Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

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Alet
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Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Alet »

Welcher Journi hat diesen Quatsch zusammengeschrieben? Er hätte den Artikel zum gegelessen geben müssen. Die Bugs sind erschreckend.
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Alet
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Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Alet »

Eigentlich wurde um den heissen Brei herumgeredet: Das ist die Frage: Ist der grosse Aufwand der Fischzuchten gerechtfertigt, damit Berufsfischer eine konstanteres Einkommen haben? Eigentlich ein einfache Input-Output Frage. Aber niemand weiss wie viel der Fisch im Netz den Steuerzahler gekostet hat.
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helix
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Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von helix »

Tnx für den Link. Hoffentlich wurde da nicht so kreuz und quer durcheinander diskutiert, wie in diesem Zeitungsartikel... habe ihn jetzt zweimal gelesen, ohne aus diesen Floskeln irgenwelche nützlichen oder neuen Erkenntnisse gewonnen zu haben.

Hoffentlich weiss da jemand noch konkreter zu berichten, einen Input von beteiligten "Nichtjournalisten" wäre noch toll. :wink:
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Gruess helix
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Alet
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Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Alet »

Bug Nr1. Im Artikel. Egli werden keine Besetzt. Das wurde mehrfach gesagt, ich habe keine Ahnung warum für diesen Journi Egli besetzt werden.

Bug Nr2. und 3 ..."Aus der Runde war auch zu hören, dass der relativ nährstoffarme Zürichsee für viele Fischarten von Natur aus keine idealen Bedingungen zur Fortpflanzung biete. Sogar kritisch fürs Laichen werde es, wenn der Phosphat-Anteil auf unter 8 Mikrogramm pro Liter sinken würde. «Wir haben einen Anteil von 15 bis 20 Mikrogramm», erklärte Kantonsvertreter Hertig."

Da ist in etwa alles falsch. Richtig wäre so: Mit 15 bis 20 Mikrogramm sind die Wachstumsbedingungen ideal und alle Fischarten können sich, da genügend Sauerstoff am Grund, selbst Fortpflanzen. Der See liegt im Optimalbereich bezüglich Biomasse und Fortpflanzung. Höhere Werte verhindern die Fortpflanzung durch Sauerstoffdefizite im Boden. Werte unter 8 Mikrogramm wirken sich auf die Biomasse aus und reduzieren den Ertrag eines Sees.
Chrigel

Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Chrigel »

hoffe auch noch auf einen anständigen bericht :lol:
Arts

Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Arts »

Führen wir die Diskussion doch hier weiter...

Anscheinend war es ja "Fachsimpeln über Population von Fischen"

Da stehen Fragen im Raum die wir ganzheitlich betrachten müssen....
Meine Position dazu kennt ihr wohl zwischenzeitlich...

Ich äussere diese bei Bedarf gerne nochmal ;)

Sehen wir es mal von der praktischen Seite:

- Die Bevölkerungszahl ist gestiegen
- Das Konsumverhalten hat sich verändert
- Fisch als "Gesundes" Lebensmittel liegt im Trend
Quelle WWF hat geschrieben:Kein anderer Lebensmittel-Sektor legte in den vergangenen Jahrzehnten so kräftig zu. Die Menge der in der Schweiz konsumierten Fisch und Seafood-Produkte stieg seit 1988 um 50% auf heute über 71011 Tonnen an. Damit beträgt der Schweizer pro Kopf Konsum 9,1 kg.
Das hier der Nachfrage gefolgt wird ist ja auch normal und zwingend. Wir können nun wirklich nicht erwarten das nur alle andern "Bluten"

Finden wir doch einen Konsens,

- Ist Renaturierung und Besatz so ein Wiederspruch?
- Was können wir lokal tun um die Nachfrage zu decken?
- Was ist das görssere Übel, was ist "gesünder": Überfischte Weltmeere, Aquakulturen? Oder der Besatz von 55 Millionen Felchen?
Quelle WWF hat geschrieben:Der Schweizer Konsum ist nicht auf nachhaltigem Kurs
Die Schweiz ist in Punkto eines nachhaltigen Angebots an Fisch und Seafood-Produkten in vielerlei Hinsicht nicht auf Kurs, obwohl solche Produkte zunehmend im Handel erhältlich sind. Ein grosser Teil des Angebots in der Schweiz stammt nach wie vor aus kritischen Quellen
- Ist Besatz "Aquarium Zürichsee" eine kritische Quelle?

Dazu meint der WWF
Quelle WWF Einkaufsratgeber hat geschrieben:
Empfehlenswert

Felchen
Coregonus lavaretus
Wildfang: Schweiz

Geringe Anfälligkeit für Überfischung. Bestand voll ausgeschöpft. Gutes Aufzuchtprogramm.
Gruss
Tom
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Garrick
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Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Garrick »

Bravo Arts!

Du hast kompetente und offene Augen, sowie wie kaum ein anderer hier das Wissen dazu wo wir Heute in der Schweiz stehen.

Wiso um es ganz direkt auf den Nenner zu bringen meldet sich niemand vom zuständigen Kasperli Theater hier zu Wort?
Oder wurde dieser Journalist etwa nicht offiziell eingeladen?

Gruss aus dem Bündnerland
Garrick
Arts

Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Arts »

Danke Garrick,

In diesem Thema muss man einfach die Hobbyfischerbrille ablegen..
Klar wir alle wünschern uns intakte naturbelassene Gewässer. Das ist doch in der heutigen Zeit eine Utopie!

Wir Hobbyfischer können unseren Fischbedarf aus nachhaltigen Quelle, aus eigenfang decken.

Das privileg das wir haben, müssen wir doch auch der gesammten schweizer Bevölkerung zugestehen... Die Möglichkeit geben eben auch Fisch aus nicht kritischen quellen im Angebot zu finden.

Nur so als Idee, wie wäre es z.B mit Fischstäbchen aus schweizer Felchen :?

Wenn man mit Felchenbesatz aufhören würde, so glaube ich wäre dies ein Rückschritt in bezug auf die globale Situation, in Bezug der Herausforderungen deren wir uns zu stellen haben...

Der WWF würde wohl sofort den Status "Empfehlenswert" auf "Hände weg" ändern, wegen überfischung

Es ist doch wirklich sinnvoll 55 Mio. Felchen zu besetzen die natürlich aufwachsen einer natürlichen Selektion unterliegen um als adultes Tir abgefischt werden zu können.

Wir geben ihnen mit dem Schonmass ja sogar noch die Chance zusätzlich natur zu verlaichen!

Tom
Phoxinus

Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Phoxinus »

Geschätzte Forumsteilnehmer, liebe Fischerkollegen
nun meldet sich also auch noch "dä Chasperli vom Chasperlitheater".

Fischereipodium /Zürichseezeitung Bezirk Horgen

Das Podium war mit rund 70 Personen trotz des wunderbaren Wetters sehr gut besucht. Die Materie, die es zu diskutieren gab, war überaus komplex und die meisten Podiumsteilnehmer waren auch sehr vorsichtig mit Ihren Aussagen. Etwas ärgerlich war, dass wir den Zeitungsbericht nicht vor dem Erscheinen lesen konnten, denn einige Aussagen sind nicht korrekt (wiedergegeben). Natürlich werden für den Besatz keine Eglis gezüchtet…..! Aber auch mit der Phosphatproblematik hatte der Schreibende etwas Mühe. Freuen wir uns auf den, in wenigen Tagen erscheinenden, Videozusammenschnitt, damit sich alle, die nicht selber teilnehmen konnten, sich ein zusätzliches, eigenes Bild der Podiumsdiskussion mache können.

Kurz einige spannende Zusammenfassungen

Felchenbesatz
Der Laichfischfang stellt für den Berufsfischer ein willkommenes Zusatzeinkommen dar, da er die gestreiften Felchen verwerten, das heisst verkaufen kann. Und das zu einer Jahreszeit, in der die Art ja geschützt wäre. Auf den ersten Blick eine sinnvolle Verknüpfung. Auf den zweiten Blick aber erklärt es möglicherweise zusätzlich den erbitterten Widerstand der Berufsfischer gegen eine Abnahme der Besatzzahlen. Für den enormen Felchenbesatz im Zürichsee gibt es keine wissenschaftlich abgestützte Begründung! Wir wissen also nicht, ob der Besatz mehr Fische bringt, wir wissen auch nicht, wie hoch der Grad der Naturverlaichung ist. Das erstaunt doch sehr. Und wir wissen auch nicht, ob Interaktionen in andere Lebensgemeinschaften, nicht nur in die Lebensgemeinschaft der Fische, ausgelöst werden. Auch der Biologe von der EAWAG, Rudolf Müller fordert für die Besätze im Zürichsee eine wissenschaftliche Begleitung, welche den Nutzen solcher Massnahmen auch klar belegt. Res Hertig von der F&J Verwaltung wäre mit einem Monitoring des Felchenbesatzes im Zürichsee durchaus einverstanden. Hier stellt sich natürlich die Frage nach dem Wie. Die Besatzfische einzufärben (mit späterer Analyse der Gehörsteinchen) ist bei der Grösse des Sees und der Menge von Besatzfischen im Zürichsee nicht realistisch und auch nicht finanzierbar. Somit bleibt letztlich nur der Besatzstopp/Reduktion. Ob man will oder nicht. Es ist an der Zeit, die wissenschaftlichen Grundlagen zu erarbeiten. Man stelle sich einmal vor: Gen manipulierter Mais dürfte überall ausgesät werden und wir schauen später nach, ob es vielleicht negative Konsequenzen hat!?

Phosphat
Hier stellte sich klar heraus, dass für den Kanton Zürich eine solche Massnahme heute und in den nächsten Jahren nicht in Frage kommt. Die Phosphatkonzentrationen sind auch im sauberen Zürichsee noch viel höher als im Brienzersee, ganz abgesehen vom Pfäffiker- und vor allem vom Greifensee. Gar nicht zu sprechen von den Kleinseen. Bei einem Gewässer wie dem Brienzersee mit einem enorm tiefen Gehalt an Phosphat darf die Diskussion ersteinmal sicher geführt werden. Es muss aber vorab in der ganzen Schweiz geklärt werden, wohin man denn eigentlich mit dem Gewässerschutz gelangen möchte. Welche Werte wollen wir erreichen? Was sind die langfristigen Auswirkungen, usw. Auch dürfen wir nicht vergessen, dass gerade der Zürichsee ein bedeutendes Trinkwasserreservoir ist. Wir sollten deshalb die Errungenschaften im Gewässerschutz auf keinen Fall leichtfertig aufgeben.

Aquakulturen
Es ist richtig, dass der Fischkonsum in der Schweiz stetig zunimmt und nur gerade Mal 5% aus einheimischer Produktion gedeckt werden kann. Die Zunahme des Fischkonsums liegt aber in erster Linie an der enormen Bevölkerungszunahme und den Krankheiten/Skandalen im Fleisch/Handel. Leider wachsen aber unsere wesentlichen Produktionsflächen, die Seen, deshalb nicht mit! Es wäre darum wünschenswert, wenn die Aquakultur zukünftig zur Entlastung des Ertragsdruckes in den Seen gefördert werden könnte. Der von Andres Graber von der ZHAW Wädenswil aufgezeigte Weg über geschlossene Kreislaufanlagen in der Landwirtschaft, zusätzlich noch in Kombination mit Gemüseproduktion, lassen aufhorchen. Wie immer im Leben ist auch dieser Weg nicht Problemlos. Fragen wie artgerechte Haltung, Biosiegel und vor allem die Futtermittelbeschaffung für fleischfressende Fischarten (Bach- oder Regenbogenforelle) erscheinen im Moment noch sehr problematisch. Stichwort Fischmehl (Herkunft: aus den Weltmeeren). Aber auch das Bewilligungsverfahren für Fischzuchten muss vereinfacht und auch in der Landwirtschaftszone ermöglichet werden. Zurzeit können Fischzuchten nur im Industriegebiet realisiert werden.

Fischfang der Berufsfischer
Auch wenn Aquakulturen eine gute Möglichkeit darstellen, Fisch als Nahrungsmittel zu produzieren, so muss an dieser Stelle doch angemerkt werden, dass die eigentliche Binnensee-Berufsfischerei, wie Sie z.B. am Zürichsee betrieben wird, die nachhaltigere Möglichkeiten ist, solange dabei das natürliche Potenzial des Sees genutzt wird ohne dass der Mensch dabei mehr als nötig einschreitet. Um aber abklären zu können, wie fest der Mensch einschreiten darf und muss, müssen zuerst fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse über das natürliche Potenzial des Sees erworben werden. Denn nur wenn Resultate vorliegen, kann das Ökosystem See wirklich nachhaltig unterstützt und bewirtschaftet werden.

Man kann immer unterschiedliche Standpunkte vertreten. Wo es aber möglich ist, mittels wissenschaftlicher Untersuchung den Nutzen oder Schaden bestimmter Handlungen zu belegen, sollte man nicht darauf verzichten! Das sind wir der Natur und auch der Gesellschaft, insbesondere den künftigen Generationen, einfach schuldig.

Gruss Phoxinus
obelix

Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von obelix »

Arts hat geschrieben:Klar wir alle wünschern uns intakte naturbelassene Gewässer. Das ist doch in der heutigen Zeit eine Utopie!
und beim zhsee sowieso, wo die flachwasserzonen mit ihren schilfbeständen vor x jahrzehnten im grossen stile aufgeschüttet wurden um die seestrasse und häuser/fabriken zu bauen und der pegel künstlich geregelt wird!
berufsfischer

Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von berufsfischer »

ist zwar off topic, aber passt zum thema ökologischer unsinn...
12.1.12, seite 7 :arrow: http://www.zsz.ch/artikel_3928.html
als hätte der zürichsee nicht schon genug gelitten...
Zuletzt geändert von berufsfischer am Mi 18. Jan 2012, 20:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Flümi »

Berufsfischer, kannst du das Originalbild sonst noch mit https://www.bildhost.com/ uppen?

der Webspace des Forums hier verkleinert das Bild automatisch immer auf 640 Pixel und man kann grosse Textmengen kaum noch lesen. dann einfach den Link rechts von "Foren-BB-Code Typ 1:**" hier einfügen ;)
Zuletzt geändert von Flümi am Mo 8. Mai 2017, 14:51, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss, Stefan
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helix
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Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von helix »

Vielen Dank Phoxinus für diese Zusammenfassung, die bringt doch etwas mehr Licht ins Dunkle. :up: Freue mich auch noch auf den Film.

Noch kurz einige Gedanken (keine Kritik), die mir so auf die Schnelle durch den Kopf gingen:

Zum Felchenbesatz: Es erstaunt mich, dass man am Zürichsee (noch) nicht weiss, wie gross der Prozentsatz der künstlich erbrüteten Felchen gegenüber den naturverlaichenden ist. im Thunersee hat man dies ausführlich untersucht, indem man Felchenlarven in den oberen Wasserschichten fing und nach den Untersuchungen (monitoring) feststellte, dass der Anteil der künstlich erbrüteten weit grösser ist als die Naturbrut. Soweit ich mich erinnern kann, stammt nur gerade jede vierte Felche aus natürlicher Verlaichung. Diese Aussage bezieht sich auf die Brienzlige und Alböcke (Schwebfelchen), die mit Abstand den grössten Part der Berufsfischerfänge auf dem Thunersee ausmachen.

Wie kommt man denn darauf, dass der jetztige Felchenbesatz am Züsi "enorm" sein soll? Nur weil dies eine hohe Zahl ist, kann man doch nicht davon ausgehen, dass es automatisch zuviel bzw. enorm sei, insbesondere wenn noch gar keine verlässlichen Zahlen durch die Wissenschaft bestätigt wurde. Gar von einem Besatzstopp zu sprechen in einem so grossen See, wo dieser Besatz nichts Neues ist und sich die Popuationen anpassten, dünkt mich nicht gerade "vorsichtig", birgt in meinen Augen auch Risiken und ist evtl. auch nicht förderlich für die Zusammenarbeit mit den Berufsfleuten.

Den Genmais-Vergleich finde ich unglücklich gewählt, denn es ist ja wohl nicht das Ziel (im Gegensatz zum Mais), durch Besatz die Genetik der Fische zu verändern. Die Felchen werden ja sehr früh in den See entlassen und müssen sich unweigerlich den Umweltfaktoren des Sees anpassen, auch wenn punkto künftige natürliche Fortpflanzung über Generationen eine Veränderung stattfinden kann.

Nur kurz zum Phosphat: Wenn man beim Brienzersee darüber diskutieren "darf", dann m.E. automatisch auch beim Zürichsee. Die künstliche Düngung von offenen grossen Ökosystemen in der Schweiz ist ein Grundsatzentscheid, der für alle in Frage kommenden Gewässer gilt.
Bild
Gruess helix
Arts

Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Arts »

Hallo,

Jetzt rollt sie an die Diskussion...

Was ich am gesammten ja als Positiv empfinde.... Das Thema wird aus Hobbyfischerkreisen iniriiert!
Schaut mal her... Das ist doch wirklich gut!

Zum Felchenbesatz... Ich war vor 2 Jahre verstört als ich Felchen aus Wildfang im Dezember an der Fischtheke sah... Heute weis ich warum dies so ist... Und ich findes heute sicher sinnvoll, denn unter dem Strich bringt es doch etwas,

Das es keine abgestütze Begründung für den Millionenbesatz gibt, ist das so? Handelt es sich nur Erfahrungswerte?
Wievele Tonnen Felchen ergeben den 55 Milionen Felchenbrut.
Phoxinus hat geschrieben:Leider wachsen aber unsere wesentlichen Produktionsflächen, die Seen, deshalb nicht mit! Es wäre darum wünschenswert, wenn die Aquakultur zukünftig zur Entlastung des Ertragsdruckes in den Seen gefördert werden könnte
Wir können sicher nicht Blind einfach reinstopfen bis der See Plazt, aber wir dürfen auch nicht erwarten das wir auf Verhältnisse von vor 100 Jahren zurückkehren.

Das ist utopisch,,,

Wie auch Obelix zur Renaturierung sich äusserte, da sind noch ganz ander Faktoren massgebend, die auch an "Aquarium standard" kommen... :x

Ich sehe natürlich auch ein das man wissenschaftlich herausfinden muss wieviel ein Gewässer vertägt, aber wir dürfen desshalb nicht einfach aufgrund von wissenschaftlichen nicht gestützen Forderungen auf Null zurückfahren...

Der Status Quo, ist der bis heute schlecht? Ich glaube nicht. Das Aufzucht und Besatzt Program hat sich doch bewährt, und gemäss WWF wird der Bestand "voll ausgechöpft", die Nachfrage ist vorhanden.... Das Aufzuchtprogramm gut..

Tom
Schweizer Angler

Re: Podiumsdiskussion: Aquarium Zürichsee?! 14.01.12

Beitrag von Schweizer Angler »

@helix

zur genetik der fische gibt es zahlreiche untersuchungen. es ist grundsätzlich erwiesen dass gezüchtete fische, auch mit kpnstlicher erbrütung, einen kleineren überlebensgrad haben als solche die natürllich geboren wurden. aber wichtiger ist die auslese des zuchtmaterials, einerseits gilt es nicht kreti mit pleti zu vermischen, andereseits auch nicht imzucht zu betreiben indem man immer diesselbe enge verwandschaft verwwendet, "neues blut" ist durchaus von vorteil. bei den sefos im kanton be, speziell im thunerlake, weiss man heute auch dass man zulange und zu oft in zu engem rahmen (sehr wenige laichtiere und zu lange immer dieselben aus der militärbadi) gekreutzt hat.

gruss

sa
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