Erfahrungen beim Schleppen mit Unterwasserhund??

Hier kommen die Fragen und Antworten zum Raubfisch-, Spinn- und Schleppfischen rein.
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Bodenseeaal

Re: Erfahrungen beim Schleppen mit Unterwasserhund??

Beitrag von Bodenseeaal »

Hallo U96,

damit kann ich etwas anfangen. Vielen Dank.

Ob wir mit dem Unterwasserhund auf Saibling fischen zukünftig weiß ich noch nicht. Mit den 2 Tiefseerollen hatten wir den Dreh dieses Jahr endlich richtig raus. Da gab es eigentlich fast nichts mehr zu verbessern, das war schon sehr effektiv. Bei Fehlbissen (wir kontrollieren trotzdem fast immer wenn es nicht 100% eindeutig war) ist man so einfach sehr schnell wieder einsatzklar. An fast allen Tagen haben die Fische auch recht verteilt gebissen. An selteneren Tagen dann stark gehäuft in einer Höhe, es könnte mit den Verhältnissen des Tages aber dann auch genau an dem Köder gelegen haben. Wir haben dann nicht getauscht um das Nachzuprüfen. Dann wäre es aber eventuell einen Versuch wert. Wir experimentieren auch gern einmal. Ich glaub wir fischen eh schon 0,4 (--> die dickste Stroft Multicolor die hat keine Angabe des Durchmessers, die würde ich auch gern mit dem UWH weiter nutzen, das ist superpraktisch) Wir werden es auf jeden Fall mal Testen nächstes Jahr.
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Loup
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Re: Erfahrungen beim Schleppen mit Unterwasserhund??

Beitrag von Loup »

Ich habe mir vor einigen Jahren eine Unterwasserhundausrüstung gekauft und auch einige Zeit damit experimentiert. Sicher gibt es Vorteile, zb Treibgut an der Oberfläche, rasches wechseln der Tiefe usw. Ich habe aber immer den Blickkontakt zu meinen Schnüren und zum Oberwasserhund vermisst. Als ich dann beim Hechtschleppen mit dem Biss eines Welses konfrontiert wurde, reichten meine Fähigkeiten und Erfahrungen mit den UWH nicht aus und ich verlor den Fisch und hatte ein echtes Durcheinander.
Seit dieser Erfahrung fische ich wieder ganz konventionell mit OWH und bin zufrieden.
Uwe, ich verfolge deine Erfahrungen mit den UWH natürlich mit viel Interesse und freue mich auf deine Berichte.

PS Wenn ich mich recht erinnere, hat mir bei den UWH auch das Kurshalten etwelche Mühe bereitet. Bei den OWH sehe ich sofort, wenn eine Seite nicht auf Zug ist.
Gruss vom Murtensee
Loup
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U96
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Re: Erfahrungen beim Schleppen mit Unterwasserhund??

Beitrag von U96 »

@Loup
Loup hat geschrieben:beim Hechtschleppen mit dem Biss eines Welses konfrontiert wurde
Bezogen auf das Gewicht fängt ein "durchschnittlicher" Wels ca. dort an wo ein grosser Hecht aufhört. Wo mit Welsen gerechnet werden muss, ist die ganze Schleikausrütung ein bis zwei Nummern stärker zu wählen.
Loup hat geschrieben:hat mir bei den UWH auch das Kurshalten etwelche Mühe bereitet. Bei den OWH sehe ich sofort, wenn eine Seite nicht auf Zug ist.
Ist beim UWH genau das Gleiche, siehst du sofort wenn das Tiefengarn nicht mehr den gewohnten Winkel nach hinten zeigt und die Glocke schlaff hängt.


Gruss U96
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Loup
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Re: Erfahrungen beim Schleppen mit Unterwasserhund??

Beitrag von Loup »

@ U96
Beim Wels hatte ich das Gefühl, dass der Unterwasserhund zu wenig Zug brachte für den grossen Fisch.
Noch eine Frage, wie weit neben dem Boot laufen deine UWH beim Sefoschleppen und wie gross ist der Abstand der einzelnen Zügel.
Wie ist das bei einer grossen Sefo, wenn sie auf die andere Seite des Bootes ausbrechen will, baut der Hund genügend Druck auf, oder kehrt es ihn

Meine OWH lasse ich mit ausgezogenen Mast gut 50 Meter auf beiden Seiten raus beim Sefoschleppen.
Gruss vom Murtensee
Loup
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U96
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Re: Erfahrungen beim Schleppen mit Unterwasserhund??

Beitrag von U96 »

@Loup
Loup hat geschrieben:Beim Wels hatte ich das Gefühl, dass der Unterwasserhund zu wenig Zug brachte für den grossen Fisch.
Es kommt drauf an welcher UWH (Pfuri, Bürgler, Howa) du gefahren bist, aber eigentlich hat auch manch Obwasserhund bei einem Wels so seine Probleme.
Loup hat geschrieben:Noch eine Frage, wie weit neben dem Boot laufen deine UWH beim Sefoschleppen und wie gross ist der Abstand der einzelnen Zügel.
Ich lasse am Zürichsee 40m (maximum erlaubte Länge) Hundschnur raus mit 4 Anbissstellen (8 total sind erlaubt)
Die erste 13m vom Boot weg, dann alle 7m eine weitere 20m, 27m, 34m (bei 40m kommt der Hund)
Loup hat geschrieben:Wie ist das bei einer grossen Sefo, wenn sie auf die andere Seite des Bootes ausbrechen will, baut der Hund genügend Druck auf, oder kehrt es ihn
Selten aber ganz sicher nicht mehr mit dem neuen Pfuri Hund der im Dezember offiziell erscheinen wird. Bei diesem kannst du den Zug individuell einstellen und aerodynamisch
ist es eine Form die die Fischerei bis jetzt noch nicht gesehen hat. Simpel aber sehr effektiv.

Gruss U96
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Uwe
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Re: Erfahrungen beim Schleppen mit Unterwasserhund??

Beitrag von Uwe »

@U96
die neuen UWH von Pfuri habe ich auch gesehen. Die sind wirklich revulotinär und scheinen sehr simpel zu sein. Aber ich denke, bis die so weit waren, hat es sehr viiiiele Stunden und Nerven gebraucht :smartass: Pfuri hat sie sich nicht umsonst patentieren lassen.

@Loup
irgendwie hab ich das gefühl, dass ich Dich nächstes Jahr mit dem UWH auf dem Neuenburger antreffe :P

Mir selber gehen diese auf jeden Fall momentan nicht aus dem Kopf :roll:
Gruss Uwe
Eine Seeforelle zu fangen ist wie ein wunderschöner Sonnenuntergang. Man kann es nicht beschreiben, man muss es erlebt haben.
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Loup
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Re: Erfahrungen beim Schleppen mit Unterwasserhund??

Beitrag von Loup »

@ Uwe
Da bin ich mir aber nicht so sicher wie du. Jedenfalls sind meine OWH nicht mehr auf dem Boot, sie bekommen einen neuen Anstrich!!!
Gruss vom Murtensee
Loup
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coyut
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Re: Erfahrungen beim Schleppen mit Unterwasserhund??

Beitrag von coyut »

Ich belebe mal den Thread neu.
Ich hab dieses Jahr, nach gut 25 Jahren Schleppabstinenz wieder meine Oski Lanz Tiefseerollen und Pfuri UWH rausgeholt. Und schleppe wieder auf dem Zugersee.
Auf Rötel schleike ich ohne UWH mit 5 Tannli pro Rolle. Köder alle 1m nach dem Blei, 8m Zügel. War ziemlich erfolgreich. Jeweils 8-10 Rötel pro Ausfahrt in rund 40m Tiefe. Wäre ein Tannli alle 2m besser? Einige fahren ja alle 5m. Aber da wären die Tannli auf 25m Höhe verteilt, Da wären viele ja ausserhalb der "Ziel Höhe". Zudem habe ich gelesen dass es Leute gibt die das Tannli nur zum anlocken, ohne Drilling, nutzen und dahinter in 15-30cm Abstand Maden am Einzelhacken anbieten. Nutzt das jemand so?
Dieses Jahr solls dann auch auf Seeforellen mit dem UWH gehen.
Mein altes Setup "soweit ich mich erinnere" ist 36m mit 5 Zügeleinhängern mit 5m Abstand.. Jetzt hab ich gesehen dass z.B. Roger von Perlmutt Spangen 50m mit Einhängern alle 10m fährt. Bürgler immer noch 36m mit 5 Abstand. Wie sind hier eure Erfahrungen? Im Frühjahr/Sommer soll der UWH auch mal auf Seefos. Da müsste er ja einiges runter. Meine 3.5kg Gewichte sollten das ja schaffen.

Wäre super wenn ich den einen oder anderen Tip bekommen könnte.

PS: Versuche seit einiger Zeit auch wieder Egli mit Käfern zu fangen, aber gegenüber früher sind die Erfolge eher bescheiden...
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Loup
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Re: Erfahrungen beim Schleppen mit Unterwasserhund??

Beitrag von Loup »

Hallo
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du mit den alten Pfuri Hunden seitwärts 50 m rauslassen kannst.
Genauso kann ich mir nicht vorstellen, dass du bei normaler Seeforellengeschwindigkeit mit 3.5kg Blei auskommst, oder du fischst mit Tropfen.
Gruss vom Murtensee
Loup
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