Ich halte es auch wie JJ, hinterlasse nicht gerne das ganze Zeugs am Wasser.Ich kann mich sehr gut an einen spontanen Spinntrip vor Jahren in Deutschland erinnern, als ich mal nach der Nachtschicht morgens an meinem Lieblingssteg an unserem Vereinsgewässer ankam.
Da lagen im ca. 40-50cm tiefen Flachwasser die Überreste von ungefähr 20-30 Eglis, überall am Steg klebten Schuppen und Blut und die Fliegen kreisten um die Überreste.Da der Steg zu der Zeit ( wurde später für Schwimmer gesperrt) auch zum Baden genutzt wurde, war das nicht gerade ein appetitlicher Anblick. Naja dachte ich, da war mal wieder einer am Werk, der sich überhaupt keine Gedanken darüber macht, das hier noch andere fischen oder baden... und fing an meinen Wobbler durch den See zu kurbeln.
Wie es der Teufel will, tauchte einige Zeit später ein betagtes Ehepaar mit Badeutensilien und Sonnenschirm auf, um es sich auf dem Steg gemütlich zu machen. Mein freundliches "guten Morgen" aber wurde erst mal mit einem Anschiss seitens des rüstigen Rentners quittiert- wie man denn so ungehobelt sein könne, und ob ich alleine auf der Welt wäre!
Es fielen Worte wie "Schlachtfest" und "unerhörte Sauerei", bis ich den guten Mann beruhigen konnte und ihm erklärte, das diese Hinterlassenschaften nicht von mir stammten...
Auch wenn das warscheinlich ein Ausnahmefall ist/war und nicht jeder Petrijünger sich so daneben benimmt, achte ich darauf, keinen blutbeschmierten oder mit Schuppen übersäten Angelplatz zu hinterlassen. Sowieso nicht an Hafenmolen oder Stegen, wo auch Spaziergänger hinkommen (Zürichsee!).
Die Innereien
eines Fisches ins Wasser schmeissen ist ja noch ok und da bin ich auch der letzte, der sich darüber mokiert. Aber wenn zb. ( diese Woche in Thalwil gesehen ) einer seinen 30cm Egli filetiert und die Reste einfach mitten auf der Mole liegenlässt , dafür habe ich kein Verständnis.