Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
astacus

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von astacus »

helix hat geschrieben:
astacus hat geschrieben:so ein schwachsinn, ein guter teil der fischer stört sich überhaupt nicht am kormoran.
Richtig, genau diejenigen, welche mit dem Kormoran-Problem nicht direkt konfrontiert sind, scheren sich einen Mist darum und verharmlosen. Das ist beim Wolf, dem Luchs oder dem Bären das selbe. Auch bei der Berufsfischer-Problematik kann man schnell einmal sagen, das sei nur Futterneid, übertrieben etc., wenn man das Problem noch nie live an Ort und Stelle miterlebt hat und damit nicht direkt konfrontiert wird. Billig, billig...
wieder so ein schwachsinn. wie kommst du darauf, dass ich nicht mit dem kormoran konfrontiert bin? wir haben zwar keine brütenden vögel, aber mit einen recht hohen bestand an überwinternden tieren und vergangenen sommer sogar einzelne jungvögeln, die bei uns den sommer verbracht haben. wer im winter fischen geht, ist bei uns sowieso immer wieder mit dem kormoran konfrontiert. ganz zu schweigen davon, dass der gänsesäger noch viel häufiger anzutreffen ist und ich den sogar an meinen pachtgewässern habe - und dort auch gerne dulde :wink:

noch dümmer ist deine aussage punkto wolf: ich habe selbst mehrere jahre im wallis als schafhirte gearbeitet und war dort direkter mit dem wolf konfrontiert als 99,9% aller anderen menschen in diesem land - und bin dennoch ein vehementer wolfsbefürworter. ich hole dazu aber nicht weiter aus, sondern verweise auf den entsprechenden thread, wo ich das alles begründet habe.

unglaublich, was gewisse denken, welches gleichschrittdenken bei uns fischern angeblich vorherrscht :roll:
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helix
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von helix »

astacus hat geschrieben: wie kommst du darauf, dass ich nicht mit dem kormoran konfrontiert bin?
Da hast du mich aber ordentlich missverstanden. Wollte deine Aussage eigentlich stützen und meinte nicht dich, sondern Leute, welche nicht direkt konfrontiert sind und selber so tun, als ob sie die Klügsten und Fachkundigsten wären, obwohl sie gar nicht davon betroffen sind.

Noch zum Kormoran: gemäss neusten Daten hat die Anzahl Brutpaare in der CH gegenüber 2009 wieder zugenommen und ist von 547 (2009) auf 560 (2010) gestiegen. Dabei ist vor allem die Anzahl Nester der Kolonie am Neuenburgersee (Champ-Pittet) markant (von 130 auf 180) gestiegen. Am Sempachersee sind zudem das erste mal Nester gezählt worden.
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Gruess helix
astacus

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von astacus »

sorry, aber ich hatte das einfach so aufgefasst, dass die verharmloser des "kormoranproblems" nur diejenigen sind, die nicht mit ihm konrontiert sind. und als verharmloser wurde ich in dieser frage halt schon des öfteren bezeichnet. daher ist mir deine aussage wohl etwas in den falschen hals geraten.
Dorado20

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von Dorado20 »

Alet hat geschrieben:
berufsfischer hat geschrieben:.... das sie nachhaltig fischen, ist wissenschaftlich belegt, und nicht irgend eine behauptung von mir. da kannst du noch so oft dagegen reden......
Nachhaltig bezweifle ich stark....

Die vielzitierte "Nachhaltigkeit" wage ich in einzelnen Fällen ebenfalls sehr zu bezweifeln!

Meine Erfahrung sagt, dass man beim Thema Berufsfischer differenzieren muss.
Ich kenne solche, die sich eben "nachhaltig" engagieren und "ein bisschen vor die Nase studieren". Leider kenne ich aber auch den Fall, wo ehemals sehr fängige Bereiche, durch die Kurzsichtigkeit eines Berufsfischers heute sehr wohl als "tot" deklariert werden müssen.
Wenn innerhalb von 50(!) Metern 3-4 (!!) Netze und Töggel im Wasser schwimmen, (sodass Segelboote nicht mal mehr aus dem Hafen herausfahren können, weil sie sonst mit dem Kiel gleich in einem Netz hängenbleiben), soll mir doch keiner mehr mit "Nachhaltigkeit" kommen. Der ganze besagte Bereich war über Jahre hinweg sehr bekannt und beliebt als Egli-Revier. Heute sterben die Würmer in diesem Bereich an Altersschwäche und Langeweile.... (PS: die Netze hängen trotzdem....)
wobbler

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von wobbler »

hoi zusammen.......

danke fuer eure beitraege zu meinem posting.......
konnte erswt jetzt alles durchlesen, da ich im weit entfernten asien meinen urlaub verbringe.

ich wollte nur wissen, warum felchenfilets derzeit angeboten werden........
albeli hat geschrieben:@all ....wobbler hat gefreagt, ob jemand erklären kann, woher trotz schonzeit die ch-felchenfilets in den fischtheken kommen. so weit ich das beurteilen kann, ist die frage längst beantwortet.
natuerlich trotzdem eine schoene weihnachtszeit,,,,,,,,,,, :D :idea:
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Dural
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von Dural »

also ich bin zurzeit kein aktiver fischer mehr, habe aber früher viel an der aare/bergsee/neuebrugersee geangelt und ich finde das die Natur und die berufsfischer IMMER vor den Hobby-fischern kommen müssen, es ist ja auch schlisslich ihre lebensexistenz und ich glaube auch das heut zu tage KEIN berufsfischer damit eine goldennase verdient, man könnte es aber nach diversen Aussagen von so manchem Hobby-fischer fast meinen... "Sie zocken 3x ab" :roll:

Es ist ja schlisslich unser Hobby und nichts anders!!! Die Natur und Berufsfischer leben (meistens...) aber davon!

Zudem können und wird von den jeweiligen Fischer auch meistens komplett und anders gefischt, Hobby-fischer eher in ufer nähe zb. hafen anlagen, am bach/fluss, bergsee usw. und Berufsfischer haben auch ihre eigene gebiete wie meistens das offene wasser, sehr selten werden netze in ufernähe gelegt und ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ich glaube das dürfen sie in der regel auch gar nicht. jedenfalls hab ich ein motorboot und weis wo die netze stehen und das ist eben meistens sehr weit drausen. wie auch immer sie kommen sich meistens also gar nicht mal in die quere... Und wenn man halt als Hobby-fischer aufs offene Wasser möchte soll er das auch tun, aber sicher nicht die sehr wenigen Berufsfischer die wir in der CH haben für sein "nichts fangen" die schuld geben!
T-Rig

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von T-Rig »

Ist bei uns nicht anders Ricci! Im Frühling/Sommer werde viele der Netze keinen Meter vom Ufer entfernt angebracht.
Ich bin mal beim eindunkeln mit dem Boot voll über eines dieser Netze gefahren (direkt am Bootsplatz).
Das Teil verhedderte sich natürlich im Motor. Ich zog dann ca. 5m des Netztes ein. Was ich sah konnte ich fast nicht glauben. Winzige Maschen und alles voll mit untermassigen Egli und Bass! Soviel zur Nachhaltigkeit....
astacus

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von astacus »

da ich selbst mit berufsfischern nicht direkt konfrontiert bin, halte ich mich zu dem thema ja eigentlich lieber zurück. zu ein zwei dingen muss ich aber dennoch was sagen.
Dural hat geschrieben:also ich bin zurzeit kein aktiver fischer mehr, habe aber früher viel an der aare/bergsee/neuebrugersee geangelt und ich finde das die Natur und die berufsfischer IMMER vor den Hobby-fischern kommen müssen, es ist ja auch schlisslich ihre lebensexistenz und ich glaube auch das heut zu tage KEIN berufsfischer damit eine goldennase verdient, man könnte es aber nach diversen Aussagen von so manchem Hobby-fischer fast meinen... "Sie zocken 3x ab" :roll:
nun, da würde ich was anderes sagen: zuerst kommt immer die natur, erst dann kommen die interessen von hobby- und berufsfischern gleischermassen. denn egal um wen es sich handelt, ausnahmslos jeder hat sich den geboten der nachhaltigkeit unterzuordnen. da ist es absolut wurst, ob es von einem der beruf ist oder nicht. denn wenn die nachhaltigkeit nicht gewährleistet ist, bringt es dem betroffenen langfristig auch ökonomisch gesehen nichts.

die fischerei muss in jedem fall nachhaltig sein. ob sie das bei berufsfischern ist, kann ich aber mangels fachwissen nicht beurteilen.

wie viele arbeitsplätze an der hobbyfischerei hängen, ist übrigens nochmals eine andere frage, die auch nicht ausser acht gelassen werden darf...

Dural hat geschrieben:... Berufsfischer haben auch ihre eigene gebiete wie meistens das offene wasser, sehr selten werden netze in ufernähe gelegt ...
da höre ich aber sehr oft was ganz anderes und zwar nicht nur hier im forum :roll:

Ricci hat geschrieben:Falsch ! Die drei Vollprofis bei uns am See sind steinreich und haben sich eine goldene Nase verdient. Immobilien, Sportwagensammlungen und Lebensstandart bekräftigen dies.
das widerum überrascht mich doch sehr. mag sein, dass es im tessin anders ist, aber allgemein ist es sonst eigentlich weitgehend anerkannt, dass man von der berufsfischerei in der schweiz heutzutage kaum mehr leben kann. meines wissens gehen die meisten aktiven berufsfischer noch einer zweiten tätigkeit nach, weil der lohn der fischerei bei weitem nicht mehr ausreicht um zu überleben. nicht ohne grund war und ist die zahl der berufsfischer in der schweiz seit langem rückläufig und nicht ohne grund sind an vielen gewässern nicht alle berufsfischerpatente vergeben. wenns so lukrativ wäre, wäre dies ja kaum der fall...

Dural hat geschrieben:- Subventionen
das würde mich jetzt interessieren: in welcher form und mit welchen beträgen werden berufsfischer subventioniert?
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Dural
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von Dural »

neuenburgersee wo ich schon mein ganzes leben lang auf dem wasser bin, kann natürlich auch dran liegen das der see viel naturschutz gebiete hat

der fischer muss das Netz min. 2meter tief befestigen und darf die schifffahrt nicht beeinträchtigen, also kann ich manch beschribenen situationen gar nicht nachvoll ziehen. So von wegen 1meter vom ufer...

und das mit dem viel geldverdinen ist doch einfach nur blödsinn, viele berufsfischer mussten ihren job sogar aufgeben weil sie es nicht mehr über die runden geschaft haben, bei uns im hafen hatte es früher sogar 3 fischer davon gibt es heute nur noch einen und der hat auch einen neben verdienst...

früher war das vileicht anders, aber heute verdient keiner mit der fischerrei mehr viel in der CH!



natur ------------------> beruffischer ---------------------------------------------------> hobby / sport fischer



ich finde es extrem wichtig das die wenigen beruffischer die wir noch haben auch ihren job ausführen können und dabei auch noch etwas verdinen, was ja auch ihr gutes recht ist! den ich habe lieber CH fisch auf dem teller als irgend was aus dem ausland oder sogar zucht!!! und JA sie müssen sich ganz bestimmt an die gesetze und vorschriften halten, alles andere geht mal gar nicht! aber seien wir mal ehrlich, die schwarzen Schaffe unter den Hobby / Sport Fischern dürfte um einiges höher sein als bei den Berufsfischern! Was bei der mehrheit der Hobby / Sport Fischer ja von sich aus klar ist.

wenn man die Preise für das Kg Felchen anschaut dürfte klar sein das man damit nicht mehr gross verdienen kann, die werden ja schon fast verschenkt, unser fischer verkauft die filets glaub für 28.- das Kg !!!

und wenn man so in einigen restaurants die herkunft der fische nachschaut fragt man sich eigntlich wo unsere CH fische alle verbleiben, nur die felchen kommen reglmässig aus der CH, egli meistens auch, aber auch nicht immer und das finde ich extrem schade!!! die eglis wo man im supermarkt kaufen kann kommen aus russland, erst gerade vor kurzem gesehen.....

Zander gibt es so gut wie rein gar nicht aus der CH, meistens aus Deutschland oder Ost Europa, verständlich wir haben auch nicht viel und es ist kein einheimische fisch art, aber ich finde das man da mal was in der richtung machen könnte... das würde die Sport Fischer erst recht freuen, da der Zander doch ein typischer ziel Fisch von diesen ist und wir haben so wie so zu viele felchen wie ich finde ;) es ist unglaublich wie viele tonnen felchen pro Jahr aus dem Wasser gezogen werden, allein am Bielersee sind das wenn ich es richtig in erinnerung habe (???) rund 200t pro Jahr :!:
smash

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von smash »

selten soviel unsinn gelesen!

Ich verdiene so viel wie ein Vorarbeiter»
quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/reg ... y/15971300
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Flümi
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von Flümi »

naja, ich kenne mich mit der Berufsfischerei überhaupt nicht aus und enthalte mich auch der Diskussion ...

aber man kann nicht immer von dem, was man kennt, auf alles andere schliessen, Dural. Ricci und T-Rig kennen ihre Gewässer sicher besser als jemand, der die Situation vielleicht nur vom Neuenburgersee kennt, oder? nur weil am Jura-Südfuss die Berufsfischer ums Überleben kämpfen, muss es ja nicht zwangsweise für die ganze Schweiz gelten.

und jedes Gewässer ist anders, hat andere Zuflüsse, andere Produktivität an Futter für Fische, Tiefenverhältnisse, Sauerstoffmengen ... naja, Lebensbedingungen halt, die Einfluss auf die Produktivität an Fischmengen und Fischarten Einfluss hat. jeder neigt dazu, ohne die Zustände an anderen Gewässern zu kennen, irgendwelche Fangzahlen "krank" oder unglaubwürdig zu finden. Leute am Brienzersee findens vielleicht auch unglaublich, dass Berufsfischer aus dem Bielersee 47 mal mehr Fischgewicht pro Seefläche herausholen (Zahlen ausm Jahr 2001 bei Google gefunden), aber vielleicht würden ja Hobbyfischer aus Biel+Umgebung auch gerne soviele Saiblinge oder Seeforellen aus ihrem See fangen wie Hobbyfischer aus anderen Kantonen an anderen, Schweizer Seen?
Gruss, Stefan
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helix
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von helix »

Dural, da reihst du aber in deinem Post einen Stumpfsinn nach dem andern auf! Zum Glück wurde aber schon hervorragend Stellung genommen, um die Situation wieder tatsachengemäss und objektiv zu schildern.

Am meisten haarsträubend finde ich folgenede Darstellung:
Dural hat geschrieben: natur ------------------> beruffischer ---------------------------------------------------> hobby / sport fischer
Das ist absoluter Mumpitz! Berufsfischer kommen an genau gleicher Stelle wie auch die Hobbyfischer, sie unterliegen z.B. genau gleich dem Patentsystem wie wir auch und haben sich rechtlich an genau gleiche Grundsatz-Richtlinien zu halten wie wir.

Mit den Subventionen läuft das genau wie von Ricci dargestellt, indirekt fliessen hier sehr wohl beachtliche Beträge zu den Profitfischern. Aber auch der Fischverkauf kann sehr lukrativ sein: Wenn man bedenkt, dass in der Hauptsaison Tagesfänge von 50-100kg Felchen und das sechsmal pro Woche keine Seltenheit sind, und das Kilo Filets zwischen 20 und 30 Franken verkauft werden, braucht man kein Mathematikgenie zu sein, um zu ersehen, welche Summen da zusammenkommen können.

Es gibt wohl so manche schöne Immobilie rund um unsere Seen, welche ausschliesslich von Fischgeld bezahlt wurde.
Dural hat geschrieben: aber seien wir mal ehrlich, die schwarzen Schaffe unter den Hobby / Sport Fischern dürfte um einiges höher sein als bei den Berufsfischern!
Chabis! Wenn man alle durch die Berufsfischer erbeuteten untermassigen Seeforellen, welche nie in ihrem Leben abgelaicht haben, auf einen Haufen legen würde, kämen wohl sogar dir die Tränen! Das um nur ein Beispiel zu nennen. Oder gerade letzthin hat mir ein Halbprofi, welcher im Lago Maggiore ein Netzfischpatent besass, erzählt, wie er einmal bei einem Flusseinlauf in einem Netzzug 120kg Nasen auf dem Laichzug erwischte. Die 120kg der heute geschützten Tierart habe er den Campinggästen fast gratis verkaufen müssen. Sehr nachhaltig, muss schon sagen... und da gäbe es wohl noch hunderte ähnliche Szenen in der Schweiz! Ich bin ehrlich gesagt froh, hier nicht alles sehen zu müssen...
Dural hat geschrieben:
ich finde es extrem wichtig das die wenigen beruffischer die wir noch haben auch ihren job ausführen können und dabei auch noch etwas verdinen, was ja auch ihr gutes recht ist! den ich habe lieber CH fisch auf dem teller als irgend was aus dem ausland oder sogar zucht!!
Da gehe ich teilweise mit dir einig, obwohl "extrem wichtig" dann schon etwas übertrieben ist. Bin aber auch der Meinung, dass unsere Seen durchaus Ressourcen besitzen, um einigen Berufsfischern den Lebensunterhalt zu gewährleisten. Die Nachfrage nach Fisch ist in Zusammenhang mit dem "Gesundheitsboom" gestiegen und wenn wir hier schon Ressourcen haben, so sollen diese auch sinnvoll und der heutigen Zeit entsprechend genutzt werden.
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Gruess helix
albeli

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von albeli »

FRÖHLICHE WEIHNACHTEN...???
ICH WÜNSCHE SIE EUCH...
GRUSS UND PETRI+SORRY FÜR OFF TOPIC
Arts

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von Arts »

Hallo

Eine Sache fällt mir auf. Da es sich bei den CH-Felchen welche im Moment im Angebot sind, um "Laichfänge" Handelt, welche durch die Berufsfisscher zu 100% in den Einzelhandel gelangen, und es gemäss Statistiken nicht sehr viele sind (Kt. Bern 2008/09; 61'691 Fische, wird heuer etwa ähnlich sein) finde ich es umso verwünderlicher das man solche auch jetzt noch bei z.B Coop findet.

Wie kann man dieses Angebot erklären? Essen wir Berner im Herbst/Winter so wenig Felchen das die 60k bis Jetzt die Nachfrage befridigt?

Normalerweise erklärt sich das Marktgleichgewicht so: Die nachgefragte Menge ergibt die angebotene Menge..... ;). Laichfänge, solange Nachfrage? :roll: Und wenn der Kg. Preis für Felchen zudem noch im Keller ist, so ist dies doch umso fraglicher.... Überangebot, oder nur Deckungsbeitrag ;)

Ich meine ein Detailhändler würde wohl kaum ein Produkt einkaufen bei welchem das Risiko das es verdirbt hoch ist (geringer Absatz) .... Da müsste man mir als Detailist die 'Felchen' schon zu einem Spotpreis anbieten.... Und wenn die Nachfrage so hoch wäre, so wäre das Angebot extrem begrenzt und keine Selbstverständlichkeit... und sicher nicht erhältlich zum Preis von ca. CHF 30.- Kg...

Gruss
Tom
Schweizer Angler

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von Schweizer Angler »

@ helix

Du fährts manchmal schon mit "starken tobak" gegen die berufsfischer auf – kannst du deine indirekten anschuldigungen auch unterlegen? Wenn ja, wäre das fi-inspektorat wohl schon lange darauf eingetreten. Soviel ich weiss muss man beim inspektorat, aber auch bei behörden allgemein, mit nachvollziehbaren beweisen auftreten, dann gehen sie der sache auch nach und unternehmen bei bedarf auch was. Vermutungen bringen rein nichts. Hast du „deinen sefo sind nicht seesaiblinge“-fall angezeigt, oder „nur“ die faust im sack gemacht? Z.b. Rieder und vormals Roth giengen sehr wohl auf die sportfischer ein, sofern man seine dinge auch untermauern/belegen konnte. Früher angelten sie in steffisburg auch illegal mit netzen auf die in die zulg einwandernden nasen aus der aare – aber das war früher (wieviel fürher war die beobachtung aus dem tessin?). Und es waren nicht die berufsfischer die die nasen in steffisburg fischten, sondern die bürger selbst, mein vater hat mitgemacht.

In der tat erhalten berufsfischer auch fördergelder vom staat, aber massiv weniger als z.b. landwirte (keine direktzahlungen). Das einzige was es soviel ich weiss vom staat gibt sind teils steuerliche erleichterungen im zusammenhang mit kreditvergaben. Da ist aber fast jedes kmu nicht anders bevor- oder unbevorteilt.
Bitte mach bevor du einigen berufsfischern „vorwirfst“ sie hätten sich eine „goldene nase „verdient, respektive schöne häuschen mit dem fischgeld ermöglicht (wie mancher maler- oder gipsermeister hat dies von seinem gut laufenden betrieb vielleicht nicht auch gemacht), auch eine betriebsrechung.
Ich weiss nicht ob du angestellter oder selbständig bist. In einem kilopreis für berufsfischer ist manches drin was damit abgegolten werden muss; liegenschaft, boot, motor, benzin, material wie netze, ausweidanlagen oder äh.,allenfalls noch eine aufzuchtanlage, auto für die lieferung des fisches an märkte, allenfalls ein mobiler marktstand, evtl. lohn für einen angestellten. zudem unterliegen berufsfischer wie jeder metzger oder käser der lebensmittelhygiene. Das kostet jährlich immer mehr, den fischverabeitungsraum gemäss den strengen vorschriften zu unterhalten, der verkaufsraum beim berufsfischer sieht allmählich so klinisch aus aus wie ein operationsaal. Weiter kommen noch ne menge versicherungen dazu, pensionskassengelder etc. und wie wir wissen unterliegen die fänge teils starken schwankungen, nicht jedes jahr ist ein „goldenes“ jahr, für schwache jahre muss man auch etwas beiseite legen können.und bis 100kg pro tag in der hautpsaison ist eben auch „vorsorge“ für die winterzeit wo es eben weniger gibt. Mach auch diese rechung. Wie manches kmu deckt zu nicht nur einer bestimmten saison den ganzen jahresumsatz.
wenn der berufischer-job soooo attraktiv und einkömmlich wäre, hätten wir nicht einen rückgang. die kosten die wir hobbyfischer hingegen aufzubringen haben sind im vergleich marginal und nach wie vor für ein selbstgewähltes hobby – nicht für einen beruf.

dann sollte man noch die familie einigermassen ernähren, die goofen wollen vielleicht auch mehr als nur die primarschule besuchen. Wen ich ir die berufsfischer-immobilien am thuner und brienzersee anschaue, sehe ich wenige schöne objekte als die weekendhäuschen der interlakner, berner oder basler „high-society“. Viele häuser sind auch geerbt und seit jahrzehnten im familienbesitz, mag sein dass sie damals beim aufbau weniger gekostet haben als es vergleichsweiise heute der fall wäre. Zumindest ich entdecke mehr neue ställe oder anbauten bei bauernbetrieben als bei berufsfischern.

Und nochmal – wenn wir schon in der heiligen zeit sind – wer selbst ohne schuld ist werfe den ersten stein….sind „wir“ „nachhaltiger“, die die jährlich z.b. tonnen von bafos in bäche schmeissen wovon ca 95% für die katz ist und riesige staatlich „subventionierte“ aufzuchtanlagen erhalten? Was ist mit diesen geldern? Könnte man die nicht auch nachhaltiger einsetzen? Kommen unsere fischchnuschperli an den öffentlichen vereins-fischessen immer von den eigenen gewässern und kaufen wir sie beim berufsfischer?
Sind wir selbst ein vorbild? Wenn „wir“ gegen die berufsfischer protestieren und die auch die meerfischerei verurteilen, wer von uns reist nach brüssel vor die eu und demonstriert dort für mehr nachhaltigkeit? Oder gehen wir nur hin wenns um den kormoran geht?

http://www.ibkf.org/fileadmin/user_uplo ... ericht.pdf

Gruss

sa
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