Etwas später trübte sich dann das Gewässer so ein, dass ein weiteres befischen unmöglich schien. Der Grund waren höchstwarscheinlich Baumaßnahmen im Flussbett einige Kilometer oberhalb unseres Standortes. Da die Uhr erst 17°°Uhr anzeigte und der Angeltag noch lange nicht zu Ende war, wechselten wir noch einmal den Standplatz und fuhren an einen anderen Fluss, wo wir wieder ideale Bedingungen vorfanden. Schon nach wenigen Minuten hatten wir die ersten Erfolge und bis gegen 22°°Uhr dürfte jeder von uns noch mal so an die 20 Forellen gehakt haben. Ein Grund also, sich für den Sonnabend noch einmal zu verabreden. Geplant war diesmal ein Treffen gegen Abend, um den Fischen bei dieser Hitze ihre Ruhe zu gönnen.
Gegen 16°° Uhr dann das erste Donnergrollen, was nichts gutes vermuten lies. Da ich mich zu dieser Zeit in meinem Wochendgrundstück befand, welches 25 km vom vereinbarten Treffpunkt entfernt liegt, versuchte ich durch einen Anruf zu erfahren, wie es denn Wettermäßig aussieht.
In der Zwischenzeit begann es, wie aus Kübeln zu schütten, was ja noch nicht so tragisch ist. In der Region oberhalb unseres Treffpunktes sah es allerdings noch schlimmer aus. Dort krachte es mittlerweile Tennisballgroße Hakelkörner vom Himmel und binnen von Minuten wurde aus kleinen Rinnsalen breite Flüsse. Es wurde alles mitgerissen, was im Wege stand. Ein Angeln also ausgeschlossen!!
Schade, aber es gab ja noch den Sonntag. Wieder glühten die Handys und ein Treff wurde für Nachmittag vereinbart, diesmal an der Mulde, da diese vom Unwetter verschont geblieben ist und der Pegel dort normal gewesen ist.
4 Mann haben sich dort schon am frühen Nachmittag eingefunden, ich stieß gegen 18°° Uhr dazu. Auf meine Fliegenmuster hatte an diesem Abend leider kein Fisch Appetiet, so dass nur eine kleine Bachforelle sich mal kurz an meiner Fliege hakte und sich aber im " Drill" wieder selbst befreien konnte. Trotzdem war es ein schöner Abend. Ich hoffe, dem Gastangler hat das Erzgebirge ein wenig gefallen?!


