Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
-
Marius
Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Guten Tag Jünger Petris
Ich habe mal kurzerhand beschlossen meine Barschstrategie mit euch zu teilen um Tipps zu geben sowie zu bekommen.
Im Frühjahr, Sommer und Frühherbst stehen die Stachler im etwas flacheren Wasser und fressen die Brutfische. Wenn es möglich ist bevorzuge ich die frühen Morgenstunden für meine Angeltripps, die, wenn ich die Zeit habe, gut mal 6h gehen können (Hängt natürlich vom Wetter und Beisverhalten ab). Meine Devise : Der früehe Fischer fängt den Barsch. Ich bin meistens circa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang am See und mache meine ersten Würfe. Zu dieser Zeit sind die Barsche zwar noch auf Nachtmodus eingestellt, aber die ersten werden wohl schon Hunger bekommen und warten sehnsüchtig auf Tageslicht. Für diese Fische habe ich einen 12cm langen UV-aktiven Gummifisch am 60cm langen Fluorcarbonvorfach (0.2mm) montiert. Fische sind nämlich in der Lage UV Licht wahrzunehmen und deswegen leuchtet mein Köder bei der Finsternis im Wasser sehr grell und ist somit sehr gut sichtbar. Wie oben erwähnt sind die Kaltblüter aber immernoch im Schlafmodus. Deswegen führe ich den Köder extrem langsam an den Hotspots. Eine Kurbelumdrehung zum starten des Gummis bei möglichst leichtem Jigkopf (Verlängert die Absinkphase) reichen völlig aus. Nicht selten kommt es vor, dass ich ein Frühaufsteher meinen Köder gleich beim ersten Wurf reinzimmert.
Sobald die Sonne hinter den Bergen aufgeht hat der UV-Gummi Pause. Jetzt wechsle ich und achte vorallem auf das Wetter. Bei klarem Sonnenschein verwende ich Gummis in der Farbe Weiss mit Glibber. Bei bewölktem Himmel greife ich auf weisse Gummis mit Schockfarben an der Schwanzschaufel zurück. Sollte der Erfolg aber ausbleiben, wechsle ich auf Schockfarben wie Orange oder Giftgrün. Diese Köder werden solange gebadet, bis die Barsche anfangen die Jungfischschwärme gegen das Ufer zu drücken. Jetzt sind sie im agressiven Fressmodus und reagieren meiner Erfahrung nach nicht mehr so auf die angebotenen Gummis, sondern sie jagen alles was sich agressiv durchs Wasser bewegt. Die Jigrute wird also zusammengepackt und nun gehts ans Twitchen! Ich verwende eine sehr kurze und leichte Rute mit monofiler Schnur (Vorfach ebensfalls 60cm und Fluorcarbon). Meine Twitchbaits sind ebenfalls weiss und haben im Frühjahr eine Grösse von 5-7cm und im Herbst 10cm. Sie werden agressiv an den typischen Barschspots wie Booten, überhängende Bäume oder einfach im Wasser über einer Abbruchkante entlang geführt und reizen die Räuber mit ihren agressiven Ausbrüchen. In der Regel geht es keine 4 Würfe und ein Barsch zapelt am Haken. Sollte der Erfolg allerdings doch ausbleiben, greife ich auf Schockfarben zurück! Meine Empfehlung: Fire Tiger! Dieses Spiel betreibe ich solange wie die Barsche im Fressrausch sind. Das geht circa 1- 1.5 Stunden. Dann wird wieder auf Gummiköder gewechselt um die nun wieder etwas passiveren Barsche an den Haken zu bekommen.
Ich bin sehr auf eure Meinungen gespannt!
Petri Heil!
Marius
Ich habe mal kurzerhand beschlossen meine Barschstrategie mit euch zu teilen um Tipps zu geben sowie zu bekommen.
Im Frühjahr, Sommer und Frühherbst stehen die Stachler im etwas flacheren Wasser und fressen die Brutfische. Wenn es möglich ist bevorzuge ich die frühen Morgenstunden für meine Angeltripps, die, wenn ich die Zeit habe, gut mal 6h gehen können (Hängt natürlich vom Wetter und Beisverhalten ab). Meine Devise : Der früehe Fischer fängt den Barsch. Ich bin meistens circa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang am See und mache meine ersten Würfe. Zu dieser Zeit sind die Barsche zwar noch auf Nachtmodus eingestellt, aber die ersten werden wohl schon Hunger bekommen und warten sehnsüchtig auf Tageslicht. Für diese Fische habe ich einen 12cm langen UV-aktiven Gummifisch am 60cm langen Fluorcarbonvorfach (0.2mm) montiert. Fische sind nämlich in der Lage UV Licht wahrzunehmen und deswegen leuchtet mein Köder bei der Finsternis im Wasser sehr grell und ist somit sehr gut sichtbar. Wie oben erwähnt sind die Kaltblüter aber immernoch im Schlafmodus. Deswegen führe ich den Köder extrem langsam an den Hotspots. Eine Kurbelumdrehung zum starten des Gummis bei möglichst leichtem Jigkopf (Verlängert die Absinkphase) reichen völlig aus. Nicht selten kommt es vor, dass ich ein Frühaufsteher meinen Köder gleich beim ersten Wurf reinzimmert.
Sobald die Sonne hinter den Bergen aufgeht hat der UV-Gummi Pause. Jetzt wechsle ich und achte vorallem auf das Wetter. Bei klarem Sonnenschein verwende ich Gummis in der Farbe Weiss mit Glibber. Bei bewölktem Himmel greife ich auf weisse Gummis mit Schockfarben an der Schwanzschaufel zurück. Sollte der Erfolg aber ausbleiben, wechsle ich auf Schockfarben wie Orange oder Giftgrün. Diese Köder werden solange gebadet, bis die Barsche anfangen die Jungfischschwärme gegen das Ufer zu drücken. Jetzt sind sie im agressiven Fressmodus und reagieren meiner Erfahrung nach nicht mehr so auf die angebotenen Gummis, sondern sie jagen alles was sich agressiv durchs Wasser bewegt. Die Jigrute wird also zusammengepackt und nun gehts ans Twitchen! Ich verwende eine sehr kurze und leichte Rute mit monofiler Schnur (Vorfach ebensfalls 60cm und Fluorcarbon). Meine Twitchbaits sind ebenfalls weiss und haben im Frühjahr eine Grösse von 5-7cm und im Herbst 10cm. Sie werden agressiv an den typischen Barschspots wie Booten, überhängende Bäume oder einfach im Wasser über einer Abbruchkante entlang geführt und reizen die Räuber mit ihren agressiven Ausbrüchen. In der Regel geht es keine 4 Würfe und ein Barsch zapelt am Haken. Sollte der Erfolg allerdings doch ausbleiben, greife ich auf Schockfarben zurück! Meine Empfehlung: Fire Tiger! Dieses Spiel betreibe ich solange wie die Barsche im Fressrausch sind. Das geht circa 1- 1.5 Stunden. Dann wird wieder auf Gummiköder gewechselt um die nun wieder etwas passiveren Barsche an den Haken zu bekommen.
Ich bin sehr auf eure Meinungen gespannt!
Petri Heil!
Marius
-
Marius
Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Ups haha tschuldigung
0.25mm. Und nein alle Krautschlagen sind entweder vom Haken gerutscht oder landeten ordnungsgemäss im Kescher.
-
Marius
Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Habe trotzdem noch nie einen verloren
Mit dem Set konnte ich einen 80er ohne Probleme landen 
- chaot1
- Beiträge: 29
- Registriert: Di 10. Mai 2011, 16:11
- Meine Gewässer: Urnersee , Seelisbergersee,Lauerzersee
Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Kommt immer drauf an wie er gehakt ist hab auch schon beim Barsch angeln mit 0.20er mono Hechte mit 90+ gefangen aber auch schon beim Hecht angeln mit Stahlvorfach (Bruch) oder Hardmono (durchgebissen) hechte verloren. Das einzige was biss jetzt immer gehalten hat war das 0.60 er mono vorfach beim Schleppen. Hab letztes Jahr ein 1.10 er gehabt wo mein ca 23-24 cm Köfi voll inhaliert hatte ( Kurve gegen den Seehund ) und das vorfach wahr nur leicht angekratzt.
- til
- Beiträge: 856
- Registriert: Fr 24. Nov 2006, 16:45
- Meine Gewässer: Reuss Bremgarten inkl. Nebengewässer, Zürichsee
- Wohnort: Oberwil-Lieli, AG
- Has thanked: 56 times
- Been thanked: 247 times
- Kontaktdaten:

Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Allerdings gibt es ohne Sonne kein UV Licht zum reflektieren, das heisst die UV-Aktivität deines Gummis ist vermutlich komplett wirkungslos. Aber hauptsache man glaubt an seinen Köder.Fische sind nämlich in der Lage UV Licht wahrzunehmen und deswegen leuchtet mein Köder bei der Finsternis im Wasser sehr grell und ist somit sehr gut sichtbar
Edit:
Habe nochmal nachrecherchiert. Also in der Dämmerung ist der Blau und UV Anteil wohl relativ hoch. Dann könnte es wirklich was bringen. Nicht aber in der Dunkelheit.
-
Köfi24
Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Könntest anstelle UV köder Glow Köder nehmen und vorher mit Taschenlampe aufglowen dann hast du auch was für im dunkeln!
-
Marius
Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Ja die Technik ist mir bekannt. Dennoch habe ich irgendwie das Gefühl, dass ich mit meinen UV-Shads mehr reisse als mit den Glow-Shads.
-
Marius
Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
@til
Da habe ich eine andere Meinung. UV, Röntgen, Infrarot etc sind "immer" da. Wir sehen sie einfach nicht. Katzen, Insekten etc. sehen in der Dunkelheit perfekt, da sie eben dieses Licht wahrnehmen. Unser Universum ist voll mit solcher Strahlung, die uns dank ihrer Kurzwelligkeit immer erreicht.
mfg
Da habe ich eine andere Meinung. UV, Röntgen, Infrarot etc sind "immer" da. Wir sehen sie einfach nicht. Katzen, Insekten etc. sehen in der Dunkelheit perfekt, da sie eben dieses Licht wahrnehmen. Unser Universum ist voll mit solcher Strahlung, die uns dank ihrer Kurzwelligkeit immer erreicht.
mfg
- Bastler
- Beiträge: 215
- Registriert: Sa 13. Jul 2013, 22:54
- Meine Gewässer: Rhein, Ergolz, Elsass
- Has thanked: 98 times
- Been thanked: 23 times

Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Hallo allerseits, Egli fangen im Dunkeln, das fehlte mir auch noch in meiner Sammlung!
Ich möchte Euch kurz von einem letztjährigen Erlebnis erzählen.
Also, letzten Sommer an einem Karpfenweiher im Elsass. Eigentlich wollte ich Rotfedern fangen, gebissen haben aber ein paar Egli, auch gut!
Nachdem die Bisse nachgelassen hatten, wollte ich um 23.00 schlafen gehen und begab mich in das Vereinshäuschen. Da war mal eben eine Geburtstagsfeier im Gange. Nun gut, mit schlafen war definitiv nichts!
Dann ging ich halt wieder ans Wasser. Unterdessen war bestimmt 23.30 also absolut dunkel.
Trotzdem versuchte ich mein Glück wie gewohnt, mit Zapfen und 2 Maden knapp über Grund, mit dem Unterschied das ich den Zapfen im Zeitlupentempo einzog. Ich habe mehrere Dutzend Egli gefangen. Keine wirklich Grossen! Aber ich arbeite noch daran.
Zu bemerken bleibt ledigiglich, das der Teich sehr Trüb ist! Also ,auch am Tag nicht wirklich gute Lichtverhältnisse herrschen. Ich vermute mal, das die Egli wohl ihr Fressverhalten angepasst haben.
Würde mich brennend Interessieren, ob jemand im Klaren Wasser ähnliches beobachtet hat?
Gruss und Petri bastler
Ich möchte Euch kurz von einem letztjährigen Erlebnis erzählen.
Also, letzten Sommer an einem Karpfenweiher im Elsass. Eigentlich wollte ich Rotfedern fangen, gebissen haben aber ein paar Egli, auch gut!
Nachdem die Bisse nachgelassen hatten, wollte ich um 23.00 schlafen gehen und begab mich in das Vereinshäuschen. Da war mal eben eine Geburtstagsfeier im Gange. Nun gut, mit schlafen war definitiv nichts!
Dann ging ich halt wieder ans Wasser. Unterdessen war bestimmt 23.30 also absolut dunkel.
Trotzdem versuchte ich mein Glück wie gewohnt, mit Zapfen und 2 Maden knapp über Grund, mit dem Unterschied das ich den Zapfen im Zeitlupentempo einzog. Ich habe mehrere Dutzend Egli gefangen. Keine wirklich Grossen! Aber ich arbeite noch daran.
Zu bemerken bleibt ledigiglich, das der Teich sehr Trüb ist! Also ,auch am Tag nicht wirklich gute Lichtverhältnisse herrschen. Ich vermute mal, das die Egli wohl ihr Fressverhalten angepasst haben.
Würde mich brennend Interessieren, ob jemand im Klaren Wasser ähnliches beobachtet hat?
Gruss und Petri bastler
- Flümi
- Beiträge: 2614
- Registriert: Mo 4. Jun 2007, 19:42
- Meine Gewässer: Aare,Zihl,Schüss,Birs+Bieler,Öschi,Engstlen,Arnen
- Wohnort: Biel
- Has thanked: 28 times
- Been thanked: 98 times

Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Nachleuchtende Farbe (die, die man mit Licht "aufladen" kann) ist übrigens auch UV-aktiv. D.h. auch wenn man sie nicht mit starkem Licht "auflädt", leuchtet sie sehr stark, wenn man UV-Kaltlichtkathoden oder UV-LEDs in der Nähe hat.Köfi24 hat geschrieben:Könntest anstelle UV köder Glow Köder nehmen und vorher mit Taschenlampe aufglowen dann hast du auch was für im dunkeln!
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante
Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante

Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren
-
Beni
Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Mein Meinung nach kommt es nicht nur auf die Farbe/sichtbares Licht für Fische an, sondern sehr wohl auch auf den Geruch/Geschmack des Köders sowie dessen Schallwellen"produktion".
Meine perfekten Egli Köder sind diverse Keitech Mini- sowie Easy Shads. Mit den "Kleinen kann man auch hervorragend Hegenen/Gamben binden.
Gruess und Petri-Heil
Beni
Gruess und Petri-Heil
Beni
-
Marius
Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Beni hat geschrieben:Mein Meinung nach kommt es nicht nur auf die Farbe/sichtbares Licht für Fische an, sondern sehr wohl auch auf den Geruch/Geschmack des Köders sowie dessen Schallwellen"produktion".Meine perfekten Egli Köder sind diverse Keitech Mini- sowie Easy Shads. Mit den "Kleinen kann man auch hervorragend Hegenen/Gamben binden.
![]()
Gruess und Petri-Heil
Beni
Meiner Erfahrung nach schon. Wir haben an Forellenseen mit einem UV-Spray in der Dunkelheit bis in die Dämmerung zu zweit innert 1.5h 9 Forellen gefangen. Auch beim Angeln auf Hecht, Zander und Barsche sind die Dinger Gold wert. Nicht nur Nachts, Morgens oder Abends, sondern auch beim Vertikalangeln im Winter, wenn die Fische tief stehen. Sollten sie sich in einer Tiefe befinden, an die kein Licht mehr vordringt (Hängt vom Trübungsgrad des Sees ab) fangen Leute, die ich gut kenne circa 5x mehr mit UV/fluoreszierenden Ködern. Geruch und Aktion des Köders sind sicher auch ein Faktor, aber die Wirkung der Lichtphämomene sollte man nicht unterschätzen
-
Beni
Re: Spinnfischen auf Warmwetterbarsche - Meine Taktik
Beim Vertikalangeln kenne ich mich leider noch zu wenig aus.. da ich fast nie z.B. im Winter vertikal fische.