@Willi
Willi hat geschrieben:fahre mit 3.2 - 4 Kmh
Das ist eine sehr weite Spanne. Die Schleppgeschwindigkeit muss auf die jeweiligen Köder abgestimmt sein und kann über fangen oder eben nicht fangen entscheiden.
Willi hat geschrieben:mit 3 Kg
Dies ist nicht matchentscheidend, erst wenn du in die Tiefe gehst, 10m und mehr würde ich auf 4 Kg wechseln. (Ich hab beide Gewichte im Boot, weil je weniger Blei desto schöner die Fischerei)
Willi hat geschrieben:Als Köder verwende ich das Wikam mit Rotaugen und als Wobbler den LC Pointer 128
Ich hoffe du hast nicht nur diese 2 Köder auf Zander ausprobiert, denn das reicht bei weitem nicht. Du musst tüfteln was "deine Murtenseezander" mögen.
Grundsätzlich ziehe ich Natur vor. Es gibt Tage da wird Gummi oder Plastik bevorzugt, doch meine Erfahrungen zeigen, dass übers Jahr gesehen der Naturköder besser fängt.
(Auch hier gibt es Ausnahmen, die Wobblerspezialisten mögen mir hier verzeihen) und können mir sicher bestätigen, dass ein Wobbler dem mit der Rute Leben "eingehaucht " wird,
sicherlich besser fängt, weder einer der nur monoton nachgeschleikt wird.
Zum System: Einem Kollegen der letztes Jahr an den Sihlsee zum Schleiken ging, habe ich ein Pfuri System mitgegeben. (Er war noch nie am Sihlsee und ist (noch) kein geübter Angler).
Er fing einen 80er Zander. Mann kann jetzt sagen das ist Anfängerglück oder Zufall oder sonst irgendwas.
Ich tippe auf das System. Das Pfuri System mit seiner relativ kleinen, aber schweren Schaufel gibt dem Köderfisch eine schwächere Schwimmführung als andere Systeme.
Das heisst, der Fisch bewegt sich, aber nicht so lebhaft. Und genau das mag der Zander.
Mit dem Wikam klappt das auch, aber mit seinen eher ausladenden Bewegungen ist wahrscheinlich eine Schleppgeschwindigkeit von 3 Kmh oder sogar langsamer erfolgversprechender.
Denn der (grosse) Zander mag es nicht seiner Beute nachzuhetzten. (Auch hier gibt es (gewässerspezifische) Ausnahmen).
Zum Köderfisch: Der Zander mag Rotaugen, bekanntlich mag er aber eher schlanke Fische, hier wären mal Läugel, Hasli oder Alet auszuprobieren.
Du siehst es gibt einiges zu beachten und nicht zuletzt musst du natürlich deinen See "kennen". Die Topographie. Hier hilft ein GPS um auch mal scharf am Boden entlang zu fahren,
dort sind ja bekanntlich die Zander zu suchen.
Hoffe einwenig geholfen zu haben und Geduld bringt Rosen.
Gruss vom Zürichsee, U96