Rolandus hat geschrieben:Dural hat geschrieben:ich würde es viel eher begrüssen das wir Schweiz weit alle die gleichen Gesetze/Beschränkungen hätten....
D A N K E lieber Dural !!!
Das ewige föderalistische Getue ist völlig ineffizient.
Am Besten gleich die Möglichkeit (für einen Aufpreis), nebst dem kantonalen Patent ein gesamtschweizerisches Patent lösen zu können.
Geschätzter Rolandus, mit Verlaub, das ist keine gute Idee! Da Du keine Smilies verwendet hast, muss ich annehmen dass die Aussage Deienrseits ernst gemeint war.....
Es gibt Pachtgewässer und Patentgewässer, wir als Pächter einer Strecke von 22km Birs regeln die Fangzahlbeschränkung (4 Edelfsiche pro Tag) und wollen uns offen lassen, dies den Gegebenheiten anzupassen. So sind seit Längerem auch sog. "Fangfenster" ein Thema. Dies hätte den Vorteil, dass die guten Verlaicher (BaFo zwischen 28 und 35cm) soweit geschont werden könnten und mindestens 2 mal kräftig ablaichen können. Aeschen haben bei uns im Oberlauf (Strecke Liesberg) einen fantastiaschen Bestand, was jeweils an den Laichffischfängen zu Tage kommt. Da stimmt eben auch die Alterspyramide. Nur wird kaum auf die Aesche gefischt, resp. nur von den Fliegenfischern, die bekanntlich jeweils sehr ungeschickt darin sind, einen gehakten Fisch auch zu behändigen..... Da wegen den vielen Staustufen kaum eine genetische Verbreitung möglich ist, somit die Populationen isoliert sind,haben wir als Pächter die Möglichkeit in einzelnen Strecken die Fangzahlbeschränkung in Bezug auf Aeschen zu lockern oder bei Strecken mit einem kleinen Aeschenbestand diesen eben auch zu verschärfen.
Wie du siehst haben wir als Pächter sehr wohl die Möglichkeiten zu regulieren. Hätten wir eine Gesamtschweizerische Lösung wäre dies absolut nicht möglich!
Was das "Schweizerpatent" angeht, das würde dannzumal bedeuten, dass wir keine Pacht- sondern nur noch Patentgewässer hätten. Dies wiederum hätte die Situation, dass der Staat macht was er will mit den Gewässern und wir als "Nutzer" uns seinem Joch zu unterwerfen hätten. Fischervereine würden aussterben, wer will denn noch für ein Gewässer arbeiten, sich einsetzen, dies bewirtschaften, wenn er für das Patent ein Paar lausige Franken hinlegen muss und sich dann an jedem beliebigen Gewässer "bedienen" kann?
Ich Fische im Gundsatz in der Schweiz nur dort, wo ich die örtlichen Vereine, die ein Gewässer nachhaltig bewirtschaften, mit den Patentkosten auch unterstützen kann. Und ich habe absolut kein Problem, mich den örtlichen Gepflogenheiten wie Fangzahlbeschränkung, Fanggrössen, Watverbote etc. anzupassen. Ich gehe immer davon aus, dass sich die jeweiligen Verantwortlichen dieses Vereins ihre Überlegungen schon gemacht haben, wenn solche "Einschränkungen" beschlossen wurden.
Der Kanton Solothurn im übrigen hat genau das bewiesen, wie schlecht ein Wechsel der Pacht- auf Patentfischerei für die fischereilichen Interessen sind. ICh glaube im Gegensatz zu der früheren Meinungen würden heute die Fischervereine dies nicht mehr unterstützen...
Wenn nun noch das Verbandsbeschwerderecht kastriert wird, haben wir Fischer keine Möglichkeit mehr, uns gegen Kleinwasserkrafte etc. zu wehren...
Im diesen Sinne, Rolandus, hoffe ich, dass Du Deine Meinung noch revidierst!
Cheers