Äschenrückgang im Kt. BE

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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Chrigel

Beitrag von Chrigel »

salvenius hat geschrieben:Mit diesem Post wollte ich nicht Dir, Chrigel, nicht an den Karren fahren, denn ich weiss nicht ob du in einem Verein bist oder nicht :wink: . Viel eher geht es um einen Gedankenanstoss an die Kritiker der Aufseher.
Nene du bist mir nicht an den Karren gefahren, ich bin in einem Verein :wink:

Doch die meisten Aufseher auf dem Bödeli sind alle beim gleichen Verein und der ist nicht dieser indem ich bin :roll:

@ Salmotti:

Alle vom selben? Ja ab und zu "fischets" schon den einen oder anderen aber meisten eben nicht die Straftätigen/Schlimmen..

Hast du mir evtl. ein Parfüm oder sonst was womit ich die Aufseher anlocken könnte? :D :lol: Hehe nein nurn Witz..
bienne0

Beitrag von bienne0 »

fishersam hat geschrieben:Hei!

Kenne die Situation bei euch nicht genau! Aber ich denke deine Massnahmen gehen in die richtige Richtung! Je nach Gewässer kann mit der Fischerrute der Äschenbestand stark beeinträchtigt werden. Mit gesunden Menschenverstand (sprich persönliche Entnahmebeschränkung) kann viel für einen gesunden Bestand getan werden.



Eine andere Möglichkeit, welche v.a. auch im Norden weit verbreitet ist, ist die Festlegung von Fangfenstern. Diese müssen so ausgelegt werden, dass die guten Laichtiere geschont werden. Für eine Altersklasse z.B. zwischen 28-35cm ist eine beschränkte Entnahme möglich.



Oder man erhöht das Fangmass dramatisch auf z.B. 45cm!



Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Oftmals wären gesetzlichen Bestimmungen gar nicht nötig wenn sich nur jeder Fischer selbst etwas an der Nase nehmen würde und seine Entnahme beschränken würde. Oft sind es aber nur wenige Ausnahme, welche sich übermässig bedienen... Schade, dass die anderen danach auch unter den neuen Bestimmungen zu leiden haben...



8)


Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen :!:
Streamstalker

Beitrag von Streamstalker »

Hallo,



ich finde es großartig, dass man sich in diesem Forum solche Gedanken macht.

Als Außenstehender durfte ich vor 2 Wochen für 2 Tage durch einen Freund mir ein eigenes Bild über die Aare in Interlaken sowie in Bern machen.

Ich darf behaupten, dass ich in Europa schon so einiges an Äschengewässern gesehen bzw. befischt habe (Deutschland, Frankreich, Österreich und Dänemark). Die Aare hat mich schwer beeindruckt, wir konnten einige sehr große Äschen in dem Gewässer lokalisieren.

Des Weiteren konnte ich aus einiger Entfernung beobachten wie eine wirklich gute Äsche gelandet wurde.

Generell muss ich sagen, dass ich mich erschrocken habe, welche Mengen an Individuen entnommen wurden. Etwas vergleichbares habe ich noch nie beobachtet. Innerlich habe ich mich gefragt, dass es schon verwunderlich ist, dass dieses Gewässer den hohen Befischungsdruck bzw. die hohen Entnahmemengen so verkraftet hat. Ein einheimischer Fischer erzählte mir, dass die Äschen in der Aare ein sehr gutes Größenwachstum aufweisen. Seiner Auffassung nach würden viele Individuen entnommen, bevor sie in der Lage sind zur Fortpflanzung beizutragen.

Ich kann nur erahnen was die Aare einmal für ein Äschengewässer gewesen sein muss.

Einschränkungen in Bezug auf Entnahmemengen sowie Optimierungen des Schonmaßes werden von vielen Fischern eher skeptisch betrachtet. Dennoch bin ich der Auffassung, dass solche Maßnahmen hier schon lange angebracht wären, um die Populationen zu unterstützen bzw. zufördern.

Keine Entnahme von Äschen oder höchstens zwei Individuen pro Tag waren bis dahin für mich bis dato die Regel. Wenn ihr euch mal außerhalb der Schweiz orientiert, werdet ihr wohl kaum gute Gewässer mit Äschenbeständen finden in denen Tagesentnahmen von bis zu 6 Stück möglich sind.

Ich würde mich freuen, vielleicht in einigen Jahren noch einmal diese Gewässerabschnitte zu besuchen und ein anderes Bild vorzufinden. :wink:



Gruß Matthias
Salmotti

Beitrag von Salmotti »

Chrigel hat geschrieben:@ Salmotti: Alle vom selben?
Jaja, immer der Selbe.. wenigstens der ist regelmässig auf Kontrollgang. Und im Allgemeinen kann ich sagen, dass das 202 die meist kontrollierte Strecke im Kanton ist! Du gehst nur zum falschen Zeitpunkt an's Wasser :wink:
Ein einheimischer Fischer erzählte mir, dass die Äschen in der Aare ein sehr gutes Größenwachstum aufweisen. Seiner Auffassung nach würden viele Individuen entnommen, bevor sie in der Lage sind zur Fortpflanzung beizutragen.
Bin ich als auch Einheimischer der selben Meinung, mit 32cm haben längst nicht alle ihren ersten Laichgang "erledigt". Ein weiteres Mal: Mindestfangmass im Minimum 36 cm! Aber subito. Wenn's die Behörden nicht kapieren, wäre ich froh, wenn wenigstens verantwortungsbewusste "Forum-Fischer" diesen Fact kapieren. Aber 8ung: hier spreche ich nur die Aare an, wie's in anderen, kleineren Gewässern betreffend Laichbereitschaft/Grösse aussieht, kann ich nicht beurteilen.
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äschfischer
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Beitrag von äschfischer »

Streamstalker hat geschrieben:
Tagesentnahmen von bis zu 6 Stück möglich sind.






früher durften die fischer noch 8 stück nehmen.ich habe mit einem alten arbeitskollegen gesprochen,der hat mir erzählt vor 30-40 jahren hätte man um 9uhr aufgehört zu angeln,weil die tageslimite von 8 äschen erreicht war :twisted: :twisted: ist doch klaar das der fischbestand so abnimmt...
Gruss Chrigu

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
Chrigel

Beitrag von Chrigel »

Salmotti hat geschrieben:Du gehst nur zum falschen Zeitpunkt an's Wasser :wink:
Nein das denke ich nicht, in meinem engen Kollegenkreis sind 5 Fischer, wir waren oft den ganzen Tag am Wasser und das im ganzen Jahr= Kontrollen= 1

Und falls es die meist kontrollierte Strecke ist, umso trauriger!!
rafa

Beitrag von rafa »

Weiss jemand von euch was der Kanton für Bestimmungen präsentiert hat?



Habe leider nichts gefunden?
bienne0

Beitrag von bienne0 »

Streamstalker hat geschrieben:Hallo,



ich finde es großartig, dass man sich in diesem Forum solche Gedanken macht.

Als Außenstehender durfte ich vor 2 Wochen für 2 Tage durch einen Freund mir ein eigenes Bild über die Aare in Interlaken sowie in Bern machen.

Ich darf behaupten, dass ich in Europa schon so einiges an Äschengewässern gesehen bzw. befischt habe (Deutschland, Frankreich, Österreich und Dänemark). Die Aare hat mich schwer beeindruckt, wir konnten einige sehr große Äschen in dem Gewässer lokalisieren.

Des Weiteren konnte ich aus einiger Entfernung beobachten wie eine wirklich gute Äsche gelandet wurde.

Generell muss ich sagen, dass ich mich erschrocken habe, welche Mengen an Individuen entnommen wurden. Etwas vergleichbares habe ich noch nie beobachtet. Innerlich habe ich mich gefragt, dass es schon verwunderlich ist, dass dieses Gewässer den hohen Befischungsdruck bzw. die hohen Entnahmemengen so verkraftet hat. Ein einheimischer Fischer erzählte mir, dass die Äschen in der Aare ein sehr gutes Größenwachstum aufweisen. Seiner Auffassung nach würden viele Individuen entnommen, bevor sie in der Lage sind zur Fortpflanzung beizutragen.

Ich kann nur erahnen was die Aare einmal für ein Äschengewässer gewesen sein muss.

Einschränkungen in Bezug auf Entnahmemengen sowie Optimierungen des Schonmaßes werden von vielen Fischern eher skeptisch betrachtet. Dennoch bin ich der Auffassung, dass solche Maßnahmen hier schon lange angebracht wären, um die Populationen zu unterstützen bzw. zufördern.

Keine Entnahme von Äschen oder höchstens zwei Individuen pro Tag waren bis dahin für mich bis dato die Regel. Wenn ihr euch mal außerhalb der Schweiz orientiert, werdet ihr wohl kaum gute Gewässer mit Äschenbeständen finden in denen Tagesentnahmen von bis zu 6 Stück möglich sind.

Ich würde mich freuen, vielleicht in einigen Jahren noch einmal diese Gewässerabschnitte zu besuchen und ein anderes Bild vorzufinden. :wink:



Gruß Matthias


Hallo Matthias,

kann deinen Worten nur beipflichten. Meine Kollegen hier lächeln immer wenn ich sage, das ich noch nie eine Äsche gefangen habe, denn sie wissen nicht wie's bei uns zu hause abgeht nämlich......Äsche an der Angel...kein Gerangel z'rück in's Wassa damit passta.

Da ich mit Schonhaken fischte war es einfach die Äsch immer gleich im Wasser zu lassen und da bei mir nur ein gelandeter Fisch ein gefangener ist, habe ich auch noch keine Äsche gefangen.

Petri vom Bielersee
Andal

Beitrag von Andal »

All diese Massnahmen sind bei uns gar nicht mehr nötig.



Bei uns sind die Äschen bereits so verschollen, dass es absolut sinnlos wäre, bei mir im näheren Umkreis gezielt auf Äschen zu fischen. Die Wasserwirtschaft und der schwarze Vogel haben gegen diesen Fisch ganze Arbeit geleistet!
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Rolf
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Beitrag von Rolf »

rafa hat geschrieben:Weiss jemand von euch was der Kanton für Bestimmungen präsentiert hat?



Habe leider nichts gefunden?




ist auch noch nichts offiziell :wink:





nur Vorschläge gab es derer einige :!: :?:





schauen wir mal was kommt :wink:
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
Salmotti

Beitrag von Salmotti »

Noch nicht hochoffiziell... ABER:



Für Äschen wird im Kanton Bern ein 3-jähriges Fangverbot erlassen!



Werte Freunde der Äschenfischerei im Kanton Bern

An der Präsidentenkonferenz des Bernisch Kantonalen Fischereiverbandes wurde von Seiten des Fischereiinspektorates über Massnahmen zur Schonung und Förderung des Aeschenbestandes in der Aare orientiert.

Gemäss Untersuchungen werden 90% der Aeschen gefangen, bevor diese einmal abgelaicht haben (Fanggrösse 30 - 38 cm). Das Wegfangen dieser Aeschen bedeutet Ausfall beim Nachwuchs.

Um den langfristigen Bestand zu sichern, wird für den Kanton Bern ein Entnahmeverbot der Äschen vom 01.01.2008 bis 31.12.2010 erlassen. Nach Ablauf dieser Zeit treten Schonmassnahmen in Kraft, welche noch ausgearbeitet werden müssen (Erhöhung Schonmass, begrenzte Entnahmemenge pro Tag/Jahr).



:shock: --> Das sind die News, Jungs...



Wie geschrieben, dies ist noch nicht offiziell und muss noch abgesegnet werden, aber es wird wohl so kommen... Sobald der Beschluss definitiv ist, wird dies auf der Hompage des Fischereiinspektorates aufgeschaltet.



Meine Meinung dazu: 80% der Fischer büssen für das Verhalten von 20%... Leider gibt es noch immer "Fischerfreunde" welche kein Mass kennen. Aus der Region Bern höre ich von diesjährigen Jahresstatistiken, welche 200-300 Äscheneinträge haben, in der Region Oberland gibt's welche mit 100-200 Einträgen.. Halt einfach abartig... aber legal. Falls es zu diesem Entnahmeverbot kommen sollte, kann ich gut damit leben, für mich bedeutet dies eine kleine Einschränkung, entnehme ich doch schon jetzt nur ca. jede 10. Äsche, am Schluss des Jahres sind's durchschnittlich zwischen 5 - 10 Stück. Ich kann mich zwischen dem 01.10. und dem 31.12. auch anders beschäftigen...
fisher91

Beitrag von fisher91 »

Harte Massnahme.

Scheinbar gehts nicht anders
Stefan

Beitrag von Stefan »

Salmotti hat geschrieben:Meine Meinung dazu: 80% der Fischer büssen für das Verhalten von 20%...


Sali Otti



Da hast du recht, ich würde sogar meinen, 98% büssen für das Verhalten von 2%.



Diese Massnahme ist happig, hätte es nicht so erwartet, aber ich kann auch damit leben. Eine Bechränkung auf 20 oder 30 Äschen pro Jahr wäre von mir aus angebracht gewesen.

Betrifft es den ganzen Kanton Bern, also auch die Strecken 222 (dort fische ich auf Äschen), 225 und 228?
Salmotti

Beitrag von Salmotti »

Stefan hat geschrieben:Betrifft es den ganzen Kanton Bern, also auch die Strecken 222 (dort fische ich auf Äschen), 225 und 228?
Alles andere würde mich erstaunen, obwohl Solothurn da natürlich auch mitmachen müsste. Deshalb sind diese Abschnitte evt. schon speziell zu behandeln resp. könnte sein, dass das Ganze nur den "innerbernischen" Teil betrifft. Kannst ja mal nachfragen, ob die Solothurner Seite schon was von den Berner Massnahmen weiss...
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äschfischer
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Beitrag von äschfischer »

ganz meine meinung. :wink: irgend so was musste ja kommen,ich denke genau gleich wie du salmotti.das traurige ist nur das diese fische die man wieder schwimmen lässt, vom nächst besten fischer abgeschlagen werden.
Gruss Chrigu

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann."
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