merkt man dass sie die Erfahurngen wirklich selber gemacht haben.
Ich fische eine dickere (weiss nicht mehr welcher Duchmesser) auf Seeforellen. Probleme hatte ich damit noch keine, die glatte Oberfläche und der dünne Durchmesser lässt die Schnur durch die gefrohrenen Ringe flutschen wie bisher keine. Leider hatte ich nicht mehr so viel Zeit und eine Seeforelle blieb mir verwehrt, aber im Drill von Äschen und Bachforellen hat sie eine gute Figur gemacht.
Eine dünnere fische ich auf der Baitcaster (Calcutta Conquest 51) und auch hier gab es seit einem ärgerlichen Abriss, aufgrund eines Knotens der bereits auf der neu gekauften Spule war, keine Probleme mehr. Hier muss ich aber sagen, dass ich mit der Rute meistens Wobbler fische und selten jigge... Dementsprechend sieht die Schnur nach über einem Jahr noch immer aus wie neu. Mich stört etwas, dass die Schnur kringelt, vor allem die dünnere - aber auswirkungen hat das eigentlich keine, die leichte Steifigkeit ist auf der BC-Rolle womöglich sogar ein Vorteil.
Viele finden, dass ich spinne und mir das nur einbilde - aber versuch mal Fluocarbon als Vorfach, ich finde man spürt schon beim Wurf, dass das Fluo weniger Dehnung hat als eine normale Mono!
-
Würmlibader
Re: Berkley nanofil praxisbericht
Nach dem ersten Hype um die Schnur hab ich erstmal die anfänglichen Erfahrungsberichte gelesen/angehört.
Da die Urteile doch sehr unterschiedlich von "super", über "brauchbar" bis "zum ko**en" ausfielen, entschloss ich mich dazu, die Nanofil im Bereich Felchenfischen auszuprobieren.
die 0.10er ist jetzt das zweite Jahr auf meiner gelegentlich gefischten Ersatzrute und bewährt sich einwandfrei. Aufgrund des geringen Durchmessers hat die Schnur bei leichten Strömungen (oder Windangriff beim Driftfischen) weniger Agriffsfläche, dadurch lässt sich die Gambe besser führen. Ein nachteil gegenüber der normalen Felchenschnur ist halt die fehlende Farbabstufung, die ich doch als extrem praktisch erachte, vorallen wenn man die Fische in einer bestimmten Tiefen im Schweb suchen muss.
Darum:
ich nutze die Nanofil wenn die Fische am Boden sind
ich nutze die Nanofil wenn die Temperaturen unter 0 sind
ich nutze die Nanofil wenn ich den Fischen in grossen Tiefen von 30+ Metern nachstelle
Da die Urteile doch sehr unterschiedlich von "super", über "brauchbar" bis "zum ko**en" ausfielen, entschloss ich mich dazu, die Nanofil im Bereich Felchenfischen auszuprobieren.
die 0.10er ist jetzt das zweite Jahr auf meiner gelegentlich gefischten Ersatzrute und bewährt sich einwandfrei. Aufgrund des geringen Durchmessers hat die Schnur bei leichten Strömungen (oder Windangriff beim Driftfischen) weniger Agriffsfläche, dadurch lässt sich die Gambe besser führen. Ein nachteil gegenüber der normalen Felchenschnur ist halt die fehlende Farbabstufung, die ich doch als extrem praktisch erachte, vorallen wenn man die Fische in einer bestimmten Tiefen im Schweb suchen muss.
Darum:
ich nutze die Nanofil wenn die Fische am Boden sind
ich nutze die Nanofil wenn die Temperaturen unter 0 sind
ich nutze die Nanofil wenn ich den Fischen in grossen Tiefen von 30+ Metern nachstelle
- SbiroBass
- Beiträge: 451
- Registriert: Sa 10. Dez 2011, 11:55
- Meine Gewässer: Bielersee, Aare uvm.
- Wohnort: Grenchen
- Has thanked: 17 times
- Been thanked: 14 times
- Kontaktdaten:

Re: Berkley nanofil praxisbericht
Danke für deinen Bericht, die Meinungen gehen halt schon ausseinander bei dieser Schnur
Verwende fast nur Nanofil zum Egli und Forellenfischen. Bin dazu übergegangen immer einen Knotenlosverbinder zu benutzen und seit da reisst auch nichts einfach so. Verwende meistens die 10er. Ob es jetzt Twitchbaits, Topwaterköder, Jigs, Carolina oder Dropshot ist, bei mir funktionierts. Zum Hechtfischen mag ich sie nicht wegen der Steifigkeit. Es kommt sehr darauf an wie man damit umgeht, aber ich empfehle sie nicht mehr, da die meisten Probleme mit ihr hatten und MIR danach die Schuld gaben
Bei mir erfüllt sie einen guten Dienst
Verwende fast nur Nanofil zum Egli und Forellenfischen. Bin dazu übergegangen immer einen Knotenlosverbinder zu benutzen und seit da reisst auch nichts einfach so. Verwende meistens die 10er. Ob es jetzt Twitchbaits, Topwaterköder, Jigs, Carolina oder Dropshot ist, bei mir funktionierts. Zum Hechtfischen mag ich sie nicht wegen der Steifigkeit. Es kommt sehr darauf an wie man damit umgeht, aber ich empfehle sie nicht mehr, da die meisten Probleme mit ihr hatten und MIR danach die Schuld gaben
Bei mir erfüllt sie einen guten Dienst
-
vock
Re: Berkley Nanofil Praxisbericht
ja die Meinungen gehen schon eher in richtung: die kaufe ich nie mehr
Sie ist, zumindest beim Spinnfischen, eine sehr schwierige Schnur, die hohe Anforderungen an den Angeler stellt und keine Fehler verzeiht. Barsche stehen meist knapp über steinigem, felsigem Grund. Im Zürichsee bei der Halbinsel Au zum Beispiel hast du damit echt die Arschkarte gezogen um den Boden abzufischen..
Fürs Felchenfischen oder vom Boot aus generell ist sie viel besser Geeignet.
Dass FC eine geringere Dehnung als normale Mono hat, kannst du so nicht sagen. Das kommt schon extrem auf Hersteller und Schnurtypen an. Ich fische eigentlich nur FC-Vorfächer für leichte Montagen. Auf Hecht mit einem Stahlvorfach ist FC herausgeschmissenes Geld.
Ich bin gespannt, wann die erste zusätzlich beschichtete Nanoschnur herauskommt!
Sie ist, zumindest beim Spinnfischen, eine sehr schwierige Schnur, die hohe Anforderungen an den Angeler stellt und keine Fehler verzeiht. Barsche stehen meist knapp über steinigem, felsigem Grund. Im Zürichsee bei der Halbinsel Au zum Beispiel hast du damit echt die Arschkarte gezogen um den Boden abzufischen..
Fürs Felchenfischen oder vom Boot aus generell ist sie viel besser Geeignet.
Dass FC eine geringere Dehnung als normale Mono hat, kannst du so nicht sagen. Das kommt schon extrem auf Hersteller und Schnurtypen an. Ich fische eigentlich nur FC-Vorfächer für leichte Montagen. Auf Hecht mit einem Stahlvorfach ist FC herausgeschmissenes Geld.
Ich bin gespannt, wann die erste zusätzlich beschichtete Nanoschnur herauskommt!
-
Spinnfischer
Re: Berkley Nanofil Praxisbericht
Ich fische ebenfalls die Nanofil in 0.12 oder 0.15.
Bis jetzt absolut keine Probleme gehabt und auch oft vom Ufer in steinigem Gebiet gefischt.. Für mich überwiegen da klar die Vorteile einer sehr dünnen Schnur, welche sich um einiges weiter werfen lässt wie eine vergleichbare Mono.
Aber ich würde mal behaupten, dass das für jeden Fischer eine subjektive Empfindung ist. (Okay ausser man hat bei jedem Wurf einen Abreisser)..
Bis jetzt absolut keine Probleme gehabt und auch oft vom Ufer in steinigem Gebiet gefischt.. Für mich überwiegen da klar die Vorteile einer sehr dünnen Schnur, welche sich um einiges weiter werfen lässt wie eine vergleichbare Mono.
Aber ich würde mal behaupten, dass das für jeden Fischer eine subjektive Empfindung ist. (Okay ausser man hat bei jedem Wurf einen Abreisser)..
-
Eglischreck
Re: Berkley Nanofil Praxisbericht
Seit kurzem fische ich auch mit einer Nanofilen Schnur und zwar mit 0.18mm /10kg
Für meine Zwecke bin ich voll zufrieden
Die Wurfeigenschaft ist sehr gut, ich werfe mit dieser Schnur deutlich weiter
und der grosse Vorteil im Winter ist dass sie nicht gefriert.
Benutzte sie bis jetzt für Spinnfischen und kann über die abriebfestigkeit noch nicht viel sagen, hatte erst einen hänger und mit leeren Händen ist es schwierig an der Schnur zu ziehen ohne dass man sich verletzt.... auf jedenfall hat sich das Vorfach zuerst verabschiedet (Fluorcarbon)
Auch der Preis, 125m für 24.- find ich akzeptabel
Ich Persönlich werde sie vorläufig weiterhin benutzen
Gruss
Für meine Zwecke bin ich voll zufrieden
Die Wurfeigenschaft ist sehr gut, ich werfe mit dieser Schnur deutlich weiter
und der grosse Vorteil im Winter ist dass sie nicht gefriert.
Benutzte sie bis jetzt für Spinnfischen und kann über die abriebfestigkeit noch nicht viel sagen, hatte erst einen hänger und mit leeren Händen ist es schwierig an der Schnur zu ziehen ohne dass man sich verletzt.... auf jedenfall hat sich das Vorfach zuerst verabschiedet (Fluorcarbon)
Auch der Preis, 125m für 24.- find ich akzeptabel
Ich Persönlich werde sie vorläufig weiterhin benutzen
Gruss
-
Stephu
Re: Berkley Nanofil Praxisbericht
Möchte auch die Nanofil für die Seefo-Fischerei verwenden. Habe sie mir in 0.17 oder 0.15 gekauft (weiss es nicht mehr 100%ig). Ich habe mir vorgenommen die Schnur bis am 1. Februar noch intensiv zu testen, damit nichts schief läuft an der Eröffnung. So war ich gerade diesen Samstag am Thunersee, um ein paar Würfe zu machen, da steigt ein 85cm Hecht auf meinen Gummifisch ein. Hatte vor dem Stahlvorfach noch ein FC-Vorfach geschaltet. Dies aus dem Grund, dass ich den Knoten zwischen Nanofil und meinem FC-Vorfach testen konnte (Will ja das Seefo-Material testen). Die Schnur und der Knoten hat gehalten. Und ich konnte keine Abnützung feststellen (War aber auch ein kurzer Drill). Werde die Schnur noch weiter testen und Euch weiter auf dem laufenden halten.
Besten Gruss
Stephu
Besten Gruss
Stephu
-
Stephu
Re: Berkley Nanofil Praxisbericht
Bei meiner Suche nach der perfekten Schnur für die Seefo-Eröffnung ist mir etwas aufgefallen.
Die Tragkraftangaben sowie die Durchmesser sind bei der Nanofil auf der amerikanischen Seite anders ausgewiesen als auf der deuteuschen
Deutsche Angaben:
178.11.002 0,02 Nanofil 1,415 kg
178.11.004 0,04 Nanofil 1,964 kg
178.11.006 0,06 Nanofil 3,357 kg
178.11.008 0,08 Nanofil 4,012 kg
178.11.010 0,10 Nanofil 5,732 kg
178.11.012 0,12 Nanofil 6,934 kg
178.11.015 0,15 Nanofil 7,659 kg
178.11.017 0,17 Nanofil 9,723 kg
178.11.020 0,20 Nanofil 12,649 kg
Angaben auf .com Seite:
NF1501-CM 0.001 Diameter (in) 1 Pound Test = folglich 0.5 kg bei 0.03mm
NF1502-CM 0.002 Diameter (in) 2 Pound Test = folglich 0.9 kg bei 0.05mm
NF1503-CM 0.003 Diameter (in) 3 Pound Test = folglich 1.4 kg bei 0.08mm
NF1504-CM 0.004 Diameter (in) 4 Pound Test = folglich 1.8 kg bei 0.1mm
NF1506-CM 0.005 Diameter (in) 6 Pound Test = folglich 2.7 kg bei 0.13mm
NF1508-CM 0.006 Diameter (in) 8 Pound Test = folglich 3.6 kg bei 0.15mm
NF15010-CM 0.007 Diameter (in) 10 Pound Test = folglich 4.5 kg bei 0.18mm
NF15012-CM 0.008 Diameter (in) 12 Pound Test = folglich 5.5 kg bei 0.20mm
NF15014-CM 0.009 Diameter (in) 14 Pound Test = folglich 6.4 kg bei 0.23mm
NF15017-CM 0.010 Diameter (in) 17 Pound Test = folglich 7.7 kg bei 0.25mm
=> man sieht eindeutig das Verhältnis Tragkraft/Durchmesser kann auf der deutschen Seite nicht stimmen.
=> Der kleinste Durchmesser einer Nanofil ist auf der .com Seite mit 0.001 Inches angegeben. D.h. die dünnste Nanofil ist 0.03 mm dünn und hat eine Tragkraft von 1 Pount und d.h. 0.5kg.
=> also nichts mit 0.02mm mit 1.4kg.
Von mir verwendete Umrechnungssätze:
1kg = 0.4535.. Pound
1 mm = 0.03937 inches (hier auf 2 Stellen nach dem Komma gerundet)
Nun die Frage ins Forum. Habe ich einen Überlegungsfehler gemacht oder sind die wirklich so frech und geben falsche Angaben an??
Besten Gruss
Stephu
Die Tragkraftangaben sowie die Durchmesser sind bei der Nanofil auf der amerikanischen Seite anders ausgewiesen als auf der deuteuschen
Deutsche Angaben:
178.11.002 0,02 Nanofil 1,415 kg
178.11.004 0,04 Nanofil 1,964 kg
178.11.006 0,06 Nanofil 3,357 kg
178.11.008 0,08 Nanofil 4,012 kg
178.11.010 0,10 Nanofil 5,732 kg
178.11.012 0,12 Nanofil 6,934 kg
178.11.015 0,15 Nanofil 7,659 kg
178.11.017 0,17 Nanofil 9,723 kg
178.11.020 0,20 Nanofil 12,649 kg
Angaben auf .com Seite:
NF1501-CM 0.001 Diameter (in) 1 Pound Test = folglich 0.5 kg bei 0.03mm
NF1502-CM 0.002 Diameter (in) 2 Pound Test = folglich 0.9 kg bei 0.05mm
NF1503-CM 0.003 Diameter (in) 3 Pound Test = folglich 1.4 kg bei 0.08mm
NF1504-CM 0.004 Diameter (in) 4 Pound Test = folglich 1.8 kg bei 0.1mm
NF1506-CM 0.005 Diameter (in) 6 Pound Test = folglich 2.7 kg bei 0.13mm
NF1508-CM 0.006 Diameter (in) 8 Pound Test = folglich 3.6 kg bei 0.15mm
NF15010-CM 0.007 Diameter (in) 10 Pound Test = folglich 4.5 kg bei 0.18mm
NF15012-CM 0.008 Diameter (in) 12 Pound Test = folglich 5.5 kg bei 0.20mm
NF15014-CM 0.009 Diameter (in) 14 Pound Test = folglich 6.4 kg bei 0.23mm
NF15017-CM 0.010 Diameter (in) 17 Pound Test = folglich 7.7 kg bei 0.25mm
=> man sieht eindeutig das Verhältnis Tragkraft/Durchmesser kann auf der deutschen Seite nicht stimmen.
=> Der kleinste Durchmesser einer Nanofil ist auf der .com Seite mit 0.001 Inches angegeben. D.h. die dünnste Nanofil ist 0.03 mm dünn und hat eine Tragkraft von 1 Pount und d.h. 0.5kg.
=> also nichts mit 0.02mm mit 1.4kg.
Von mir verwendete Umrechnungssätze:
1kg = 0.4535.. Pound
1 mm = 0.03937 inches (hier auf 2 Stellen nach dem Komma gerundet)
Nun die Frage ins Forum. Habe ich einen Überlegungsfehler gemacht oder sind die wirklich so frech und geben falsche Angaben an??
Besten Gruss
Stephu
- Flümi
- Beiträge: 2619
- Registriert: Mo 4. Jun 2007, 19:42
- Meine Gewässer: Aare,Zihl,Schüss,Birs+Bieler,Öschi,Engstlen,Arnen
- Wohnort: Biel
- Has thanked: 28 times
- Been thanked: 101 times

Re: Berkley Nanofil Praxisbericht
das fast Gleiche hab ich schon mal geschrieben: viewtopic.php?p=176012#p176012
die Amis geben wohl praxistaugliche Knotenfestigkeiten an und der Europäer lässt sich gerne bescheissen mit linearen Tragkräften. wo kein Kläger, da kein Richter?

die Amis geben wohl praxistaugliche Knotenfestigkeiten an und der Europäer lässt sich gerne bescheissen mit linearen Tragkräften. wo kein Kläger, da kein Richter?
da sind Pfund und kg verkehrtStephu hat geschrieben: 1kg = 0.4535.. Pound
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante
Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante

Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren
- til
- Beiträge: 857
- Registriert: Fr 24. Nov 2006, 16:45
- Meine Gewässer: Reuss Bremgarten inkl. Nebengewässer, Zürichsee
- Wohnort: Oberwil-Lieli, AG
- Has thanked: 61 times
- Been thanked: 254 times
- Kontaktdaten:

Re: Berkley Nanofil Praxisbericht
@stephu: ich glaube das ist "normal". Ist mir bei PowerPro auch schon mal aufgefallen.
Grundsätzlich ist Nanofil ja nichts neues vom Material her, es ist HPPE oder auch "Dyneema" genannt, iinfach (mal wieder) etwas anders verarbeitet.
Folglich bringt es auch im Durchmesser/Tragkraft Verhältnis nichts neues und die schwache Abriebfestigkeit hat sich auch nicht geändert.
Man darf also keine Wunder erwarten.
Das Bescheissen beim Durchmesser von HPPE Schnüren hat hierzulande(in Europa) eine so lange Tradition, dass die meisten Fischer eine Schur mit ehrlicher Angabe garnicht kaufen würden. Eine 18er mit 4,5 KG Tragkraft tönt halt schon nicht soooo imposant, ist aber die Realität bei allen den modernen Superschnüren.
Grundsätzlich ist Nanofil ja nichts neues vom Material her, es ist HPPE oder auch "Dyneema" genannt, iinfach (mal wieder) etwas anders verarbeitet.
Folglich bringt es auch im Durchmesser/Tragkraft Verhältnis nichts neues und die schwache Abriebfestigkeit hat sich auch nicht geändert.
Man darf also keine Wunder erwarten.
Das Bescheissen beim Durchmesser von HPPE Schnüren hat hierzulande(in Europa) eine so lange Tradition, dass die meisten Fischer eine Schur mit ehrlicher Angabe garnicht kaufen würden. Eine 18er mit 4,5 KG Tragkraft tönt halt schon nicht soooo imposant, ist aber die Realität bei allen den modernen Superschnüren.
-
gonefishing
Re: Berkley Nanofil Praxisbericht
Das ist üblich und eigentlich bei fast allen Schnüren so. In D wird die lineare Tragkraft angegeben und die effektive Tragkraft mit Knoten liegt deutlich drunter (evtl. mit knotenloser Verbindung weniger extrem).
Habe mal versucht selbst zu messen und da kamen mir die amerikanischen Angaben wiederum etwas tief vor. Bei guten Knoten liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen.
Ich nehme an das liegt daran, dass in den USA die Schnüre ja nach Tragkraft verkauft und angegeben werden. Wenn ich jetzt einen 10kg Fisch an einer 8lbs Schnur fange dann ist das toll und scheinbar eine gute Schnur, und wenn die ein paar Hunderstelmillimeter dicker ist interessiert das weniger als wenn eine 8lbs Schnur bei einem 5kg Fisch reisst. Also wird die Tragkraftangabe in den USA eher etwas tief gestapelt sein, bzw. mit schlechten Knoten gemessen.
Bei uns will man halt möglichst dünne Schnüre mit möglichst hoher Tragkraft und dann wird halt so gemessen dass es möglichst gut aussieht.
Btw. sind auch die Durchmesserangaben ziemlich mit Vorsicht zu geniessen. Vergleiche mal verschiedene Geflochtene und eine Mono mit gleichem Durchmesser. Da wirst du Unterschiede von 0.1mm und mehr feststellen. Da kann man gerade bei Geflecht halt auch so oder so messen, also z.B. die Schnur unter voller Spannung oder beim Messen das Geflecht zusammendrücken...
Hier mal eine Mono, eine 'fused' Geflochtene und ein normales Geflecht mit gleicher Durchmesserangabe

Meine liebste Geflochtene gibt es schon seit 2008 (Microfuse), sie ist 'thermofused', die einzelnen Fasern sehr miteinander verschmolzen und die Oberfläche dadurch sehr glatt. Mit der Abriebsfestigkeit hatte ich noch nie Probleme.

Hatte allerdings Probleme eine haltbare Knotenverbindung zwischen Geflochtener und Monovorfach hinzubekommen. Mit verbesserten Albright, sehr vielen Windungen und sehr sauber gebunden klappt es aber.
Sollte die Nanofil tatsächlich noch deutlich glatter sein (habe sie mir angeschaut und bezweifle das), möchte ich am Wasser daran dann kein Mono mehr anknüpfen.
Habe mal versucht selbst zu messen und da kamen mir die amerikanischen Angaben wiederum etwas tief vor. Bei guten Knoten liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen.
Ich nehme an das liegt daran, dass in den USA die Schnüre ja nach Tragkraft verkauft und angegeben werden. Wenn ich jetzt einen 10kg Fisch an einer 8lbs Schnur fange dann ist das toll und scheinbar eine gute Schnur, und wenn die ein paar Hunderstelmillimeter dicker ist interessiert das weniger als wenn eine 8lbs Schnur bei einem 5kg Fisch reisst. Also wird die Tragkraftangabe in den USA eher etwas tief gestapelt sein, bzw. mit schlechten Knoten gemessen.
Bei uns will man halt möglichst dünne Schnüre mit möglichst hoher Tragkraft und dann wird halt so gemessen dass es möglichst gut aussieht.
Btw. sind auch die Durchmesserangaben ziemlich mit Vorsicht zu geniessen. Vergleiche mal verschiedene Geflochtene und eine Mono mit gleichem Durchmesser. Da wirst du Unterschiede von 0.1mm und mehr feststellen. Da kann man gerade bei Geflecht halt auch so oder so messen, also z.B. die Schnur unter voller Spannung oder beim Messen das Geflecht zusammendrücken...
Hier mal eine Mono, eine 'fused' Geflochtene und ein normales Geflecht mit gleicher Durchmesserangabe

Ich verwende sie gar nicht, vor allem da ich die aggressive und sensationsheischende Werbung von Berkley nicht mag und nicht glaube. In meinen Augen ist die Nanofil nicht so eine sensationelle Neuheit und Revolution.vock hat geschrieben:Für was verwendet ihr sie?
Meine liebste Geflochtene gibt es schon seit 2008 (Microfuse), sie ist 'thermofused', die einzelnen Fasern sehr miteinander verschmolzen und die Oberfläche dadurch sehr glatt. Mit der Abriebsfestigkeit hatte ich noch nie Probleme.

Hatte allerdings Probleme eine haltbare Knotenverbindung zwischen Geflochtener und Monovorfach hinzubekommen. Mit verbesserten Albright, sehr vielen Windungen und sehr sauber gebunden klappt es aber.
Sollte die Nanofil tatsächlich noch deutlich glatter sein (habe sie mir angeschaut und bezweifle das), möchte ich am Wasser daran dann kein Mono mehr anknüpfen.
- primus
- Beiträge: 362
- Registriert: Do 17. Jan 2013, 14:33
- Meine Gewässer: bergsee, vierwald, zürichsee greifensee
- Has thanked: 48 times
- Been thanked: 11 times

Re: Berkley Nanofil Praxisbericht
Fische die Nanofil auf 2 Ruten
Habe Sie auf Hecht Trüschen und beim Eisfischen gefischt selbst beim Trüschenfischen (Kanten,Steine) keine Probleme und zum Eisfischen TOP gefriert nicht auch bei -15 Grad
Fazit : besser als alle geflochtenen Schnüre die ich je gefischt habe
Habe Sie auf Hecht Trüschen und beim Eisfischen gefischt selbst beim Trüschenfischen (Kanten,Steine) keine Probleme und zum Eisfischen TOP gefriert nicht auch bei -15 Grad
Fazit : besser als alle geflochtenen Schnüre die ich je gefischt habe
Gruß und Petri
Manu
Manu