Spinnfischen - Frage Rollenübersetzung

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Tommy_H

Spinnfischen - Frage Rollenübersetzung

Beitrag von Tommy_H »

Hallo Miteinander!

Ich bin dabei, nach langen Jahren wieder einmal Fischen zu gehen und mich materialtechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Konkret möchte ich mit dem Kunstköder (Spinner, Wobbler etc.) am Greifensee auf Raubfische fischen. Ich werde eine neue leichtere Stationärrolle in der Grösse 2500 kaufen. Ich denke, die ist von der Grösse her perfekt. Ich schaue mir da speziell die guten Daiwas an; evtl. auch Shimano. Meine Frage ist aber mehr generell:

Es gibt die Modelle mit normaler Übersetzung 1:4.8 und mit Highspeed Getriebe 1:6.0 Ich weiss nicht recht, welche man heute eher für die Spinnfischerei und modernen Köder verwendet? "Früher" hatte ich mit "normalen" Rollen gefischt, die hatten Schnureinzug von Grössenordnung 65cm. Das ging eigentlich perfekt. Zumindest schien mir das immer so. :) Aktuelle Daiwa 2500-er mit 1:4.8 haben 71 cm Einzug, die mit 1:6 haben gar 90cm. Ich bin ein bisschen skeptisch, ob HS Getriebe wirklich so praktisch sind? Schnelle Köderführung braucht man doch auf Barsch, Zander, Hecht eher nicht so? Oder schon? Am See? Und im Drill bringt das grössere Getriebe doch auch keinen Vorteil, oder schon?

Bin da wirklich total unentschieden. Was soll ich machen? Ich wäre froh um eine kurze Einschätzung oder Eure praktische Erfahrung.

Gerne auch konkretes Modell, vielleicht auch Schnurempfehlung (geflochten oder monofil) - wie gesagt Greifensee u.ä. wäre mein primäres Gewässer für diese Rolle. Herzlichen Dank!!
habakuk

Re: Spinnfischen - Frage Rollenübersetzung

Beitrag von habakuk »

Die Übersetzung wird meistens erst zum Thema wenn man sich wirklich auf eine bestimmte Technik spezialisiert. (zb Crankbaits = langsame Übersetzung, Jiggen = schnelle Übersetzung, Finesse Rigs = langsame Übersetzung) Da Du noch nicht so spezialisiert bist, kannst Du das Thema getrost aus den Augen lassen - Du wirst wohl keinen grossen Unterschied merken. Spinner würde eher für eine langsamere Übersetzung sprechen...
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Flümi
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Re: Spinnfischen - Frage Rollenübersetzung

Beitrag von Flümi »

Ich hab lieber normale Übersetzung für alles. Die Rollen laufen mit weniger Widerstand an, es fühlt sich besser an und wenn es sein muss, dann kurble ich halt schneller.

Situationen, wo eine hohe Übersetzung wirklich was bringt, kommen durchaus vor (Fisch schwimmt im Drill entgegen, Wurf geht daneben oder mit schneller Strömung fischen), aber das ist zu selten, als dass ich das mühsamere Kurbeln während der ganzen Zeit haben möchte. Ausserdem würde ich nur bei hochwertigen Rollen sowas in Betracht ziehen. Bei einer günstigeren Rolle (229.-?) hatte ich schon mal hohe Übersetzung von 1:6,2 oder so: nie wieder.

Aber das gilt nur für mich.

Bei Daiwa ist eher 1:5,6 üblich bei Modellen mit H?
Gruss, Stefan
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Tommy_H

Re: Spinnfischen - Frage Rollenübersetzung

Beitrag von Tommy_H »

Danke Euch, Flümi und Habakuk.

jooo... ich tendierte auch eher für normales Getriebe, als primäre Rolle sowieso. Klar, im reissenden Strom und anderen speziellen Situationen sieht's anders aus. Ködermässig spezialisieren will ich mich im Moment eh nicht, weil ich muss sowieso erst mal wieder ANFANGEN und etwas Erfahrung sammeln. Falls nötig wäre eine 2. schnellere Rolle rasch gekauft, das ist das kleinste Problem.

Wie gesagt, konkret denke ich an eine der "Made in Japan" Modelle von Daiwa - Certate oder Luvias wohl. Qualität zahlt sich m.M. langfristig aus, ist jedenfalls meine Erfahrung von früher. Ein paar meiner guten Rollen von vor 20, 30 Jahren sind noch immer überraschend einsatzfähig und eine Freude zu bedienen - oder ist vielleicht eben nicht so überraschend. :) OK, mal abgesehen von Spezialanforderungen wie Superweitwurf und teilweise Rotorbalance. Darum zum Spinnfischen jetzt definitiv was Neues, Gutes.

Anyways, nach dem aktuellen Daiwa Katalog haben ihre "Japaner" in Grösse 2500 entweder das normale Getriebe mit 1:4.8 oder das Highspeed mit 1:6.0, also etwas mehr als was Flümi meinte. Ich denke, eine Normale wird's werden.
Tommy_H

Re: Spinnfischen - Frage Rollenübersetzung

Beitrag von Tommy_H »

Danke Euch, Habakuk und Flümi.

OK, ich denke dann wird es eine normal übersetzte Rolle werden.

Flümi, just for info, nach dem aktuellen Daiwa Katalog sind die H-Modelle der "Made in Japan" Rollen (Exist/Certate/Luvias) sogar mit 1:6,0 übersetzt. Also sogar etwas mehr als was du meintest. Das normale Getriebe hat bei denen 1:4,8.
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Loup
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Re: Spinnfischen - Frage Rollenübersetzung

Beitrag von Loup »

Schau dir doch bei Forenpartner Mickeys Tackle die Daiwa Certate 2012, 2506 an. Gute Rolle, guter Preis.
Gruss vom Murtensee
Loup
GTHunter

Re: Spinnfischen - Frage Rollenübersetzung

Beitrag von GTHunter »

Ich kann Flümi und Habakuk nur beistimmen. In unseren Gewässern kommts weniger auf die Übersetzung an sofern du natürlich nicht gleich im angesprochnen Strom fischst. Das erste mal als ich mir wirklich Gedanken über Rollenübersetzungen gemacht habe war mit dem Beginn der BigGame Fischerei. Da merkst du schon wenn du beim Speedjiggen mit 1:4.8 oder 1:6.0 fischst. Wird aber hier bei uns wahrscheinlich in dieser Form nie wirklich heimisch, das Speejiggen wie im Meer meine ich... Ausser die Fische hier drehen völlig durch und haben Freude an Ködern die sie nicht verfolgen können. :D

Mir stellt sich nur die Frage ob du tatsächlich mit einer Luvias oder Certate einsteigen sollst, du sagst ja du fängst wieder an. Ich weiss halt nicht, was dein Budget ist und welcher Fischart/Technik du dich vorwiegend widmen möchtest. Ich kann dir sagen wie ich das für mich handhabe:

In der BigGame Fischerei habe ich gemerkt, dass keine Kompromisse beim Material eingegangen werden dürfen- das wird gnadenlos bestraft. Steigt man da auf Shimano Stellas ab der Grösse 10000 um, besorgt sich gute geflochtene Schnur, Qualitätsruten, Köder, Sprengringe etc. ist das Jahresbudget schnell aufgebraucht. Zwangsbedingt bewege ich mich beim Material in unseren Gewässern in der Mittel- gehobenen Mittelklasse. Bin der Meinung, dass dies ganz gut passt und ich zu meinen Fischen komme. Aber wie gesagt, das ist aus der Not geboren und wer weiss, würde sonst vielleicht auch high end Material fischen- auch hier. Klar sind dann Das Gefühl und meistens auch die Leichtigkeit nicht so vorhandne wie im high end Bereich, diesen Kompromiss gehe ich aber bewusst ein.

Wollte dir dies einfach noch auf den Weg geben. Bist du an Daiwa oder Shimano Rollen interessiert, dann kann ich dir auch meinen TB-Shop (http://www.tackle-bay.ch/inserate/76-tb-shop) auf http://www.tackle-bay.ch empfehlen. Dort findest du verschiedene Rollen in verschiedenen Preisklassen- auch anderer Marken.

Hoffe ich konnte dir helfen!

Grüsse

Milan
Tommy_H

Re: Spinnfischen - Frage Rollenübersetzung

Beitrag von Tommy_H »

@Loup

ja danke für den Hinweis, ich werde Mickey's Laden gerne anschauen.

@Milan

also für gute Qualität bin ich schon bereit, etwas auszugeben. Ich habe als Bub und Teenager wirklich viel gefischt (70-er und 80-er Jahre), mit allen Methoden und an allen möglichen und unmöglichen Gewässern von Hochsee bis Pfütze. Ich hatte auch alles mögliche an Gerät, von Schrottqualität bis Top. Schrott und billig hat sich nie gelohnt. Am Meer ist es vor deinen Augen weggerostet und am See war plötzlich die Schnur hinter der Spule oder der Bügelmechnismus an der Schrottrolle funktionierte nur noch mit Gewalt oder gar nicht und und und... Gut, wahrscheinlich ist die Durchschnittsrolle heute technisch besser als damals, aber mechanisch vielleicht eher weniger haltbar. Ich habe 4 Statio's (und 3 Multirollen) von früher aufgehoben: 3 DAM's (Quick 331N, 441N, Royal MDS 3500) und eine kleine Daiwa BG10 von wahrscheinlich etwa 1981 oder 1982. Alles andere wanderte irgendwann in die Tonne, u.a. eine ABU Cardinal 33. Ausser dem Getriebe war an der Rolle eigentlich nichts wirklich gut. He aber v.a. die Daiwa ist ein absolutes Phänomen! Sie läuft seidenweich trotz sehr einfacher Konstruktion aber wohl exzellenter Materialien und sorgfältiger Herstellung. Sie hat 0.0 Rost, das Röllchen der Schnurführung rotiert noch immer perfekt, sie hat eine noch immer ausgezeichnete Bremse und die schönste Kurbel, die je ein Industrial Designer entworfen hat. Ich erkenne das auch erst in der Rückschau, aber diese Daiwa's waren den damaligen DAM's und auch ABU weit überlegen. WEIT!!! Interessanterweise baut Daiwa noch heute eine grosse BG60 speziell zum Meeresfischen, das sagt wohl einiges.

Der zweite Aspekt für mich ist, dass ich kein "Made in China" will. ABU ist heute Chinaware, ebenso wie DAM. Ich könnte heulen. Die guten Daiwa's (und Shimano's) kommen noch aus Japan. Das will ich unterstützen solange es geht, auch wenns ein paar Franken mehr kostet. Denn gutes Gerät altert nicht - im Gegensatz zu mir. :lol: Aber die Enkel werden es mir einmal danken.

Genug von alten Zeiten... Milan, du hast die Certate zu einem sehr guten Preis im Shop. Ehrlich gesagt kaufe ich grundsätzlich lieber im lokalen Fachgeschäft, nicht zuletzt auch, weil ich sie erhalten will. Ich habe bei Hebeisen noch nicht gefragt, was sie bei ihnen kostet. Wenn der Unterschied gross ist, dann melde ich mich gerne bei dir, um Näheres zu erfahren.
GTHunter

Re: Spinnfischen - Frage Rollenübersetzung

Beitrag von GTHunter »

Hi Tommy

Wollte nur noch meine Sichtweise mit einbringen :D Hast schon Recht, vieles ist heute wirklich nur noch China Massenware. Wie du richtig vermerkst auch "gestandene" Marken. Bei Daiwa und Shimano ist dies definitiv noch nicht so. Muss auch bei meiner Sichtweise ganz klar eingestehen, dass ich selbst natürlich auch speziell von den Daiwas begeistert bin. Als ich letzthin die Ignis von meinem Bruder fischen durfte war dies schon eine ganz andere Liga als meine Ryobis- eben halt auch im Preis... Aber das hatten wir schon :D

Falls du auf mich zurückkommen möchtest stehe ich dir jederzeit gerne zur Verfügung. Bitte beachte, dass bei mir mit 10-14 Tagen Lieferfrist gerechnet werden muss.

ich wünsche dir viel Spass beim "Neueinstieg"!
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