Habe selten bemerkt, dass grosse Fische schlechter schmecken als kleine.
Arbeit beim Filetieren gibt's weniger und grosse Fische sind eher einfacher in der Zubereitung, weil diese weniger schnell zu viel Hitze abbekommen.
Das war ein Schmaus für einen ganzen Trupp, als ich auf einem Neuseelandtrekking eine 3kg Fario in der Alufolie nach mehr als einer Stunde auf der Glut offerieren konnte!
Aufgrund meiner Fischgewässer fange ich meist Salmoniden. Hier bevorzuge ich klar Fische die in guter Kondition, also fettreich sind. Schlimm sind unadaptierte Massfische die im Bergsee überwinter mussten und nur noch ein Schlauch von Fisch sind. Fische wachsen schon eine lange Zeit und werden dabei immer grösser, es gibt aber Grenzen: einmal die Nahrungsgrundlage vom Gewässer das nur ein beschränktes Längenwachstum zulässt und dann auch das fortschreitende Alter. Irgendeinmal hat jeder Fisch wohl seinen Lebensabend erreicht, wo er die Beute nur noch mit mässigem Erfolg findet. Im Bergsee habe ich das schon oft beim Seesaibling festgestellt: jung und eher klein schmeckt er viel besser, als wenn er erst im AHV-Alter gefangen wird. Dann findet man einen überproportional grossen Kopf mit ähnlichem Schlauchkörper wie bei den besagten Massfischen nach dem überwintern vor. Wie gross der Saibling wird hängt direkt von den Nahrungsbedingungen ab. Bei der Namaycush finde ich je grösser je besser, weil die Raubzüge das Fleisch fettiger werden lässt. Die Namaycush wird sehr alt. Bisher ist mir noch keine überaltete Namaycush begegnet, was aber nicht heisst das es das nicht auch gibt.