Zur Abwechslung ein eher trockenes Thema, welches mich allerdings schon länger beschäftigt...
Fast jedes Jahr kommt irgend eine neue Gesetzesänderung zur Fischerei: "Ach, angeln mit Köderfisch ist jetzt ganz verboten?", "Ach so, mit totem KöFi darf man noch", "Widerhaken sind jetzt auch verboten?", "Aha! An den Hegenen und beim Schleppen sind die Widerhaken noch erlaubt" - Diese Fragen stelle ich mir fast jedes Jahr, wenn ich ein neues Jahrespatent erhalte.
Ich störe mich nicht grundsätzlich an neuen Verboten (doch eigentlich schon, aber ich will mal "staatsmännisch" bleiben), sondern vorallem an der Tatsache, dass jene Leute welche solche Gesetze erlassen in praktisch allen Fällen noch nie eine Fischerrute in den Händen hielten.
Über den Einsatz von Widerhaken lässt sich streiten. Kiemenschnitt?! Na gut, als nächster Schritt muss wahrscheinlich der vor Ort ansässige Tierarzt den klinischen Tod feststellen und einen Totenschein ausfüllen
Seit einigen Jahren dürfen wir zusätzlich die SANA- Prüfung absolvieren. Ich finde die Grundsatzidee gut, allerdings ist die Umsetzung aus meiner Sicht eher dürftig. Wer am Hallwilersee schon nur ein Tagespatent beantragen will, muss im Besitze des SANA- Ausweises sein. Am Melchsee oder an anderen Seen mit einem gewissen Wert für den Tourismus, darf so ziemlich alles was kreucht und fleucht ein Patent beantragen - und das sieht man auch bei der Ausübung der Fischerei...
Ach tut das gut seinen Frust niederzuschreiben
Zum Schluss aber eine selbstkritische Frage: Weshalb unternehmen wir Fischer nichts? Wieso schlucken wir alle Änderungen und fluchen darüber, anstatt aufzustehen und etwas dagegen zu unternehmen? Politische Instrumente gibt es ja genügend!
Wünsche Euch allen noch einen schönen Sonntag und weiterhin viel Petri Heil (mit oder ohne Gesetzesänderungen)
Grüsse
TroutFinder


