Neozoen Diskussion

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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fishcatcha85

Beitrag von fishcatcha85 »

ich glaube das ist einfach in der CH so!


Viele gewässer können einen bestand von einheimischen fischen nicht mehr tolerieren. (verbauungen, klimawandel etc.)




das verstehe ich auch nicht... wie sollen einheimische fische in VERfremdeten gewässer leben? man sieht es perfekt mit den Bachforellen - es giebt immer weniger obwohl ihnen der platz nicht streitig gemacht wird.... im gegenteil.. man nimmt grosse besatzmassnahmen vor usw. aber ich denke dass die wasserqualität und -struktur massgeblich sind...



es ist ja bestätigt, dass die fische sich nicht mehr gut fortpfanzen können... oder alle erkrankungen usw.



ich verstehe zwar, dass gewisse arten hier unerwünscht sind... aber andere arten können sich sicherlich mit den einheimischen verstehen.
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Martin
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Beitrag von Martin »

Jeder Eingriff in die Natur löst zu 99% eine Folgereaktion aus, also besser gesagt, ein Zahn des ganzen Rades ist abgebrochen und deshalb läuft das ganze nicht mehr richtig.

Ich hätte sicherlich auch freude daran mal Schwarzbarsch, Muskies, oder Refos zu drillen, ohne dass ich x Kilometer weg zurücklegen muss.

Keine Ahnung welche Fische schlussendlich die anderen dominieren werden, aber gewisse Arten werden dadruch vermutlich sehr stark berdoht sein.

Stellt euch einfach mal einen normalen Teich mit irgendwelchen Friedfischen vor, welche in absoluter Harmonie mit ihresgleichen und ihrer Umgebung leben. Dann plötzlich ein Raubfisch auf 100 Friedfische, ich glaube dan würde das Verhältnis auf Dauer nicht mehr aufgehen. Also wer weiss schon genua wieviele Fische von welcher Art besetzt werden müssen, ohne eine andere zu gefärden.
Gruss Martin

Es ist mir egal wie dein Vater heisst, solange ich hier angle geht niemand übers Wasser
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Martin
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Beitrag von Martin »

Habs mal im Beitragtitel geändert, habe aber keine Ahnung was diese Fremdwörter genau bedueten, aber ich nehme an Standortfremd oder unerwünschte Art dürfte es glaub ziemlich treffen oder.



PS: ich hasse Fremdwörter!
Gruss Martin

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gonefishing

Beitrag von gonefishing »

Martin hat geschrieben:Habs mal im Beitragtitel geändert, habe aber keine Ahnung was diese Fremdwörter genau bedueten, aber ich nehme an Standortfremd oder unerwünschte Art dürfte es glaub ziemlich treffen oder.


So ziemlich, allerdings standortfremd mit dem Zusatz 'eingeschleppt' oder 'neu angesiedelt' (griechisch 'neo': neu).

Ein Elefant ist bei uns z.B. standortfremd, aber kein Neozoon, da er bei uns wildlebend nicht vorkommt.

Neophyten bezeichnen eingeschleppte oder angesiedelte standortfremde Pflanzen (griechisch 'Phyton': Pflanze), wie z.B. das Indische Springkraut.

Neozoen bedeuten das gleiche bei Tieren (griechisch 'Zoon': Lebewesen, Tier), wie z.B. der Schwarzbarsch.
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Martin
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Beitrag von Martin »

Einleuchtend und danke für die gute Erklärung ;-) :up:
Gruss Martin

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gonefishing

Beitrag von gonefishing »

Habe noch vergessen zu schreiben dass die Tiere oder Pflanzen sich erfolgreich fortpflanzen bzw. reproduzieren müssen, um als Neozoen bzw. Neophyten bezeichnet zu werden.

Werden also Fische besetzt die sich an dem Ort nicht fortpflanzen, so gelten sie nicht als Neozoen.
jerkfreak

Beitrag von jerkfreak »

in nordamerika wo hechte und muskys zusammen leben gibt es sogar mischformen sogenante tigermuskys! mega schöne fische! :!:
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Alet
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Beitrag von Alet »

Ich bin absolut gegen den Einsatz von Gebietsfremnden Tier- und Pflanzenarten, da fremde Arten gravierende Auswirkung auf die bestehen Ökosystemen haben können. In Europa sind die Probleme nicht gravieren, aber in Ländern wie Australien oder Neuseeland sind fremde Arten eine Plage.

Betreffend Fische in der Schweiz ist die Agone ein gutes Beispiel. Früher war sie der Brotfisch der Berufsfischer im Tessin. Die eingeschleppte Rotauge hat die Bestände zusammenbrechen lassen.



Vorher wurde erwähnt, dass in Nordamerika Muskies und Hechte zusammen vorkommen. Dazu eine Anmerkung: Zusammen vorkommen, bedeutet noch lange nicht das beide Arten gute Bestände bilden. Dafür hat es auch bei uns ein Beispiel. Meist hat ein See einen guten Zander- oder einen guten Hechtbestand, da diese Arten im konkurrenz zueinander Leben. Früher war der Sihlsee bekannt für seinen guten Hechtbestand. Seit dem aufkommen des Zanders ist der Hechtbestand zusammengebrochen. (PS, Zander: ich bin gegen eine aktive Förderung, aber klar für Mindestmasse und Schonzeiten)
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Flümi
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Beitrag von Flümi »

Alet hat geschrieben:...aber in Ländern wie Australien oder Neuseeland sind fremde Arten eine Plage.


wie Schweine und Dingos?



btw: habt ihr schon gewusst, dass Eukalyptus ein "Kampfbaum" ist, der andere Baumarten verdrängt? :)
T-Rig

Beitrag von T-Rig »

@Alet, du meinst wohl die alborella und nicht die agone. :wink:
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Alet
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Beitrag von Alet »

Ja, die Alborella



Danke für die Korrektur
jerkfreak

Beitrag von jerkfreak »

alborela? ist das ne art laube!

die angone ist so etwas wie ne hering, maifisch mischung oder?
T-Rig

Beitrag von T-Rig »

fishcatcha85

Beitrag von fishcatcha85 »



haha am Hochrhein sind Lachse und Meerforellen einheimisch... zum glück fange ich sie jedes mal... ja sie sind sogar lästig



weiss jemand was mit dem rapfen ist?sind demfall nicht heimisch?!
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zuma
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Beitrag von zuma »

Wer lesen kann ist klar im Vorteil :wink: :



Gefährdungsstatus: 0 = ausgestorben, 1 = vom Aussterben bedroht, 2 = stark gefährdet, 3 = gefährdet, 4 = potenziell gefährdet, NG = nicht gefährdet, E = europäisch geschützt nach Berner Konvention, S = europäisch stark geschützt nach Berner Konvention.



ps. Ich denke Grosswildjäger hätten auch nichts gegen das Aussetzen von ein paar afrikanischen Löwen in der Mittelländischen Serengeti, damit sie nicht so weit mit dem Flieger .........

Schön, dass wir alle so naturverbunden sind!!!!
Gruss Kurt

(Bambus-&Trockenfliegenpurist)
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