Das ganze finde ich recht plausibel erklärt.
finde ich nicht.
der artikel hat doch eindeutige wiedersprüche.
da ist einerseits die version der fjv des kantons, also die version der verantwortlichen, und andererseits die eines anwohners der solches in den letzten 25 jahren nicht bepbachtet hat.
natürlich ist der anwohner vermutlich unkundig und die leute vom kanton fachkundig.
vertrauensvoll sind wohl beide quellen, so entsteht wieder der wiederspruch.
zudem wird nicht ansatzweise erklärt was die ursache sein könnte das es sich um ein derart grosses fischsterben handelt, das immerhin schon seit 5 wochen andauert.
auf die befürchtungen der dorfbewohner wird erst gar nicht eingegangen. doch dass eine einleitung der grund sein könnte ist hierbei eine theorie die meines erachtens weiter verfolgt werden müsste.
jedes frühjahr sterben in unseren gewässern fische.
nicht alle arten sind davon (wenn überhaupt) gleich stark betroffen, die ursache variiert,m und das ganze ist gewässerspezifisch.
in diesem fall handelt es sich um rotaugen, eigentlich eine sehr robuste art.
doch gerade bei ihnen kommt es richtigerweise in jedem frühjahr zu einem abgang, und der kann relativ hoch sein.
der grund ist einfach. der winter schwächt die fische, sie verlieren gewicht und verfügen nur noch über geringe energiereserven, dazu kommt die natürliche mortalität. .
das macht sie anfällig für krankheiten, so weit so gut.
(wenn dann noch kormorane einfallen wie es miKe anspricht, dann verschlechtert sich die situation für die fische nochmals erheblich. sind sie zu sehr geschwächt, besitzen sie meist nicht mehr genügend abwehrkräfte um sich gegen sekundäre erkrankungen zu wehren.)
doch es handelt sich meines erachtens um einen pilz der gattung Saprolegnia, häufig und verbreitet, eigentlich nichts besonderes.
doch grundsätzlich tritt der pilz als sekundäre krankheit auf. dazu muss jedoch zumindest die schleimhaut beschädigt sein.
bei diesen rotaugen war das jedenfalls nicht durch kormorane oder durch sonstigen mechanischen ursprung der fall dass sie vom pilz befallen wurden.
der einfluss kam jedoch zwangsläufig von aussen. so bleiben zwei möglichkeiten offen.
ursprung kann der temperaturanstieg sein, doch der war in den letzten 5 wochen eher unterdurchschnittlich, die erwärmung ist sehr zögerlich. weiter spricht gegen diese theorie die grosse anzahl der befallenen fische, sowie dass es nur lokal in diesem kanal stattfindet.
auch ist mir aus jüngerer zeit kein ähnlicher derartiger pilzbefall bekannt der zu einem solch grossen abgang geführt hätte.
bleibt noch die möglichkeit mit der abwassereinwirkung.
abwasser kann, auch wenn das einige nicht gerne hören, bewiesenermassen ursache für die oberflächenverletzung sein die dann die angriffsfläche für den pilz bietet. für uns muss diese verletzung der schleimhaut von blossem auge nicht mal sichtbar sein.
ich glaube daher an eine kombination aus verschiedenen faktoren:
harter winter, lange zeit sehr kaltes wasser, zögerliche erwärmung im frühjahr...geschwächte fische
einleitung von verschiedenem abwasser (kläranlage und warmwasser von 20°C)...schädigung der schleimhaut
durch die einleitung des warmwassers entstehen für den pilz möglichkeiten (nährboden) die ihm sonst nicht gegeben wären...beschleunigtes wachstum

sind natürlich alles nur wirre gedanken
und ja ich hoffe auch es bleibt bei den fischen und es kommen nicht noch fischer, wenn sie sie schon nicht heraus nehmen
