Ich war am Sonntag das erste mal Fliegenfischen. Mit dem Verein ging es an den Sitysee. So um 11.00 kamen wir am halbleeren Sihlsee vorbei und gleich darauf kamen wir an. Zuerst wurden Ruten und Rollen verteilt. Wer noch keine Wurferfahrungen hatte, (trotz Wurfübungen vor dem Haus zählte ich mich dazu), übte zuerst auf der grossen Wiese. Zwar gelangen mir die Würfe, nur der Doppelzug (für grössere Wurfweiten) wollte nicht gelingen.
Danach ging ich dann an den Teich. Noch etwas zum Gewässer:
Der Sitysee ist ein künstlicher See, welcher vor etwa 10 Jahren für Fliegenfischer angelegt worden ist. Für einen guten oder fortgeschrittenen Fliegenfischer würde es etwa 10-15 Minuten gehen, die erlaubten 3 Forellen zu fangen. Trotzdem ist dieses Gewässer ein ideales Übungsgewässer.
Weil alle Fischer nass fischten, packte auch ich einen Streamer aus, eine Libellenimitation. Ich warf gleich die ersten Fische an, allerdings hatte ich noch Mühe beim Anschlag, die Forellen waren mir zu schnell. Trotzdem hatte ich nach etwa 20 Minuten meine erste Forelle. So vergingen auch noch weitere 1 1/2 Stunden und ich fing meine 3 Forellen, die grösste mass 33cm (siehe Bild unten). Gefangen habe ich 2 auf die Libellenimitation und eine auf den Wooly Bugger. Alle waren Regenbogenforellen, es wurden aber auch noch vereinzelt Bachforellen gefangen. Danach half ich einem jüngeren Fischer, 2 Forellen zu fangen und feilte mit Hilfe eines erwachsenen Fliegenfischers noch an meiner Wurftechnik. Auch meine Versuche 2 eher grössere Forellen an Land zu bitten, schlugen fehl. Trotzdem war ich mit meinem Fangergebnis sehr zufrieden. Schliesslich nahm ich noch meine Forellen aus und schlurfte glücklich Richtung Auto...
Fliegentipp für Fugs (Du gehst doch am nächsten Sonntag an den Sitysee, oder?!):
Ich würde eine Fliege mit eher starken Konturen nehmen. Ich habe zwar auch mit einer schlanken Nassfliege gefischt, aber die Fliege wurde nicht wahrgenommen. Auch ein Oberflächenstreamer blieb unbeachtet.
Auf einen Wooly Bugger hatte ich viele Bisse, die ich aber nicht verwerten konnte, oder bei denen sich die Fische im Drill verabschiedeten.
Ich denke es lag daran, dass ich den Streamer zu dick gebunden hatte. Die Libellenimitation hatte genug Konturen um von den Fischen wahrgenommen zu werden(wie der Bugger), war aber auch genug schlank, um von den Forellen ohne Mühe eingenommen zu werden.
Fazit:
Ein schlanker Streamer (z.B. ein schlanker Wooly Bugger auf Haken Nr.12 -> nur bis zu dieser Grösse erlaubt).
Für mich war es ein hammer Tag und ich konnte viele Erfahrungen zum Fliegenfischen sammeln.

Hier noch das Bild der grössten Forelle
