Bachforelle im Kt. Bern

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Schweizer Angler

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Schweizer Angler »

Eine 40er Forelle wäre wohl durchaus daran interessiert, kleiner Forellen zu fressen. Wie seht ihr das, gibt es diesbezüglich Studien oder ähnliches?
ist sie, man muss aber bedenken dass oft wir fische die natur die sich selbst reguliert selbst verregulieren (z.b. durch sinnlosen massenbesatz, gut der ist auch erlesenes fischfutter :D ). in einem meinem pachtgewässer sind seit jahren einige "scheiben" (über 40!) drin und ich lasse sie auch drin. und es hat auch zahlreiche kleinere in vielen grössen (von 15-35cm), trotz den "schiben". die dummen landen in deren maul, die gescheiten eben nicht, das ist in einem natürllichen gewässer ganz normal. sollte ich einmal bemerken und es auch nachweisen können dass die "schiben" den bach leerfressen, würde ich sie zu "hegerischen zwecken" rausfangen, aber momenaten betrachte ich sie als gute laichfische und guten genpool. zudem ist das gewässer sehr abwechslungsreich mit sehr vielen verstecken, der nahe bschüttende bauer ist die massiv grössere gefahrenquelle.

gruss

sa
Wasabi

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Wasabi »

Schweizer Angler hat geschrieben: @ wasabi
die kormis in der aare beim marzili sind vim tierpark zuhause (sogar beringt), dies seit jahren, und ich fange im marzili (nicht mal im schongebiet ;-) schon lange trotzdem.
gruss sa
Stimmt auch wieder 8) aber das es gar keine hat, wie Tom sagt, ist auch nicht ganz richtig. Vorallem unten am W'see an der Staumauer. Da machen die Jäger sogar Jagd auf die Kormis.
Konnte das selber sogar beobachten...
Schweizer Angler

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Schweizer Angler »

yep, auch auf enten wird am wohlensee fleissig geknallt 8)

gruss

sa
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helix
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Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von helix »

Chinoock hat geschrieben:Meiner Meinung nach sollten die Bachforellen ein Schonmass von 35cm generell haben!
Das finde ich eine schlechte Idee. Da Bafos je nach Gewässer und Erbgut völlig unterschiedlich schnell abwachsen und erwiesenermassen in einigen "mageren" Gewässern schon unter 20cm Länge laichen, während in anderen, nahrungsreicheren und wärmeren Bächen die Erstablaichung erst mit ca. 30cm stattfindet. Hier muss man stark nach Gewässer differenzieren und es kann sicherlich keine generelle Schonmasse nach Art vorgenommen werden. Ein Schonmass hat nach wie vor den Zweck einer natürlichen Bestandeserhaltung und da müssen die jeweiligen Gegebenheiten vor Ort betrachtet werden.
konsument hat geschrieben:Eine 40er Forelle wäre wohl durchaus daran interessiert, kleiner Forellen zu fressen. Wie seht ihr das, gibt es diesbezüglich Studien oder ähnliches?
Vor allem kleine Besatzforellen sind sicherlich ein ideales "Futter" für solche Trouts, denn sie kennen keine Fressfeinde. Findet jedoch in ausreichendem Masse eine Naturverlaichung statt, ist die Gefahr, von einer grösseren Artgenossin gefressen zu werden, für die kleinen Forellis sicherlich wesentlich kleiner. In freier Natur müssen die Jungforellen sich von Anfang an die Prädatoren, dazu gehören auch adulte Forellen, anpassen. Sie verstecken sich unter Steinen und Wurzeln, in kleinen Nischen und Ritzen und müssen stets auf der Lauer sein. Wenn sie erstmals eine gewisse Grösse erreicht hat, kann sie dann kaum mehr von einer grösseren Forelle erwischt werden.

Ich schaue regelmässig die Mageninhalte von Fischen an, dabei habe ich in einer Forelle noch nie eine kleine Artgenossin entdeckt. In Magen von Hechten allerdings schon oft. In einem Pachtbach konnte ich allerdings einmal selbst sehen, wie sich sich eine ca. 30er Bafo eine von mir aufgescheuchte Jungforelle schnappte.

Gruss
helix
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Alet
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Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Alet »

Betreffend Bewuchs Bäume, Büsche: Gebüsch wird alle paar Jahre aus Hochwasserschutzgründen geschnitten. Dünne Äste verbiegen sich bei Hochwasser und leisten wenig Widerstand. Das Wasser kann schnell abfliessen. Dickere Äste Stauen das Wasser und das will man verhindern.

Totholz ist das grauen jedes Wasserbauers. Totholz verstopft die Rechen der Kraftwerke und kann zu Verlausungen bei Brücken führen. So wird jeder ältere Baum gleich gefällt.

Kein Politiker will das Risiko von Schäden auf sich nehmen. Also wird rigoros alles umgehauen, je mehr desto besser.

Soviel zu den Gründen.
Für mich wird viel zu viel abgeholzt und die Angst ist leider zu oft übertrieben.


Zum Forellenrückgang: Der Forellenrückgang betrifft alle Gewässer. Vögel sind nicht überall anzutreffen und können daher gar nicht der Grund sein. Übrigens wurde mir gesagt die Forellen in einem Bach wären vom Kormoran gefressen worden. Da Gewässer ist voller Alet, der Kormoran hat gezielt unter den hunderten Alet alle Forellen gefressen :lol: Punktuell sind die Vögel sicher ein Problem, sind aber nicht für den allgemeinen Rückgang verantwortlich.

Daher meine Gedanken dazu:
- Weniger Wasser: Bsp. das Tösstal Die Einwohnerzahl steigt, das heisst der Wasserverbrauch steigt. Weniger Wasser in den kleinen Bächen und damit tendenziell höhere Temperaturen, zu wenig Wasser oder Gefahr des Austrocknens. Gleichzeitig werden die kleineren Kläranlagen aus Gewässerschutzgründen geschlossen. Grosse Anlagen reinigen das Abwasser besser und günstiger. Das ganze Tösstalabwasser geht nach Winterthur und fehlt im Tal selbst.
- Krankheiten wie PKD Ich halte PKD als einer der Hauptfaktoren im Mittelland.
- Verlust der Laichgründe. Ich kenn kaum einen Bach mit natürlicher Kiessohle im Mittelland.
- Spekulativ meinerseits: Verlust angepasster Stämme durch schlechten Besatz.
- Vögel: Punktuell sicher, bei zu gepflegten und ausgeräumten Bächen. Aber von den Fischer stark übertrieben.

Und leider haben wir auch einen starken Rückgang in völlig natürlichen und ursprünglichen Bächen. Wir haben noch nicht alle Ursachen gefunden!


Schonmasse und Entnahmebeschränkungen können einen Bestand in einem Patentgewässer nicht schützen. Ob ein höheres Schonmass wirkt, bezweifle ich. Der Fisch wird nur öfters wieder freigelassen. Auch bei einer hohen Überlebensrate von 90% und mehr bei einer schonenden und vorbildlichen Handhabung, wir der Fisch mit hoher Wahrscheinlichkeit daran sterben. Da die Forelle zu oft gefangen wird. Eine tiefere Entnahmemenge führt zu einer gleichmässigeren Verteilung auf die Fischer. Ich will damit nicht sagen, dass ich dagegen bin, aber sie bringen keinen besseren Bestand.

Der Befischungsdruck in Patentgewässern ist einfach zu hoch. Ich habe noch nie einen guten Forellenbestand in einem Patentgewässer gefunden. Das ist wahrscheinlich ein unlösbares Problem.
Arts

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Arts »

Hallo,
Alet hat geschrieben:Übrigens wurde mir gesagt die Forellen in einem Bach wären vom Kormoran gefressen worden. Da Gewässer ist voller Alet, der Kormoran hat gezielt unter den hunderten Alet alle Forellen gefressen :lol: Punktuell sind die Vögel sicher ein Problem
Das ist genau das was ich auch meine. Ein fischfressender Vogel ist wohl kaum ein "Gourmet" der es nur auf unsere Zielfische wie Forelle, Hecht, Felche abgesehen hat und uns diese "wegfrisst"

Es sind Opportunisten, desswegen glaube ich ist der "Vogel" nicht der Grund für einen Bachforellen Rückgang, denn Alet, oder auch Rotaugen und Rotfedern, und Brachsen oder Schleien sind nie ein Thema zur Sorge :wink:

Zur Diskussion stehen immer nur Forellen, Äschen, Hecht, Felchen.....

Tja und bei den Bachforellen beständen wird wohl selbst der Kormoran nicht mehr satt... Trotzdem ist er da, es gibt ja noch anderes Futter als Bachforellen...

Tom
lacustribus

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von lacustribus »

Für mich geht die Diskussion den Fischbestand anzuheben mittels Moratorien, Fangzahlbeschränkung oder Schonmasserhöhung, nicht auf. Es gibt nicht wenige Gewässer im Kanton Bern, bei welchen wirklich nur noch relativ wenige Forellen laut Statistik gefangen werden, dies trotz massiver Besatzwirtschaft. Der Fischrückgang kann in vielen Gewässern gar nicht an den zuviel entnommenen Fischen liegen (es sind zu wenige), sondern andere Faktoren müssen hier die Hauptrolle spielen.
Arts

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Arts »

Hallo,

Interessante Aussage. Ich war am Sonntag an der Emme bei Schalunen. Da fing ich vor 28 Jahren meine erste Forelle. Eine 27cm Regenbogenforelle. Etwas unterhalb der ARA Burgdorf-Fraubrunnen. Die erste vergisst man nie ;).

Nach ca 28 jahren siehts da völlig anders aus, ich war wie gesagt seit 28 Jahren, nach meiner ertsen Forelle das erste mal wieder dort.
Eine Srecke die ich sehr gut in Erinnerung habe, war es doch der Streckenabschnitt an dem ich Bisse hatte, Nachläufer und Aussteiger welchen ich hinterhergerannt bin ;)

Heut sehe ich und verstehe, begreife ich, das Grundhinderniss ist nach wievor dasselbe.

An der Emme Schalunen, wird aus irgendwelchem Grund Wasser abgezweigt, dieser "Emmenkanal", wenn man das Bauwerk anschaut, innerhalb des Kanals 2 Fischtreppen, eine Fischtreppe ca 1m Breit umgeben von senkrechten Betonmauern von ca 1m Höhe.... Für die Wanderung muss die Forelle 2 Treppen im kompliziertesten Sinne umgehen und eine Strecke von gut 500m oder mehr umgehen.

Der Fisch soll eine Fischtreppe benutzen die max 1m breit ist, dunkel umgeben von Beton ist. Den Einstieg muss sie als kleiner Einstieg mit minimaler Strömung vom Hauptstrom noch unterscheiden können? Ok er ist da, wir haben getan was verlangt.... Ob der Fisch den Einstig findet?? Er muss wohl erst ca 500 Meter zurücklegen merken ahaa... da gehts nicht weiter, mal schauen 500 m unterhalb, da war doch was ....

Wenn ich solche Sachen sehe, dann glaube ich sind solche Fischtreppen, Bauwerke reine Alibi übungen und auch nicht sehr förderlich und vermutlich auch ein Grund der Situation der Bachforelle.

Tom
Zuletzt geändert von Arts am Mo 21. Mär 2011, 22:11, insgesamt 1-mal geändert.
astacus

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von astacus »

@Alet:

deinen ausführungen kann ich soweit völlig zustimmen. leider muss ich dir auch bezüglich totholz und wasserbau recht geben, was die heutige philospohie betrifft. ich halte es aber für eine zentrale aufgabe der naturschutz- und fischereiverbände, diese philosophie des wasserbaus und des hochwasserschutzes aufzubrechen. denn die natur kennt das system, möglichst grade und strukturarme gewässer zu haben, damit das wasser möglichst schnell abfliesst, nicht. die natur hat ein viel besseres hochwasserschutzsystem entwickelt, auf welches auch wir heute mehr gewicht legen sollten: nämlich der rückhalt von wasser im oberlauf, damit hochwasser nicht auf einmal, sondern verzögert und zeitlich besser verteilt abfliessten

gerade im zusammenhang mit dem biber wurde bestens untersucht, was totholz und halt namentlich auch biberdämme diesbezüglich bewirken können. wird das wasser im oberlauf durch strukturen (eben totholz, dämme, etc.) im abfluss verlangsamt, infiltriert deutlich mehr in das grundwasser (was erwünscht wäre), der totale abfluss nimmt ab. durch den verlangsamten abfluss im oberlauf ist im unterlauf weniger wasser auf einmal vorhanden. durch strukturen werden zudem deutlich mehr sedimente im oberlauf zurückbehalten, was das volumen des hochwassers im unterlauf ebenfalls mindert. all dies wirkt sich klar positiv auf den hochwasserschutz aus.

genau diese fakten aufzuzeigen und damit langfristig einen hochwasserschutz zu etablieren, der das natürliche system des wasserrückhalts im oberlauf wieder ermöglicht und den nötigen gewässerraum sicherstellt, ist eine unserer kernaufgaben und wir dder fischerei mehr nützen als sämtliches gejammere über die vögel oder die neuen besatzstopps in gewissen kantonen.


@Arts:

offenbar hat es im bernischen emmenkanal immerhin aufstiegsmöglichkeiten für fische. davon können wir bei den vier kraftwerken am solothurnischen emmenkanal nur träumen. das hauptproblem an der unteren emme sind jedoch nicht die fehlenden oder mangelhaften aufstiegsmöglichkeiten im kanal, sondern die durch den kanal generierten, äusserst geringen restwassermengen (<1m3, wo natürlicherweise minimal zwischen 10 und 15m3 fliessen sollten).
Arts

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Arts »

Hallo
astacus hat geschrieben:offenbar hat es im bernischen emmenkanal immerhin aufstiegsmöglichkeiten für fische. davon können wir bei den vier kraftwerken am solothurnischen emmenkanal nur träumen.
Wobei ich den Sinn dieser Anlage nicht wirklich verstehe. Früher war eine grosse regulierbare Schwelle dort. Heute wurde diese Regulierbare Schwelle zur hälfte reduziert, Die Schwelle zu betoniert. Die Warnung möglichen Schwalls. besteht noch heute. den Emmenabfluss gibt es noch, aber den Sinn darin sehe ich nicht..

Im Vergleich zu früher.. total verändert... Baustelle, sinnlose Schwelle.... wirklich unbegreiflich, würde mich brenndend interssieren was der Sinn hinter dieser Anlage ist...

Ich erinnere mich als Jugendlicher sind wir dort, wenn die Schwelle zu war baden gegangen, da war durch die Schwelle eine riesen Gumpen voll von Mühlesteinen, wir haben dort grilliert, unsere MEPS ausgeworfen und immer wieder Nachläufer gehabt... es war richtig schön dort zu fischen.... Am Sonntag nach 28 Jahren... ich war entäuscht....... Sorry ich muss aufhören die Nostalgie holt mich ein :cry:

Tom
Zuletzt geändert von Arts am Mo 21. Mär 2011, 22:49, insgesamt 1-mal geändert.
astacus

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von astacus »

ich war zwar schon eine weile nicht mehr dort und hatte mir die anlage damals nur oberflächlich angeschaut, aber soweit ich weiss, ist das doch einfach der abzweiger für den linksseitgen emmenkanal, der parallel zur urtenen fliesst.
Arts

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Arts »

Ja,

Die Urtenen, fliesst ja durch Fraubrunnen, der Hauptnutzer ist die FORS Futtermühle. Da habe ich geschnuppert, kenn die Anlage...

Die Urtenen.

An einem Nebenbächlein, haben wir als Schüler noch gestaut, Flohkrebse gesammelt, das erste mal die Nutzung von Wasserkraft miterlebt, Elektroabfischung miterlebt, sind mit Lastwagenpneu runter getrieben.... Das war meine Jugendzeit... Da hat man auch noch Fische gesehen...

Tom
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Käpten Adi
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Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Käpten Adi »

Das einizige was wirklich hilf, ist die rigorose Renaturiereung unserer Gewässer inkl- Planzen und Mäanderung. Solange wir den Bachforellen ihren LEbensraum wegnehmen wir sich nichts ändern.
Diese selbstkasteiungen mit fast keinen Entnahmen bringen nicht wirklich etwas. Ausserdem könnte man den Fischtourismus auch noch massiv einschränken.
Gruss Adi
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Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Flümi »

zu den ganzen Zusammenhängen (die ich nicht wirklich verstehe), enthalte ich mich mal der Diskussion. zu einem Punkt wollte ich noch was sagen:
helix hat geschrieben:Man kann sicherlich nicht vor dem PC aufgrund von Statistiken und Zahlenvergleichen über Bachforellenbestände diskutieren, da muss man schon raus in die Natur und die Gegebenheiten an jedem Bafogewässer für sich betrachten!
ich war am 16.3. bei La Heutte an der Schüss im Berner Jura, zwischen Bahnhof und der Eisenbahnbrücke oberhalb. ich habe rund 5,5h gefischt und die 1km Strecke auf einer Seite nach oben und auf der anderen Seite nach unten komplett angeschaut, bzw abgelaufen und z.T. befischt. hier so meine Beobachtungen:
Hunde/Katzen: 0
Mäuse/Ratten: 0
Frösche/Amphibien/usw: 0
Fischer: ca. 8
Aufseher: 1
Graureiher/Fischreiher/Storch: 0
Eisvogel usw: 0
Gänsesäger: 1 (männlich)
Stockenten: 2 (m + w)
aufgeschreckte/flüchtende Fische, alle Grössen: 0
Fische bei natürlichen Aktivitäten, alle Grössen: 0


ich hatte in den 5,5h lediglich 2 Fischkontakte/Bisse und konnte sie auch "verwerten": eine Massige um 30,7-31cm (mitgenommen. hatte Loch von Reiher im Nacken und wenig Parasitenbefall am Mund), sowie eine Untermässige um 22-24cm (sah schön aus. nicht gekeschert, schonend abgehakt).

da ich in den letzten 3-4 Jahren nicht mehr an der Schüss gefischt hab und früher auch nur selten (0-5mal pro Jahr, durchschnittlich um 1,5mal/Jahr), gab mir jedoch die Tatsache zu denken, dass ich keine einzige Forelle im Wasser gesehen hab ... egal wie klein oder gross. das Wasser war klar! früher hat man an manchen Löchern nur den Kopf über den Rand halten müssen oder sonstwie ans Ufer zu gehen brauchen und man sah immer wieder Forellen, die das Weite gesucht haben. diesmal aber nicht. sowas wie Bachforellen mit Löchern/Striemen/Wunden von Vögeln, Parasiten, Pilzen usw, habe ich früher nie gesehen (ausser 2 Ausnahmen in der Stadt Biel).
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante Bild

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helix
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Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von helix »

Käpten Adi hat geschrieben:Das einizige was wirklich hilf, ist die rigorose Renaturiereung unserer Gewässer inkl- Planzen und Mäanderung.
Renaturierungen können sicherlich sinnvoll sein und sind auch fürs Auge in Sachen Landschaftsgestaltung schön. Allerdings ist der Rückgang der Bachforellen m.A.n. nicht primär auf die unpassenden, einst durch den Menschen geformten Gewässer (Begradigungen, Schwellenbau etc.) zurückzuführen. Diese Bauten sind nämlich oft schon viel früher geschaffen worden, längst vor dem Rückgang der Populationen. Deshalb sind Renaturierung alleine sicherlich nicht die Lösung.

Ich höre gerne alten Fischern zu, wenn sie von längst vergangenen Zeiten schwärmen. Damals (40-70 Jahre) waren die Gewässer schon längst verbaut und dennoch war der Fischbestand im Vergleich zu heute hervorragend. Man durfte noch 8 Forellen nehmen und dies wurde regelmässig auch gemacht, denn Fischen galt damals vielmehr als heute vor allem auch der Nahrungsbeschaffung. Am meisten Forellen fing man gemäss diesen älteren Herren bei den Einläufen der Kanalisationen und bei Restaurants, wo Speisereste direkt im Gewässer "entsorgt" wurden. Fische von 2-4 Pfund waren damals an der Tagesordnung und von Weissfischen wimmelte es geradezu. "Auswärtige" Fischer gab es keine, der Befischungsdruck war viel kleiner, obwohl die Fischer wesentlich mehr entnahmen als heute.

helix
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Gruess helix
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