Es ist ein absolut natürlicher Vorgang das im Sommer auch mal Algen wachsen!
Algen sind nichts schlechtes, im Gegenteil, sie bieten Nahrung für diverse Fischnährtierchen, bieten Schutz für selbige um sich vermehren und aufwachsen zu können, Algen bilden Nahrung für Fischen.
Es gibt verschiedene Algenarten, soviel weiß wohl noch jeder von uns, aber das es auch unter den Algen Arten gibt die reinwasserformen bilden, also wirklich sauberes Wasser brauchen um überhaupt gedeihen zu können, werden wohl wiederum weniger unter euch wissen.
Es gibt Algen die eigentlich keine richtigen Algen sind, zum Beispiel diverse von uns Schmieralgen genannte Arten, es sind Bakterienrasen, es gibt Mischformen und allerlei andere niedere und höhere Algen.
Kieselalgen zB. "ernähren" sich von Kieselsäure, also von Silikat, dass ist das Zeug was euren Duschen und Badewannen die dekorativen beigen bis braunen Streifen verpasst

Würden diese Algen nicht die Kieselsäure "auffressen" würde es sich ablagern, also sind Kieselalgen gut. Sie sind in Massen nur ein Indikator dafür das ein zuviel davon im Wasser vorliegt. Dann werden sie auch schädlich weil sie alles unter sich ersticken.
Die Natur weiß sich zu helfen und zu wehren, wenn auch leise und oft langsam, aber bisher hat sie es noch immer geschafft verseuchte tote Flüße(Rhein in D)wieder zu beleben.
Schlimmer sind eher die Invasiven Arten wie die Wasserpest, sie ersticken alles leben unter sich.
Ich war entsetzt als ich die Massen der Egeria sp. - Wasserpest im Vierwaldstätter sah!
(dagegen sollte eher etwas unternommen werden!)
BtT
Phosphat ist Lebenswichtig für fast alle Lebewesen.
Die minimale erhöhung des Phosphat Wertes hat keine großen Auswirkungen.
Es wird ein wenig mehr Phytoplankton geben und im gefolge mehr Zooplankton. (aber noch lange kein trübes Wasser!!!)
Daraus resultieren dann besser genährte und konditionierte Fische, was eine bessere Reproduktion zur folge hat, sprich mehr Nachwuchs.
Dieser Nachwuchs findet bessere aufwuchs und Lebensbedingungen vor, was zur folge hat das sie ein klein wenig schneller wachsen und mehr
überleben als es vorher der Fall war.
Es wird also ein klein wenig mehr Fische geben die größer bzw. etwas schwerer sind.
Aber bitte! Wir reden hier nicht von Kilogramm sondern von Gramm pro Fisch!
Zur folge haben die zahlenmäßig mehr gewordenen Felchen und Weissfische das es auch mehr Räuber schaffen ohne zu verhungern(Jungfische).
Also dürfen sich diejenigen die am Test-See fischen über Qualitativ und Quantitativ bessere Fische freuen.
Ich bin kein Freund von eingriffen in die Natur, ich sage immer, lass die Natur machen und es wird gut, aber das funktioniert nur wenn die Ausgangssituationen auch passen, aber dafür haben wir Menschen schon zuviel herumgebaggert im Namen des Hochwasserschutzes(meist mit dem Gegenteiligen erfolg), zuviel begradigt und zuviel an Querverbauungen und Uferbefestigungen installiert.
Was kann die Natur also selber noch machen? Nicht mehr viel. Der Mensch muss nachhelfen. Aber mit bedacht und Verstand, vielleicht sogar mit jemandem der sich draussen in der Natur auskennt, nicht nur studiert hat und sich im stillen Kämmerlein solche aktionen ausdenkt ... (nichts gegen Akademiker! Hoffe ihr versteht wie ich es meine)
Just my two Cents ...
@Garrick, geniales Foto!
