Mit meinem Kollegen war ich 10 Tage im April in Irland am Lough Corrib ausschliesslich zum Fischen.
Nach einem super 2011 (viewtopic.php?f=16&t=13001&p=169996&hilit=Ferox) und den zwei schwierigen Jahren 2012 und 2013 waren wir im April mit gemischten Gefühlen in Irland eingetroffen.
Doch bereits der erste Tag sollte uns über die Massen belohnen.
Am ersten Tag: Wir fuhren so gegen 11 Uhr raus und liessen unsere Köderfische am System schwimmen, das Wetter war bewölkt mit leichtem Wind. Das Mittagessen nahmen wir schleppend auf dem Boot ein.
Um 14:40 Uhr schlug meine Rute nach hinten. Weit hinter dem Boot sprang der Grund aus dem Wasser, üblicherweise springen in Irland nur die Hechte.
Nach ein paar Minuten etwas näher beim Boot ein zweiter Sprung und diesmal war zu erkennen, es war eine grosse Browntrout.
Einigen Fluchten und Sprünge später lag sie, respektive Er, im Boot und die Freude war übergross.

81 cm und 4.5 Kg brachte der Milchner. Für mich war das die bisher grösste Forelle die ich fangen durfte.
Keine Stunde später biss auf meinen Wobbler eine 53cm lange Schönheit. Eigentlich ein anständiger Fisch, neben dem bereits im Boot wirkte sie aber etwas verloren.
Wir schleppten weiter nach einer Weile wollte mein Kollege sein, seiner Meinung nach arg grosses Rotauge (25 cm), wechseln. Weil es aber noch tadellos lief bekam es doch nochmals eine Chance.
Um 16:30 Uhr war jemand anderer Meinung als mein Kollege und packte das Rotauge. Erst beim Boot zu konnten wir erahnen, wie gross die Forelle war.
Zum Glück hatten wir ein wirklich riesiges Netz dabei, die Landung war damit kein Problem aber natürlich trotzdem spannend.

Phantastische 86cm und 6.0 KG
Zum Schluss nochmals das Trio vom Eröffnungstag

Am zweiten Tag: Wir waren etwas "früher" raus gefahren. Wir waren bereits einige Stunden unterwegs aber erst nach dem Mittag kam der erste Biss und was für einer.

Diesmal war es eine Sie, 82 cm und 5.5 KG brachte sie auf die Waage.
Ich möchte erwähnen, auch in Irland müssen solche Fänge erarbeitet werden. Wir fuhren danach noch viele Stunden auf dem See herum ohne weiteren Fang (in dieser Grössenkategorie).
Tröstlich ist, dass beim Schleppen immer wieder auch Hechte kommen, die in Irland kampfstark sind und einen spannenden Drill garantieren.
Ist wohl wie überall, schleppt man kleinere Wobbler, sind Fänge häufiger und Forellen, Egli als auch Hechte sind möglich. Wählt man grössere Köder nimmt die Anzahl der Fänge ab, deren Grösse aber zu.
Wir hatten noch einen Tag Guiding gebucht bei Ceri Jones, dem Fänger der bisher grössten Corrib Forelle.
http://www.thecorrib.com
Es war ein spannender und unterhaltsamer Tag mit dem sehr angenehmen Ceri.
Dabei ist auch dieses Foto entstanden, das mich zeigt beim releasen eines "Beifang".

Ich hoffe ich konnte den einen oder anderen gluschtig machen auf Irland.




