Jetzt wo der Sommer vorbei zu sein scheint, komme ich endlich dazu, von meinen verlängerten Fischerwochenende am Engstlensee von Ende Juli zu berichten:
Da lagen sie vor mir: Die drei lang ersehnten Tage mit Fischen an meinem Lieblingsbergsee der Berner Patentgewässer, dem Engstlensee. Die ganze Woche hindurch hatte ich bereits Vorbereitungen getroffen, bis es schliesslich Freitag war: Das Wetter war hochsommerlich mit Sonne, blauem Himmel und Temperaturen gegen 30 Grad. Nur noch die Eisbox mit Eiswürfel füllen, um mögliche Fänge für 3 Tage zu kühlen, alles Material im Auto verstauen und dann los. Auf dem Hinweg noch Verpflegung besorgen und im Fischerladen mein Material vervollständigen.
Gegen Mittag kam ich im Gental an. Unterwegs noch im Restaurant Schwarzental mein Nachtquartier für zwei Nächte organisieren und dann hoch zum See.
Es ist doch immer wieder ein wunderbarer Anblick, dieser Bergsee mit glasklarem Wasser in der traumhaften Landschaft mit den vielen Arven.
Es hatte viele Wanderer und Ausflügler am See, ein erster Fischer kreuzte meinen Weg beim Hochlaufen, er hatte erfolglos aufgegeben. Habe ihm zu viele Leute und kein Zupfer seit Morgenfrüh…na nun mal nicht gleich schon die Hoffnung verlieren.
Als erstes peilte ich die rechtsufrige Bucht etwa in der Mitte des Sees an, wo ich letztes Jahr erfolgreich ein paar Kanadier hatte überlisten können. Auf dem Weg dorthin konnte keiner der getroffenen Kollegen von Erfolgen berichten, bei der Bucht jedoch hatte eine Gruppe von Fischern mit Spinner ein paar Kanadier erwischt.
Ich startete meine ersten Versuche mit Bienenmaden an Buldo und Sbirolino, beides brachte aber leider keinen Erfolg. Dafür war die Bucht voller Butzen, von denen ich einige erwischen konnte.
Auch eine Verlagerung etwas weiter nach hinten half nicht, so dass ich schliesslich auf die andere Seeseite wechselte.
Und dort konnte ich dann ganz klassisch mit Buldo und Bienenmade die erste Regenbogenforelle verbuchen.
Als danach wieder länger Flaute herrschte, genoss ich zwischendurch ein erfrischendes Bad im kühlen See. Wunderbar! Jedoch kaum draussen, wurde ich von Bremsen heimgesucht, die an mein Blut wollten. Ein paar mussten ihr Leben lassen und eine davon liess ich gleich als Köder an der Buldo versuchen. Und tatsächlich fand ein schöner Kanadier Gefallen daran.
In diesem Fall lass ich mich gerne wieder mal stechen!
Weitere Versuche mit verschiedenen Montagen, v.a. Buldo und sinkende Sbirolinos mit alles Möglichem dran brachten leider keine Aktion mehr.
So machte ich mich gegen Abend nach einem doch hoffnungsvollen Start auf zu meinem Nachquartier, um für den nächsten Morgen früh fit zu sein.
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Am Samstag ging’s etwas nach 5 Uhr raus aus den Federn. Leider war das Wetter überhaupt nicht mehr sommerlich und ich musste schon zu den wärmsten meiner wohl etwas zu optimistisch gepackten Kleider greifen. Den ganzen Tag durch war's kühl, der Himmel bedeckt und es regnete immer wieder
Aber was soll’s, ich wollte ja fischen und nicht Sonnenbaden.
Zuerst ging's wieder zur rechtsufrigen Bucht. Dort waren zwei Kollegen kurz vorher schon mit Buldo und Bienenmaden auf Refo erfolgreich gewesen. Ich versuchte es mit der einen Rute ebenfalls, war aber erfolglos. Die Spinnrute stattete ich mit silbernem Löffel aus, was mir nach rel. kurzer Zeit 2 Kanadier bescherte.

Nach einer Stärkung mit Kaffee und Kuchen im Hotel Engstlenalp machte ich mich wieder auf zur anderen Seite des Sees, ganz nach hinten, wo ich letztes Jahr mit Sbirolino und Fischfetzen auf Grund auf Saiblinge erfolgreich gewesen war.
Aber zuerst war eine Wander- und Kletterpartie nötig...
Am besagten Ort angekommen, versuchte ich es wieder mit der gleichen Methode wie letztes Jahr, blieb aber lange erfolglos. Erst als ich wieder mal die Montage einziehen wollte, schnappte sich doch noch ein wunderschöner Kanadier die Elritze.
Weitere Bisse blieben aus, so dass ich es noch mit Löffelbutz probierte. Dies brachte viele Nachläufer, von denen ich schliesslich doch noch einen haken konnte.
Fische machten sich keine weiteren mehr bemerkbar, dafür erhielt ich zwischendurch noch Besuch von einem Wiesel, das zwischen den Felsen herumflitzte, für meine Fotoversuche aber leider zu schnell war.
Für heute war genug, zudem waren meine Schuhe völlig durchnässt.
Zum Glück wurde mir in meiner Unterkunft extra ein Heizöfeli zur Verfügung gestellt, um alles wieder trocken zu bringen. Vielen Dank nochmals ans Restaurant Schwarzental.
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Am Sonntag war das Wetter wieder kalt und trüb und es regnete zwischendurch immer wieder, was sich aber sehr positiv auf die Beisslaune der Fische auswirkte.
Ich war kurz nach 6 Uhr wieder am See und der obligate Start an der rechtsufrigen Bucht brachte mir schon bald 2 schöne Refos auf Buldo mit Bienenmade ein.
Als später lange Zeit nichts mehr ging, wechselte ich zur Spinnrute und war mit silbernem Mozzilöffel und Spinner bald erfolgreich auf Kanadier.
Schliesslich wechselte ich nochmal zur anderen Seite des Sees und konnte mit dem Mozzi einen letzten Kanadier überlisten.
Gegen Mittag hatte ich meine 6 Fische beisammen.
Noch kurz in die Schaukäserei, um den Daheimgebliebenen etwas Bergkäse mitzubringen und dann ging's ab nach Hause.
Was für ein Wochenende am Engstlensee! See you next year!
Gruss masi





