Betreffend Bewuchs Bäume, Büsche: Gebüsch wird alle paar Jahre aus Hochwasserschutzgründen geschnitten. Dünne Äste verbiegen sich bei Hochwasser und leisten wenig Widerstand. Das Wasser kann schnell abfliessen. Dickere Äste Stauen das Wasser und das will man verhindern.
Totholz ist das grauen jedes Wasserbauers. Totholz verstopft die Rechen der Kraftwerke und kann zu Verlausungen bei Brücken führen. So wird jeder ältere Baum gleich gefällt.
Kein Politiker will das Risiko von Schäden auf sich nehmen. Also wird rigoros alles umgehauen, je mehr desto besser.
Soviel zu den Gründen.
Für mich wird viel zu viel abgeholzt und die Angst ist leider zu oft übertrieben.
Zum Forellenrückgang: Der Forellenrückgang betrifft alle Gewässer. Vögel sind nicht überall anzutreffen und können daher gar nicht der Grund sein. Übrigens wurde mir gesagt die Forellen in einem Bach wären vom Kormoran gefressen worden. Da Gewässer ist voller Alet, der Kormoran hat gezielt unter den hunderten Alet alle Forellen gefressen

Punktuell sind die Vögel sicher ein Problem, sind aber nicht für den allgemeinen Rückgang verantwortlich.
Daher meine Gedanken dazu:
- Weniger Wasser: Bsp. das Tösstal Die Einwohnerzahl steigt, das heisst der Wasserverbrauch steigt. Weniger Wasser in den kleinen Bächen und damit tendenziell höhere Temperaturen, zu wenig Wasser oder Gefahr des Austrocknens. Gleichzeitig werden die kleineren Kläranlagen aus Gewässerschutzgründen geschlossen. Grosse Anlagen reinigen das Abwasser besser und günstiger. Das ganze Tösstalabwasser geht nach Winterthur und fehlt im Tal selbst.
- Krankheiten wie PKD Ich halte PKD als einer der Hauptfaktoren im Mittelland.
- Verlust der Laichgründe. Ich kenn kaum einen Bach mit natürlicher Kiessohle im Mittelland.
- Spekulativ meinerseits: Verlust angepasster Stämme durch schlechten Besatz.
- Vögel: Punktuell sicher, bei zu gepflegten und ausgeräumten Bächen. Aber von den Fischer stark übertrieben.
Und leider haben wir auch einen starken Rückgang in völlig natürlichen und ursprünglichen Bächen. Wir haben noch nicht alle Ursachen gefunden!
Schonmasse und Entnahmebeschränkungen können einen Bestand in einem Patentgewässer nicht schützen. Ob ein höheres Schonmass wirkt, bezweifle ich. Der Fisch wird nur öfters wieder freigelassen. Auch bei einer hohen Überlebensrate von 90% und mehr bei einer schonenden und vorbildlichen Handhabung, wir der Fisch mit hoher Wahrscheinlichkeit daran sterben. Da die Forelle zu oft gefangen wird. Eine tiefere Entnahmemenge führt zu einer gleichmässigeren Verteilung auf die Fischer. Ich will damit nicht sagen, dass ich dagegen bin, aber sie bringen keinen besseren Bestand.
Der Befischungsdruck in Patentgewässern ist einfach zu hoch. Ich habe noch nie einen guten Forellenbestand in einem Patentgewässer gefunden. Das ist wahrscheinlich ein unlösbares Problem.