Eisfischen - muss das sein?

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gonefishing

Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von gonefishing »

helix hat geschrieben:Wo bleiben denn die Pro-Eisfischen-Argumente? Ausser dem Spassfaktor habe ich noch keine plausiblen Befürwortungen gehört...
Argumente für eine Freizeitbeschäftigung zu finden ist relativ schwierig, der Hauptgrund warum wir alle Fischen gehen, ist dass es uns Spass macht.

Was sind deine 'Argumente' für das Fischen wie du es betreibst? Nimm sie, und schau ob sie nicht auch auf das Eisfischen passen...

Eine positive Begleiterscheinung beim Fischen ist, dass man ab und zu das z'Nacht mit nach Hause bringt, und nicht noch Melander im Supermarkt kaufen muss. Das Eisfischen dürfte hier besser abschneiden als SeeFo-Fischen...

Thema Besatz, schau dir mal die Besatz- und Fangzahlen an Fliessgewässern und Bergseen an. Die Fischerei an den Bergseen ist wesentlich wirtschaftlicher.

Thema Störung der Natur, ist es besser die Massen sammeln sich an einigen wenigen Gewässern und die schwarzen Schafe lassen dort ihren Dreck liegen, oder ist es besser wenn sich das auf viele Gewässer verteilt?

Schaue ich mir die Fangberichte hier im Forum an, dann gehen viele weniger erfahrene Fischer und Fischer mit Kindern zum Eisfischen, denen gönne ich einen Fang ganz besonders, ist es doch ansonsten gerade für Anfänger vom Ufer nicht gerade leichter geworden.

Und soll der Kanton viel Geld in die Bewirtschaftung der Gewässer stecken, und den Bereich der rentiert den Privaten überlassen? Das merkst du dann vielleicht auch an deinen Gewässern, du proftierst also sogar vielleicht indirekt vom Eisfisch-Boom...
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helix
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Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von helix »

Högli, deine Stellungnahme passt hervorragend zum Klischee des erwähnten "Konsumfischers"! Nichts kritisch hinterfragen, das Gefühl haben, nur weil man das Gesetz einhalte, sei alles in bester Ordnung, man habe damit ein reines Gewissen, und es würde für immer so weitergehen... Warum auch Zeit investieren, und sich über sein eigenes Tun Gedanken machen - bringt ja nichts in die Pfanne und Spass macht es schon gar nicht, nein es geht einem höchstens auf den Sack! :|

Es ist in der heutigen Zeit normal und gehört zur modernen Gesellschaft, dass man sich als Fischer rechtfertigen muss. Wenn man dazu gut begründete Argumente mit passenden Beispielen machen kann, hören einem die Nichtfischer auch mit offenen Ohren zu und wir Fischer erhalten dadurch ein Ansehen, welches unserem Hobby nur dienlich ist. Das gilt übrigens auch unter Fischern mit unterschiedlichen Ansichten.
Högli hat geschrieben: der Fischereiszeit hat heuer schon früh angefangen
Tatsächlich, da gebe ich dir Recht!
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Gruess helix
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helix
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Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von helix »

@Mattu

Gute und nachvollziehbare Gedanken, die du da schilderst! Insbesondere für Kinder und auch für Jungfischer und Anfänger ist das Eisfischen sicherlich ein tolles und lehrreiches Erlebnis, das unterstütze ich gänzlich.

Klar, da gebe ich dir ebenfalls Recht, Spass, schöne Erlebnisse in der Natur sind ein wichtiges Kriterium für die Freizeitbeschäftigung. Doch als erfahrener und geübter Fischer macht es doch keinen Spass mehr, mitten in hunderten von andern Fischern mit einer wenig herausfordernden Technik auf gemästete Kanadier und Rebos mit abgefressenen Flossen zu fischen. Das ist harter Massentourismus und hat für mich nichts mit sinnlichem Erleben der Natur zu tun. Das, was da noch Spass macht, ist für mich das "Après-Fischen" mit Kollegen :P und der Ausflug an und für sich, nicht aber die Fischerei.
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Gruess helix
astacus

Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von astacus »

helix, ich möchte deine frage
helix hat geschrieben:Wo bleiben denn die Pro-Eisfischen-Argumente? Ausser dem Spassfaktor habe ich noch keine plausiblen Befürwortungen gehört...
mit deinen eigenen worten aus einem anderen thread beantworten
helix hat geschrieben:Nicht nur die Natur profitiert von dieser grösseren Biodiversität, sondern vor allem auch der Mensch, als oberstes Glied der Nahrungskette oder zur grösseren Befriedigung seines Hobbys (ist nicht nur Egoismus, sondern hat seine Berechtigung)
gemäss deinen aussagen profitiert die natur doch generell dort mit, wo eben der mensch als teil der natur profitiert. durch das eisfischen profitiert doch gerade der mensch im sinne deiner zitierten worte?!


p.s.: bin selbst kein eisfischer und habe dies noch nie versucht. seit zwei drei jahren nehme ich es mir zwar sporadisch immer mal wieder vor, habs aber bisher noch nie geschafft. ich habe aber kein problem mit der eisfischerei, u.a. weil dadurch keine natürlichen oder selbstverlaichende bestände (ausnahmen bestätigen die regel) gefährdet werden.
alpfish

Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von alpfish »

Die Diskussion hier hat doch wenig mit Eisfischen zu tun. Bei den allermeisten Ausführungen geht es schlicht und einfach um put and take Gewässer. Sicherlich ein Grund weil in der Schweiz die Möglichkeiten diese schöne Art zu fischen nur sehr beschränkt möglich ist und sich offensichtlich auf ein par wenige, einfach zugängliche Gewässer beschränkt. Eisfischen bedeutet in erster Linie Fische in der kalten Jahreszeit zu fangen, wo in vielen Kantonen für die beangelten Fische eine Schonzeit gilt. Gewässer mit Hecht und Egli zum Eisfischen findet man bei uns wohl nicht. Es gibt aber auch Bergseen (es muss ja in der Höhe sein, wenn verlässlich Eis auf dem See sein soll), bei denen man auf einen viel naturnähren Fischbestand angeln kann. Ich meine damit Seen mit einem selbst wachsenden Fischbestand entweder in Form von eingesetzten Sömmerlingen wie oft mit Regenbogenforellen praktiziert oder sogar mit Saiblingen die sich durchaus auch verlaichen können. Eine solche Bewirtschaftung wäre prinzipiell auch im Öschinensee denkbar! Offenbar kommt ja wohl von solchen Gewässern die Vorstellung, dass man beim Eisfischen jederzeit Vollpackung macht? Dem ist nicht so! Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert, vermehrt für die Eisfischerei geeignete Gewässer freizugeben. Dabei wäre es aber auch wichtig, die Fischerei in dem Sinne zu lenken, dass es eine schonende Entnahme gibt. Warum 2 Ruten? Warum Naturköder? Warum Widerhaken? Wären drei Fische je Person für Eisfischen nicht auch mehr als genug? Ich befische regelmässig Patentgewässer im Wallis duch das Eisloch. Wenn mann erstmal so 2 bis 3h per Schneeschuh hinauflaufen muss, erübrigen sich viele der zuvor aufgeführten Probleme von selbst. Bisher waren wir immer alleine. :D .

ps: Im Wallis ist die Bergseefischerei von Juni bis November offen. Der erste und letzte Monat ermöglicht das Eisfischen in einigen der Seen. In den anderen Kantonen ausser Bern sind nach meinem Wissen die geeigneten Patentgewässern für das Eisfischen gesperrt.
Schweizer Angler

Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von Schweizer Angler »

@helix

Ich verstehe die berner oberländer, die den bergen eine gewisse ruhezeit gönnen möchten, probleme gibt’s bekanntlich dort auch durch wildruhestörungen durch skifahrer (inkl. heliskiing). Allerdings haben die „bergseenpuffs“ für die natur weiter unten auch einen positiven effekt, die fleischfischer und der befischungsdruck allgemein, wurde durch die bergseefischerei von einigen gewässern weggenommen, dies das ganze jahr über. Wer seine chratte (vollpackung) will, zieht an die bergseen oder fischt auf felchen (zumindest einige) in den niederungsseen.

Wo bergseen einen selbstverlaichenden bestand aufweisen (nur saiblinge, regenbögler und bachforellen laichen in berner bergseen nicht ab), würde ich eine totale ruhezeit gut finden (jegliches fischen untersagt), die mindestens solange wie die schonzeit dauert (bei kanadischen saiblingen ist dies z.b. 1.11 bis 31.12, seesaiblinge dito). Dies ist eigentlich vielerorts schon automatisch der fall, denn viele seen können erst nach dem 31.12 bei genügenden eisdicke befischt werden. Ob der betrieb auf einer eisfläche die fische nachhaltig stört, weiss ich nicht, so dass es wohl weniger eine rolle spielt ob nach dem 31.12 bis zum sommer zur eisschmelze auch eine ruhezeit sein müsste. Und wie alpfisch richtig sagt, ist es „nicht nachhaltig“ eine vollpackung zu entnehmen. Würden 2 fische pro tag und 20 pro jahr (genauer zur eisfischersaison) nicht reichen (z.b. „in der zeit vom 01.01 bis am 15.05 dürfen pro tag und angler nicht mehr als 2 und über die gesamte zeit nicht mehr als 20 fische entnommen werden“)?

Die diskussion findet seit jahren in ähnlicher weise im berner oberland auch bei der bachfischerei in bergbächen statt, ob der 16. März als fischereieröffnung nicht zu früh sei, und analog einiger innerschweizer kantone oder dem ausland nicht erst ende april beginnen sollte, dafür dürfte bis ende oktober gefischt werden. Am 16. März ist vielerorts noch winter und in harten wintern sind die jung-forellchen erst gerade geschlüpft. Im bachbett herumstapfen kann dann für die fische nicht so gut sein, da der wasserstand zudem noch sehr niedrig ist. Allerdings könnte man ja auch ein watverbot über eine beschränkte zeit einführen (z.b. 16. März bis 01.mai), analog wie sie es für die äschen am doubs tun.

Dass gastwirte an den bergseen vom fischereitoursmus an bergseen profitieren, und dort wo vorhanden die bergbahnbetreiber, ist nicht von der hand zu weisen. Allerdings sind viele fischer auch „nur“ tagestouristen, die nicht immer in der bergbeiz bei menu bestellen oder nach der rückkehr noch in der bergregion ein znacht essen. Die bierchen allein erhalten wohl keine beiz. Wie gross der ökonomische effekt für die beizen effektiv ist, wäre also aus meiner sicht genauer abzuklären. Zudem nähme mich wunder, ob der toriusmus auch was an den besatz zahlt – wenn er von den fischern profitiert, sollte er meiner meinung auch was beitragen.

Gruss

sa
Zuletzt geändert von Schweizer Angler am Mo 8. Nov 2010, 15:17, insgesamt 2-mal geändert.
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helix
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Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von helix »

@astacus

Das Zitat, dass du zwar teilweise falsch und nach deinem eigenen Gutdünken interpretiert hast, darfst du trotzdem ruhig nennen, habe ja den Spassfaktor bereits als plausibles Argument zur Kenntnis genommen. Dieser Faktor sollte aber auch mit der Natur in Einklang gebracht werden, dabei zweifle ich allerdings bei der genannten Art des Eisfischens.

Und der Mensch profitiert sicher, ja! Habe die "Profiteure" ja bereits aufgezählt und gesagt, dass ich es positiv finde, wenn einige damit Geld verdienen können.

@Alpfish
Wir müssen tatsächlich schauen, dass wir beim Eisfischen bleiben. Gegen das Eisfischen in der Art, wie du sie schilderst habe ich sicherlich nichts, das ist sanfter und respektvoller Umgang mit der Natur, das ist nachhaltige Fischerei und hat nichts mir der genannten bedenklichen Entwicklung zu tun.

Auch punkto Besatz gehe ich gänzlich mit dir einig. Die Massnahmen betreffend Anpassung des Gesetzes sollten auch meiner Meinung nach ich in die Richtung gehen.

@sa
Mache die Aussagen ganz klar nicht aus der Sicht des "Berner Oberländers", den gibt es nämlich gar nicht, zu unterschiedlich sind die Meinungen, sondern aus meiner eigenen, persönlichen Sichtweise.

....oh, schon zehn nach :shock: , muss arbeiten gehen.... werde später noch auf deine Ausführungen eingehen...
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Gruess helix
rocknroll666

Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von rocknroll666 »

Schweizer Angler hat geschrieben:nur saiblinge, regenbögler und bachforellen laichen in berner bergseen nicht ab
Heisst das, eigentlich sind die Kanadier die einzigen, die natürlich laichen?

Meine Persönlchen Bedenken habe ich beim Eisfischen hier:
Ich habe gehört (vielleicht kann das jemand bestätigen oder widerlegen?), dass solche Fische wie Thomas Germann im Engstlensee gefangen hat (http://www.petri-heil.ch/fischerstube/k ... re-47.html) mit Netzen aus dem See (Öschinensee, welche sonst noch?) gefischt wurden/werden, da diese die "Besatzschläuche" fressen würden, und es dann für die Sonntagsfischer kein Schlauch-6erPack mehr gäbe.

Lieber 10 mal Eisfischen und 1 grosser als 10 mal ein Schlauch 6erPack. (meine persönliche Meinung, respektiere es auch, wenn jemand dies anders sieht und lebt)
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helix
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Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von helix »

Also, sa, hier noch meine Stellungnahme zu deinen Ausführungen:

Punkto Befischungsdruck-Lockerung an anderen Gewässern muss ich sagen, dass dieses Argument nicht verhält. Wer fängt dann schon eine Vollpackung Seefos? Höchstens in Ausnahmefällen mal ein Profi, welchem Petrus besonders gut gesinnt ist, aber sicher nicht der "Gamben-Maden-Rauf-und-Runter-Zieher" vom Öschinensee... Felchen-Vollpackungen gibt es zwar, z.B. am Bielersee, doch hat dies mit Sicherheit keine Auswirkungen auf die Felchenpopulation. Da sähe ich ich wirklich keine Gefahr, auch wenn das Eisfischen eingeschränkt würde.

Dein Vorschlag, wie man das extreme Konsumfischen einschränken könnte, was mir wie gesagt ein Dorn im Auge ist, erachte ich als sinnvoll. So in die Richtung müsste es gehen.
Schweizer Angler hat geschrieben:Und wie alpfisch richtig sagt, ist es „nachhaltig“ eine vollpackung zu etnehmen.
...Das ist nicht dein ernst, sondern ein Tippfehler, oder??

Vom Tourismus kommen sicherlich Subventions-Beiträge, das weiss ich, allerdings aus inoffiziellen Quellen vom Engstlensee. Wird im Kandertal sicher ähnlich gahandhabt.
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Gruess helix
Schweizer Angler

Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von Schweizer Angler »

@helix

ich schrieb rein nichts von seeforellen, sondern vom entlastungsdruck dank der bergsseen auf andere gewässer (denk mal an all die fliessgewässer), und ich erwähnte seen mit felchen(-ich dachte an felchen-puffs), die auch die fliessgewässer entlasten - notabene die meistz belasteten gewässern - durch fischer und die umwelt (man denke mal an die äschen in der aare und bafos in den bächen etc.).

wegen vollpackung - ja war ein tippfehler und ist korrigiert.

gruss

sa
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helix
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Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von helix »

@sa

Die Äschen und die Bachforellen sind ja ohnehin geschont während der Haupt-Eisfisch-Zeit. Was soll denn da entlastet werden (Januar bis April), ausser allenfalls der Druck auf die Seefo, wie schon von Mattu erwähnt?

Habe noch nie etwas von einem "Felchen-Puff" gehört, meinst du damit den Bielersee?
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JJwizard
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Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von JJwizard »

Egal ob wir vom Eisfischen auf dem Melch- oder Oeschinensee, vom Zander-Gümmele auf den Sihlsee, der winterlichen Seeforellenfischerei am See wo auch immer oder von der Alpensteelhead-Fischerei im St. Galler Rheintal sprechen, allen diese Fischereien (... und viele mehr) sind von den selben Ursachen .betroffen....

- Werbung und Verbreitung von Informationen via Internet. Egal ob es ein Fangbericht ist oder eine Werbekampagne eines Hotels es ist stets Werbung!
- Kommerzielle Interessen .... egal ob von staatlicher oder privater Seite (z.B. Patenteinnahmen, Zimmerauslastung, etc)
- Modehobby Fischen! Wir erleben z.Z. einen eigentlichen Hype vorallem aber die heimische Fischerei! Dies ist nicht negativ oder positiv zu werten, doch es erhöht den Druck auf
unsere Gewässer

Fakt ist, die Gewässer werden nicht mehr (Stückzahl), die Umweltprobleme nicht weniger und der Befischungsdruck durch überregionale Informationsverbreitung (Werbung) nimmt massiv zu! Und die Foren, wie wir eines sind .... leider muss das festgestellt werden, trägt eine Mitverantwortung, obwohl mir schon klar ist, das Foren nicht mehr aus unserer Medienlandschaft wegzudenken sind und trotzdem beschleunigen wir die Entwicklung der Ueberfischung einzelner Gewässer und deren Kommerzialisierung!

JJ
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Arts

Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von Arts »

Hallo,

Das Thema ist schon recht interessant.... Zum Thema Hype...... ich hab hier mal die Zahlen Kt. Bern der Jahrespatente, und der Tageskarten rausgesucht....

Anzahl Jahrespatente:

2009: 8045
2008: 8924
2007: 8145
2006: 7391
2005: 7818
2004: 8293
2003: 8359
2002: 8493
2001: 7901

Anzahl Tagespatente:

2009: 5177
2008: 4191
2007: 4281
2006: 4020
2005: 3495
2004: 3289
2003: 2749
2002: 2145
2001: 2070

Klar sieht man, die Tageskarten haben sich in den Letzten Jahren mehr als verdoppelt.
Detaildaten zu anderen Themen findet ihr in den Jahresberichten hier:
http://www.vol.be.ch/site/home/lanat/fi ... iken-3.htm

Hab mal noch die Fänge Oeschinensee zusammengetragen,

Regenbögeler:

2008: 3462
2007: 2935
2006: 2381
2005: 3007
2004: 2641
2003: 2660
2002: 2387
2001: 2421

Kanadier:

2008: 4664
2007: 5233
2006: 4646
2005: 4764
2004: 5281
2003: 3570
2002: 5273
2001: 2977

Saibiling:

2008: 1831
2007: 1083
2006: 897
2005: 791
2004: 534
2003: 961
2002: 1645
2001: 1022

Kg:

2008: 2336 kg
2007: 3365 kg
2006: 3365 kg
2005: 3615 kg
2004: 3760 kg
2003: 2876 kg
2002: 3823 kg
2001: 2505 kg

Die Kg Zahlen sind Total inkl, die par Egli, Bachforellen und anderes.....

Wenn ich die Erträge pro Jahre anschaue, sieht das so aus: http://www.vol.be.ch/site/gesamtertrag_ ... 9-2008.pdf

Das sind aber nur die Jahrespatente... diese sind auch relativ stabil geblieben..... eine Statistik der Erträge Tagespatente wäre noch interessant.... Also der Fischertourismus hat stark zugenommen....

Tom
Zuletzt geändert von Arts am Mo 8. Nov 2010, 17:22, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von helix »

@JJ

Nicht nur Foren und Printmedien etc. sondern auch die Fischereibehörde, z.B. das FIB macht mächtig Werbung für die Fischerei. Und um beim Thema Eisfischen zu bleiben, vor allem gerade für die Eisfischerei wird viel Werbeaufwand betrieben, auch vom Fischeriinspektorat des Kt. Berns (siehe einmal Homepage FIB/Eisfischen), das spricht eigentlich gegen deine These vom Hype. Die Patentverkäufe sollen damit angekurbelt werden, das FIB sieht darin sicher grosses potential für Einnahmen, egal ob Subventionen oder Patentverkäufe.

Dieser Thread soll eben gerade auch die Schattenseiten dieser Kommerzialisierung und Überfischung aufzeigen. Wenn man sich z.B. mal vorstellt, wie Wildtiere in den Bergen traurig verhungern und zu Grunde gehen, weil sie zuviel Energie verbrauchten durch das ständige Aufscheuchen von Angelfischern, oder wenn im Frühling haufenweise Abfall auf dem See schwimmt, dass man beim Anblick mehr an eine Mülldeponie als an einen der Natur überlassenen, urchigen Bergsee denkt... und dann nennen sich diese Fischer noch Naturfreunde. Irgendwie geht das zuweit, irgendmal wird auch das Ökosystem in sich zusammenbrechen, wenn da tagtäglich, das ganze Jahr derart rücksichtslos hantiert wird. Vielleicht sind wir noch nicht am Limit des Erträglichen, aber ist es unser Ziel, dieses Limit zu erreichen??
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gonefishing

Re: Eisfischen - muss das sein?

Beitrag von gonefishing »

helix hat geschrieben:Wenn man sich z.B. mal vorstellt, wie Wildtiere in den Bergen traurig verhungern und zu Grunde gehen, weil sie zuviel Energie verbrauchten durch das ständige Aufscheuchen von Angelfischern
Die Angelfischer am Oeschinensee scheuchen vielleicht Skifahrer, Langläufer, Rodler, Schneeschuhwanderer, Wanderer, Restaurantgäste und Eistaucher auf, sonst aber rein gar nix :roll:
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