Ja ist genau so wie es astacus sagt. Mit "dort" habe ich speziell Scoul (und den Unterengadiner Abschnitt) gemeint.
Im Unterengadin von Zernez bis Lavin ist die Chance auf eine Äsche vernachlässigbar klein, wobei ich in 12 Jahren bis jetzt einmal eine Tote dort am Ufer gesehen habe und es wurde einmal eine von einem Kollegen gefangen.
Weiter flussabwärts zwischen Scoul und Lavin, ist die Chance auf eine Äsche marginal grösser. Wenn man etwa jede zweite Woche einmal dort fischt, kann man etwa zwischen 0-3 Äschen erwarten in einer ganzen Fischereisaison.
Im Oberengadin hat es noch reichlich Äschen, so dass 4 Äschen am Tag zu fangen noch durchaus realistisch sind.
Aus der Fischfangstatistik heisst es zu den Äschen im Oberengadin:
Nach einem klaren Rückgang bei den absoluten Fangzahlen wie auch beim Fangerfolg bei Äschen im Jahre 2011 konnten diesbezüglich 2012 wieder bessere Werte verzeichnet werden, auch wenn diese unter dem langjährigen Mittel lagen. Mit knapp 2'650 Stück (nur Fliessgewässer) lag die Fangquote 40% tiefer als das langjährige Mittel. Dieses tiefere Fangniveau der letzten 2 Jahre darf jedoch nicht überbewertet werden. Nach Ansicht des Amtes für Jagd und Fischerei hat der schlechtere Fang nichts mit einer Schwäche beim Äschenbestand im Inn im Oberengadin zu tun, sondern ist mit der in den letzten 2 Jahren viel früher einsetzenden Laichwanderung zu erklären. Die Fischereiaufsicht konnte eine rege Laichaktivität im Inn beobachten. Entgegen anderer Jahre wanderte aber vor der Eröffnung der Äschen-Fischerei am 1. Juni ein Grossteil der Äschen von den bekannten Reprodutionsplätzen im Inn zwischen St. Moritz und Samedan in andere Regionen ab und es kam so zu einer weiträumigeren Verteilung der Äschen im Inn zu Beginn der Fischerei als noch vor einigen Jahren. Weiter erwähnenswert ist, dass die in den Oberengadiner Seen gefangenen Äschen anteilsmässig auch 2012 weiter zugelegt haben. Mehr als ein Drittel des Gesamtfanges an Äschen stammte aus den Seen. Somit hat sich dieser Anteil innerhalb von 10 Jahren verdreifacht. Dies ist nicht nur auf die lockeren Fangbestimmungen in den Seen, sondern nachgewiesenermassen auch auf die zunehmende Verbreitung der Äschen in allen Talseen zurückzuführen.