Konnte am Samstag in der Siegsdorfer Traun, von Rudi Heger, grosse Regenbogner beim Laichgrubenbau beobachten.
Wird zwar nichts aus dem Nachwuchs, aber doch Interessant zu beobachten!
Hatte aber leider keine Kamera dabei
ChristianK. hat geschrieben:Danke für's zeigen, ist immer wieder schön zu beobachten!
Konnte am Samstag in der Siegsdorfer Traun, von Rudi Heger, grosse Regenbogner beim Laichgrubenbau beobachten.
Wird zwar nichts aus dem Nachwuchs, aber doch Interessant zu beobachten!
Hatte aber leider keine Kamera dabeiWer hat das schon bei Schneefall auf einer "Hunderunde"

Hätte mich auch interessiert! Ev. sind es ja Hybride-Forellen die keinen Nachwuchs zeugen sollen und so gezüchtet wurden!habakuk hat geschrieben:ChristianK. hat geschrieben:Danke für's zeigen, ist immer wieder schön zu beobachten!
Konnte am Samstag in der Siegsdorfer Traun, von Rudi Heger, grosse Regenbogner beim Laichgrubenbau beobachten.
Wird zwar nichts aus dem Nachwuchs, aber doch Interessant zu beobachten!
Hatte aber leider keine Kamera dabeiWer hat das schon bei Schneefall auf einer "Hunderunde"
warum wird nix draus?
also für mich ist das eigentlich eines der grössten kontras: ein tier in einen lebensraum einzusetzen, der ihm offensichtlich nicht behagt (ist der fall, wenn die tiere innert kurzer zeit nicht mehr nachweisbar sind), würde ich persönlich als groben verstoss gegen tierschutzethische überlegungen beurteilen - ganz abgesehen davon, dass es ökologisch absolut sinnlos ist.ChristianK. hat geschrieben:Nicht umsonst sind innerhalb kürzester Zeit keine Regenbögner mehr nachweisbar, sobald der Besatz eingestellt wird!
Auch dies ein Argument PRO Regenbogen Besatz in den Gewässersystemen in denen sich unsere heimischen BaFos nicht mehr halten können.

Schweizer Angler hat geschrieben:dort rebos einsetzen wo auch dise art sich nicht halten kann, ist nichts anderes als sogenannter "attraktivitäts-besatz". hat mit natur & natürlich rein nichts zu tun, wo nichts wächst kann auch nichts kommen. attraktivitätsbesatz ist wie einen bergsee besetzen, wird nur für die fischer gemacht dass das gewässer fischereilich gesehen attraktiv für den fischer ist. ob die fische in so einem gewässer "natürlich" sind oder nicht interessiert dann meistens (den fischer) nicht.
"böse" zungen munkeln schon lange, dass hegers traun mit rebos aus der zucht (massfische) besetzt wird, eben um die fischer bei der stange zu halten. die pacht der traun ist auch "sauteuer" und muss vermutlich durch die lizenzverkäufe finanziert werden.
gruss, sa
ich glaube, an dir ist vorbei gegangen, wie viel arbeit die fischerei- und naturschutzverbände seit geraumer zeit in die restwasserproblematik investiert haben - und auch wie viel effektiv erreicht wurde. natürlich gibts noch immer grosse defizite bei der umsetzung der restwasservorschriften, aber es wurden andererseits einzig und allein auf druck der verbände zahlreiche anlagen diesbezüglich bereits saniert, viele sanierungen stehen teils unmittelbar bevor. und wenn an einigen orten doch nichts geschieht, ist das sicher nicht der fehler der verbände...pegasus72 hat geschrieben:Und jetzt schauen wir mal in die Schweiz: wenn da ein KKW die Restwassermenge reduziert, dann:
- merkts kaum jemand
- reklamiert kaum jemand, oder dann sehr spät
- und wenn jemand reklamiert, dann ist's höchstens ein Hobby-Fischverein, den eh niemand ernst nimmt
- oder es kommt zu einem organisierten Vorgehen von Fischereivereinen, die auf die Gesetzgebung pochen, und es kommt zur Klage. Und dann ?
es geht hier doch nicht darum über ein nachbarland zu urteilenpegasus72 hat geschrieben:Und jetzt erklär mir bitte, woher ausgerechnet wir Schweizer die Frechheit haben, über unsere Nachbarn und deren Gewässerpolitik zu urteilen...
jou, ist meine meinung und die ist zumindest teils auch über unsere fischerei nicht viel besser - und hier war mein link zum ausland in erster linie gedacht - das ausland ist kein vorbild für uns. ich kenne mehr als genug flifis die z.b. an die erwähnten gewässer in österreich gehen, und dann davon schwärmen wie schön es wäre hier auch solche fliessenden puffs zu haben, ohne die puffs zu hinterfragen.Du scheinst der Meinung zu sein, dass dies negativ zu werten ist (böse Zungen...). Ist Deine freie Meinung. Ich sehe das ein bisschen differenzierter: als Schweizer finde ich, steht es uns nur begrenzt zu, darüber zu urteilen. Ob unsere Gewässerpolitik hier besser ist, hmm...

Ob es ökologisch Sinnvoll ist, steht für Pfeifengerade Flüsse und Kanäle nicht so recht im Vordergrund.astacus hat geschrieben:also für mich ist das eigentlich eines der grössten kontras: ein tier in einen lebensraum einzusetzen, der ihm offensichtlich nicht behagt (ist der fall, wenn die tiere innert kurzer zeit nicht mehr nachweisbar sind), würde ich persönlich als groben verstoss gegen tierschutzethische überlegungen beurteilen - ganz abgesehen davon, dass es ökologisch absolut sinnlos ist.ChristianK. hat geschrieben:Nicht umsonst sind innerhalb kürzester Zeit keine Regenbögner mehr nachweisbar, sobald der Besatz eingestellt wird!
Auch dies ein Argument PRO Regenbogen Besatz in den Gewässersystemen in denen sich unsere heimischen BaFos nicht mehr halten können.
wenn man es nur aus diesem aspekt betrachtet, hast du natürlich recht. allerdings finde ich diese eingeschränkte sichtweise nicht richtig bzw. sie entspricht absolut nicht meiner sichtweise. ein gewässer hat nicht primär dem fischer zu dienen und es hat erst recht nicht dem staat oder sonst jemandem für hohe patenteinnahmen zu garantieren. ich finde nicht, dass jedes gewässer zwingend einen nutzbaren fischbestand haben muss, es gibt andere maximen. insofern finde ich auch nicht, dass man in jedem kanal regenbögeler aussetzen muss, nur damit wir was fangen.ChristianK. hat geschrieben:Ob es ökologisch Sinnvoll ist, steht für Pfeifengerade Flüsse und Kanäle nicht so recht im Vordergrund.
Es geht um uns Fischer, die nur Patente kaufen wenn etwas gefangen werden kann. Ohne Patentverkauf kann kein
Verein oder auch ein Heger Rudi sein Gewässer halten!
ChristianK. hat geschrieben:Bachforellen halten sich aus mangel an Unterständen und oft auch Laichplätzen nicht so wirklich gut in solchen "Flüssen".
Die Regenbogen ist dafür jedoch prädestiniert.
und zwar weil es nicht ganz so einfach ist. fakt ist, dass sich auch die regenbogenforelle in solchen gewässern kaum hält. ich kenne vergleichbare beispiele in der näheren und ferneren umgebung zuhauf, und den meisten ist eines gemeinsam: es gibt dort keinen bestand an regenbögelern. ohne dauerhaften besatz von (mass-)fischen lässt sich kein bestand aufbauen und halten. die regenbogenforelle ist kein derartiger generalist, wie ihr teilweise unterstellt wird. auch sie ist auf halbwegs naturnahe gewässer angewiesen, auch sie verträgt keine hohen temperaturen. wenn man die eruierten werte der temperaturpräferenz von bach- und regenbogenforelle vergleicht, gibt es keinen signifikanten unterschied. beide gelangen spätestens bei 25°C in einen hohen stress, der oft zum tode führt. weiters braucht auch die regenbogenforelle lockere kiessohlen zur erfolgreichen reproduktion und sie braucht eine möglichst hohe breiten- und tiefenvariabilität, damit alle altersklassen ihre lebensräume finden.ChristianK. hat geschrieben:Jedoch ist die ReBo in manchen Gewässern die einzige Salmoniden Art die sich noch in den Gegebenheiten hält....traurig aber wahr.
Die Deutsche Traun ist so ein Fall, zum teil stark begradigt, im Sommer und auch Winter Stellenweise mit kaum Wasser da es abgeleitet wird für Kleinkraftwerke.
Extreme Hochwasser bei andauerndem Regenwetter oder der Schneeschmelze.
Das ganze ist auf der grössten Strecke der Traun kein idealer Lebensraum für Bachforellen sondern für Regenbögner, die A: mit weniger Sauerstoff und wärmeren Wasser auskommen und B: nicht die Unterstände braucht wie die Bachforelle und C: billiger Besatz sind.
Das sind Gewässer die sehr weit davon sind entfernt natürlich zu sein. Um diese nun eh schon "versauten" Gewässer wenigstens nutzen zu können ist ein ReBo Besatz absolut legitim.astacus hat geschrieben: ein gewässer hat nicht primär dem fischer zu dienen und es hat erst recht nicht dem staat oder sonst jemandem für hohe patenteinnahmen zu garantieren. ich finde nicht, dass jedes gewässer zwingend einen nutzbaren fischbestand haben muss, es gibt andere maximen. insofern finde ich auch nicht, dass man in jedem kanal regenbögeler aussetzen muss, nur damit wir was fangen.
astacus hat geschrieben: die kritik, die ich am besatz von regenbögelern übe, nebst der möglichen faunenverfälschung, die nochmals ein thema für sich ist, ist aber noch eine ganz andere. sie steht im zusammenhang solchen aussagen:
ChristianK. hat geschrieben:Bachforellen halten sich aus mangel an Unterständen und oft auch Laichplätzen nicht so wirklich gut in solchen "Flüssen".
Die Regenbogen ist dafür jedoch prädestiniert.
ChristianK. hat geschrieben:Jedoch ist die ReBo in manchen Gewässern die einzige Salmoniden Art die sich noch in den Gegebenheiten hält....traurig aber wahr.
Ohne Unterstände fühlen sich BaFos nicht wohl, sie bevorzugen nicht nur ein anderes Habitat als einen Kanal sondern benötigen es!astacus hat geschrieben: und zwar weil es nicht ganz so einfach ist. fakt ist, dass sich auch die regenbogenforelle in solchen gewässern kaum hält. ich kenne vergleichbare beispiele in der näheren und ferneren umgebung zuhauf, und den meisten ist eines gemeinsam: es gibt dort keinen bestand an regenbögelern. ohne dauerhaften besatz von (mass-)fischen lässt sich kein bestand aufbauen und halten. die regenbogenforelle ist kein derartiger generalist, wie ihr teilweise unterstellt wird. auch sie ist auf halbwegs naturnahe gewässer angewiesen, auch sie verträgt keine hohen temperaturen. wenn man die eruierten werte der temperaturpräferenz von bach- und regenbogenforelle vergleicht, gibt es keinen signifikanten unterschied. beide gelangen spätestens bei 25°C in einen hohen stress, der oft zum tode führt. weiters braucht auch die regenbogenforelle lockere kiessohlen zur erfolgreichen reproduktion und sie braucht eine möglichst hohe breiten- und tiefenvariabilität, damit alle altersklassen ihre lebensräume finden.
Sorry, dass ist Unfug! Siehe oben und andere Beiträge..astacus hat geschrieben: das alles und zahlreiche beispiele zeigen eines deutlich:
in einem völlig naturfremden gewässer wird sich ein regenbögelerbestand ebenso wenig halten wie ein bachforellenbestand.
Siehe oben und andere Beiträge...astacus hat geschrieben: es gibt zahlreiche fliessgewässer in der schweiz, wo früher systematisch regenbogenforellen ausgesetzt wurden. gehalten haben sie sich fast nirgend, nur lokal etablierten sich populationen (z.b. bodensee-alpenrhein und einige kleine fliessgewässer im mittelland). nicht zuletzt deshalb kommt man nicht zuletzt im einzigen schweizer besatzprojekt von regenbögelern in fliessgewässern (binnenkanäle beim alpenrhein) wieder davon ab, welche auszusetzen: der besatz hat schlicht und einfach nicht gehalten, was man sich von ihm versprochen hat.
Also als Puff bezeichne ich das nicht. Es ist ungleich schwerer in einem Fluss eine ReBo zu fangen als in einem Teich. Die Fische haben eine Chance nicht gefangen zu werden.astacus hat geschrieben: in diesem sinne ist es "hans-was-heiri" ob nun rbf oder bafos ausgesetzt werden, beides hat keinen nachhaltigen effekt und schlicht nur eine puff-bewirtschaftung: aussetzen, damit fischer was fängt.
ein offenes gewässer darf meines erachtens aber kein fischpuff sein, und sei es auch verbaut. erst recht nicht für neozoen.
selbst kanäle besitzen immer noch einen teil von restnatur, ohn diese könnten auch regenbögeler nicht überleben. und diese restnatur wird mit besatz beeinflusst. ob man dies nun negativ oder positiv bewertet ist eine andere frage.ChristianK. hat geschrieben:1: Gibt es keine beeinflussung der Natur, denn wo nichts ist kann man nichts beeinflussen
das wäre in diesem sinne eine form von wildfütterung. diese wird aber in der schweiz (wieder im gegensatz zu deutschland) nur noch sehr vereinzelt praktiziert und von den meisten fachpersonen ganz abgelehnt. wildtieren ist mit fütterung nicht geholfen, viel eher verersacht sie schlimmstenfalls massive probleme (überpopulationen, krankheitsübertragung, etc.).ChristianK. hat geschrieben:2: Dient der Besatz auch anderen Tieren und nicht nur dem Menschen als Nahrung, sei es der Eisvogel oder Fischotter
da gebe ich dir insofern recht, als dass der pachtzins sich natürlich am erwarteten ertrag orientieren muss. ein gewässer zu verpachten, welches keinen ertrag abwirft, ist unfair gegenüber den fischern. wenn aber ein gewässer nichts hergibt, hat der kanton es gar nicht erst zu verpachten. das wäre viel ehrlicher, als es doch zu tun und dann den fischern einfach ein paar pufffische vorzuwerfen.ChristianK. hat geschrieben:3: Sind all diese Gewässer an irgendjemanden verpachtet der seine zigtausende an Pachtkosten auch irgendwie wieder rein bringen soll
siehe oben.ChristianK. hat geschrieben:4: Gibt es in Deutschland Gesetze die den Besatz vorschreiben, das heisst man MUSS besetzen (mag hier in der Schweiz anders sein!)
solange sie sich nicht vermehren, stimmt das. dann tritt aber genau das andere genannte argument inkraft, nämlich dass ich es aus tierschutzgründen höchst problematisch finde, tiere in einen lebensraum auszusetzen, der offensichtlich ihren bedürfnissen nicht entspricht. und zu den lebensbedürfnissen gehört ein vollständiger zyklus.ChristianK. hat geschrieben:5: ReBos vermehren sich von selbst in kaum einem Gewässer, also ist die nachhaltige Faunenverfälschung KEIN Argument
habe ich teilweise oben schon dargelegt, dass es längst nicht überall so ist. ergänzen muss ich noch, dass besatz nicht gleich besatz ist. ein initalbesatz (z.b. lachsbesätze in der nordwestschweiz) ist was ganz anderes als ein attraktivitätsbesatz (z.b. bergseen und der von dir gewünschte rbf-besatz).ChristianK. hat geschrieben:6: Wieso kein Besatz? Besatz findet in so gut wie jedem Zentraleuropäischem Gewässer statt, sei es für Fischer oder Berufsfischer oder auch zur Arterhaltung
wie schon im letzten post gesagt, bin ich da definitiv anderer meinung und behaupte, dass sich dies durch diverse beispiele belegen lässt. wenn die regenbogenforelle so anspruchslos wäre, wäre sie inzwischen in fast allen schweizer gewässern verbreitet. dass sie dies nicht ist, spricht bände. weiter unten bestätigst du dies ja im prinzip selber.ChristianK. hat geschrieben:Bachforellen halten sich aus mangel an Unterständen und oft auch Laichplätzen nicht so wirklich gut in solchen "Flüssen".
Die Regenbogen ist dafür jedoch prädestiniert.
auf seeforellen habe ich auch schon gefischt, gefangen aber nichtChristianK. hat geschrieben:Fischt Du auf Seeforellen? Felchen? Hecht? Dann befischt auch Du Besatzfische....