Nach einem erfolglosen Versuch im letzten Jahr haben wir uns entschieden, am letzten Wochenende erneut unser Glück am Engstlensee zu versuchen. Dabei gab es bis auf 2 Nachläufer von 06:00-14:00 absolut 0 Aktionen und auch keine Fische zu sehen. Wir haben von hinten bis vorne so ziemlich alles abgefischt, mit Elritze- & Tebomaden auf Grund, dazu Spinner, Wobbler etc.. die ganze Palette halt.
Ich habe schon ein paar Mal davon gelesen, dass dieser See doch eher "launisch" ist. Gibt's aber irgendwelche Tipps, die man zusätzlich beachten sollte? Erwarte selbstverständlich keine genauen Platzbeschreibungen etc.!
Gerne auch per PN..
Bitte nicht falsch verstehen, mir sind nämlich solche Seen viel lieber als Bergseen mit frisch eingesetzten Refos, die auf alles & sofort beissen
Jeder Bergsee ist in seiner Eigenheit speziell, mal gehts eine halbe Stunde und man hat die Fische gefunden und fängt sie auch, mal ist der See wie ausgestorben und man zweifelt an sich selbst. Der Engstlensee ist an und für sich ein See mit gutem Bestand. Ich denke das die momentane Wetterlage welche sich seit Wochen von der gleichen Seite zeigt evtl. nicht unbedingt für das Beissverhalten föderlich ist wobei belegen kann ich das natürlich nicht. War letztes Jahr zweimal an besagtem See und habe keinen Fisch gefangen
wenn absolut keine Fische zu sehen sind (auch wenn man 10m höher als der Seespiegel raufgeht und sogar ne Polarisationsbrille benutzt), dann würde ich die Fische zum grösseren Teil am Grund suchen.
ich gehe jedes Jahr mehrmals an Öschinen-, Engstlen- und Arnensee und fange meine Fische zu 98% an der Oberfläche oder am Grund ... dazwischen versuche ich es fast nie. egal in welcher Jahreszeit.
ich fische normalerweise mit der Spinnrute und suche wie oben erwähnt die Oberfläche und den Boden ab. ich fange auch regelmässig an der Oberfläche, auch wenn ich oben über längere Zeit keinen Schwanz sehe.
meine Blinker sind um 2-7g und ich lasse sie, wenn ich oben fische, nie weiter als 1-1,5m unter die Oberfläche gehen und ziehe sofort ein, sobald der Köder auf dem Wasser aufschlägt, auch wenn ich halt die Rute eher hoch halten muss, damit der Köder während der Führung auf halbem Weg auch nicht zu weit runtergeht. Fische können besser nach oben als nach unten sehen und kommen auch gerne mal nach oben, auch wenn sie 3-5m unter der Oberfläche ihre Bahnen ziehen und vom Ufer nicht zu sehen sind.
wenn ich mit Blinker den Boden absuche, lasse ich ihn auch je nach "Tiefenkurve" mehrmals auf den Boden fallen, während der Führung, damit ich weiss, dass der Köder nicht zu weit nach oben geht, weil die Schnur am Anfang eben ziemlich gerade nach oben zeigt, bevor sie eher richtung Rute geht, vom Köder aus gesehen. ist aber immer ein Spiel mit dem Feuer ... mit Verlust muss man ab und zu mal rechnen.
nur wenn sich der Erfolg mit Blinker nicht einstellt und der Wind nicht bläst, hole ich ne Rute mit Buldo raus ... oder versuche es mit zweiter Rute auf Grund. versuchs mal mit 2 Bienenmaden und dazu ein gelbes Styroporkügelchen, sowie kleines Schrotblei 10-15cm vor dem Haken, damit die Bienenmaden nicht auf dem Grund aufliegen.
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante
war der see schon komplett eisfrei? wir waren von Karfreitag bis Ostersonntag oben und haben jeden Tag Gut gefangen, jedoch beim Eisfischen...
Kanacken standen knapp über Grund, Saiblinge voll im Mitelwasser und die 3 regenbögler natürlich oben...
aber eben, auch schon wieder 2 wochen her.
Ja, gerade bei strahlendem Sonnenschein und klarem Wasser sind Morgen- und Abenddämmerung am vielversprechendsten.
Bei schönstem Wetter habe ich aber auch schon regelmässig Fische gefangen, mit kleinen Nassfliegen und Nymphen an den Einläufen.
Falls du keine Fliegenrute hast, lassen sich diese auch gut mit Spinnrute und Sbirolino anbieten.
Unterschiedlich schnell sinkende Sbirolinos, Streamer, Nymphen, Nass- und Trockenfliegen sind generell eine sehr gute Erweiterung des Ködersortiments, mit denen man Bergseen flächig und vertikal gut absuchen kann.
War in letzter Zeit jemand am Engstlensee und kann seine Erfahrungen mitteilen? Ziehe in Erwägung über Pfingsten hoch zu gehen.
Das letzte Mal kurz nach der Eisschmelze bin ich leider Schneider geblieben, jedoch war die erwachende Natur und die pfeifenden Murmeli auch nicht ohne..
Ich war am 21.5 mit meinem Vater am Engstlensee. Habe die ganze linke Seeseite bis hinten zum Bacheinlauf abgefischt. Mit Mozzi,Inko, Wander und Butz am System .
Ich konnte beim Spinnfischen nur auf den Butz am System einen schönen 40+ Kanadier Nachläufer sehen. Habe dann später aufgehört mit der Spinnrute zu fischen und setzte eine tote Elritze auf Grund.
Etwas später kam ein knallharter Biss. Die Rutenspitze bog es voll nach vorne. Leider war dann aber kein Fisch dran, die Elritze sah aber ziemlich mitgenommen aus
Auf jeden Fall ein wunderschöner See mit kristallklarem Wasser, herrlichen Arven, und den vielen pelzigen Freunden.
Ich war über Auffahrt mit einem Kollegen dort. Wir haben es vom Boot auf Saibling versucht. Es war sehr zäh und wir haben nur wenige schlanke 30er saiblinge und Kanaken erwischt. Vom Ufer aus hörten wir von vielen Nullern, doch der eine oder andere erwischte 1-2 regenbögler (dafür eher 35+) oder vereinzelt auch Kanadier.
Von der Gegend her lohnt es sich aber immer an diesen See zu gehen
Gruss und Petri
Philipp
Von der Natur her ist es wirklich traumhaft dort oben und immer eine Reise wert! Wo habt ihr denn das Boot gemietet? Unten bei der Hütte?
Dies wäre natürlich auch eine Überlegung wert.
Bin neu in diesem Forum, jedoch schwirre schon lange drin rum... habe auch schon paar nützliche Tipps entnehmen können... so möchte ich mir hier kurz mit meinem Bericht über meinen Besuch am Engstlensee Ende Mai vorstellen...
Leider ein bisschen spät ca. 10.oo Uhr ca. trafen wir beim Hotel Engstlen ein, schnell das Patent gekauft und ab an den See.... Kaum beim Bacheinlauf ganz hinten angetroffen Rute ausgepackt... eine normal Zapfen mit Maden (erwies sich später als totaler Fehlgriff) rausgeworfen und mit der anderen löffeln gegangen.... Die Refos sieht man gut vom Ufer aus... eine ganze Menge schwam herum.... Ich voller Tatendrang den Löffen (kleiner siblerner mit blauen Punkten) rein raus, langsam, schnell, tief, flach etc... und siehe da, nach ca. 10 min eine 45er Refo.... danach noch ein Biss und das wars...
Die Fliegenfischer welche auch da waren hatten am Nachmittag definitiv den bessere Technik... diese konnten ein paar landen dafür nicht so gross wie meine =)