Ich weiss, ich komm hier wie die alte Fasnacht „hinterhär“… bin erst seit heute im Forum, dorum…
Ich war am 29. Januar da, in der Gruppe, organisiert durch Bernhard Fishing Wichtrach. Der Trip war schon auf Anfang Januar angesagt gewesen, musste aber wegen Lawinengefahr und zu viel Schnee sowie zu dünner Eisdicke auf Ende Januar verschoben werden.
Der Weg von der Bergstation zum Oeschinensee war nicht so der Hit: man konnte mit dem Schlitten nicht so richtig fahren, weil der Schnee noch neu war und daher etwas zu weich für einen Davoser, so dass die Kufen einsanken und das bremste doch erheblich.
Auf dem See war es extrem nass (knöcheltiefer Schneewassermatsch) – wir mussten uns vorgängig sogar Plasiksäcke (!) in die Schuhe stecken, was ein guter Rat war – das hat es wirklich gebraucht! Ausserdem war leider der Tag ziemlich vernebelt, sodass man vom schönen Bergpanorama rund um den See nichts mitbekam – mitunter war man sogar froh, wenn man seine Kumpels am Loch daneben noch sehen konnte…
Bis zum Mittag versuchten wir es mit der Gambe – hoffnungslos. Dann gingen die meisten zum Restaurant, um sich dort aufzuwärmen und was zu essen. Da ich mir ein paar Sandwichs im Kämpferrucksack mitgenommen hatte, konnte ich am Loch bleiben. Kurz vorher hat ein Lochnachbar eine Forelle mit dem toten Köfi gefangen. OK – ich musste auch mal wechseln. Gesagt, getan. Und: kaum war der Köfi unter dem Eis, zappelte auch schon einer dran. Der war gerade mal 50cm unter dem Eis. Den verlor ich aber bald wieder, weil ich nicht richtig angeschlagen hatte – war viel zu überrascht dafür… So naiv von mir, den halb angebissen Köfi wieder abzulassen, so frech war der Fisch, den gleich wieder zu beissen! Ha, Pech gehabt, denn diesmal war ich gefasst und auf der Hut und der Regenbögler (knappe 30cm) auf dem Eis!
Das tollste an dem Tag war nicht, dass wir beinahe buchstäblich im Eis festfroren und dabei nicht viel fingen (einige von uns gingen sogar mit einem Schneider nach Hause), sondern die saumässig steile und rasante Abfahrt mit dem Schlitten bis hinunter nach Kandersteg. Huuuiiiiiiiii…. Da stob aber der Schnee in Gesicht und in die Nasenlöcher…
Ich hab am Schluss noch ein Selbstportrait von mir gemacht – da lach ich heute noch drüber…

Was für ein Abenteuer – trotz alledem… schliesslich ist ja der Weg das Ziel!
Gruss, Beachboy