Gehen im Bach bei Forellenangeln

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robbieromero

Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von robbieromero »

Hallo zusammen

Ich habe bisher am Bach immer vom Ufer aus mit Spinner auf Forelle geangelt, allerdings sind die erreichbaren Stellen begrenzt. Nun möchte ich mir Hüftstiefel zulegen um in der neuen Saison auch im Bach bewegen zu können und so an mehrere Stellen zu gelangen.

Jetzt meine Frage...
Da Forellen gut sehen und schnell erschrecken möchte ich wissen wie ich mich am besten Bewege.
Mit oder gegen den Strom?
Auf welche empfenung nehmen mich die Forellen War?
Macht die Farbe der Stiefel einen Unterschied (grün oder blau)?

Ich bin um alle Tipps dankbar.

Danke im voraus und gutes durchstehen beim warten auf die neue saison
fishingT

Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von fishingT »

Hallo robbieromero

Ich wate immer Bach aufwärts (gegen den Strom). Wenn möglich, gehe ich aber weit entfernt vom Bach und schleiche mich langsam an die Hotspots ran und werfe soweit entfernt als möglich die Stellen an. Die Forelle steht übrigens meines Wissens auch gegen den Strom! Somit spielt die Farbe deiner Stiefel keine all zu grosse Rolle, da der Fisch diese eh nicht sehen sollte. Und wenn die Verhältnisse gut (etwas getrübtes Wasser nach Regen)sind, spielt's nicht so eine grosse Rolle...

Schau dir evtl. noch Wathosen an, dann bist du auch für tieferes Wasser gewaptnet... Kosten gehen aber locker Richtung CHF 500.00...

Gruss
Tobi
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til
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Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von til »

Ich bin auch immer gegen den Strom gewatet, auch weil ich im warmen Wasser den Köder lieber mit der Strömung führe. Die Forellen lassen sich durch das Waten wenig stören.
robbieromero

Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von robbieromero »

Alles klaro, gegen den Strom ist mal ein wichtiger Anhaltspunkt.

Ja hab mir auch Neopren Wathosen angeschaut und glaube auch damit besser zu fahren. Allerdings waren die 90 Euro und absolut in meinem Budget. Allerdings um die 500 ist mir definitiv zu teuer.

Kann mir jemand aus Erfahrung eine Wathose Empfehlen? Schmerzgrenze liegt bei 200 Fr.

Besten Dank noch für die Hilfe
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Flümi
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Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von Flümi »

Ich fische selten mit Wathosen (und früher mit Watstiefeln). Ich fische sowohl gegen, als auch mit der Strömung, da man sich manchmal den Parkplatz oder den Bahnhof nicht aussuchen kann, um an gewisse Spots/Strecken zu kommen. Damit ich möglichst wenig Schaden im Gewässer anrichte, fische ich trotzdem meistens vom Trockenen aus und gehe erst ins Wasser, wenn eine Ecke schon "abgefischt" ist und sich ein Spot nur vom Wasser aus anwerfen lässt.

Wenn man kein Gefühl dafür hat, wie Laichgruben aussehen oder diese von Weitem erkennen kann (wie ich halt), sollte man nicht ständig im Wasser sein und Platzverschiebungen an Land, nicht im Wasser machen. Man will schliesslich nicht die Fischbrut zertrampeln ;)
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante Bild

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til
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Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von til »

Flümi hat geschrieben:Wenn man kein Gefühl dafür hat, wie Laichgruben aussehen oder diese von Weitem erkennen kann (wie ich halt), sollte man nicht ständig im Wasser sein und Platzverschiebungen an Land, nicht im Wasser machen. Man will schliesslich nicht die Fischbrut zertrampeln ;)
Man sollte überhaupt nicht Waten zu den Zeiten, wo Laich/Fischbrut im Kies ist. An manchen Gewässern gibt es auch diesbezügliche Vorschriften, z.B. Watfischen erst nach Ende der Äschenschonzeit. Im Sommer bis Ende der Fangzeit hingegen ist es vollkommen unkritisch. Ich bin meistens mit Wathose Stundenlang flussaufwärts gegangen, gab nur ein paar Stellen wo man an Land musste, weil zu tief. Ich fand das eine sehr schöne Fischerei und an manchen Tagen auch enorm erfolgreich.
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Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von Schilfhocker »

Dass Waten kein Problem ist im Sommer würde ich nicht unterschreiben. Bei uns sieht man danach oftmals tote Groppen im Bach.
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passionfisher
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Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von passionfisher »

robbieromero hat geschrieben: Kann mir jemand aus Erfahrung eine Wathose Empfehlen? Schmerzgrenze liegt bei 200 Fr.
Also ich kann dir die Behr Trendex Seam Tec plus Titanium Neopren-Wathose 5 mm mit Profilsohle empfehlen.
Ist die mit Abstand beste Wathose, die ich bislang hatte :mrgreen:
Passt super, da endlich mal jemand überlegt hat, dass man mit Schuhgrösse 46 nicht automatisch mindestens 150 Kilo wiegen muss...
Ist auch recht hoch geschnitten, d.h. Man kann recht tief ins Wasser, und an kalten Tagen wärmt sie auch Bauch und Rücken.
Und wenn's dann doch zu warm wird, lässt sie sich auch gut als Hüfthose tragen.
Und kostet nicht die Welt, für unter 150 Stutz sollte die mittlerweile erhältlich sein :wink:
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Schilfhocker
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Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von Schilfhocker »

Lieber Astacus
Du scheinst ja viel zu wissen in der Fischerei.

Frage: Was passiert mit den Laichgruben der Forellen, wenn plötzlich 10 bis 20 mal mehr Wasser die Bäche runterkommt wie heute Morgen? Oder sogar wenn noch mehr kommt- heute war ja nur wiedermal normaler Wasserstand. Ich denke, die Forelleneier sind relativ stabil und dehnbar- sodass sie bei einem Hochwasser nicht zerstört werden..... so hoff ich wenigstens.

2. Frage: Ich hab am Bach bei einer schönen Laichgrube im Hügelteil mal bisschen Kies weggenommen... leider keine Eier gesehen. Wo legen die Forellen die Eier hin- in die Grube oder landen die im Hügel unterhalb der Grube? Weisst Du mehr?
Gruss Schilfhocker ( hab mich zwar zum Fliegenfischer mutiert)
astacus

Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von astacus »

Der Laich der Bachforelle ist nicht sonderlich erschütterungsanfällig. Das heisst, wenn nur mehr Wasser kommt, ist das grundsätzlich unproblematisch. Kommt so viel Wasser, dass der Geschiebetrieb in die Gänge kommt, wirds prinzipiell kritisch, aber nicht zwingend tödlich. Wobei das natürlich eine Frage des Masses ist. Der Laich ist meist recht tief in der Kiessohle drin, minimal einige Zentimeter, oft aber auch mehrere Dutzend Zentimeter. Im Durchschnitt beträgt die Ei-Eingrabungstiefe 10 cm. Wird durch ein Hochwasser nur die oberste Kiessschicht umgelagert, ist die Gefahr für die Eier also noch beschränkt. Wird jedoch auch die Kiesschicht mit den Eiern drin umgelagert, ist die Sterblichkeit sehr hoch, Erschütterungsanfälligkeit hin oder her. Eine weitere Gefahr ist natürlich das Abdriften der Eier, womit sie zu Fischfutter werden. Und wenn ein Hochwasser eine Kiessohle mit Feinsedimenten zudeckt, ist das natürlich auch verheerend.

Grundsätzlich gilt: Hochwasser von der Laichzeit der Forellen bis in den Sommer hinein sind ungünstig, Hochwasser im Herbst sind hingegen förderlich. Letzteres gilt, weil die Umlagerung der Kiessohlen durch Hochwasser diese auflockert und damit die Laichhabitate verbessert.

Die Eier werden zwar in die Grube gelegt, aber aufgrund des Driftes nach dem Laichvorgang findet kann man sie (mit etwas Übung!) unterhalb, also flussabwärts, der Grube. Beim Hügel sollten sich theoretisch Eier finden lassen.
Fischerfreak

Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von Fischerfreak »

Ich gehe auch meist mit Watstiefel fischen. Wichtig ist das du dich beim fischen nicht zu nah an die zu befischende Stelle begiebst. Immer mit dem Strom fischen da die Fische gegen den Strom schwimmen. Eine nicht zu auffällige Farbe der Watstiefel wäre von Vorteil. Neoprenwatstiefel bekommst du ab 70 Franken.
Rolandus

Re: Gehen im Bach bei Forellenangeln

Beitrag von Rolandus »

Da gibt es tief gehende Antworten zu den Laichgruben bzw. dem Laichverhalten bei Bachforellen:
http://www.wsl.ch/land/products/rhone-t ... i_MA12.pdf

Grundsätzlich sollten wir zu Beginn der Saison sehr vorsichtig sein und in Forellengewässern so wenig wie möglich ins Wasser stehen.
Im Sommer und frühen Herbst sollte das Begehen der Bäche und Flüsse nicht sehr problematisch sein.
Eigentlich müsste das Begehen von Edelfischgewässern von Oktober bis Ende März grundsätzlich verboten werden, nicht nur für Fischer, sondern auch z.B. für Hundehalter, die ich schon oft mit Gummistiefeln z.B. im Schwarzwasser rumtrampeln sah.
Schlussendlich gibt es sogar Gewässer, wo's verboten ist, wie die Areuse.
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