im Bielersee befischen wir die Felchen in Tiefen von 5 – 30m Wassertiefe, im Zwischenwasser sind in Wassertiefen bis zu 45m gute Aussichten auf Erfolg. Nehmen wir also mal einen Durchschnitt von 20m an, ist sehr wohl mit Lichteinflüssen zu rechnen. Bei Testversuchen wurde tatsächlich bei klarem Vollmond zwischen 22 – 04 Uhr morgens mehr gefangen als durch den ganzen Tag. Will heissen, die Felchen sind zwar bei Vollmond sehr aktiv, aber, nicht zu der Zeit, wo wir auf sie Fischen, besser geschrieben, fischen dürfen. Ein weiterer Faktor dabei ist die Konzentration des Planktons, sowie das Verhalten der Nymphen, sowie deren Vorkommen, wie Stadium. Ersteres wird zusätzlich von Schall und Wind beeinflusst sowie Zweiteres durch die jeweilige Ausbildung des Wasserkörpers – Umschichtung, Kälte, Wärme, Sauberkeit u.s.w.
Wie man sich nun ausmalen kann, sind schon in der Summe der Möglichkeiten, wenn man die Oben beschriebenen Faktoren einberechnet, in diesem Fall X Interpretationen richtig oder falsch. Wer um den Vollmond im Bielersee auf Felchen fischt muss wissen, dass die Felchen Nachtaktiv sein können, wenn jenes und diese stimmt, schlagen sie sich ihr Bäuche dann voll, wenn ich nicht fischen darf und will – einmal muss man(n) ja schlafen. Das heisst nun aber nicht, dass man keine Felchen am Tag fangen, doch man fängt im Gegensatz zur Ab- und Zunehmender Phase um 40 – 60% schlechter.
Mein Tipp: um den Vollmond rum immer aktiver Fischen
Und zum Schluss noch dies, es ist doch schön, dass sich nicht immer alles so einfach Erklären lässt – das macht Fischen erst Recht spannend!

