Wie angekündigt wollte ich einen neuen Thread eröffnen. Ich war nicht mehr soviel wie früher Aktiv im Fischerforum jedoch denke ich, wäre so ein Thread/Austausch nützlich. @Adminstratoren: Soll ich wirklich einen neuen Thread starten oder sollen wir den hier brauchen welcher im 2023 still stand?
Es gab hier den Thread «Felchen vom Ufer» bis 2023. Der wurde jedoch nicht mehr gelebt. Wie gesagt, hatte ich nicht mehr viel gepostet auch aus privaten Gründen. Vieles kennt ihr ja, ist vielleicht wiederholt aber lassen wir das Thema doch als Uferfischer nochmals starten:
Wie all die Jahre wird ab Februar vom Ufer aus am Züsee, Greifensee oder Pfäffikersee - (Irrtum vorbehalten
Ich erlaube mir mal mein «Hoheitsrecht» von meinem Wohnzimmer See dem Zürichsee zu schreiben da ich am Greifensee voll durchgeschneidert habe.
Man liest und sieht immer wieder mal von guten Fängen vom Ufer aus aber dies läuft teilweise über Social Media oder anderen Kanälen. Klar, ich würde auch nicht jedem/jeder meine Hot Spots bekannt geben. Am nächsten Tag stehen dann dort hundert Fischer Reihenweise an dem Spot..
Hier im FF: Rolf hat da schon einmal einen Super Bericht zusammen gestellt wie die Coregonen leben, da muss ich jetzt nichts mehr darüber schreiben. Mondphasen und Beissverhalten und über das Zoo – Phytoplankton. Die Technik dazu hat hier im FF einmal «gonefishing» Super beschrieben. Der Bericht ist von 2011, also etwas älter zurück.
Meine Erfahrungen waren die Jahre jeweils ab Februar bis Anfang April zufriedenstellend in Anbetracht dessen, dass man am Ufer in 2-4 Stunden am Wasser jeweils 1 – 2 Felchen fängt, manchmal mehr (ging mir diesen März so). Dies im Zürcherischen Teil vom Zürichsee also ohne Obersee. Man kann sich auch einen Deeper Go Pro reinziehen und den 50 Meter weit raus werfen mit der Hoffnung dass die Schnur nicht reisst). Dies nur um sich ein Bild zu machen ob es A) überhaupt Fische hat (Sicheln) oder um die Gewässerstruktur anzuschauen. Hat mich aber nie überzeugt und das Ding war nach kurzer Zeit sowieso Schrott.(ist trotz korrekter Handhabung voll Wasser gelaufen).
Orte:
Am meisten gebracht hat mir das aktive Hegene fischen um die Schwärme überhaupt zu suchen. Löcher, Kanten, Mulden, Bacheinläufe etc.
Wasservögel:
wo die Haubentaucher fressen, dort sind auch die Futterfische. Und nicht selten darunter die Felchen.
Egal ob Pfnüselküste oder auf der Goldküste, man hörte immer wieder von Fängen. Jedoch eher oberhalb von Thalwil also Richtung See aufwärts. Richtung Zürcher Seebecken war bis Mitte April Null los.
Dieses Spektakel ging so bis Anfang April, dann waren die Felchen weg. Ich hatte noch ab und zu Egli Böcke und musste diese aufgrund der Tiefe nehmen, hab sie auch Dankbar gegessen obwohl nicht Zielfisch. Bis so Mitte Mai lasse ich die Eglis sowieso immer in Ruhe, sollen nach ihrem Laichgeschäft wieder fressen können.
Zur Montage:
Normale Hegenenmontage mit dem Blei zuunterst von 20 – 30 Gramm auf einer geeigneten kürzeren Rute und dann schleift man die Montage in Zeitlumpentempo über Grund oder zupft sie.
Wenn man weiss, das die Felchen dort stehen dann montiere ich meine 2 Haupt Ruten. Entweder am vorhandenen Geländer oder Parkbank wo man sie hinstellen kann oder falls vorhanden Rutenständer.
Material:
Feederrute oder diese Riesen Tip Ruten 3.60-4.20m, mit möglichen Wurfgewicht 70-100 Gramm.
Rolle mind 3000er +, ich selber fische mit leichten aber grossen 5000er wegen der Wurfweite.
Ein Birnenblei 30-40g oder Stehaufmännchen Zapfen also U-Pose damit die Montage schön gerade steht ohne den Knick in der Schnur.
Gewicht zum Spannen der Schnur zum einhängen, Geht alles mögliche einfach aufpassen damit sich das Teil nicht verhedert. Ich habe Gummiringe mit Gewichten dran.
Falls vorhanden: Freilaufrolle. Startende Schwäne sind da eine Gefahr und mir ist so ein Unglück 1x passiert. Anderen sind schon die Rutenständer umgehauen worden von Wasservögeln die genau in die gespannten Schnüre reingeflogen sind. ! Immer aufpassen!
Glöckchen oben an die Spitze als Signalgeber. Oder elektr. Bissanzeiger.
Buch mitnehmen um zu lesen oder einfach am See chillen wenn man kein Bock auf aktiv Fischen und suchen hat.
Farben:
haben dabei selten eine Rolle gespielt (waren jetzt meine Erfahrungen) (Glitzer mit Rot Schwarz Klassiker gehen immer) wenn die Felchen in Fresslaune sind. Um die Mittagszeit hatte ich mit Schwarz Glitzer (ähnlich Opal Steinen) Erfolg von der Grösse 12 – 14er.
Bin ich am Wasser und die Insekten steigen (stand schon in Mückenschwärmen) schaue ich mir diese einmal genauer an. Gibt dann Aufschluss über die Farben der Nympen die man verwenden sollte.
Hab ich die Felchen einmal gefunden, montiere ich die beiden klassischen Ruten, Glöckchen oben an der Spitze wie oben beschrieben und hau die Hegenen dort raus wo ich die Felchen vermute. Im Februar war es (Schimpf)… weit draussen wo man echt alles im Griff haben musste um dorthin zu kommen.
Manchmal, kaum draussen, steigen meistens Schwalen ein, dann leider noch ab und zu kleine Eglis die man nicht will um diese Jahreszeit. Doch stehen dort eben auch die Felchen um sich an den Larven und Würmer etc zu ernähren.
Felchen nähe Ufer: Es gab Berichte wo anscheinend bei steigenden Wassertemperaturen die Felchen manchmal sehr nahe ans Ufer kamen. In 5-6m Tiefe meistens bei Steganlagen oder wo es sandigen Untergrund hat. (Fallen mir da die Badeanstalten am See in den Sinn).
Waren Ende Februar die Mäuler noch nicht weit offen – änderte sich dies schlagartig im März v.a. bei Neumond herum. Kurz vor Vollmond war ich jedoch wieder Schneider.
Nun fragen sich alle: Wo sind die hin und wo stehen sie? Bei der Neumondphase kurz davor und danach standen sie tief am Boden. Danach immer weiter steigend so dass ich mit der U-Pose verlängert habe oder mein Trick. Auch um Hänger zu vermeiden habe ich vom Ufer aus anstatt die 20-30cm von der letzten Hegene zum Blei 60cm Länge montiert. Halt je nach Rute oder Möglichkeit auszuwerfen kann man dort die Technik verlängern. Steigen die Felchen hört man von den Ufer Fischern nicht mehr viel, dann sind diejenigen mit den Booten sehr erfolgreich.
Ich werde die nächste Woche nun weiter Richtung Zürich an diversen Spots versuchen. Kamen Sie im Januar vom Linthkanal her wäre es von mir vermutet, dass sie nun Richtung Zürich gehen. Dort wo sich alles sammelt und eben auch das ganze Zooplankton und Larven. Wind spielt halt leider auch immer ein Rolle: Süd und Westwind ideal – Ostwind ein Mysterium dann kannst es gleich sein lassen. Nordwind geht aber nur bei leichter Brise.. Hoffe ihr wart erfolgreich. War jemand schon weiter unterhalb Höhe Tiefenbrunnen oder anderer Seeseite Wollishofen oder ganz unten beim Seebecken?
Petri wünscht euch
Krähe
