Schweizer Angler hat geschrieben:tja unser "hat nichts dazugelernt" schweizer fischereiverband geht auch betreffend tierschutzanwalt initiative ähnlich unbesonnen vor. in einem rundschreiben versendet er musterbriefe damit die fischer möglichst die zeitungen mit "anti-tierschutz" (meine auslegung) brifen belegen.
für mich ganz klar dass der sfv das "hecht-urteil" und den fischer für eine politisch motivierte kampagne "missbraucht". auch damit stehen wir fischer in den augen der öffentlichkeit weiter als "unverbesserliche sturköpfe" da.
Schreib' mal hier weiter, da es weniger mit der Kormoran-Demo zu tun hat...
Mir wurde dieser Newsletter gestern auch weitergeleitet (merci dafür), mit der Frage ob ich das auch bekommen habe, und ich habe wie folgt geantwortet:
Nein, habe ich zum Glück nicht bekommen, da ich diesen Newsletter nicht abonniert habe, und auch das Heftli nicht lese... Jetzt weiss ich auch wieder warum...
Eine 'Fachpresse' die abertausende Fischer ignoriert, die den lebenden Köderfisch ablehnen, aber einen Fischer, der meint er müsse wegen des Verbots zu fischen aufhören, eine dreiseitige Plattform bietet, kann ich nicht ernst nehmen. Oder ein grosser Artikel der über das damals noch bevorstehende C&R-Verbot wettert, aber das ganze Heft voll nur mit toten BaFos und SeeFos...
Einfach nur lächerlich.
Genauso diese Panikmache. Die Tierschutzanwälte können sich nur an geltendes Recht halten. Extremisten in diesen Positionen machen sich unglaubwürdig, das hat dieser Fall gezeigt. Deshalb werden die Kantone darauf bedacht sein, gerade solche nicht einzustellen. Ausserdem haben die Kantone auch andere Departemente, wie z.B. ein Fischereiinspektorat, und interne Kleinkriege will man bestimmt nicht haben.
Vielleicht gibt es das eine oder andere Grundsatzurteil, wie z.B. ein grundsätzliches Verbot des lebenden Köderfisches. Habe ich kein Problem damit...
Aber alles in allem muss so ein Tierschutzanwalt objektiv bleiben. Ich habe mir darüber in letzter Zeit sehr viel Gedanken gemacht, und bin zu dem Schluss gekommen, dass Tierschutzanwälte der Fischerei eher dienen könnten.
Sie müssen wie gesagt objektiv bleiben, und haben tagtäglich auch mit Fällen in der gewerblichen Tierzucht und -haltung, sowie der Nahrungsproduktion zu tun. Sie sehen also die Verhältnismässigkeit, die ein extremer Tierschützer nicht sehen will. Alles in allem ist so ein Tierschutzanwalt in meinen Augen also eher jemand, der zwischen extremen Tierschützer und überzeugtem Fischer steht, und dies nach aussen hin, und nicht nur sich selber gegenüber vertreten musse.
Extremismus lässt sich in so einer Postion, als Angestellter des Kantons, nicht durchziehen, schon gar nicht wenn er unverhältnimässig ist.
Und wie sieht es mit der Verhältnismässigkeit in Sachen Tierschutz zwischen einem selbst gefangenen und einem gekauften Fisch aus, oder gar einer Packung Fischstäbchen?
Und wie ich schon etwas scherzhaft im Forum geschrieben habe. Sicher 80% dieser 'Tierfreunde' haben Hunde oder Katzen, und sicher wieder 80% davon kaufen ihre Tiernahrung beim Discounter. Ich möchte ehrlich gesagt gar nicht wissen, was in so einer Dose Hundefutter bei Denner drin ist. Bestimmt nichts aus artgerechter biologischer Haltung.
Mir macht das keine Angst, im Gegenteil, ein Tierschutzanwalt könnte der Fischerei eher dienen und den Tierschutzextremisten den Wind aus den Segeln nehmen...