Bielersee Hechte hinter der Fischtheke

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Wasabi

Re: Bielersee Hechte hinter der Fischtheke

Beitrag von Wasabi »

Arts hat geschrieben:ab 18:30 habe ich den ganzen Tag auch keinen Schwanz gesehen...

Ahja?... :lol: :lol:
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miKe
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Re: Bielersee Hechte hinter der Fischtheke

Beitrag von miKe »

Dural hat geschrieben:
miKe hat geschrieben:Und das absolut zu Recht! Da der Zander leider keine Schonzeit hat, sollte jeder Fischer über genügend Verstand und Reife verfügen und die Zander ihr Laichgeschäft verrichten lassen! Wer das nicht kann ist in meinen Augen zu Recht ein Ar...
finde ich nicht, der zander ist kein einheimischer fisch und überall wo der zander gut vorkommt ist komischerweise das egli im rückzug und es ist bekannt das sich der zander gerne von egli ernährt (murtensee) ob der rückgang aber etwas mit dem zu tun hat ist noch nicht bewissen.
:roll:

Wer hat den eine Studie über die Ernährungsgewonheiten der Zander verfasst? Ich habe schon viele Zander gefangen, aber nur wenige mit kleinen Eglis im Magen. Hauptsächlich finden sich da Weissfische. Insbesondere Rotaugen. Gelegentlich auch mal Krebse. Sogar Trüschen habe ich schon gefunden.

Jaja - wenns nicht der Kormi ist, ist es der Berufsfischer, der Zander, der Gänsesäger, der Hecht, etc... Immer wird mal wieder was vorgerückt. Wahrscheinlich trifft die Fischer-Kollegen auf dem See keine Schuld, wenn sie mit Ihren Buldos, Gamben, Juckern, Spinnern und Wurmködern massenhaft untermassigen Eglis den Schnabel vernageln und die Schlunde rausreissen. Aus über 8m Tiefe hauts den armen barschartigen sowiso schon mal die Luftblase raus und ein Zurücksetzten führt unweigelich zum Tod. Aber zum Glcük hat es ja viele Möwen, welche die an der Wasseroberfläche hilflos zappelnden Jungeglis rasch wegputzen. Ganz nach dem Motto: "Aus den Augen - aus dem Sinn"

Zudem ist der Eglibestand natürlichen Bestandesschwankungen ausgesetzt. Dazu lassen sich wunderbar die kantonalen Fischfangstatistiken herbeiziehen, studieren und bestätigen. Schon mal gehört, dass das Egli der grösste Fressfeind für das Egli ist?

Manchmal nerven mich die wenig fundierten "Stammtisch-Meinungen" echt...

Das Hechte von Berufsfischern in der Schonzeit gefangen werden, hat absolut seine Berechtigung. Schlussendlich werden die Tiere auch abgestreift und die dabei gewonnen Eier künstlich erbrütet um Unmengen an Junghechten auszusetzten. Schliessliche wollen die Camping- und Weekend-Fischer ja auch mal wieder was fangen und da der Hecht für viele Fischer der Fisch der Fische ist... :roll:
Schweizer Angler

Re: Bielersee Hechte hinter der Fischtheke

Beitrag von Schweizer Angler »

@mike

:thanks:
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Exos
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Re: Bielersee Hechte hinter der Fischtheke

Beitrag von Exos »

Ganz deiner Meinung Mike! :up:
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Kawa
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Re: Bielersee Hechte hinter der Fischtheke

Beitrag von Kawa »

@mike
guter Beitrag

Nur mal so nebenbei, ich fing im Nidau-Büren Kanal einmal eine Forelle, die 14 kleine Eglis im Magen hatte.
Räuber fressen Fische, egal welcher Art.
astacus

Re: Bielersee Hechte hinter der Fischtheke

Beitrag von astacus »

miKe hat geschrieben:
Dural hat geschrieben:Wer hat den eine Studie über die Ernährungsgewonheiten der Zander verfasst?
es gibt zahlreiche studien über die nahrungsökologie des zanders, die mir bekannten stammen aber nicht aus der schweiz. grob gesagt scheint sich der zander oft opportunistisch zu ernähren, d.h. er nimmt die arten, die am häudigsten vorhanden sind.
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helix
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Re: Bielersee Hechte hinter der Fischtheke

Beitrag von helix »

Mike, guter Beitrag, aber betreffend der Zweckmässigkeit von Hechtbesatz an einem grösseren See bin ich anderer Meinung. Für mich macht es wenig Sinn, Hechte künstlich zu erbrüten. Hechte produzieren eine enorme Anzahl an Laich/kg Körpergewicht. Dies ist auch ihre primitive, jedoch über Jahrtausende höchst erfolgreiche Fortpflanzungstrategie. Demnach dürfte m.A.n. das Nahrungsangebot und die Konkurrenz durch die eigene Art und anderen Prädatoren im juvenilen Stadium primär der limitierende Faktor sein. Die Anzahl geschlüpfter Hechtbrütlinge ist ohnehin viel zu hoch, damit jedes Individuum überleben könnte. Das ist beim Hecht von der Natur aus so vorgesehen. Ohne Laichfischfang würde vermutlich aufgrund der geringeren Konkurrenz ein entsprechend grösserer Prozentsatz der Naturbrut überleben, was wiederum eigentlich wünschenswert wäre.

Der wesentliche Faktor "Nahrungsangebot" scheint zumindest am Bielersee wohl intakt zu sein. Sollte dieses Nahrungsangebot einmal knapp werden, kann man allerdings mit künstlichem Hechtbesatz nur wenig erreichen. Man müsste sie dann schon zu Sömmerlingen anwachsen lassen, was u.a. aufgrund des Lebendfutters und Kannibalismus problematisch ist, aber teilweise mit entsprechenden Verlusten dennoch gemacht wird.

Die künstliche Hechterbrütung kann höchstenfalls dann für die Bestände von wichtiger Bedeutung sein, wenn anzunehmen ist, dass ein Gewässer starken Wasserstandsschwankungen ausgesetzt ist und gleichzeitig fast alle Hechtmuttertiere zum ungefähr gleichen Zeitpunkt und grösstenteils in flachen Uferzonen ablaichen. Normalerweise laichen aber nicht alle Hechte im 30cm tiefen Wasser im Schilf, auch tiefere Stellen werden zum Laichen aufgesucht und auch ist es im Sinne dieser erfolgreichen Art, seine Fortpflanzung gestaffelt durchzuführen. Anders hätte sich der Hecht ganz sicher nicht während so langer Zeit derart erfolgreich behaupten können.

Hechtlaichfischfang hat für die Berufsfischer eine lange Tradition und es sicher auch einer der spannenderen Teile dieses Berufes.

Gruss
helix
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Gruess helix
berufsfischer

Re: Bielersee Hechte hinter der Fischtheke

Beitrag von berufsfischer »

gerade an grösseren seen ist der hechtlaichfischfang die genaueste möglichkeit, mit der sich die fischereiverantwortlichen ein bild über die hechtbestände der einzelnen seen machen können.
die zahl der fänge durch uns hobbyfischer sowie deren der berufsfischer neben der laichzeit, sagen wenig bis gar nichts aus über den gesammthechtbestand in einem grösseren see.
rocknroll666

Re: Bielersee Hechte hinter der Fischtheke

Beitrag von rocknroll666 »

miKe hat geschrieben:Wer hat den eine Studie über die Ernährungsgewonheiten der Zander verfasst? Ich habe schon viele Zander gefangen, aber nur wenige mit kleinen Eglis im Magen. Hauptsächlich finden sich da Weissfische. Insbesondere Rotaugen. Gelegentlich auch mal Krebse. Sogar Trüschen habe ich schon gefunden.
Hoi Mike,

ich glaube auch nicht, dass man mit Stammtischgefasel weit kommt, kenne auch keine Studie etwas über das Verhältnis Zander/Egli aussagt.

Jedoch ist klar, dass in einem Ökosystem eine "neue" Art in eher grosser Konkurrenz steht mit den Arten, die ähnliche Lebensweisen haben/ähnliche Nischen besetzen.

Was ich eigentlich sagen will, ich glaube auch nicht, dass die bösen Zander alle Egli fressen, aber der Zander kann sich durchaus auch durch andere Mechanismen negativ auf den Egli-Bestand auswirken...

Gruss
Tom
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