Drill vs. Tragkraft der Schnur

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Arts

Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Arts »

Hallo Zusammen,

Mich interessiert folgendes.

Man hört viel folgendes..
92er Hecht war um die 10 Minuten.
meine grosse regenbogenforelle 10minute 64cm 3.7kilo
Ein 2m-Waller dieses Jahr am geeigneten Gerät hat so ca. 15 Minuten gebraucht
Da wird man viel auch angemacht... Solange Drillzeit für diesen Fisch .... usw..

So... Man hat einen Zielfisch, die entsprechende Schnur....
Aber.... habe ich z.B eine Schnur von 2.4 kg Tragkraft.. das Reicht schon für einen anständigen Fisch... Wieviel kann ich der Zutrauen? Wieviel Druck muss ich machen?

Meine Diskussionsgrundlage: Wie kann man die Tragkraft der Schnur einschätzen?
Das ist doch extrem schwierig.. Wie kann ich das "gschpüre"....

Z.B, ich habe eine 12kg Schnur auf meiner Hechtrute, da kann ich davon ausgehen das 95% der Fänge eingekurbelt werden können... Drillzeit eines ü 100 ca 2 min?

Aber was wenn ich eine z.B 5.4 Kg Schnur verwende.... die ist auch schon nicht ohne..... wieviel vorsichtiger muss ich drillen?

Wie schätze ich die Tragkraft ein?

Drille ich lieber konservativ? Oder verwende ich lieber eine "progressive" Schnur und bin sicher das ich einkurbeln kann...

Mir ist klar, Ausschlitzen ist noch ein Thema....

Wie sind eure Tipps?

Früher hat man gesagt, auf diesen Fisch, diese entsprechend dünne Monoschnur, wegen der Sichtbarkeit, Scheuchwirkung... Heute verwenden wir mehrheitlich gefochtene die egal wie dünn sicher besser sichtbar sind als entsprechende Monofile.... Ist das noch ein Faktor? Könnten wir nicht auf nummer sicher gehen und eine progressive Schnur verwenden und so die Drillzeit reduzieren?

Gruss
Thomas
Zuletzt geändert von Arts am Di 21. Jun 2011, 00:17, insgesamt 1-mal geändert.
Izaak Walton

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Izaak Walton »

ich werde mit interesse die antworten zu diesem thread verfolgen, was leute aus ihrer erfahrung berichten.
die sache ist aber vielschichtig.

zuerst aber meine erwägungen:

rute, rolle und schnur müssen zusammenspielen bei der drillerei.
die rute hat eine gewisse aktion, ist diese ausgeschöpft könnte sie dann theoretisch und praktisch brechen.
die bremse der rolle sollte idealerweise spätestens da die arbeit übernehmen wo die aktion der rute aufhört.

es gibt geflochtene schnur bei welcher man nicht mit nennenswerter dehnung rechnet.
bei monofiler schnur kann die dehnung(sfähigkeit) je nach dem auch interessant sein, von den pufferungseigenschaften.
diese wird von manchen bevorzugt, andere mögen den direkteren kontakt wie sie eine geflochtene schnur vermittelt.

ruten sind sehr verschieden. bei einer ultra-light combo mag das alles eine andere rolle spielen als bei besteck für wels, wo es vorallem darauf ankommt das nichts versagt
je nach zielfisch muss man mehr reserve (flex) haben dass der fisch nicht ausschlitz, bei anderen geht es mehr darum den anschlag möglichst gut zu setzen (hart)

im angelsächsischen sprachraum werden ruten nicht nach wurfgewicht sondern (abgesehen von testkurvenangaben, auch) nach schnurklassen beschrieben ... dieser liegt ursprünglich die überlegung zu grunde wieviel eine rute verträgt ... idealer weise mehr als die schnur ...

es scheint also "altmodische" wie auch "moderne" betrachtungsweisen zu geben ...

naja, dies ist eine auflistung von verschiedenen punkten, aber die frage ist damit nicht beantwortet :nerd:
Arts

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Arts »

Hehe,

Und zeigt die vielen Aspekt, die im vorherein die Frage wohl nicht beantworten lässt.....

Das deutet auf die Kombination, von allem... was eigentlich dazu führen müsste, über längere Zeit die selbe Kombo zu fischen und kennen zu lernen, die Erfahrung zu sammeln, zu viel wechsel der Komponenten lässt keinn Schluss zu...

Man wechselt wohl zu häufig einzelne Komponenten um überhaupt Erfahrungen sammeln zu können...

Tom
Izaak Walton

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Izaak Walton »

rein vom "herankurbeln" her betrachtet

es ist viel einfacher eine bremse auf die aktion (respektive deren grenze) der rute einzustellen als auf die angegebene tragkraft einer (zu schwachen) schnur.

die angaben zur tragkraft bei schnüren werden ... nur bei wenigen erreicht.
das selbe gilt für den angegebenen durchmesser.

eine tabelle mit ein paar interessanten testresultaten ist zum beispiel hier zu finden:
http://www.angeltreff.org/pdf/schnurtest.pdf
Arts

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Arts »

Ja,

Dazu ist noch zu berüksichtigen, die Tragkraftverlust durch Knoten...

Ist der nicht sauber, verliert man schnell mal 20 -30% der Schnurkapazität...

Und wie du sagst... Die Bremse der Rolle... Diese einzustellen.... Schnur wechsel Rutenwechesl und nun??

Tom
Izaak Walton

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Izaak Walton »

... hänge ich die schnur irgendwo fest, ziehe an der rute, diese biegt sich durch und ich stelle die bremse ein.

noch so nebenbei:
bei hängern knalle ich übrigens nicht die bremse zu und murkse mit der rute, sondern sondern schlaufe den "totschläger" vor der bremse in die schnur, halte die rute gerade (parallel zur schnur, auf den "hänger" zielend) und ziehe an der schnur ... das schont die rute und rolle ungemein und ich muss weniger of die bremse neu einstellen :wink:
Arts

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Arts »

Jo,

Ich löse meine Hänger nie über die Rute.... das mach ich wie du... will ja nicht meine Rute killen :)... Und mit den heutigen Schnüren überforderst du schnell mal eine Rute...

Tom
Izaak Walton

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Izaak Walton »

zu deiner ursprünglichen frage noch etwas interessantes:

http://www.anglerpraxis.de/september03_ ... schnur.htm

zu der richtung in die deine frage zielt hat ein kollege zuunterst auf der seite stellung genommen. (scroll, scroll ..)
Arts

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Arts »

Hoy,

Sehr interessanter Bericht...... Bestätig viel meiner Meinung....
Das bringt mich auf die Frage, angeln wir generell zu fein?
Schmälert die Scheuchwirkung einer dickeren Schnur den Fangerfolg?
Rechtfertigt die Verwendung dünner Schnüre die längere Drilldauer?

Auf das Scroll, Scroll, Scroll... da hat er recht aber...

Um Wieder on Topic zu kommen.Wie kann ich die Schnurstärke in Hinblick auf alle Faktoren einschätzen? Ich habe immer die Ungewissheit, lange Drilldauer vs... wie weit könnte ich gehen mit meiner Kombo... vs Adrenalin, ich will den Fisch nicht verlieren... wieviel druck kann ich machen... Ich meine ich kann generell eine 20kg Schnur verwenden, da muss ich mir kaum gedanken machen....

Tom
gonefishing

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von gonefishing »

Ich denke die Drillzeit wird von vielen falsch eingeschätzt. Durch das intensive Erleben kommt es vielen länger vor als es eigentlich war.

Ich schätze 98% meiner Fische habe ich in unter einer Minute gelandet. Selbst bei einem knapp 90er-Hecht der mir letztes Jahr auf die Eglikombo einstieg, dürfte es max. 5 Min gedauert haben.
Dabei fische ich nicht sonderlich dick. Da ich aber viel vom Ufer fische, baue ich für die Werferei und mögliche Beschädigungen der Schnur je nach dem eine gewisse Reserve ein. So ist beim Fischen auf SeeFo oder Hecht vom Ufer für mich nicht das Gewicht des Fisches ausschlaggebend, sondern vor allem die Dauerbelastung durch das Werfen mit schweren Ködern. Und natürlich ist auch die Power eines Fisches ausschlaggebend. Wenn dir eine 2kg-Seeforelle vor den Füssen einsteigt und Vollgas gibt, dann ist der effektive Druck auf das Gerät um ein vielfaches höher.
Am Bach sind dann eher die Strukturen ausschlaggebend, die meine Schnur beschädigen können. So fische ich am Bergbach nicht feiner als an der Aare, obwohl viel kleinere Fische zu erwarten sind. Auch ist wichtig wieviel Druck ich auf den Fisch ausüben muss. Fische ich im Freiwasser und kann den Fisch ziehen lassen, oder zwischen versunkenen Bäumen und darf keinen Zentimeter nachgeben...
Lüku

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Lüku »

[quote="gonefishing"]Ich denke die Drillzeit wird von vielen falsch eingeschätzt. Durch das intensive Erleben kommt es vielen länger vor als es eigentlich war.

Da hast du absolut recht!
habakuk

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von habakuk »

bei der ganzen diskusion, darf man einen wichtigen punkt nicht ausser acht lassen.

wir sitzen am kürzeren hebel!
was uns als kräftiger drill erscheint, sind in wirklichkeit eher geringe kräfte, die durch die hebelwirkung der rute verstärkt werden. selten übersteigt die kraft 2kg - wie dieses video eindrücklich beweist.
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Dural
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Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von Dural »

naja das ist aber auch die Belastung die "immer" auf die Geräte wirken, die kurzzeitige und ruckartige Peak Belastung im Drill, gerade wenn alles schon vor Belastet ist dürfte deutlich über den 2Kg liegen!
ardillon

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von ardillon »

Ich haabe dir auch noch einen tipps und so!
Zem hechtelen mit schäubli fische ich am thunersee mit 38 er wixter schnuur, so kann man auch grosse hechtelitis ans uufer ziä!

In der gurbe neme ich zum tirolern 19 er plattin, die förndle lupfe ich so aus jedem lochl!

Im aare in thun fische ich miid 41 strong, da man immer mit metrigen babas rechnen muss! Ich habe schon einmal eine riisiege veloren!

Hoffe ich donnte die helferitis!
Di fründ aaaaardelidi
habakuk

Re: Drill vs. Tragkraft der Schnur

Beitrag von habakuk »

Dural hat geschrieben:naja das ist aber auch die Belastung die "immer" auf die Geräte wirken, die kurzzeitige und ruckartige Peak Belastung im Drill, gerade wenn alles schon vor Belastet ist dürfte deutlich über den 2Kg liegen!
wie viele liter milch traust du dich mit deiner forellen/eglirute zu heben? :wink:
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