Unsere geliebte Bachforelle

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Arts

Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von Arts »

Hallo Zusammen,

Im Thread "Berner Forelleneröffnung" Wurde schon darauf hingewiesen:

Bild
JJwizard hat geschrieben:@tom66: Anders wie auf dem von Frittengeier gezeigten Eröffnungsbild von der Emme, hatte ich an "meinem" ca. 15 km langen Rheinrevier an meiner diesjährigen Eröffnung keine menschliche Konkurrenz. Tatsächlich war ich der einzige Fischer am Fluss, von den duzenden Gänsesägern und ein paar Graureihern abgesehen. Immerhin es waren keine Kormorane mehr auszumachen (vermutlich zu wenig passendes Futter im Fluss). Ich hab in 8 Stunden eine Strecke von ca. 6 km abgefischt und dabei habe ich keine Flosse gesehen und auch keinen Biss gekriegt obschon ich genau weiss was ich an "meinem" Fluss zu tun habe. Noch vor wenigen Jahren und noch ausgeprägter vor 20-30 Jahren, kam ich niemals ohne meine Erföffnungsforelle(n) nach hause. Die Luft- und Wassertemperatur, Hochdruck- Tiefdruck, Wind, Sonnenschein spielte damals in den Köpfen der Fischer kaum eine ausgeprägte Rolle, klar weil man zufriedenstellend fing. Damals hat man noch über die Grösse der Forellen gesprochen, ob der Mepps besser als der Buzz am System fängt oder allenfalls noch über die damals schon abnehmden Fänge der grossen Rheinlanken diskutiert.

Was wir einfach erkennen müssen (vielen jungen Fischern ist das vermutlich wegen den mangelden Vergleichsmöglichkeiten mit früher nicht so bewusst), die Vögel, damals gab's keinen Kormoran und vielleicht mal ein Gänsesäger, Wasserqualität (Hormone und sonstiger Chemie-Cocktail), Verbauung der Laichwanderwege und Verschlammung von Laichplätzen, Einwanderung fremder Lebewesen (neue Groppenarten, Muscheln, Welse) etc. all das im Mix und in der Addition, haben unseren Gewässern arg zugesetzt, so dass diese nur noch einen Schatten Ihrer Selbst sind. Fänge von fangfähig eingesetzten Fischen und den gelegentlichen Fängen in der wärmeren Jahreszeit dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es um unsere Flüsse nicht gut steht! :(

Tight-lines
JJ
dipandri hat geschrieben: War heute an der Aare bei Aarberg. Aber erst so um 17 Uhr 30 vorher war arbeiten angesagt. War der einzige Fischer dort ein Aufseher kam mich noch Besuchen aber der hat nichts auszusetzen und zog von danen. Habe nichts gefangen auch kein Biss oder so.

Dachte mir ich versuche es Morgen an der Emme. Aber wenn ich mir das Bild so anschaue, verleidet es mir irgendwie! :? Schade habe mich eigentlich gefreut! Muss mich wohl andersweitig umsehen und wenn der Ansturm vorüber ist es an der Emme probieren.
Usw...

Ich habe auch meine Beiträge geschrieben.

Die Bachforelle steht auf der roten Liste der gefährdeten Arten. Das Wiederspiegelt doch auch das Bild der Posts in dem Thread.

Ich meine das es um unsere Bafo wirklich nicht gut steht, trotzdem stehen wir dann in Reihe und Glied am Wasser und durchpflügen unsere Flüsse/Bäche nach einer massigen Bachforelle.

Ich finde, es steht wirklich nicht gut um unseren beliebtesten Angelfisch. Aber sind wir als fischer den auch bereit zu verzichten? Ist die Entnahmemenge von 6 pro Tag realistisch?

Ich persönlich habe ein schlechtes gewissen diesen Fisch noch zu befischen!

Wie steht ihr dazu? Koste es was es wolle an der Eröffnung muss ich dabei sein? Alle motzen und sind mit solchen Bildern nicht zufrieden, aber trotzdem geht jeder hin? Hauptsache man ist alleine?

Tom
Würmlibader

Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von Würmlibader »

ich sag ja schon lang, dass das äschenmoratorium eine gute sache war (von mir aus könnte man jedes 2. jahr moratorium machen, sonst werden die bestände eh auf teufel komm raus zu tode gefischt...) - ich finde, man sollte das auch für forellen machen. dass einzelne gewässer z.b. die gürbe, emme, ilfis usw mal abwechslungsweise 2 jahre gesperrt werden, und zwar für jegliche fischerei.
dumm halt dann für die, deren hausgewässer es trifft, andererseits sollten ja gerade diese leute auch ein gewissen interesse an guten beständen haben.

ich werd jedenfalls keine 10 BaFos fangen in dieser saison, da geh ich lieber auf felchen, hechte, zander und welse, um deren bestände man sich keine sorgen machen muss.
gonefishing

Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von gonefishing »

Rote Liste

Vom Aussterben bedroht: Moorgrundel, Marmorata, Nase...
Stark gefährdet: Seeforelle, Bachneunauge, Bitterling...
Verletzlich: Äsche, Seesaibling, Aal, Schneider, Strömer...
Potentziell gefährdet: Bachforelle, Groppe, Felchen, Barbe, Wels...
Nicht gefährdet: Egli, Hecht, Brachsmen, Rotauge...
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miKe
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Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von miKe »

@ arts

viel spass beim rotaugen stippen :mrgreen:
Wasabi

Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von Wasabi »

@Tom

Bisch scho Chili eh Mega Stürmi :roll:

So schlimm sieht das Foto an der Emme nun auch nicht aus. Ausserdem fängt keiner von denen auch nur ein Fisch, da sie alle an der falschen stelle Fischen :P Gibt schlimmere Bilder wo Fischer zu Fischer 1meter Abstand haben und wie sah es letztes Jahr aus bei der Äschenfischen in Bern? Da sah ich 3 mal mehr Fischer an der Restwasserstrecke inkl. Arts 8) :lol:

Das ist doch normal das am 1, 2 und ev. am 3 Tag alle den Saisonstart feiern. Ausserdem werden ja extra dafür Mass - Fische ausgesetzt. (jedenfalls hier bei uns im Kt. Bern weiss ich davon) Ab nächste Woche wird es wieder normal zu und hergehen. Auserdem fangen noch lange alle nicht die jetzt am Wasser stehen :lol:

Die Regenbogenforelle will auch niemand, also wird sich daher vorläufig an dieser Situation nichts ändern, oder nicht zu unseren Lebzeiten :roll:

Tip: geh endlich Fischen, jetzt kannst du ja wieder am W'see schleppen auf Forelle :lol:
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Hangover
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Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von Hangover »

gonefishing hat geschrieben:Rote Liste

Vom Aussterben bedroht: Moorgrundel, Marmorata, Nase...
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Arts, dann darfst Du aber konsequenterweise auch Seeforellen & Äschen nicht mehr befischen...
Chrigel

Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von Chrigel »

das thema wurde schon öfters diskutiert.

ich selbst befische etwa 20 gewässer in denen bachforellen vorkommen und ich weiss mittlerweile wie, wo, was und wie viel zu entnehmen ist. leider gibt es einige die da sehr unflexibel sind und stur ihre fische entnehmen ohne sich gedanken zu machen. auch ich würde moratoriumsjahre in abwechselnden gewässer begrüssen, oder wechselnde schongebiete. es gäbe da so einiges was man probieren könnte, aber da würde man seitens der fischer noch zu heftigen widerstand bekommen(wurde auch erwähnt).

der eröffnungsrun ist tradition und nicht wirklich tragisch, es werden ja nicht tonnenweise fische gefangen, jedenfalls wenn man so erfolglos fischt, wie ich es getan habe :lol:
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Flümi
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Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von Flümi »

Tom, den Hype um die Eröffnung macht man sich ja selber. jeder "Normale" hier fischt in der Winterzeit weniger als im Sommer und immer um den Jahreswechsel kommen neue Kataloge und Produkte raus, man gönnt sich ab und zu was Neues und freut sich darauf, sein neues Tackle richtig einzuweihen. ausserdem stehen in diesem Forum geschätzte 200 Posts pro Winter, in denen die Leute ihre Freude auf den Saisonstart schriftlich festhalten und verraten ihre Pläne für dann, wenns für sie losgeht. als Mitleser kann man sich dieser Begeisterung kaum entziehen und lässt sich auch gerne davon anstecken.

ich finde da nichts Verwerfliches daran, dass am ersten Wochenende viel mehr gefischt wird als in den darauffolgenden Wochen. dass man wie seit Jahren 6 Bachforellen fangen kann, finde auch ich relativ viel. mir wärs auch lieber, wenn man nur 3 oder 4 fangen darf, aber dafür am Bergsee die Entnahmemenge auf 6 lässt. wenn man den "Run" am ersten Tag verteilen will, müsste man ja sowas wie ein 3-Klassen-Patentsystem einführen:

ein billiges Patent für 150.-
Schonzeit Bachforelle 1. September - 30. April
Schonzeit Hecht 1. Januar - 31. Mai
Schonzeit Felchen 1. September - 31. Januar

Normales Patent für 250.-
Schonzeit Bachforelle 16. September - 31. März
Schonzeit Hecht 1. Februar - 15. Mai
Schonzeit Felchen 16. September - 15. Januar

Premium-Patent für 400.-
Schonzeit Bachforelle 1. Oktober - 29. Februar
Schonzeit Hecht 1. März - 30. April
Schonzeit Felchen 1. Oktober - 31. Dezember

wäre dir das lieber? :wink:
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante Bild

Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren
dipandri

Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von dipandri »

Hahahahah tolle Idee Stefan.

Ich finde es wichtig setzt man sich für das wohl der Fische ein. Wiederaufzucht, Renaturirungen, Monatorium ... Aber wenn im Patent steht man kann am 16 März auf Bafos fischen, dann gehe ich am 16 März auf Bafos fische wenn ich lust habe. Ich würde wahrscheindlich nicht 6 entnehmen wenn ich könnte. Würde mich mit 2 oder 3 zufrieden geben je nach Hunger :lol:. War heute an der Emme und traf ein paar Fischer habe auch mit den meisten kurz gesprochen. Alle sagten mir das am 16 nichts war und heute bis jetzt auch noch nichts. Also habe ich nicht das Gefühl das an der eröffnung alle Fische gefischt werden :lol: Es kommt nich auf diese paar Tage an. Es ist ein langfristiger und schwerer weg, der nur mit Hilfe des Kantons und der Fischer klappen kann.

Auch ohne erfolgreicher Fang :roll: ein toller und spanneder Tag.

mfg Andri
Arts

Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von Arts »

Hallo,

Wovor habt ihr Angst? Vor der Realität?

Klar gibt es viele Fische die auf der roten Liste sind, dann dürften wir wohl kaum mehr fischen...

Weil ein Fisch auf der Roten Liste ist, ist dies nicht ernstzunehmen? Nur unseren Hobbys wegen?

Ich habe nur darauf hingewiesen das anscheinend selbst wir Fisher bemerken das sich was geändert hat, die Fänge ausbleiben...

Alle sagen ja, 6 Forellen sind zuviel, aber keiner wäre bereit eine Jahresfangzahlbeschränkungl gesetzlich einzuführen?

Warum ist niemand bereit z.B zu sagen, ok. JA wir haben ein Fischbestandsproblem. Per Zufall vorallem beim Edelfisch.
Bei vielen Arten.

Jahresentnahmemengen wären doch eine Lösung die uns langfristig was bringt wenn wir unser Hobby noch weiterführen wollen.

Alle kennen das Problem aber niemand ist bereit sich dafür einzusetzen das sich was ändert? Soll doch das FI weiter bestezen, Hauptsache ich habe noch immer meine unrealistischen Entnahmemenge.

Ich sehe die Realität. Wenn ihr die nicht so seht dann klärt bitte auf, aber ohne dabei opportunistisch zu überlegen ob ihr eine Forelle weniger entnehmen dürft. Und ohne persönlich zu werden, ich frage nur kritisch!

Ehrlich gefragt, findet ihr das meine Ansichten falsch sind? Alle anderen sind schuld nur nicht wir Hobbyfischer? Und wenn die Umweltsituation die Vögel was verändert haben, sind wir dann die einzigen die nicht auf diese reagieren müssen? Ruhig weiterfischen wie vor 30 Jahren?

Nur weil ich nicht Mainstream mässig die Realität verdränge bin ich der Stürmi :mrgreen:
Wir tun so als wäre die rote Liste nur ein gäg und nicht realität... hauptsache WIR müssen nicht zurückstecken!

Wenn wir alle sagen; Ja, die fischfressenden Vögel belasten den Bafo Bestand, Verbauungen belasten den Bafo Bestand, Wasserqualität belastet den Bafo Bestand...

Wir müseen was tun, Bejagen von Kormoran, renaturierung von Gewässerstrecken, Fischtreppen, Posphathaushalt, PCB usw....
Aber wir wollen noch immer gleichviel fangen dürfen? Wäre es denn nicht auch an uns etwas beizutragen? Anstelle hier zu klagen das weniger gefangen wird als erwartet wie vor Jahren ;)

Unsere Bedürfnisse haben wir nie zurückgestellt und auf die Situation angepasst.... Die Fischereivorschriften was Bafo betrifft waren schon seit meiner jugend wie heute.

Tom
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BrownTrout
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Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von BrownTrout »

@Arts

:v:
Fischen ist das wohl schönste Hobby
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tom66
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Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von tom66 »

Arts deine Einstellung zur Situation ist absolut in Ordnung...ich denke kein Fischer würde sich gegen eine Reduzierung von 6 auf z.b. 2 Forellen pro Tag und 30 - 40 pro Jahr ernstlich aufregen. Im Gegenteil, dann würde ich umso mehr selektiv fischen gehen d.h. bei nur wirklich optimalsten Bedingungen und diese 20-30 Ausflüge pro Jahr an meine Gewässer noch mehr geniessen als jetzt. Finde die jetzige Entnahmemenge von 6 Forellen pro Tag auch total daneben und warum sollte eine Aesche mehr wert sein als eine Forelle. Hoffe das in dieser Richtung noch was geht in den kommenden Jahren.

Gruess

Tom66
Würmlibader

Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von Würmlibader »

tom66 hat geschrieben:Arts deine Einstellung zur Situation ist absolut in Ordnung...ich denke kein Fischer würde sich gegen eine Reduzierung von 6 auf z.b. 2 Forellen pro Tag und 30 - 40 pro Jahr ernstlich aufregen. Im Gegenteil, dann würde ich umso mehr selektiv fischen gehen d.h. bei nur wirklich optimalsten Bedingungen und diese 20-30 Ausflüge pro Jahr an meine Gewässer noch mehr geniessen als jetzt. Finde die jetzige Entnahmemenge von 6 Forellen pro Tag auch total daneben und warum sollte eine Aesche mehr wert sein als eine Forelle. Hoffe das in dieser Richtung noch was geht in den kommenden Jahren.

Gruess

Tom66
entschuldige meinen einwand aber ich denke, dass es da wahrscheinlich zu einem 'volksaufstand' der fischer käme.
es gibt fischer, die pro jahr allein in einem kleineren Fluss im Kanton Bern (der von vielen hier befischt wird) 150-200 forellen runterknüppelt - ganz einfach weil er es darf..
solche leute würden es nie und nimmer verstehen, wenn sie plötzlich nur noch 40 oder 50 forellen nehmen dürften.

wie bereits weiter oben erwähnt, würde ich eine solche begrendzung, sowie moratorien/wechselnde schongebiete sehr begrüssen
wagasaki63

Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von wagasaki63 »

Vieleicht sollte man auch die Befischungsarten überdenken! Besetzt wird ja eigendlich genug, aber die Fische können nicht abwachsen. Wenn wir ehrlich sind, sind wir die grössten Feinde des Forellennachwuchses. :( Mit Würmer und Maden und andern kleinen Naturködern werden unsere Jungfische dezimiert. Wie schnell eine jährige Forelle den Wurm geschluckt hat, brauch euch nicht zu erzählen und kommt mir nicht mit dem bekannten" ich schlage immer sofort an" Spruch. Lieber geben wir allem andern die Schuld bevor wir bei uns selber suchen. Natürlich würde eine herabsetzung der Fangzahlen manche " Fleischfischer " vom lösen eines Patents abhalten, weil es nicht mehr rentiert.

Gruss wagasaki63
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Flümi
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Re: Unsere geliebte Bachforelle

Beitrag von Flümi »

wie schon erwähnt, hab ich kein Problem damit, weniger Bachforellen fangen zu dürfen. in den etwa 17 Jahren, in denen ich auf Forellen gefischt hab, hab ich vielleicht 30 Forellen gefangen. 1 ausm Kallnach-Kanal, 0 aus der Aare, 3 aus dem Doubs (vor ca. 14 Jahren, als es noch schöner als jetzt aussah), 2 aus der Saane und vielleicht je ein dutzend aus der Schüss und Birs. Vollpackung gabs noch nie. wenns was gab, dann 1 oder maximal 2. einmal an der Schüss 5stk an der Eröffnung (um die Jahrtausendwende), aber ich bin von den etwa 7 Eröffnungen an der Schüss auch etwa 5 mal als Schneider nachhause. um 2006-2010 hab ich keine Eröffnung mitgemacht und die Forellenfischerei ziemlich vernachlässigt. im 2011 war ich wieder an der Schüss und es gab diesen Bericht dazu: viewtopic.php?p=165113#p165113 (zum Thema BaFo-Rückgang). langer Rede, kurzer Sinn: in den 17 Jahren als BaFo-Fischer hätte ich nur an einem einzigen Tag bremsen müssen, wenn man nur 2 oder 3 hätte entnehmen dürfen. na gut, ich bin auch kein Forellenflüsterer oder so ... aber das ist ein anderes Thema ;)

mal eine rein hypothetische Zahlenspielerei mit erfundenen (!) Zahlen: angenommen es hätte 100 Fischer, die an der Schüss 50 mal pro Jahr fischen (Anwohner) und 500, die vielleicht 10 mal fischen gehen. wenn jeder an jedem Fischertag 6stk fangen würde, würden 60'000 BaFo gefangen. nach Statistik sind 2010 um 2700 Forellen gefangen worden (ist eine Schätzung, da man in der Statistik nur nen Balken sieht). das zeigt doch, dass die 6 pro Tag zumindest für diesen Bach (von der Quelle bis in den See) völlig entgegen der Möglichkeiten steht, bzw dass wenn die Fischer zusammengezählt auf 10'000 "Fischertage" kommen, dass man statistisch pro Fischertag ne ¼-Forelle fängt? wenn man nur 3 pro Tag entnehmen dürfte, würden vielleicht immer noch 2600 gefangen und die paar "Superfischer", die einmal oder mehrmals hätten bremsen müssen, könnte man auf einem Fötzel eines A6 Notizblocks auflisten?

und wie gesagt ... wenn etwas aufgeht und vorher die Vorfreude wächst, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenns am ersten Tag nen Ansturm gibt. ist ja auch bei MediaMarkt-Eröffnungen so ... oder wenn beim Apple-Store ein neues iPhone oder iPad rauskommt ... oder wenn der Vorverkauf für ein Konzert losgeht ... oder wie es früher bei Harry Potter-Büchern war. jeder hat Angst, nichts zu bekommen und will möglichst früh nen Versuch wagen. je knapper die Ressourcen, desto grösser der Ansturm am Anfang? ;)
Gruss, Stefan
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