Barben, Döbel, Brachsmen

Vom A wie Aal bis Z wie Zander!
Weitere Themen sind Outdoor cooking, Räuchern und Filetieren.
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Wasabi

Barben, Döbel, Brachsmen

Beitrag von Wasabi »

nHallo Zäme.

Wie sieht das aus bei diesen Fischen? Wie geniessbar sind die wirklich?
Nur essbar wenn paniert oder fritiert?

Hatte heute mit Haba ein gewaltige Barbe (ca. 60cm) an der Angel und ging mit dem teil Baden in der Aare :lol:
astacus

Beitrag von astacus »

ich habe alle drei fische schon gegessen, verzichte aber inzwischen auf brachsmen. alet und barben schmecken sehr gut, aber das problem der geräten besteht definitv. ich habe verschiedenes probiert, um barben und alet halbwegs gut zu filetieren und zuzubereiten, damit man die geräte nicht mehr spührt - mit wenig erfolg.

sauber filetieren funktioniert nicht - zumindest nicht bei mir. halbwegs funktioniert hat, das filet so abzulösen, damit die hauptgräten weg sind, das filet dann in kleine stücke/streifen schneiden und stark anbraten/fritieren. aber auch diese methode finde ich nicht das gelbe vom ei.

übrigens gibts zu diesem thema glaubs schon einen thread, zumindest habe ich mal eine ähnliche frage gestellt.

P.S.
so gewaltig ist eine 60er barbe nicht... zumindest nicht in meinem gewässer. ich hatte mitte mai eine 55er barbe, die ich nach rund 12min endlich keschern konnte... für eine barbe eine "normale" drilldauer. letzte woche hatte ich innerhalb von 15min zwei wesentlich grössere barben drann, beide rissen mir das 0.20er vorfach ab. die erste habe ich nicht gesehen und die schnur riss nach ca. 30sek, die zweite hatte ich 9min an der angel und habe sie gleich nach dem biss kurz erblickt, nachdem sie gesprungen ist. sie hatte mind. 80cm und war wohl deutlich kleiner als die erste, die ja die schnur viel schneller gerissen hat.

edit: rechtschreibefehler
Zuletzt geändert von astacus am Mo 23. Jun 2008, 17:36, insgesamt 1-mal geändert.
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tom66
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Beitrag von tom66 »

Ich hatte einen tollen Angelkumpel der hat alle Fische gegessen auch die obgenannten. Der hat die Alet, Brachsmen und Winger "gefrittelt" wie er immer sagte, also fritiert und sie seien so geniessbar bis gut. Ich für meinen Teil kann auf diese Fische verzichten, gibt sicher bessere Arten zum essen.

Gruss

Tom66
Sascha

Beitrag von Sascha »

@astacus

Hast du schon einmal versucht, die Fische durch den Fleischwolf zu lassen und danach "Hacktötschli" daraus zu machen? Schmeckt richtig gewürzt wirklich extrem lecker und das Problem mit den Gräten löst sich auch von selber. Ich kann das jedem nur empfehlen!

Gruss
Sascha
gonefishing

Beitrag von gonefishing »

Habe es selber noch nicht probiert, aber geschmacklich sind sie wohl gut, nur die vielen Gräten stören.
Von daher kommen vor allem Rezepte bei denen die Fleischgräten 'zerstört' werden zum Einsatz. Entweder kleine Stücke sehr heiss frittieren, fein durch den Fleischwolf drehen und Fischpflanzl/Fischfrikadellen/Fischküchle draus machen (z.B. so), Einlegen bzw. Marinieren (z.B. so), oder braten und einlegen (z.B. so)
astacus

Beitrag von astacus »

@sascha:

nein, weil ich leider keinen fleischwolf habe. ich habe diesen tipp aber auch schon gelesen und mir vorgenommen, das mal auszuprobieren. habe nämlich das eine oder andere fischrezept, für das der fisch durch den fleischwolf muss.
Wasabi

Beitrag von Wasabi »

Hoi Zäme.

Danke für die Inputs. Aber den Fisch so zu zerstückeln oder durch den Fleischwolf murksen, damit er geniessbar wird....naja weiss nicht.

Da kann ich gleich Fischstäbli kaufen :lol:
pius

Beitrag von pius »

alet sind mehlig und extem gerätehaltig.
brachsmen müffeln und sind extrem schleimig.
eine barbe aus saubem gewäser hat sehr kräftiges fleisch,
und nicht mehr gräten als ein gleichgrosser babyhecht!

und die est ihr doch alle :?: :?: :?:
astacus

Beitrag von astacus »

WASABI hat geschrieben:Da kann ich gleich Fischstäbli kaufen :lol:
nein, und zwar weil fischstäbli in der regel zu 40% oder mehr aus panade bestehen, was deine eigene fischverarbeitung nicht wird, und v.a. weil fischstäbli ökologisch höchst bedenklich sind. meistens werden fischstäbli aus kabeljau (dorsch) hergestellt, der praktisch weltweit massiv überfischt ist.

dagegen ist die verwendung von alet und brachsme normalerweise völlig unbedenklich, da diese in unseren seen und grösseren fliessgewässern in hoher zahl vorkommen und die bestände gesichert sind. etwas kritischer ists mit der barbe, die in vielen flüssen (z.b. an der aare zwischen bielersee und mündung in den rhein) aufgrund des kraftwerkbaus grosse bestandeseinbrüche erlebt hat. in vernünftigen massen kann allerdings auch diese noch an vielen standorten problemlos entnommen werden.
Reverend

Beitrag von Reverend »

Wie alle (Weiß-) Fische "müffeln" oder "mooseln" auch Brachs(m)en nur, wenn in ihrem Gewässer Blaualgen vorhanden sind, die sie mit der Nahrung aufnehmen.
Aus einem mit Blaualgen verseuchten, eutrophen Gewässer mooselt jeder Fisch - selbst der Hecht.

An sich ist das Fleisch der Brachse sehr gut.
Es enthält nur viele Fleischgräten, die das Essen erschweren.
Gerade hier im Chiemgau ist geräucherte Brachse eine Delikatesse.
Mit einer überlegten Esstechnik stören dann auch die Fleischgräten nicht.

Der Alet oder Aitel hat vergleichbares Fleisch wie die Brachse, allerdings noch etliche Gräten mehr.

Zur Barbe kann ich nichts sagen, die habe ich noch nicht probiert.

Generell kann man solche Grätenkönige vor der Zubereitung im Abstand von 2-3mm bis hinunter aufs Rückgrat einschneiden und die Fleischgräten durchtrennen, so dass sie beim essen nicht mehr stören.
Salmonidenjunkie

Beitrag von Salmonidenjunkie »

pius hat geschrieben:alet sind mehlig und extem gerätehaltig.
brachsmen müffeln und sind extrem schleimig.
eine barbe aus saubem gewäser hat sehr kräftiges fleisch,
und nicht mehr gräten als ein gleichgrosser babyhecht!

und die est ihr doch alle :?: :?: :?:
es essen nicht alle die Baby Hechte :D 8) :?

Hatte in diesen 4 1/2 Wochen 14 Hechte gefangen von 45cm bis hin zu 81,84,88,93 und einem 1.09 Meterhecht 8) Habe alle wieder RELEASED :idea: :!: :!:

und nun zu den Alet und Barben ... wir hatten früher im Fischerclub auch die "Hacktätschli" und kleine frittierte Stückchen gemacht ... ich fand sie MEGA lecker :)
ist ja Geschmackssache
Wasabi

Beitrag von Wasabi »

pius hat geschrieben:alet sind mehlig und extem gerätehaltig.
brachsmen müffeln und sind extrem schleimig.
eine barbe aus saubem gewäser hat sehr kräftiges fleisch,
und nicht mehr gräten als ein gleichgrosser babyhecht!
und die est ihr doch alle :?: :?: :?:
ha, das ist mal ein gutes Argument! Also wäre es mal ein versuch wert das zu testen :wink:

Ausserdem hat mein Schatz doch tatsächlich ein Fleischwolf auf dem Estrich... 8)
harro

Beitrag von harro »

Hei pius,
du solltest nicht alle anderen Fischer in einen Topf werfen.Es werden nicht alle hier im Forum "Schläuchli"-Hechte essen.Wenn du das Können und Glück hast Grosshechte zu Fangen,Chapeau,aber solche Sprüche brauchst gerade du nicht zu Machen sonst muss ich für meinen Teil deine Fänge in einem ganz anderen Licht betrachten.
Ich selber esse keine Brachsmen,fische auch nicht auf sie.Aber schau mal in guten Fachbüchern nach übers Räuchern von Fischen.Dort ist die Brachsme eine Delikatesse.Am Plattensee in Polen ist es sogar der Brotfisch der Berufsfischer.Und glaube mir,auch du würdest dort diesen Fisch essen,der schmeckt wirklich.Andere Länder,andere Sitten und Geschmäcker.Barben schmecken scheinbar auch ausgezeichnet,ich fische auch nicht darauf,wenn man sie richtig zubereitet.
Es gibt noch mehr als den Vierwaldstädtersee in der CH und auf der Erde.
Wasabi

Beitrag von Wasabi »

astacus hat geschrieben:
WASABI hat geschrieben:Da kann ich gleich Fischstäbli kaufen :lol:
nein, und zwar weil fischstäbli in der regel zu 40% oder mehr aus panade bestehen, was deine eigene fischverarbeitung nicht wird, und v.a. weil fischstäbli ökologisch höchst bedenklich sind. meistens werden fischstäbli aus kabeljau (dorsch) hergestellt, der praktisch weltweit massiv überfischt ist.

dagegen ist die verwendung von alet und brachsme normalerweise völlig unbedenklich, da diese in unseren seen und grösseren fliessgewässern in hoher zahl vorkommen und die bestände gesichert sind. etwas kritischer ists mit der barbe, die in vielen flüssen (z.b. an der aare zwischen bielersee und mündung in den rhein) aufgrund des kraftwerkbaus grosse bestandeseinbrüche erlebt hat. in vernünftigen massen kann allerdings auch diese noch an vielen standorten problemlos entnommen werden.
astacus, das war ein Witz
:wink:

Also die Barben in der Aare bei Bern haben das Flüschen oberhalb der Schwellenmatte anscheinend voll im Griff. Konnte weiter schöne Exemplare heute sichten...
astacus

Beitrag von astacus »

WASABI hat geschrieben:astacus, das war ein Witz
:wink:
ja, das dachte mir eigentlich schon... wollte trotzdem auf den sachverhalt hinweisen, da (zu) viele leute nach wie vor völlig bedenkenlos fischstäbchen konsumieren.

und na ja, ihr kennt mich langsam und wisst, dass ich bei solchen kommentaren mein maul nicht zuhalten kann :wink:
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