Das „Fischerjahr 2013“ war ein gutes Fischjahr. Für manch einen ein besseres und für andere halt weniger. Doch was heisst schon gut, besser oder gar schlecht!?? Liegt es an der Menge der erbeuteten Fische, evt. an der Grösse, am „schlechten“ Wetter oder doch eher daran, was jeder einzelne Fischer unter uns daraus resultiert? Schon klar, fragt man 10 Fischer, erhält man in der Regel 10 Antworten, unterschiedliche versteht sich. Daran erkennt man schon vielfach mit was für einer Einstellung jeweiliger Petrijünger am Wasser steht. z. B. „Heute wollte ich endlich meinen Zielfisch fangen - nichts hat gebissen, scheiss Tag!“ Gut, zugegebener Massen möchte auch ich „meinen“ Fisch fangen wenn ich ans Wasser gehe, doch da ich weiss, dass dem nicht immer so ist, stelle ich mich halt auch darauf ein, dass es immer wieder mal anders kommt als ich mir es vorstelle. Ein Tag ohne Fisch ist ein Tag ohne Fisch, aber deshalb mit Sicherheit noch lange kein Sch….tag.

Am Wasser zu sein, die Hoffnung auf Beute, dass gesellige Miteinander unter Fischerkameraden, sowie die Natur um einen herum, was will man mehr! Weder Verbissenheit, noch Sturheit und schon gar nicht Frust wenn es nicht so läuft wie geplant bringen Freude und Zufriedenheit bei unserem fantastischen Hobby. Geniessen heisst das Zauberwort. Die Natur beobachten. Auf Kameraden zugehen und den Kontakt suchen. Erfahrungen austauschen und vor allem die positiven hervorheben. Sich freuen am Fang des anderen, einander helfen und wenn es dann mal etwas zu korrigieren gilt, bitte konstruktiv und mit dem nötigen Anstand, genau so wie es jeder selber gerne hat. Fischen verbindet, ob Einsteiger oder alter Hase, am Wasser sind wir alle Gleich und haben das Selbe Ziel – nämlich den Fang eines Fisches.

Ob jung oder alt, wir können immer voneinander profitieren. Der eine von der Erfahrung des anderen und umgekehrt jener wieder von der Unbekümmertheit des Fischers, der es nicht besser weiss und an Orten Erfolg hatte, welche sich in der Vergangenheit als nicht so ergiebig erwiesen haben und deshalb evt. über längere Zeit unbeachtet blieben. Es gibt so vieles über was man sich am Fischwasser austauschen kann, über das verhalten sämtlicher Wasserbewohner je nach Jahreszeit oder Wasserstand. Die Köderwahl sowie der Umgang damit. Das Gerät und unsere Erfahrungen damit. Und wenn auch immer sollte man solch eine Gelegenheit dazu nutzen sich über den Zustand unserer Gewässer auszutauschen. Interessante Themen sind, Restwassermengen, Schwall-, Sunkbetrieb, Renaturierung, Fischbesatz usw. Alles Dinge, die einen Fischer interessieren müss(t)en.

Silvester, der letzte Tag im Jahr. Eine uralte Mähr besagt: „Was man an diesem Tag mit Freude macht, macht man das folgende Jahr auch gerne!“ Nun denn, will man dem Glauben, versteht sich von selber, dass der eine oder andere es sich nicht hat nehmen lassen, noch die eine oder andere Stunde am Wasser zu verbringen. Dabei spielt es keine Rolle auf was man es versucht, viel wichtiger ist es, dass man es versucht. Der Thomas beim Ansitz auf einen Winterhecht und der Cesi mit seinen Freunden beim Aeschenfischen. Jedem ganz so, wie es ihm beliebt!

Fische gab es heute keine zu vermelden (die Fischbilder sind aus der Saison 13), doch ein jeder Fischer war mit sich und der Natur im Reinen und Zufrieden. Wohlwissentlich, die neue Saison beginnt schon bald und jeder Fisch der nicht gefangen wurde schwimmt noch im Wasser. Wenn ein jeder seinen kleinen Beitrag leistet und halt ab und an ein glitschiger Fisch aus der Hand zurück ins Nass gleitet ist das noch kein Beinbruch. Halt einer weniger für die Pfanne, doch einer mehr, der in der Zukunft für Nachkommen sorgen könnte. In Eigenverantwortung – Pro Fisch und Natur!

Geschätzte Freunde, werte Fischerkameraden/inne und solche die es noch werden möchten. Die Natur spricht Euch allen ihren Dank dafür aus, dass Ihr ihr den nötigen Respekt entgegenbringt und sorgsam mit ihren Ressourcen umgeht. Dafür das Ihr ihre Lebewesen achtet und schätzt. Dafür dürfen wir uns auch hin und wieder an einem super Fang erfreuen, dass „gute“ Wetter geniessen und überhaupt, unsere „Batterien“ in freier Natur aufladen – beim schönsten Hobby auf der Welt. In diesem Sinne, allen einen guten Rutsch und ein erfülltes 2014!

